Pharmakokinetik

lets get metabolized

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Royal Scrotal
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Pharmakokinetik, mit Fokus auf Enzyme wie CYP und UGT, Clearance, AUC, und die Verteilung von Arzneimitteln im Körper. Sie eignen sich für Medizinstudenten, die die Grundlagen der Arzneimittelverteilung und -elimination verstehen müssen, sowie für Fachleute, die ihre Kenntnisse über Pharmakokinetik auffrischen oder vertiefen möchten.
Karten
34
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
26.01.2014 / 07.04.2024

Lernkarten

Verteilungskoeffizienten

niedrig z.B. Tubucurarin (0,008) - sehr hydrophil, geht nicht durch Membranen

hoch z.B. Chlorpromazin (> 100000) --> sehr lipophil, sogar so viel in Membran, dass es als Endozytosehemmer genutzt werden kann, experimentell nur ...)

Ionisationsgrad

Säuren: Nicht-Ionen/Ionen = 10pKa-pH

Basen: Nicht-Ionen/Ionen = 10pH-pKa

Stichwort: Ionenfalle. z.B. Pharmakon: pka = 3 im Magen. Wir in Magenepithelzellen gefangen, weil dort pH=7

Transporter 2 Superfamilien?

ABC-Transporter (ATP-binding casette), UNIDIREKTIONAL, ATP-Verbrauch

z.B. MDR-1

SLC (Solute Carrier), BIDIREKTIONAL, Ionenkanalgekoppelt

Pro-Drug Prinzip (z.B. Valganciclovir)

Valganciclovier nutzt PEPT1-Transporter im Darm um unspezifisch durchzukommen, spaltet sich dann zu Ganciclovier (kein Substrat für den PEPT1) und Valin

Resorptionsflächen des Verdauungstraks

Mund: 0,02

Magen: 0,1-0,2

Dünndarm: 100 - 200 

Dickdarm 0,5 - 1,0

Rektum: 0,04 - 0,07 

m²

Verteilungsräume im Körper %

Plasma: 5

interstitieller Raum: 15

Intrazellulärer Raum: 40

Körperhöhlen: 3

akzessibel: 63%

[inakzessibel: 7]

Trockenmasse: 30

Rückverteilung

nicht metabolisiert, nur verlagert in andere Organe (z.B. Thiopental)

zuerst im Hirn, Leber, Niere, Herz. Lunge --> dann 6h später im Muskel als Peak. Noch nicht ausgeschieden, aber verteilt.

Virtuelles Verteilungsvolumen

V = D/c0

Dosis und gemessene Konzentration im Blut

Plasmaproteinbinung von Pharmaka

Bindung an Albumin:

z.B.: neutrale und saure Pharmka, Salicylsäure, Phenprocoumon, Phenylbutazon

Plasmaproteinbinung von Pharmaka

Bindung an saures alpha 1-Glycoprotein

z.B. lipophile basische Pharmaka:

Chinidin, Propanolol, Imipramin

Proteinbindung an Pharmaka Eigenschaften

1) Pharma-Prot-Komplex ist groß

2) wird nicht metabolisiert

3) wird nicht filtriert

4) Depotwirkung

5) pharmakologisch unwirksam

6) Verdrängung: (Sulfonamid und Bilirubin)

Neugeborene: keine Glucoronidierungsmöglichkeit, hoher Bili --> an Albumin. Fall gleichzeitig Gabe von Sulfonamiden (antibiotika), Verdrängung vom Bili --> setzt sich in Kerngebieten des Hirn nieder. Vergiftung: Kernikterus. Tod!

Biotransformation Phasen?

Phase I: Funktionalisierung (Oxidation, Reduktion, Hydrolyse)

Phase II: Konjugation (Glucuronsäure, Schwefelsäure, Aminosäuren, Glutathion, Acetylierung, Methylierung)

Cytochrom P450 Enzyme

CYP 2 C 9

CYP 2 C 19

CYP 2 D 6

CyP 3 A 4

Grundtypen der P450 Oxygenasen - Reaktion

N-Desaklylierung (Imipramin)

O-Desalkylierung (Codein) (Morphin-aktivierend!)

Desaminierung: Amphetamin

Entschwefelung: Parathion (kann zu einer Giftung führen)

Spezifität und Schnelligkeit? Zusammenhang.

CYP-Enzyme

je unspezifischer, desto langsamer

Nicht-P450-Oxidationsenzyme

1) ALkohol Dehydrogenasen (ADH)

2) Aldehyd-Dehydrogenasen (ALDH) --> Flush in Asien 50%

3) Monoaminoxidasen: Catecholamine

4) Xanthinoxidasen: Purine (Achtung bei Kombi: 6-Mercaptopurin und Allopurinol --> Vergiftung!)

Flavin-Monooxygenasen (microsomal)

Sekundäre + Teritäre Amine --> Abbau (z.B. Imipramin)

Problem: FMO-3-Defekt (0,5%) [Trimethylamin nicht zu N-Oxides abgebaut --> stinkt nach Fisch]

 

Reduktionenen

Azo-Verbindungen (CYP-Enzyme) -- Sulfasalazin bei Colitis (irgendwie merken ...)

Esterasen (Hydrolyse von Amiden, Estern, Glycosiden, Glucuroniden)

Pseudocholinesterase (intra / extrazell)

Epoxidhydrolasen

Glucuronidierung

mittels aktivierter Glucuronsäure

Enzymname: UGT: UDP-Glucuron-Transferasen

UGT: UDP-Glucuron-Transferasen Gen Defekt / Variation

UGT1A1: 

Crigler-Najjar-Syndrom (tödlich neugeboren)

Meulengracht-Gilbert (2-5%) --> Bili lebenslang erhöhrt. nicht schlimm, nur bei gewissen Medis

UGT 2B7

Morphin-Glukuronidierung

kann Morphin sogar verstärken, aber v.A. eliminieren

CYP3A4 Induktoren

Dexamethason, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskraut

Barbiturate, Carbamazepin

CYP 3A4 Inhibitoren

Clarithromycin, Erythromycin, Fluvoxamin, Grapefruit, Ketoconazol, HIV-Proteaseinhibitoren ( dagegen hilft Ritonavir = booster)

Pharmakogenetik

genetische Polymorphismen, Allelhäufigkeit < 1%, mehr als zwei Allele

nur bei

CYP 2D6, CYP 2C9 und CYP 2C19

nicht bei CYP 3A4!

Ultra-rapid-metabolizer welche Problem ist bekannt?

Codein, CYP 2D6

Morphin - Position 6 Glucoronidierung --> Atemdepression --> Tod

Defekte Arzneistoffabbauender Enzyme

1) Glutathion-S-Transferasen

2) TPMP (Thiopurin-S-Methyltransferase):  0,3%! Problem bei Mercaptopurin-Purin Gabe. Daher bei Kindern voher Gen-Test!

Clearance der Niere

Krea

Plasmafluss

125ml/ min

625 ml/min

Halbwertzeit

Kinetik nullter Ordnung:

C= C0 - k*t

 

Kinetik erster Ordnung

t1/2 = ln(2) / ke Eliminationsgeschwindigkeit

Abhängig von Clearance

t1/2 = ln(2)*(V/Cl)

 

Intravenöse Injektion Phasen-Unterteilung

Verteilungsphase: 

Lambda1 / alpha-Phase

Eliminationsphase:

Lambda z / beta-Phase

Dosisunabhängiger Steady State nach wie vielen HWZ?

4-5

renale Clearance

Volumen aus dem ein Arzneimittel pro Zeiteinheit eliminiert wird

ke

Fraktion der Pharmakomenge, die pro Zeit Zeiteinheit eliminiert wird [min-1]

AUC und Clearance

Gesamtdosis = AUC * Clearance

Einnahme = Ausscheidung ...

Korrespondierende Flächen nach Dost

Fläche unter Blutspiegelkurve (AUC) ist der im Blut erschienen und daraus eliminierten Dosis D proportionals und zwar unabhängig von Zeitverhalten oder Invasion oder Elimination. 

--> Vergleichbarkeit unterschiedlicher Applikationsformen (i.v. / p.o.)

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