Personalwirtschaft - Kapitel III: Organisationsentwürfe und ihre Menschenbilder
Theorien in der Personalwirtschaft
Theorien in der Personalwirtschaft
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Flashcards
Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"
Kritik von Taylor an bisherigen Produktions-/Management-Methoden
- Management nur "aus dem Bauch heraus" und nicht nach wissenschaftlichen Methoden
- ineffiziente Produktionsprozesse
Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"
Ziel von Taylors "Scientific Management"
Steigerung der Produktivität über monetäre Anreize und starke Arbeitsteilung
Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"
Vorgehen Taylors zur Optimierung von Produktionsprozessen
- Arbeits- und Zeitstudien zur Ermittlung optimaler Abläufe und Arbeitsverteilung
- Nutzung von Lernkurvenvorteilen
Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"
Probleme/Kritik an Tylors "Scientific Management"
- Vernachlässigung sozialer Ziele zugunsten ausschließlicher Konzentration auf ökonomische Faktoren
- Negatives Menschenbild: Mensch als maschineähnlicher Produktionsfaktor, dessen Bedürfnisse keine Rolle spielen => Mensch als Maschinenersatz
Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"
Kritik an Taylors "wissenschaftlicher" Vorgehensweise
- Zu kleine Stichproben
- Zu kurze Untersuchungszeiträume
- Zu starke Verallgemeinerung
- Kritik an Ehtik (Arbeiter seien dumm und faul) jedoch nicht gerechtfertigt, da Zeitlohnsystem tatsächlich zu Minderleistung einlud
Motivationsorientierter Ansatz - Human-Relationsbewegung
Ausgangsfrage/Annahme der Human-Relations-Bewegung von Mayo & Roethlisberger
- Wie müssen Arbeitsplätze und -zeiten gestaltet sein, um Arbeiter zu Höchstleistungen zu bewegen?
- Durch bessere Umgebungsbedingungen soll Motivation gesteigert werden
Motivationsorientierter Ansatz - Human-Relations-Bewegung
Erkenntnisse aus den Hawthorne-Studien von Mayo und Roethlisberger
- Arbeiter reagieren auf Anreize nicht nur als Individuum, sondern als Gruppe
- Einflüsse der Arbeitsgruppe prägen das Arbeitsverhalten ihrer Mitglieder
- Zwischenmenschliche Beziehungen haben eine besondere Bedeutung für das Arbeitsverhalten und die Arbeitsergebnisse
- Der Führungsstil muss (auch) mitarbeiterorientiert sein
- Ursprüngliche Annahme vor Experimenten (Zusammenhang zwischen äußeren Rahmenbedingungen und Arbeitsleistung) konnte nicht bestätigt werden => Experimente gescheitert
Motivationsorientierter Ansatz - Human-Relations-Bewegung
Folgerungen aus den Hawthorne-Studien von Mayo und Roethlisberger
- die Organisation ist ein soziales System
- im Vordergrund müssen die Menschen und ihre Bedürfnisse bzw. Motive stehen
- konfliktfreies Arbeitsklima als wichtigste Voraussetzung für hohe Produktivität
- Interdependenter Zusammenhang zwischen Unternehmens- und Mitarbeiterzielen
Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz
Erkenntnisziel des verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes von Herbert A. Simon
- Erklärung des Fortbestehens von Organisationen/Unternehmen
- Wie passen sich Unternehmen an unsichere, sich ständig ändernde Umwelten an und sichern damit ihren Bestand?
Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz
Annahmen/Erkenntnisinteresse des verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes von Herbert A. Simon
- Menschen verfügen nur über begrenzte Kapazitäten zur Verarbeitung von Informationen
- Ihre Bereitschaft sich in Organisationen zu engagieren ist beschränkt
- Entscheidungen machen den Kern einer Organisation aus
- Im Zentrum steht nicht die Entscheidungslogik, sondern das Entscheidungsverhalten
Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz
Ergebnisse/Erkenntisse der verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes nach Herbert A. Simon
- Eine Organisation ist ein System bewusster koordinierter Handlungen von zwei oder mehr Personen
- Besteht nicht aus Menschen, sondern aus Handlungen
- Menschen, die die Handlungen vollziehen sind nicht Bestandteil der Organisation, sondenr zählen zur Umwelt
- Organisationen können daher bestehen bleiben, auch wenn die Menschen in ihr wechseln
Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz
Welche wesentlichen Managementfragen ergeben sich aus dem verhaltenswissenschaftlichen Ansatz
- Was ist Teil des Systems/der Organisation und was ist extern?
- Unter welchen Umständen arbeiten die Systemelemente zusammen?
- Welche organisationalen Risiken bestehen?
- Merke: System/Organisation kann größer sein als das Unternehmen im rechtlichen Sinne (z. B. Einbeziehung von Partnerunternehmen)
Transaktionskostenansatz
Ziel des Transaktionskostenansatzes
Minimierung von Abstimmungs-/Transaktionskosten
Transaktionskostenansatz
Zentrale Fragen der Transaktionskostentheorie
- Warum gibt es Unternehmen?
- Mit welchen Kosten ist der Austausch von Gütern und Informationen verbunden?
- Wie können die Kosten des Güteraustauschs minimiert werden?
- Wann ist der Austausch über die Teilnahme am Markt, wann die Mitgliedschaft in einer Organisation vorteilhaft?
Transaktionsaktionskostenansatz
Was sind Transaktionskosten?
Transaktionen:
- Prozess der Klärung und Vereinbarung eines Güter- oder Informationsausschusses sowie dessen Kontrolle und ggf. Anpassung
Transaktionskosten:
- Kosten, die fpr die Akteuere während des Prozesses anfallen, sowie
- ex-ante-Transaktionskosten: Kosten für den Entwurf, Verhandlungen und Absicherung einer Vereinbarung über eine Transaktion
- ex-post-Transaktionskosten: Kosten der nachträglichen Anpassung der Vereinbarung aufgrund unvorhergesehener Änderungen sowie Kosten der Konfliktlösung
Transaktionskostenansatz
Hauptaussagen/Überlegungen der Transaktionskostentheorie
- Kosten von Transaktionen in Unternehmen sollen minimiert werden
- Unternehmen werden gegründet, weil bestimmte Transaktionskosten in einer Organisation niederigere Kosten verursachen, als auf dem freien Markt
- Die Kosten bestimmter Transaktionen sind in Unternehmen geringer, weil die Autorität in hierarchischen Beziehungen zu geringeren Anbahnungs-, Vereinbarungs-, Abwicklungs- und Kontrollkosten führt als auf dem freien Markt
Transaktionskostenansatz
Transaktionskosten in verschiedenen Vertragsbeziehungen (Entscheidungsbaum der Transaktionskostentheorie)
- K = 0 bedeutet nicht besonders schützenswerte Technologie/nicht transaktionsspezifisches Wirtschaftsgut
- ist ein Wirtschaftsgut transaktionsspezifisch (K > 0) sollten bei einer Transaktion über den Markt, Schutzmaßnahmen getroffen werden (S > 0)
- Letzmögliche Lösung ist der Arbeitsvertrag/die Anstellung im Unternehmen
Transaktionskostenansatz
Einflussgrößen auf Transaktionskosten
Verhalten des Menschen
- intentionale (begrenzte) Rationalität)
- Informationen
- Opportunismus
Häufigkeit der Transaktion
Umfeldbedingungen der Transaktion
- Unsicherheit, Komplexität der Zukunft
- Spezifität des Guts
- mögliche Schutzmaßnahmen