Theorien in der Personalwirtschaft


H. B.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in verschiedene Organisationsentwürfe und ihre Menschenbilder, mit Fokus auf Ansätze wie den Transaktionskostenansatz, den verhaltenswissenschaftlichen Ansatz und Taylors "Scientific Management". Sie beleuchten zentrale Konzepte wie Transaktionskosten, menschliches Verhalten in Organisationen und die Optimierung von Produktionsprozessen. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger in der BWL, die ein Verständnis für die Grundlagen der Personalwirtschaft und Organisationsgestaltung entwickeln möchten.
Karten
18
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
16.01.2013 / 25.04.2024

Lernkarten

Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"

Kritik von Taylor an bisherigen Produktions-/Management-Methoden

  • Management nur "aus dem Bauch heraus" und nicht nach wissenschaftlichen Methoden
  • ineffiziente Produktionsprozesse

Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"

Ziel von Taylors "Scientific Management"

Steigerung der Produktivität über monetäre Anreize und starke Arbeitsteilung

Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"

Vorgehen Taylors zur Optimierung von Produktionsprozessen

  • Arbeits- und Zeitstudien zur Ermittlung optimaler Abläufe und Arbeitsverteilung
  • Nutzung von Lernkurvenvorteilen

Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"

 

Probleme/Kritik an Tylors "Scientific Management"

  • Vernachlässigung sozialer Ziele zugunsten ausschließlicher Konzentration auf ökonomische Faktoren
  • Negatives Menschenbild: Mensch als maschineähnlicher Produktionsfaktor, dessen Bedürfnisse keine Rolle spielen => Mensch als Maschinenersatz

Physiologischer Ansatz - Taylors "Scientific Management"

Kritik an Taylors "wissenschaftlicher" Vorgehensweise

  • Zu kleine Stichproben
  • Zu kurze Untersuchungszeiträume
  • Zu starke Verallgemeinerung
  • Kritik an Ehtik (Arbeiter seien dumm und faul) jedoch nicht gerechtfertigt, da Zeitlohnsystem tatsächlich zu Minderleistung einlud

Motivationsorientierter Ansatz - Human-Relationsbewegung

Ausgangsfrage/Annahme der Human-Relations-Bewegung von Mayo & Roethlisberger

  • Wie müssen Arbeitsplätze und -zeiten gestaltet sein, um Arbeiter zu Höchstleistungen zu bewegen?
  • Durch bessere Umgebungsbedingungen soll Motivation gesteigert werden

Motivationsorientierter Ansatz - Human-Relations-Bewegung

Erkenntnisse aus den Hawthorne-Studien von Mayo und Roethlisberger

  • Arbeiter reagieren auf Anreize nicht nur als Individuum, sondern als Gruppe
  • Einflüsse der Arbeitsgruppe prägen das Arbeitsverhalten ihrer Mitglieder
  • Zwischenmenschliche Beziehungen haben eine besondere Bedeutung für das Arbeitsverhalten und die Arbeitsergebnisse
  • Der Führungsstil muss (auch) mitarbeiterorientiert sein
  • Ursprüngliche Annahme vor Experimenten (Zusammenhang zwischen äußeren Rahmenbedingungen und Arbeitsleistung) konnte nicht bestätigt werden => Experimente gescheitert

Motivationsorientierter Ansatz - Human-Relations-Bewegung

Folgerungen aus den Hawthorne-Studien von Mayo und Roethlisberger

  • die Organisation ist ein soziales System
  • im Vordergrund müssen die Menschen und ihre Bedürfnisse bzw. Motive stehen
  • konfliktfreies Arbeitsklima als wichtigste Voraussetzung für hohe Produktivität
  • Interdependenter Zusammenhang zwischen Unternehmens- und Mitarbeiterzielen

Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz

Erkenntnisziel des verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes von Herbert A. Simon

  • Erklärung des Fortbestehens von Organisationen/Unternehmen
  • Wie passen sich Unternehmen an unsichere, sich ständig ändernde Umwelten an und sichern damit ihren Bestand?

Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz

Annahmen/Erkenntnisinteresse des verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes von Herbert A. Simon

  • Menschen verfügen nur über begrenzte Kapazitäten zur Verarbeitung von Informationen
  • Ihre Bereitschaft sich in Organisationen zu engagieren ist beschränkt
  • Entscheidungen machen den Kern einer Organisation aus
  • Im Zentrum steht nicht die Entscheidungslogik, sondern das Entscheidungsverhalten

Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz

Ergebnisse/Erkenntisse der verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes nach Herbert A. Simon

  • Eine Organisation ist ein System bewusster koordinierter Handlungen von zwei oder mehr Personen
  • Besteht nicht aus Menschen, sondern aus Handlungen
  • Menschen, die die Handlungen vollziehen sind nicht Bestandteil der Organisation, sondenr zählen zur Umwelt
  • Organisationen können daher bestehen bleiben, auch wenn die Menschen in ihr wechseln

Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz

Welche wesentlichen Managementfragen ergeben sich aus dem verhaltenswissenschaftlichen Ansatz

  • Was ist Teil des Systems/der Organisation und was ist extern?
  • Unter welchen Umständen arbeiten die Systemelemente zusammen?
  • Welche organisationalen Risiken bestehen?
  • Merke: System/Organisation kann größer sein als das Unternehmen im rechtlichen Sinne (z. B. Einbeziehung von Partnerunternehmen)

Transaktionskostenansatz

Ziel des Transaktionskostenansatzes

Minimierung von Abstimmungs-/Transaktionskosten

Transaktionskostenansatz

Zentrale Fragen der Transaktionskostentheorie

  • Warum gibt es Unternehmen?
  • Mit welchen Kosten ist der Austausch von Gütern und Informationen verbunden?
  • Wie können die Kosten des Güteraustauschs minimiert werden?
  • Wann ist der Austausch über die Teilnahme am Markt, wann die Mitgliedschaft in einer Organisation vorteilhaft?

Transaktionsaktionskostenansatz

Was sind Transaktionskosten?

Transaktionen:

  • Prozess der Klärung und Vereinbarung eines Güter- oder Informationsausschusses sowie dessen Kontrolle und ggf. Anpassung

Transaktionskosten:

  • Kosten, die fpr die Akteuere während des Prozesses anfallen, sowie
  • ex-ante-Transaktionskosten: Kosten für den Entwurf, Verhandlungen und Absicherung einer Vereinbarung über eine Transaktion
  • ex-post-Transaktionskosten: Kosten der nachträglichen Anpassung der Vereinbarung aufgrund unvorhergesehener Änderungen sowie Kosten der Konfliktlösung

 

Transaktionskostenansatz

Hauptaussagen/Überlegungen der Transaktionskostentheorie

  • Kosten von Transaktionen in Unternehmen sollen minimiert werden
  • Unternehmen werden gegründet, weil bestimmte Transaktionskosten in einer Organisation niederigere Kosten verursachen, als auf dem freien Markt
  • Die Kosten bestimmter Transaktionen sind in Unternehmen geringer, weil die Autorität in hierarchischen Beziehungen zu geringeren Anbahnungs-, Vereinbarungs-, Abwicklungs- und Kontrollkosten führt als auf dem freien Markt

Transaktionskostenansatz

Transaktionskosten in verschiedenen Vertragsbeziehungen (Entscheidungsbaum der Transaktionskostentheorie)

  • K = 0 bedeutet nicht besonders schützenswerte Technologie/nicht transaktionsspezifisches Wirtschaftsgut
  • ist ein Wirtschaftsgut transaktionsspezifisch (K > 0) sollten bei einer Transaktion über den Markt, Schutzmaßnahmen getroffen werden (S > 0)
  • Letzmögliche Lösung ist der Arbeitsvertrag/die Anstellung im Unternehmen

Transaktionskostenansatz

Einflussgrößen auf Transaktionskosten

Verhalten des Menschen

  • intentionale (begrenzte) Rationalität)
  • Informationen
  • Opportunismus

Häufigkeit der Transaktion

Umfeldbedingungen der Transaktion

  • Unsicherheit, Komplexität der Zukunft
  • Spezifität des Guts
  • mögliche Schutzmaßnahmen

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