Pharmakologie 3

Pharamliste des USZ 1. Sj. Master

Pharamliste des USZ 1. Sj. Master


Elia Von Felten
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von Neurotransmittern und deren Rezeptoren, insbesondere Serotonin und GABA, sowie deren Hemmung und Agonismus. Sie behandeln Antagonisten und Agonisten, deren Wirkmechanismen, Indikationen und Nebenwirkungen, wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Darmbeschwerden. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie komplexe pharmakologische Konzepte und klinische Anwendungen abdecken.
Flashcards
49
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
23.09.2014 / 10.10.2014

Lernkarten

Chlorpromazin

Neuroleptikum (Phenothiazin)

WM:
Antagonist an: alpha1, 5HT2A > D2, H1 > M-ACh

Wirkungen:
akut
- anxiolytisch, psychovegetativ entkoppelnd
- affektive Indifferenz
- Sedierung, Viglianzabnahme, psychomotorische Verlangsamung
- Distanzierung von Umwelt und von Schmerz
- In hoher Dosierung: Apathie und Schlaf
langfristig (Wochen-Monate)
- anti-psychotisch

Nebenwirkungen:
akut
- Taxhykardie, BD-Senkung => orthostatischer Kollaps, Herzrythmusstörungen
- Schleimhauttrockenheit
--> Überdosis kann zu Delir und tiefem Koma führen
langfristig
- Gewichtszuhname
- Leberfunktionsstörungen
- Blutbildveränderungen
- Malignes Neuroleptikumsyndrom

Thioridazin

Neuroleptikum (Phenothiazin)

WM:
ähnlich Chlorpromazin, gleiche Wirkstärke

Wirkungsunterschied:
- weniger dämpfend
- thymoleptisch

=> Anwendungsbereich auch bei Psychosomatischen Erkrankungen

Fluphenazin

Neuroleptikum (Phenothiazin)

WM:
ähnlich Chlorpromazin, gleiche Wirkstärke

Wirkungsunterschied:
- weniger dämpfend
- antiemetisch

NW:
- mässig extrapyramidal
- mässig vegetativ

Haloperidol

Neuroleptikum (Butyrophenon)

WM:
Antagonist an:  D2 ,>  H1, M-ACh, alpha1, 5HT2A 

Wirkungen:
akut
- anxiolytisch, psychovegetativ entkoppelnd
- affektive Indifferenz
- Distanzierung von Umwelt und von Schmerz
langfristig (Wochen-Monate)
- anti-psychotisch (stärker als Chlorpromazin)

Nebenwirkungen:
akut
v.A. dyskinetische Syndrome (Alte>Junge)
langfristig
- Leberfunktionsstörungen

Clozapin

Atyisches Neuroleptikum

WM:
Antagonist an: D4,> H1, M-ACh, alpha1, 5HT2A > D2

Therapeutischer Vorteil:
- bedeutend weniger extrapyramidale NW => wird angewendet bei nicht ansprechen oder unverträglichkeit der 'typischen Neuroleptika'

NW:
- 1% d. Behandelten entwickeln Lokopenie oder Agranulozytose => engmaschige Kontrolle!!!

Olanzapin

atypisches Neuroleptikum

-> ähnlich Clozapin aber eher extrapyramidale NW dafür weniger Blutbildsstörungen

Resperidon

atypisches Neuroleptikum

Wirkung entspricht etwa Haloperidon

-> günstigen einfluss auf die Negativ-Symptomatik

-> schlechtere aufnahme in Hirn (via ABC-Transporter)

Aripiprazol

atypisches Neuroleptikum

WM:
Antagonist an:   H1, M-ACh, alpha1, 5HT2A 
Agonist an: 5HT1A
Partieller Agonist an: D2

Therapeutischer Mehrwert:
- mildert depressive Verstimmung
- mildert Negativ-Symptomatik

NW:
- weniger Etrapyramidale als Haloperidol

-> Neuer wirkstoff, noch nicht langzeitlich getestet
 

Imipramin

Trizyklisches Antidepresivum

WM:
Hemmung der NA- und 5-HT-Transporter
Antagonist an alpha1-,5HT1-, H1- und M1-3-Rezeptor

Wirkungen:
- Antriebssteigernd
- Hebung der Stimmung

NW:
- orthostatische Hypotension, Tachykardie, T-Wellenabflachung
- Schleimhauttrockenheit
- Miktionsstörungen
- Tremor
- Delir
- Opstipation
--> Vergiftung: Bewustlosigkeit, Krämpfe, Herzprobleme

Indikation:
Depression mit normalem Antrieb
 

Amitriptylin

Trizyklisches Antidepresivum

WM:
-> Prodrug von Nortriptylin
Hemmung der NA- und 5-HT-Transporter
Antagonist an alpha1-,5HT1-, H1- und M1-3-Rezeptor

Wirkungen:
- Dämpfend
- Hebung der Stimmung

NW:
- orthostatische Hypotension, Tachykardie, T-Wellenabflachung
- Schleimhauttrockenheit
- Miktionsstörungen
- Tremor
- Delir
- Opstipation
--> Vergiftung: Bewustlosigkeit, Krämpfe, Herzprobleme

Indikation:
ängstlich, agitierte Depression

Fluoxetin

Selektiver Serotonin-Rückaufnahme-Inhibitor

WM:
Hemmung des 5-HT-Transporter

NW:
   -> keine vegetativen NW
- Nausea
- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen
- Suizidgefahrerhöhung (besonders bei jungen Patienten)
-->Cave: Kombination mit MAO-Hemmer => Serotonin-Syndrom

Indikation:
mittelschwere Depressionen

Sertalin

Selektiver Serotonin-Rückaufnahme-Inhibitor

WM:
Hemmung des 5-HT-Transporter

NW:
   -> keine vegetativen NW
- Nausea
- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen
- Suizidgefahrerhöhung (besonders bei jungen Patienten)
-->Cave: Kombination mit MAO-Hemmer => Serotonin-Syndrom

Indikation:
mittelschwere Depressionen

Venlafaxin

Selektiver Serotonin- und Noradrenalin-Rückaufnahme-Inhibitor

WM:
Hemmung des 5-HT- und des NA-Transporters

NW:
   -> keine vegetativen NW
- Nausea
- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen
- Suizidgefahrerhöhung (besonders bei jungen Patienten)
-->Cave: Kombination mit MAO-Hemmer => Serotonin-Syndrom

Indikation:
mittelschwere Depressionen

Duloxetin

Selektiver Serotonin- und Noradrenalin-Rückaufnahme-Inhibitor

WM:
Hemmung des 5-HT- und des NA-Transporters

NW:
   -> keine vegetativen NW
- Nausea
- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen
- Suizidgefahrerhöhung (besonders bei jungen Patienten)
-->Cave: Kombination mit MAO-Hemmer => Serotonin-Syndrom

Indikation:
mittelschwere Depressionen

Mianserin

Tetrazyklisches Antidepresivum

WM:
Antagonist des alpha2-Rezeptors

Wirkungen:
- stimmungsaufhellend
- sedierend

Indikation:
- Erregter Melancholiker
--> eher geringe Bedeutung

Mirtazapin

Tetrazyklisches Antidepresivum

WM:
Antagonist des alpha2-Rezeptors

Wirkungen:
- stimmungsaufhellend
- sedierend

NW:
- Arthalgie

Indikation:
- Erregter Melancholiker
--> eher geringe Bedeutung

Maprotilin

Tetrazyklisches Antidepresivum - SNRI

Meclobemid

Monoaminoxidase-Hemmer

WM:
Hemmt MAOA, welche vorallem im ZNS vorkommt

Wirkungen:
- primär antriebssteigernd
- ev. stimmungsaufhellend

NW:
--> Cave: kombination mit SSRI

Tranylcypromin

Monoaminoxidase-Hemmer

WM:
Hemmt MAOA, welche vorallem im ZNS vorkommt und MAOB, welche im PNS vorkommt

Wirkungen:
- primär antriebssteigernd
- ev. stimmungsaufhellend

--> laut lehrbuch obsolet da unspezifisch und irreversibel

Lithiumcarbonar

Rückfallprovylaxe

WM:
unklar

NW:
- Tremor
- GI-NW
- Polyurie
- Durts
- Müdigkeit
- Leukozytose
- EKG-Veränderungen
- Gewichtszunahme
- in 10% euthyreotes Struma
- nephrogener diabetes Insipidus (ADH-Hemmung)

Coffein

Psychostimulant (Methylxantin)

WM:
Blockierung von Adenosinrezeptoren

Wirkungen:
Ermüdung verschwindet; geistige Aufnahmefähigkeit, Merkvermögen steigen

NW:
- Reizung der Magenschleimhaut
- Kopfschmerzen bei Enzug
- selten Nervosität, Angststörungen, Schlaflosigkeit
- Überdosis: Ideenflucht, Tremor, Herzrythmusstörungen
 

Methylphenidat

Psychostimulanz

WM:
ähnlich Amphetamin

NW:
- Wachstumsretardierung
- Halluzinatioinen
- aktute (Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, BD anstieg)
 

Modinafil

Neueres Psychostimulantium

Wirkung: ähnlich Methylphenidat

Der Mechanismus ist unklar. Es wird jedoch von einer ähnlichen Form wie Methylphenidat oder Amphetamin ausgegangen.

Kann bei Narkolepsie angewendetn werden.

Amphetamin

Stimulanzium

WM:
- Stimulierung der Freisetzung von DA und NA
- Hemmung der Wiederaufnahme von DA und NA

Wirkung:
- Lokomotorische Stimulation
- Euphorie, gesteigerter Antrieb
- Anorexie

UAW:
- Toleranz
- Krampfanfälle
- vasomotorischer Kollaps
- Hyperthermie
- Panikattacken und Paranoia

MDMA

Entactogen

WM:
- Stimulierung der Serotonin und NA sowie im geringen Masse der DA ausschüttung

Wirkungen:
- Stimmungsanhebung
- erhöhtes Selbstvertrauen
- Glücksgefühle

UAW:
- Blutdruckanstieg
- Tachykardie
- Kopfschmerzen
- Mydriase
- Schwindel
- Übelkeit

Midazolam

Benzodiazepin

WM:
- allosterische Hemmung des GABAA-Rezeptor

Wirkung:
- Anxiolytisch
- Sedativ, Hypnotisch, Narkotisch
- Myotonolytisch
- Antikonvulsiv

UAW:
- Beeinträchtigung der motorischen Koordination
- Anterograde Amnesie
- Potenzierung durch Ethanol
- Toleranz und Abhängigkeit

PK:
- sehr schnelle Inaktivierung (HWZ = 3h)

Verwendung:
- Intravenöses Narkotikum

Oxazepam

Benzodiazepin

WM:
- allosterische Hemmung des GABAA-Rezeptor

Wirkung:
- Anxiolytisch
- Sedativ, Hypnotisch, Narkotisch
- Myotonolytisch
- Antikonvulsiv

UAW:
- Beeinträchtigung der motorischen Koordination
- Anterograde Amnesie
- Potenzierung durch Ethanol
- Toleranz und Abhängigkeit

PK:
- mittelschnelle Inaktivierung (HWZ = 11h)

Diazepam

Benzodiazepin

WM:
- allosterische Hemmung des GABAA-Rezeptor

Wirkung:
- Anxiolytisch
- Sedativ, Hypnotisch, Narkotisch
- Myotonolytisch
- Antikonvulsiv

UAW:
- Beeinträchtigung der motorischen Koordination
- Anterograde Amnesie
- Potenzierung durch Ethanol
- Toleranz und Abhängigkeit

PK:
- langsame Inaktivierung (HWZ = 48h)

Verwendung:
- status Epilepticus
- Angstzustände

Flumazenil

Benzodiazepin-Antagonist

Zolpidem

Benzodiazepin-Analogum

PK:
- sehr rasche Elimination (HWZ = 2h)

Anwendung:
- Einschlafmittel

Clonazepam

Benzodiazepin

WM:
- allosterische Hemmung des GABAA-Rezeptor

Wirkung:
- Anxiolytisch
- Sedativ, Hypnotisch, Narkotisch
- Myotonolytisch
- Antikonvulsiv

UAW:
- Beeinträchtigung der motorischen Koordination
- Anterograde Amnesie
- Potenzierung durch Ethanol
- Toleranz und Abhängigkeit

PK:
- langsamere Inaktivierung

Verwendung:
- Antikonvulsivum

Carbamazepin

Antiepileptikum 1. Wahl

WM: Na-Kanalblokade

PK: - CYP3A4 induktor => beschleunigung des eigenen Abbaus und u.A. desjenigen Oralerantikonzeptivi

Anwendung: Fokale Epilepsien

NW:
- Ataxie, Vertigo, Somnolenz
- Knochenmarksdepression!
- Magen-Darmbeschwerden
- Wasserretention
- Leberschäden

Oxcarbazepin

WM: Na-Kanalblockade

NW: geringer + geringere Enzyminduktion als Carbamazepin

Valproinsäure

Antiepileptikum 1. Wahl

WM: Na-Kanalblokade + Ca-T-Kanalblockade

Anwendung: breites antiepileptisches Spektrum

NW: (schwach)
- Gewichtszunahme
- Magen-Darmbeschwerden
- SS kontraindiziert
- Tremor
- Leberschädigung

Phenytoin

Antiepileptikum 2. Wahl

-> ausserdem geringe Sedative komponente

WM: Na-Kanalblokade (ähnlich Barbiturate)

PK: - CYP3A4 induktor => beschleunigung des eigenen Abbaus und u.A. desjenigen Oralerantikonzeptivi

Anwendung: Breites AE-Spektrum aber nicht gegen Absencen

NW: (zahlreich)
- Psychische Störungen
- Magen-Darmbeschwerden
- Endokrine Störungen

Lamotigrin

Antiepileptikum 2. Wahl

WM: Na-Kanalblokade (insbesondere Präsynaptische auf Glutamergen Neuronen)

Anwendung: Breites AE-Spektrum aber nicht gegen Absencen

NW: (zahlreich)
- Tödliche Hautschäden (0.1%)
- Magen-Darmbeschwerden
- Fokale Symptomatik

---> Neueres MEdi

Phenorbital

Antiepileptikum 2. Wahl (Barbiturat)

--> Sedative Wirung

=> Anwendung als Zusatzmittel

WM:
- Agonist an GABAA-Rezeptoren
- Ampa Antagonist

NW: selten

Ethosuximid

Antiepileptikum 1. Wahl

WM: Hemmung von T-Typ Calciumkanälen

NW:
- Sedation Ataxie
- GIT-Beschwerden
- Knochenmarksdepression

Anwendung: Absenzen im Kindesalter

L-DOPA

Antiparkinsonmedi

WM: Durch DOPA-Carxylase -> Dopamin

NW: (peripher) Erbrechen, Hypotonie

Carbidopa

DOPA-Carboxylasehemmer

Nicht in das ZNS eindringend

Study