Physiologie 1
Verdauung Teil 2
Verdauung Teil 2
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Cartes-fiches
Info Darm
- Länge: 6m
- Oberfläche 400 m2
3 Bestandteile Dünndarm
- Duodenum = Zwölffingerdarm
- Jejunum = Leerdarm
- Ileum = Krummdarm
Funktionen Dünndarm
- Hauptort Verdauung - durch Sekrete der Bauchspeicheldrüse
- Hauptort der Resorption - Aufnahme von Monosacchariden, Fetten, Aminosäuren, Vitaminen, Salzen und Wasser
Oberflächenvergrößerung des Darms durch (4x) und Faktor
- Schleimhautfalten
- Zotten
- Microvilli
- Lieberkühn Krypten
- Faktor 600
Aufbau der Darmwand
- Mucosa
- Villi
- Darmzotten
- Lieber-Kühn Krypten --> Oberfläche
- Peyer-Platten --> Lymphfollikel
- Submucosa
- Zirkulärmuskel
- Longitudinale Muskeln
- Serosa
4 Zellen und Funktionen
- Enterozyt (Saumzelle, am häufigsten in Dünndarmepithel) - Resorption
- Becherzelle - Schleimproduktion
- Enteroendokrine (Enterochromaffine) Zelle - Produktion Gewebshormon
- Paneth-Körnerzelle - Sekretion antimikrobieller Substanzen, Schutz Stammzellen
4 Membrantransporte
- Diffusion (Wasser, kleine Lipide)
- passive Kanal gestützte Diffusion
- passive Carrier gestützte Diffusion
- aktiver Carriertransport gegen den Gradienten
Resorption von (4)
- Wasser (Dünndarm - folgt Metaboliten), (Dickdarm - folgt Elektrolyten)
- Kohlenhydrate - aktiver Transport
- Lipide - werden abgebaut und in Form von Chylomikronen abgegeben
- Eiweiß - Aminosäuren oder kleine Peptide
Begriffe
- Bolustransport - Motorik
- Peristaltik
- Antiperistaltik
- Rhytmische Segmentation
- Kontraktion der Ringmuskulatur - Wellenförmig
- Peristaltik: Transport Richtung Anus (gesamter Darm)
- Antiperistaltik: Rückhalten (Dickdarm)
- Rhytmische Segmentation: Durchmischung gesamter Darm
Hemmung der Magenentleerung durch vollen Dünndarm bzw.
und Signale angeben
- niedrigen pH
- Hohe Osmolalität
- Fette in Zwölffingerdarm und Leerdarm
Signale: CCK, Sekretin, GIP
Pankreasabschnitte mit Funktion
- endokrines Pankreas: Regulation des Blutzuckerspiegels via Insulin und Glukagon
- exokrines Pankreas: Sekretiert Bikarbonat und Verdauungsenzyme
- Trypsin, Chymotrypsin, Carboypeptidase --> Eiweiße
- Amylase --> Kohlenhydrate
- Lipase --> Fette
Vorstufen Enzyme Beispiel Trypsin etc. beschreiben
Trypsinogen wird durch Enterokinase aktiviert --> Trypsin
Trypsin wird verarbeitet zu
- Chymotrypsinogen
- Pro-Carboxypeptidase
Diese sind die Vorstufen für Chymotrypsin und die Carboxypeptidase
6 Aufgaben Darmflora
- Aufspaltung Nahrung
- Bildung Vitamine B1,2,6,12, K, Folsäure, Biotin und Pantothensäure
- Regenerationoxidierte Vitamine
- Abbau Giftstoffe
- Erzeugung Liposaccharide
- Mineralien können nur als milchsaure Salze aufgenommen werden
Besonderer Symbiont?
Dessen Bildungsort
- E. coli spezifisch für jeden Menschen
- Wurmfortsatz des Blinddarms --> Verbindung zur Grundabwehr und Lymphsystem
3 Bestandteile Dickdarm und Dauer
- Caecum = Blinddarm
- Colon = Grimmdarm
- Aufsteigend 90 min
- querverlaufend 24 h
- absteigend 24-48 h
- sigmoid
- Rectum = Mastdarm
6 Eigenschaften und Aufgaben Dickdarm
- Keine Zotten aber viele Becherzelle
- Resorption von Endprodukten der Verdauung und mikrobiellen Abbaus (Monosacchariden, Aminosäure, Fette)
- Resorption von Ionen
- Rückresorption von Wasser
- Abwehr von Bakterien und Krankheiten
- Speicherung und Eindickung des Kots
Besonderheiten Pferd, Kaninchen
- Pferd: Dickdarm kann Fasern verdauen, Cellulose, Hemicellulose und Pektin werden von Mikroorganismen aufgeschlossen. Für letztere ist die richtige Ernährung wichtig
- Kannichen produzieren neben Hart- auch Weichkot (im Blinddarm), der direkt erneut gegessen wird, da er sehr nährhaltig ist und zu einer effektiveren Verdauung beiträgt
Verdauung Eiweiße im Dünndarm (Schwein, Kuh, Pferd)
Nach der Zerkleinerung im Magen werden die Peptide im Dünndarm durch
- Trypsin
- Chymotrypsin
- Carboxypeptidase
zu Aminosäuren zerlegt
Fettabbau im Dünndarm (Schwein, Kuh, Pferd)
Lipasen zerkleinern verbliebende Fette zu Freien FS
Kohlenhydratverwertung im Darm (Schwein, Kuh, Pferd)
- Schwein: Maltose durch Maltase zu Monosacchariden
- Kuh: Glukose in Dünndarm resorbiert
- Pferd: tw. Maltose in Dünndarm, hauptsächlich Kohlehydratabbau im Dickdarm durch Mikroben
Huhn Besonderheiten Verdauung
- Kropf
- Drüsen- und Muskelmagen
- Gewölle
- Kloake
- Passagezeit 16 min bis 2 h gesamt
- geringes Volumen des Verdauungstrakts
- --> häufige Nahrungsaufnahme notwendig
- geringe Kotproduktion
Kropf Funktion
- Ausdehnung Speiseröhre
- Nahrungsspeicher
- Einweichung Futter
- Kohlenhydratverdauung Amylase
- Kropfmilch bei Taubenartigen Vögeln für die Jungen (ohne Calcium und Kohlenhydrate)
Drüsenmagen Eigenschaften
- Produktion von Magensäften
- Schleim sezernierende epitheliale Zellen
- Oxynticopeptid Zellen, die Pepsinogen und HCL bilden
Muskelmagen Eigenschaften
- Ort der Proteinverdauung und mechanischen Zerkleinerung
- Hühner und Tauben brauchen Grit um die ganzen Samen zermahlen zu können
- Papageien und Sperlingsvögel brauchen keinen Grit, da sie nur Samenkörner fressen
Gewölle Eigenschaften
- Hochwürge unverdaulicher Nahrung bei karnivoren Vögeln z.B. Eulen, Falken
- Etwa alle 12 Stunden
- Eule nach jeder Mahlzeit
Kloake Eigenschaften
- Glockenförmige Erweiterung des Enddarms in den Harn-, Reproduktions- und Verdauungsapparat münden
- Aufteilung in Kotraum, Harnraum und Endraum
- Falte zwischen Kot- und Harnraum kann beide z.B. bei der Eiablage von einander abtrennen, um eine Verschmutzung der Eier mit Kot zu verhindern