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Physiologie diverse Themen

Physiologie diverse Themen


N. L.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über die Schmerzphysiologie und verwandte Themen. Sie decken die verschiedenen Phasen der Wundheilung, die Rolle des enteralen und vegetativen Nervensystems, sowie die Wirkungen von Opioiden und anderen Mediatoren ab. Die Karteikarten erklären auch die Entstehung und Hemmung von Schmerz, einschließlich der Rolle von Mastzellen und Fibroblasten. Sie sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Verständnis der Schmerzmechanismen vertiefen möchten.
Flashcards
20
Students
1
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
11.06.2014 / 07.07.2014

Flashcards

WDR

WDR = Wide dynamic range

Neurone resp. wichtige Gruppe von Interneuronen, welche mit geringer Entladungsfrewuenz auf auf beispielsweise Druck reagieren, werden also auch von niederschwelligen Mechanorezeptoren gereizt. Sie sind vermutlich sogar an der Entstehung des Schmerzgedächtnisses beteiligt.

circadianer Rhytmus / Schmerzempfndung

maximal:
zwischen 0 und 3 Uhr

minimal:
zwischen 12 und 20 Uhr

Dasselbe trifft auch auf die Wirkung von Placebos und Schmerzmedikamenten zu. Wirken in maximaler Zeitperiode am wenigsten.

akuter Schmerz

Schmerzempfinden als unmittelbare Reaktion auf eine Verletzung mit der Botschaft: Heilungsförderndes Verhalten ist notwendig (Schutzreaktion)
z.B. Schnittverletzungen, Herzinfarkt, Schmerzen postoperativ, Verbrennungen

chronischer Schmerz

Weder ein Warnsignal noch eine Schutzfunktion. Der chronische Schmerz ist eine eigenständige Krankheit (chronisches Schmerzsyndrom)
z.B. Rückenschmerzen, Tumorschmerzen, Nervenschmerzen, Phantomschmerzen. Das eigentliche Trauma ist weg, der Schmerz bleibt.

Substanz P

Substanz P ist ein Neurotransmitter aus der Familie der Neurokinine (Tachykinine). Substanz P spielt eine Rolle bei der Schmerzübertragung und bei der Steuerung von Entzündungsprozessen. Sie bewirkt unter anderem eine Vasodilatation und eine Steigerung derGefäßpermeabilität. Zudem ist sie für die Chemotaxis von Leukozyten verantwortlich.

Makrophagen

Makrophagen sind große, bewegliche, einkernige Zellen, die zum zellulären Immunsystem gehören. Sie entwickeln sich aus den im Blut zirkulierenden peripheren Monozyten, die eine Halbwertszeit von ca. 72 Stunden besitzen. Monozyten können in das Gewebe migrieren und verbleiben dort für mehrere Wochen bis Monate als Gewebsmakrophagen.

Mastzellen

Mastzellen sind zu den Leukozyten gehörende Blutzellen. Sie reifen aus hämatopoetischenStammzellen im Knochenmark heran. Mastzellen spielen für das Immunsystem des menschlichen Körpers, beispielsweise im Rahmen derWundheilung und bei der Abwehr von Pathogenen, eine wichtige Rolle. Desweiteren spielen Mastzellen eine wichtige Rolle bei Allergien, insbesondere bei allergischen Sofortreaktionen (Typ-I-Allergie). Wenn sie aktiviert werden, setzen sie bestimmte Botenstoffe ins Interstitium frei.

Histamin

Histamin ist ein potenter Mediator, der im Organismus eine Fülle von Folgereaktionen auslöst. Es entfaltet seine Wirkungen durch Bindung an membrangebundenen Histamin-Rezeptoren.

Eine körpereigene übermäßige Freisetzung von Histamin erfolgt bei entzündlichen, allergischen oder toxischen Prozessen, durch Koffein, Medikamente oder Alkohol und bei disponierten Patienten auch bei Hitze, Kälte, Berührung, ja sogar durch Wasser.

Fibroblasten

Fibroblasten sind Zellen, die ein Hauptbestandteil des Bindegewebes sind. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Synthese der Interzellularsubstanz, die zum Aufbau der sogenannten Extrazellulärmatrixbenötigt wird

Mediator

Mediator: In der Medizin und der Biochemie wird der Begriff Mediator zur Bezeichnung von Botenstoffenverwendet, die an einer Zielstruktur (in der Regel einer Zelle) biochemische Reaktionen auslösen. Dazu zählen unter anderem Neurotransmitter und Hormone.

Opioide

Opioide spielen eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung. Wir haben körpereigene Opioide, welche Schmerzen hemmen können. Schmerzinhibition von supraspinal nach spinal. Opioide verhindern, dass Schmerz überhaupt weitergeleitet wird. Bereits im ZNS wird Entstehung und Weiterleitung von SZ gehemmt

DNIC

DNIC = Diffuse noxious inhibitory control. Ein Schmerz wird mit einem anderen Schmerz gehemmt.

LTD

LTD = Long Term Depression; Reizung von A-delta-Fasern führt zu längerer (ca.2h) Inhibition von C-Fasern

PAG

PAG = periaquäductales Grau; Unter Zwischenschaltung von Medulla oblongata, Pons sowie Raphe-Kernen projiziert das periaquäduktale Grau hemmend auf verschiedene im Rückenmark lokalisierte Neurone, welche der Schmerzbahn zugeordnet werden. Als Neurotransmitter wurden Serotonin, Noradrenalin und Substanz P sowie verschiedene Enkephaline identifiziert. An Neuronen in diesem Bereich lassen sich auch Opioidrezeptoren finden. Diese spielen bei der analgetischen Wirkung von Opioiden eine Rolle.Im Rahmen der endogenen Schmerzhemmung haben absteigende Fasern, welche Endorphineausschütten, eine schmerzmodulierende Wirkung (deszendierende Schmerzhemmung). 

Schmerzschwelle / beeinflussende Faktoren

siehe Abbildung

Gedächtnissysteme

  • Sensorisches Gedächtnis
  • Entcodierung Kurzzeitgedächtnis
  • Kurzzeitgedächtnis / Arbeitsgedächtnis (Aufrechterhaltung durch Wiederholung
  • Entcodierung für Langzeitgedächtnis
  • Speicherung im Langzeitgedächtnis

Information muss dann immer wider zusammengesucht werden und entcodiert werden um gebraucht werden zu können.

VNS

vegetatives Nervensystem

Sympathikotonus

Unter dem Sympathikotonus versteht man den Erregungszustand des sympathischen Nervensystems.

ENS

enterales Nervensystem (Bauchhirn)

Wundheilungsphasen

  • Alarmphase: 0 - 48 Stunden (vaskuläre Phase)
  • Entzündungsphase: 2. - 5. Tag (zelluläre Phase)
  • Proliferationsphase: 5. - 21. Tag (Granulationsphase) 
  • Remodelierungsphase: ab 21. Tag
  • (Konsolidierungsphase: 21. - 60. Tag)
  • (Organisationsphase: 60. - 500. Tag)

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