Physiologie 1

Verdauung Teil 2

Verdauung Teil 2


N. J.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Physiologie des Verdauungssystems auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Eigenschaften und Funktionen des Dünndarms und Dickdarms, sowie die Verdauung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen bei verschiedenen Tieren wie Pferd, Kuh und Schwein. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biologie, die sich auf die komplexen Prozesse der Verdauung und die spezifischen Anpassungen bei verschiedenen Tierarten konzentrieren.
Flashcards
26
Students
1
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
05.02.2015 / 10.02.2015

Flashcards

Info Darm

  • Länge: 6m 
  • Oberfläche 400 m2

3 Bestandteile Dünndarm

  • Duodenum = Zwölffingerdarm
  • Jejunum = Leerdarm
  • Ileum = Krummdarm

Funktionen Dünndarm

  • Hauptort Verdauung - durch Sekrete der Bauchspeicheldrüse
  • Hauptort der Resorption - Aufnahme von Monosacchariden, Fetten, Aminosäuren, Vitaminen, Salzen und Wasser

Oberflächenvergrößerung des Darms durch (4x) und Faktor

  • Schleimhautfalten
  • Zotten
  • Microvilli
  • Lieberkühn Krypten
  • Faktor 600

Aufbau der Darmwand

  • Mucosa
    • Villi
    • Darmzotten
    • Lieber-Kühn Krypten --> Oberfläche
    • Peyer-Platten --> Lymphfollikel
  • Submucosa
  • Zirkulärmuskel
  • Longitudinale Muskeln
  • Serosa

4 Zellen und Funktionen

  • Enterozyt (Saumzelle, am häufigsten in Dünndarmepithel) - Resorption
  • Becherzelle - Schleimproduktion
  • Enteroendokrine (Enterochromaffine) Zelle - Produktion Gewebshormon
  • Paneth-Körnerzelle - Sekretion antimikrobieller Substanzen, Schutz Stammzellen

4 Membrantransporte

  • Diffusion (Wasser, kleine Lipide)
  • passive Kanal gestützte Diffusion
  • passive Carrier gestützte Diffusion
  • aktiver Carriertransport gegen den Gradienten

Resorption von (4)

  • Wasser (Dünndarm - folgt Metaboliten), (Dickdarm - folgt Elektrolyten) 
  • Kohlenhydrate - aktiver Transport
  • Lipide - werden abgebaut und in Form von Chylomikronen abgegeben
  • Eiweiß - Aminosäuren oder kleine Peptide

Begriffe

  • Bolustransport - Motorik
  • Peristaltik
  • Antiperistaltik
  • Rhytmische Segmentation

 

  • Kontraktion der Ringmuskulatur - Wellenförmig
  • Peristaltik: Transport Richtung Anus (gesamter Darm)
  • Antiperistaltik: Rückhalten (Dickdarm)
  • Rhytmische Segmentation: Durchmischung gesamter Darm

Hemmung der Magenentleerung durch vollen Dünndarm bzw.

und Signale angeben

  • niedrigen pH 
  • Hohe Osmolalität
  • Fette in Zwölffingerdarm und Leerdarm

Signale: CCK, Sekretin, GIP

Pankreasabschnitte mit Funktion

  • endokrines Pankreas: Regulation des Blutzuckerspiegels via Insulin und Glukagon
  • exokrines Pankreas: Sekretiert Bikarbonat und Verdauungsenzyme
    • Trypsin, Chymotrypsin, Carboypeptidase --> Eiweiße
    • Amylase --> Kohlenhydrate
    • Lipase --> Fette

Vorstufen Enzyme Beispiel Trypsin etc. beschreiben

 

Trypsinogen wird durch Enterokinase aktiviert --> Trypsin

Trypsin wird verarbeitet zu

  • Chymotrypsinogen
  • Pro-Carboxypeptidase

Diese sind die Vorstufen für Chymotrypsin und die Carboxypeptidase

6 Aufgaben Darmflora

  1. Aufspaltung Nahrung
  2. Bildung Vitamine B1,2,6,12, K, Folsäure, Biotin und Pantothensäure
  3. Regenerationoxidierte Vitamine
  4. Abbau Giftstoffe
  5. Erzeugung Liposaccharide
  6. Mineralien können nur als milchsaure Salze aufgenommen werden

Besonderer Symbiont?

Dessen Bildungsort

  • E. coli spezifisch für jeden Menschen
  • Wurmfortsatz des Blinddarms --> Verbindung zur Grundabwehr und Lymphsystem

3 Bestandteile Dickdarm und Dauer

  1. Caecum = Blinddarm
  2. Colon = Grimmdarm
    • Aufsteigend 90 min
    • querverlaufend 24 h
    • absteigend 24-48 h
    • sigmoid
  3. Rectum = Mastdarm

6 Eigenschaften und Aufgaben Dickdarm

  • Keine Zotten aber viele Becherzelle
  • Resorption von Endprodukten der Verdauung und mikrobiellen Abbaus (Monosacchariden, Aminosäure, Fette)
  • Resorption von Ionen    
  • Rückresorption von Wasser    
  • Abwehr von Bakterien und Krankheiten    
  • Speicherung und Eindickung des Kots    

Besonderheiten Pferd, Kaninchen

  • Pferd: Dickdarm kann Fasern verdauen, Cellulose, Hemicellulose und Pektin werden von Mikroorganismen aufgeschlossen. Für letztere ist die richtige Ernährung wichtig
  • Kannichen produzieren neben Hart- auch Weichkot (im Blinddarm), der direkt erneut gegessen wird, da er sehr nährhaltig ist und zu einer effektiveren Verdauung beiträgt

Verdauung Eiweiße im Dünndarm (Schwein, Kuh, Pferd)

Nach der Zerkleinerung im Magen werden die Peptide im Dünndarm durch

  • Trypsin
  • Chymotrypsin
  • Carboxypeptidase

zu Aminosäuren zerlegt

Fettabbau im Dünndarm (Schwein, Kuh, Pferd)

Lipasen zerkleinern verbliebende Fette zu Freien FS

Kohlenhydratverwertung im Darm (Schwein, Kuh, Pferd)

  • Schwein: Maltose durch Maltase zu Monosacchariden
  • Kuh: Glukose in Dünndarm resorbiert
  • Pferd: tw. Maltose in Dünndarm, hauptsächlich Kohlehydratabbau im Dickdarm durch Mikroben

Huhn Besonderheiten Verdauung

  • Kropf
  • Drüsen- und Muskelmagen
  • Gewölle
  • Kloake
  • Passagezeit 16 min bis 2 h gesamt
  • geringes Volumen des Verdauungstrakts
  • --> häufige Nahrungsaufnahme notwendig
  • geringe Kotproduktion

Kropf Funktion

  • Ausdehnung Speiseröhre
  • Nahrungsspeicher
  • Einweichung Futter
  • Kohlenhydratverdauung Amylase
  • Kropfmilch bei Taubenartigen Vögeln für die Jungen (ohne Calcium und Kohlenhydrate)

Drüsenmagen Eigenschaften

  • Produktion von Magensäften  
  • Schleim sezernierende epitheliale Zellen 
  • Oxynticopeptid Zellen, die Pepsinogen und HCL bilden 

Muskelmagen Eigenschaften

  • Ort der Proteinverdauung und mechanischen Zerkleinerung 
  • Hühner und Tauben brauchen Grit um die ganzen Samen zermahlen zu können 
  • Papageien und Sperlingsvögel brauchen keinen Grit, da sie nur Samenkörner fressen 

 

Gewölle Eigenschaften

  • Hochwürge unverdaulicher Nahrung bei karnivoren Vögeln z.B. Eulen, Falken 
  • Etwa alle 12 Stunden
  • Eule nach jeder Mahlzeit 

Kloake Eigenschaften

  • Glockenförmige Erweiterung des Enddarms in den Harn-, Reproduktions- und Verdauungsapparat münden 
  • Aufteilung in Kotraum, Harnraum und Endraum 
  • Falte zwischen Kot- und Harnraum kann beide z.B. bei der Eiablage von einander abtrennen, um eine Verschmutzung der Eier mit Kot zu verhindern 

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