Pflanzen


T. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pflanzenbiologie auf Universitätsniveau, wobei der Fokus auf der Struktur und Funktion von Pflanzenzellen, insbesondere der Zelle, Wurzel, Blatt und Sprossachse, liegt. Sie behandeln Themen wie Transport, Aufnahme und Einlagerung von Stoffen, die Rolle der Vakuole und des Phloems sowie die evolutive Entwicklung von Pflanzen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Biologie, die ihr Verständnis der pflanzlichen Physiologie und Anatomie vertiefen möchten, insbesondere in Bezug auf die Aufnahme und den Transport von Wasser und Nährstoffen sowie die Bildung und Funktion von Proteinen und anderen wichtigen Stoffen.
Karten
90
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
16.02.2013 / 19.02.2024

Cartes-fiches

Knoten (Nodium)

Ort an der Sprossachse, an dem die Blätter wachsen

Kormus

 

Organisationsform der höheren Pflanzen; Der Kormus besteht aus den drei Grundorganen Wurzel, Sprossachse und Blatt

Sprossachse

Ist das zentrale Bauelement des Kormus. An der äussersten Spitze befindet sich ein Meristem, dieses Meristem bildet die Hauptmenge der Zellen der primären Sprossachse

Spross

Sprossachse und Blätter

Blattanlagen

Werden am Sprossmeristem gebildet und entwickeln sich für die einzelnen Arten typischen Blattformen

Wurzeln

Besitzen weder Blätter noch Stomata. Die Meristeme an den Wurzel-spitzen sind durch Wurzelhauben geschützt.

Vakuole

 

  • Umgeben vom Tonoplasten
  • Speicherung von Pflanzenstoffen
  • Die Vakuole spielt eine wichtige Rolle beim Streckungswachstum und beim Wasserhaushalt
  • Meristematische Zellen enthalten mehrere kleine Vakuolen
  • differenzierte Zellen haben eine grosse zentrale Vakuole.

 

Umgeben von Tonoplast, grösstes Kompartiment oft >90% des Volumens Speicher: Zucker, Aminosäuren, Ionen, organi-sche Säuren, Proteine (Samen) Homöostase: pH und Ionen Hydrolit. Aktivität (Proteasen, Nukleasen, Lipasen) Abwehr: gegen Pathogene und Herbivoren (toxische Stoffe wie Phenole, Alkaloide, cyanogene Glycoside etc. Zellwand abbauende Enzyme) Abfallstoffe: z.B. Calciumoxalat, Schwermetalle Farbstoffe: Anthocyane u. a.

Chloroplast

 

  • Ort der Photosyntese
  • Photosyntese ermöglicht Licht als ein-zige Energiequelle
  • Meristematisch Zellen besitzen keine Chloroplasten, sondern farblose Plast-iden
  • Anatomie, Biochemie, Physiologie und Ökologie der Pflanze muss auf optimale Lichtnutzung ausgerichtet sein

Protoplast

Plasmalemma und Zellinhalt

Zellwand

 

  • Sekretionsprodukt des Protoplas-ten
  • legt Grösse, Form und Stabilität der Pflanzenzelle fest
  • Die Druckfestigkeit der Pflanzen-zellen kann erhöht werden durch Einlagerung von Lignin.

Zellwand

 

  • Sekretionsprodukt des Protoplas-ten
  • legt Grösse, Form und Stabilität der Pflanzenzelle fest
  • Die Druckfestigkeit der Pflanzen-zellen kann erhöht werden durch Einlagerung von Lignin.

Plasmodesmen

Plasmatische Verbindungen zwi-schen benachbarten Zellen durch die trennenden Zellwände hindurch. Sie vernetzen die einzelnen Zellen von Geweben zu einem symplas(ma)tischen Kontinuum.

Rolle der Plastiden

 

  • Photosynthese
- Synthese von Kohlenhydraten aus CO2 (Saccharose, Stärke) - ATP Synthese - Produktion von O2 (Abfallprodukt)
  • Speicher
  • Biosynthese vieler Aminosäuren
  • Biosynthese verschiedener Lipide

Proplastiden

Farblos, in meristematischen Gewebe

Etioplasten

Bei Lichtmangel; Hemmform der Chloroplastengenese, in denen Bausteine der Thylakoidmembran oder Vorstufen davon in Form eines Pro-lammenkörpers angehäuft sind

Gerontoplasten

Alternde Chloroplasten in der Blatt-seneszenz

Chromoplasten

Kein Chlorophyll, aber Carotinoide (gelb, orange, rot). In Blüten- und Fruchtblätter als opisches Signal für Tieranlockung

Leukoplasten

Farblos, in sich nicht mehr teilenden Zellen, ohne Photosynthese und nicht als optische Signale für Tiere. Speicherfunktion: Öl in Plastoglobuli oder Proteinkristalle, Synthese von Monoterpenen.

Amyloplasten

Farblos, Stärkespeicherung in Speichergeweben von Getreidekörnern oder Kartoffelknollen

Oleosomen

Nur von einem Phospolipid-Monolayer umgeben. Speichert Öl.

Lytische Vakuole

Saurer pH, enthält Abfallstoffe, Farb-stoffe und Gifte. pH meist ung. 5.5. In einigen Arten viel tiefer, z.B. Cytrus limonia pH 2.5

Protein-Speichervakuolen

In Blätter und v. a. in Samen. Vakuo-le wird fragmentiert und Proteine werden eingelagert. Die Proteine werden bei der Keimung freigesetzt

Apoplast

 

Gesamtheit des meist zusammen-hängenden Systems von Zellwän-den, intrazellulärem Luftraum und Xylemelementen. Den Transport gelöster Substanzen in den Zellwänden (ohne Membra-nen zu überqueren) bezeichnet man als apoplastischen Transport.

Symplast

 

Zusammenhängende, lebende Ein-heit aller über Plasmodesmen ver-bundener Protoplasten einer Pflanze. Den Transport gelöster Substanzen bezeichnet man als symplastischen Transport.

Tüpfel

 

  • Durchtritt von Wasser
  • Hoftüpfel dienen als Rückschlag-ventil bei Luftembolien

Meristeme

 

  • Nur in bestimmten, eng umgrenzten Regionen der Pflanze
  • Häufig regelmässige Zellanordnung oder re-gelmässiges Wachstumsmuster
  • Zellen klein
  • Zellwände dünn und flexibel (v.a. Pektin, we-nig Zellulose)
  • Kleine Vakuolen
  • Keine Reservestoffe
  • Plastiden als Proplastiden
  • Keine Interzellularen
  • Besitz von Stammzellen (eine Zelle bleibt Initiale, die andere entwickelt sich)

Parenchym

Wenig spezialisiert, vielseitig, allg. grosse, isodiametrische, dünnwandige Zellen

Speicherparenchym

Speicherung von Reservestoffen (Stärke, Proteine, Lipide). Z.B. in fleischigen Speicherorganen wie Rüben, Knollen, Zwiebeln sowie in Samen

Hydrenchym

Wasserspeicher in Vakuole von extrem vergrösserten Parenchymzellen

Aerenchym

Durchlüftungsgewebe mit massiv entwickeltem Intrazellularsystem ( v. a. bei Sump- und Wasserpflanzen), Gasaustausch gewährleistet.

Chlorenchym

Assimilationsparenchym, z. B. Mesophyll (Palisadenparenchym und Schwammparenchym; Photosynthese)

Abschlussgewebe

Zellen schliessen lückenlos anein-ander, Interzellularen fehlen, fester seitlicher Zusammenhalt der Zellen. Der Gasaustausch geschieht über Spaltöffnungen (Epidermis) oder den Einbau von Lentizellen (sek. Abschlussgewebe, Korkgewebe).

Primäres Abschlussgewebe

 

  • Epidermis mit Cutticula (Spross), mit Stomata und Haaren
  • Rhizodermis (Wurzel)

Sekundäres Abschlussgewebe

 

  • Kork ersetzt Epidermis und Rhi-zodermis nach Dickenwachstum
  • Endodermis (im Innern des Pflanzenkörpers); dient als Gewebescheide der Abgrenzung und physiologische Isolierung von Leitgewebe und Grundgewebe

Stomata

 

  • Regulieren den Gasstoffwechsel, besonders die Transpiration
  • Charakteristisch für cutinisierte Epidermen, v.a. an Laubblattunterseite, auch in Epidermen der Sprossachse und Blütenblätter
  • Bestehen aus zwei länglichen Schliesszellen. Die Öffnungsweite des gebildeten Interzellularspaltes kann reguliert werden (abhängig vom Turgor)
  • Unterscheiden sich von den übrigen Epidermiszellen durch Form und Grösse und i.d.R. durch den Besitz stärkehaltiger Chloroplasten
  • Anzahl Stomata ist abhängig von Umweltbedingungen und Pflanzenart
  • Entwicklung der Spaltöffnungen durch inäquale Teilung

Emergenzen

 

Vielzellige Auswüchse an deren Entstehung auch subepidermale Gewebe beteiligt sind. Bsp. Stacheln der Rosen und Brom-beeren

Endodermis

(im Innern der Pflanzenkörpers); in Wurzeln immer, in Blättern und Sprossachse nicht selten. Dient als Gewebescheide der Abgrenzung und physiologischen Isolierung von Leitgewebe und Grundgewebe

Wurzelendodermis

Einlagerungen (Lignin und Suberin) in den Radialwänden (Caspary-Streifen). Unterbricht den Transport im Apoplasten sodass Aufnahme von Wasser und Nährstoffen in den Symplasten erzwungen wird. Selektive Aufnahme.

Kork

Interzellularfreies, sekundäres Abschlussgewebe, nach Absterben der Zellen meist luftgefüllt. Kann Epidermis oder Rhizodermis ersetzen. Zellwände mit wasserundurchlässiger Suberinschicht sowie oft Einlagerung von Gerbstoffen (Braunfärbung). Oft mit Lentizellen (Korkporen)

Lentizellen (Korkporen)

Makroskopisch sichtbare Durchbrechungen des Korkgewebes. Dienen dem Gasaustausch.

Study