Pflanzenbiologie
Pflanzen
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Flashcards
Knoten (Nodium)
Ort an der Sprossachse, an dem die Blätter wachsen
Kormus
Organisationsform der höheren Pflanzen; Der Kormus besteht aus den drei Grundorganen Wurzel, Sprossachse und Blatt
Sprossachse
Ist das zentrale Bauelement des Kormus. An der äussersten Spitze befindet sich ein Meristem, dieses Meristem bildet die Hauptmenge der Zellen der primären Sprossachse
Spross
Sprossachse und Blätter
Blattanlagen
Werden am Sprossmeristem gebildet und entwickeln sich für die einzelnen Arten typischen Blattformen
Wurzeln
Besitzen weder Blätter noch Stomata. Die Meristeme an den Wurzel-spitzen sind durch Wurzelhauben geschützt.
Vakuole
- Umgeben vom Tonoplasten
- Speicherung von Pflanzenstoffen
- Die Vakuole spielt eine wichtige Rolle beim Streckungswachstum und beim Wasserhaushalt
- Meristematische Zellen enthalten mehrere kleine Vakuolen
- differenzierte Zellen haben eine grosse zentrale Vakuole.
Umgeben von Tonoplast, grösstes Kompartiment oft >90% des Volumens Speicher: Zucker, Aminosäuren, Ionen, organi-sche Säuren, Proteine (Samen) Homöostase: pH und Ionen Hydrolit. Aktivität (Proteasen, Nukleasen, Lipasen) Abwehr: gegen Pathogene und Herbivoren (toxische Stoffe wie Phenole, Alkaloide, cyanogene Glycoside etc. Zellwand abbauende Enzyme) Abfallstoffe: z.B. Calciumoxalat, Schwermetalle Farbstoffe: Anthocyane u. a.
Chloroplast
- Ort der Photosyntese
- Photosyntese ermöglicht Licht als ein-zige Energiequelle
- Meristematisch Zellen besitzen keine Chloroplasten, sondern farblose Plast-iden
- Anatomie, Biochemie, Physiologie und Ökologie der Pflanze muss auf optimale Lichtnutzung ausgerichtet sein
Protoplast
Plasmalemma und Zellinhalt
Zellwand
- Sekretionsprodukt des Protoplas-ten
- legt Grösse, Form und Stabilität der Pflanzenzelle fest
- Die Druckfestigkeit der Pflanzen-zellen kann erhöht werden durch Einlagerung von Lignin.
Zellwand
- Sekretionsprodukt des Protoplas-ten
- legt Grösse, Form und Stabilität der Pflanzenzelle fest
- Die Druckfestigkeit der Pflanzen-zellen kann erhöht werden durch Einlagerung von Lignin.
Plasmodesmen
Plasmatische Verbindungen zwi-schen benachbarten Zellen durch die trennenden Zellwände hindurch. Sie vernetzen die einzelnen Zellen von Geweben zu einem symplas(ma)tischen Kontinuum.
Rolle der Plastiden
- Photosynthese
- Speicher
- Biosynthese vieler Aminosäuren
- Biosynthese verschiedener Lipide
Proplastiden
Farblos, in meristematischen Gewebe
Etioplasten
Bei Lichtmangel; Hemmform der Chloroplastengenese, in denen Bausteine der Thylakoidmembran oder Vorstufen davon in Form eines Pro-lammenkörpers angehäuft sind
Gerontoplasten
Alternde Chloroplasten in der Blatt-seneszenz
Chromoplasten
Kein Chlorophyll, aber Carotinoide (gelb, orange, rot). In Blüten- und Fruchtblätter als opisches Signal für Tieranlockung
Leukoplasten
Farblos, in sich nicht mehr teilenden Zellen, ohne Photosynthese und nicht als optische Signale für Tiere. Speicherfunktion: Öl in Plastoglobuli oder Proteinkristalle, Synthese von Monoterpenen.
Amyloplasten
Farblos, Stärkespeicherung in Speichergeweben von Getreidekörnern oder Kartoffelknollen
Oleosomen
Nur von einem Phospolipid-Monolayer umgeben. Speichert Öl.
Lytische Vakuole
Saurer pH, enthält Abfallstoffe, Farb-stoffe und Gifte. pH meist ung. 5.5. In einigen Arten viel tiefer, z.B. Cytrus limonia pH 2.5
Protein-Speichervakuolen
In Blätter und v. a. in Samen. Vakuo-le wird fragmentiert und Proteine werden eingelagert. Die Proteine werden bei der Keimung freigesetzt
Apoplast
Gesamtheit des meist zusammen-hängenden Systems von Zellwän-den, intrazellulärem Luftraum und Xylemelementen. Den Transport gelöster Substanzen in den Zellwänden (ohne Membra-nen zu überqueren) bezeichnet man als apoplastischen Transport.
Symplast
Zusammenhängende, lebende Ein-heit aller über Plasmodesmen ver-bundener Protoplasten einer Pflanze. Den Transport gelöster Substanzen bezeichnet man als symplastischen Transport.
Tüpfel
- Durchtritt von Wasser
- Hoftüpfel dienen als Rückschlag-ventil bei Luftembolien
Meristeme
- Nur in bestimmten, eng umgrenzten Regionen der Pflanze
- Häufig regelmässige Zellanordnung oder re-gelmässiges Wachstumsmuster
- Zellen klein
- Zellwände dünn und flexibel (v.a. Pektin, we-nig Zellulose)
- Kleine Vakuolen
- Keine Reservestoffe
- Plastiden als Proplastiden
- Keine Interzellularen
- Besitz von Stammzellen (eine Zelle bleibt Initiale, die andere entwickelt sich)
Parenchym
Wenig spezialisiert, vielseitig, allg. grosse, isodiametrische, dünnwandige Zellen
Speicherparenchym
Speicherung von Reservestoffen (Stärke, Proteine, Lipide). Z.B. in fleischigen Speicherorganen wie Rüben, Knollen, Zwiebeln sowie in Samen
Hydrenchym
Wasserspeicher in Vakuole von extrem vergrösserten Parenchymzellen
Aerenchym
Durchlüftungsgewebe mit massiv entwickeltem Intrazellularsystem ( v. a. bei Sump- und Wasserpflanzen), Gasaustausch gewährleistet.
Chlorenchym
Assimilationsparenchym, z. B. Mesophyll (Palisadenparenchym und Schwammparenchym; Photosynthese)
Abschlussgewebe
Zellen schliessen lückenlos anein-ander, Interzellularen fehlen, fester seitlicher Zusammenhalt der Zellen. Der Gasaustausch geschieht über Spaltöffnungen (Epidermis) oder den Einbau von Lentizellen (sek. Abschlussgewebe, Korkgewebe).
Primäres Abschlussgewebe
- Epidermis mit Cutticula (Spross), mit Stomata und Haaren
- Rhizodermis (Wurzel)
Sekundäres Abschlussgewebe
- Kork ersetzt Epidermis und Rhi-zodermis nach Dickenwachstum
- Endodermis (im Innern des Pflanzenkörpers); dient als Gewebescheide der Abgrenzung und physiologische Isolierung von Leitgewebe und Grundgewebe
Stomata
- Regulieren den Gasstoffwechsel, besonders die Transpiration
- Charakteristisch für cutinisierte Epidermen, v.a. an Laubblattunterseite, auch in Epidermen der Sprossachse und Blütenblätter
- Bestehen aus zwei länglichen Schliesszellen. Die Öffnungsweite des gebildeten Interzellularspaltes kann reguliert werden (abhängig vom Turgor)
- Unterscheiden sich von den übrigen Epidermiszellen durch Form und Grösse und i.d.R. durch den Besitz stärkehaltiger Chloroplasten
- Anzahl Stomata ist abhängig von Umweltbedingungen und Pflanzenart
- Entwicklung der Spaltöffnungen durch inäquale Teilung
Emergenzen
Vielzellige Auswüchse an deren Entstehung auch subepidermale Gewebe beteiligt sind. Bsp. Stacheln der Rosen und Brom-beeren
Endodermis
(im Innern der Pflanzenkörpers); in Wurzeln immer, in Blättern und Sprossachse nicht selten. Dient als Gewebescheide der Abgrenzung und physiologischen Isolierung von Leitgewebe und Grundgewebe
Wurzelendodermis
Einlagerungen (Lignin und Suberin) in den Radialwänden (Caspary-Streifen). Unterbricht den Transport im Apoplasten sodass Aufnahme von Wasser und Nährstoffen in den Symplasten erzwungen wird. Selektive Aufnahme.
Kork
Interzellularfreies, sekundäres Abschlussgewebe, nach Absterben der Zellen meist luftgefüllt. Kann Epidermis oder Rhizodermis ersetzen. Zellwände mit wasserundurchlässiger Suberinschicht sowie oft Einlagerung von Gerbstoffen (Braunfärbung). Oft mit Lentizellen (Korkporen)
Lentizellen (Korkporen)
Makroskopisch sichtbare Durchbrechungen des Korkgewebes. Dienen dem Gasaustausch.