Physik Step 26 (neu)

Lernkarten zu Step 26 des Grundlagenfachs Physik: Die Planetenbewegung: Gravitationskraft als Zentripetalkraft (Bahngeschwindigkeit, Umlaufzeit, Satelliten).

Lernkarten zu Step 26 des Grundlagenfachs Physik: Die Planetenbewegung: Gravitationskraft als Zentripetalkraft (Bahngeschwindigkeit, Umlaufzeit, Satelliten).


R. H.
Flashcards
23
Students
0
Language
German
Category
Physics
Created / Updated
23.10.2026 / 23.10.2026

Flashcards

Welche Kraft hält die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne?

Die Gravitationskraft der Sonne – sie wirkt als Zentripetalkraft und zwingt die Erde auf eine (nahezu) kreisförmige Bahn: F_G = F_z.

Wie lautet der Ansatz „Gravitationskraft = Zentripetalkraft“ für einen Planeten (Masse m) um die Sonne (Masse M)?

G ⋅ M ⋅ m / r² = m ⋅ v² / r – die Planetenmasse m kürzt sich heraus.

Wie berechnet man aus F_G = F_z die Masse der Sonne?

Mit v = 2π ⋅ r / T: G ⋅ M / r² = 4π² ⋅ r / T² ⇒ M = 4π² ⋅ r³ / (G ⋅ T²); man braucht nur den Bahnradius r und die Umlaufzeit T eines Planeten.

Berechne die Masse der Sonne aus der Erdbahn. (r = 1,496 ⋅ 10¹¹ m, T = 1 Jahr = 3,156 ⋅ 10⁷ s)

M = 4π² ⋅ r³ / (G ⋅ T²) = 4π² ⋅ (1,496 ⋅ 10¹¹ m)³ / (6,674 ⋅ 10⁻¹¹ ⋅ (3,156 ⋅ 10⁷ s)²) ≈ 2,0 ⋅ 10³⁰ kg

Warum kann man mit F_G = F_z die Masse der Sonne berechnen, nicht aber die Masse des Planeten?

Weil die Planetenmasse m auf beiden Seiten steht und sich kürzt – übrig bleibt nur die Masse M des Zentralkörpers, der die Zentripetalkraft liefert.

Wie schnell bewegt sich ein Körper auf einer Kreisbahn mit Radius r um einen Zentralkörper der Masse M?

Aus G ⋅ M ⋅ m / r² = m ⋅ v² / r folgt v = √(G ⋅ M / r) – unabhängig von der Masse des umlaufenden Körpers; je grösser r, desto kleiner v.

Warum fällt die Erde nicht in die Sonne, obwohl die Gravitationskraft sie ständig anzieht?

Weil die Erde eine Geschwindigkeit quer zur Kraft hat: Die Gravitationskraft ändert nur ständig die Richtung der Geschwindigkeit (Kreisbewegung), nicht ihren Betrag. Ohne Bahngeschwindigkeit würde sie mit wachsender Beschleunigung in die Sonne stürzen.

Wird auch die Sonne zur Erde hin beschleunigt?

Ja, die Gravitationskraft wirkt auf beide gleich gross. Die Sonnenmasse ist aber rund 300'000-mal grösser, also ist ihre Beschleunigung nach F = m ⋅ a um denselben Faktor kleiner – vernachlässigbar.

Die Gravitationskraft wirkt zwischen allen Gegenständen. Warum bewegen sich z. B. zwei Stühle im Zimmer nicht aufeinander zu?

Weil die Gravitationskraft zwischen kleinen Massen extrem klein ist (Grössenordnung 10⁻⁹ N) – sie wird von der Reibung mit dem Boden bei weitem übertroffen.

Warum fallen alle Gegenstände ohne Luftwiderstand gleich schnell, obwohl sie unterschiedlich schwer sind?

Die Masse bestimmt sowohl die Gravitationskraft (F = G ⋅ M ⋅ m / r²) als auch die Trägheit (F = m ⋅ a) – in a = G ⋅ M / r² kürzt sie sich heraus.

Erkläre Schritt 1 der Entstehung von Ebbe und Flut.

Die Gravitation der Erde zieht das Meerwasser zum Erdmittelpunkt; ohne den Mond wäre der Meeresspiegel überall etwa gleich weit vom Erdzentrum entfernt.

Erkläre Schritt 2 der Entstehung von Ebbe und Flut.

Die Gravitationskraft des Mondes zieht das Wasser zu sich hin – auf der dem Mond zugewandten Seite entsteht ein Flutberg.

Erkläre Schritt 3 der Entstehung von Ebbe und Flut: Woher kommt der zweite Flutberg?

Erde und Mond kreisen um ihren gemeinsamen Massenschwerpunkt; dabei wirkt auf das Wasser eine Zentrifugalkraft nach aussen (Trägheit), sodass auf der mondabgewandten Seite ein zweiter Flutberg entsteht.

Warum gibt es an einem Ort etwa zweimal pro Tag Flut und zweimal Ebbe?

Die beiden Flutberge bleiben relativ zum Mond stehen, während sich die Erde einmal pro Tag darunter hindurchdreht – ein Ort passiert pro Umdrehung zwei Flutberge und zwei Wellentäler, also wechseln Flut und Ebbe etwa alle sechs Stunden.

Was ist ein geostationärer Satellit?

Ein Satellit, der immer über demselben Punkt der Erdoberfläche steht, weil er die Erde genau in der Zeit einer Erdrotation (ein Tag) umkreist.

Welche Bedingungen muss ein geostationärer Satellit erfüllen?

Umlaufzeit T = 1 Tag (gleich der Erdrotation), Bahn in der Äquatorebene, Umlauf in Richtung der Erdrotation – nur dann bleibt er über einem festen Punkt.

Warum ist ein geostationärer Satellit nur über dem Äquator möglich?

Nur in der Äquatorebene läuft seine Kreisbahn parallel zur Erdrotation; über jedem anderen Breitengrad würde er im Tagesverlauf nach Norden und Süden pendeln.

Wie berechnet man den Bahnradius eines geostationären Satelliten?

F_G = F_z mit v = 2π ⋅ r / T: G ⋅ M / r² = 4π² ⋅ r / T² ⇒ r³ = G ⋅ M ⋅ T² / (4π²) ⇒ r = ∛(G ⋅ M ⋅ T² / (4π²)) – die Satellitenmasse spielt keine Rolle.

Berechne den Bahnradius eines geostationären Satelliten. (M_Erde = 5,97 ⋅ 10²⁴ kg, T = 24 h = 86400 s)

r = ∛(G ⋅ M ⋅ T² / (4π²)) = ∛(6,674 ⋅ 10⁻¹¹ ⋅ 5,97 ⋅ 10²⁴ kg ⋅ (86400 s)² / (4π²)) ≈ 4,22 ⋅ 10⁷ m

Wie hoch über dem Äquator steht ein geostationärer Satellit? (r = 4,22 ⋅ 10⁷ m, R_Erde = 6,37 ⋅ 10⁶ m)

Höhe über der Oberfläche h = r – R_Erde = 4,22 ⋅ 10⁷ m – 0,637 ⋅ 10⁷ m ≈ 3,6 ⋅ 10⁷ m, also rund 36'000 km.

Wie schnell fliegt ein geostationärer Satellit? (r = 4,22 ⋅ 10⁷ m, T = 86400 s)

v = 2π ⋅ r / T = 2π ⋅ 4,22 ⋅ 10⁷ m / 86400 s ≈ 3,1 ⋅ 10³ m/s ≈ 3,1 km/s

Warum sind geostationäre Satelliten nicht für GPS geeignet?

Sie stehen sehr hoch (36'000 km): grosse Signallaufzeit und schlechte Abdeckung der Polregionen. GPS-Satelliten fliegen tiefer auf geneigten Bahnen und überstreichen die ganze Erde.

Warum nimmt die Gravitationskraft mit dem Quadrat des Abstands ab?

Die Wirkung verteilt sich auf eine kugelförmig wachsende Fläche um die Masse; die Kugelfläche wächst mit r², also sinkt die Kraft mit 1/r².

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