Pathologie
Krankheit der Nieren, Harnwege, und Prostata
Krankheit der Nieren, Harnwege, und Prostata
-
- 1 / 80
-
Lernkarten
Urin
Mittelstrahlurin
Farbe
gelb- bis rotbraune verfärbung durch Abbauprodukt des Bilirubins
roter Urin:
Blut Hämaturie
Randen oder Medis können den Harn aug rot verfärben
pH
leicht sauer pH: 6
Spezifisches Gewicht=Dichte des Harns
1002-1040 g/L (bei normaler Nierenfunktion
Harnmenge
Oligurie
Anurie
1000-2000 ml / 24 Std
bei vielem Trinken , Diuretika mehr; bei starkem Schwitzen weniger
weniger als 400 ml / 24 Std
keine Urinüroduktion
Proteinurie
Ursache:
Ausscheidung von mehr als 150 mg Eiweiss / 24 Std
Die Glomeruli sind pathologisch eiweissdurchlässig
Mikroalbuminerie
mehl als 30 mg Albumin / 24 Std = Hinweis auf eine diabetische Nephropathie (Nierenerkrankung)
Nephrotisches Syndrom
°Ursache
Ausscheidung von mehr als 3.5 g Eiweiss / 24 Std mit Malteserskreuzen im Sedi (Hinweis auf Lipide)
Es ist keine eigentliche Erkrankung, sindern ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Störung der Symptome: Ödeme (Gesicht, Beine), erniedrigter Serumeiweisskonzentration
°: Glomerulonephritis, Plasmozytom, diabetische Nephropathie, Arzneimittel (Gold, NSAR), Karzinome, Infektionskrankheiten
Mikrohämaturie
Makrohämaturie
Ec im Urin erhöht, aber keine Rotverfärbung des Urins
Blut verfärbt den Urin rot (mindestens 0.5 ml Blut in 500 ml Urin
Hämaturie
Ursachen: HWI, Antiokoagulantienblutung, Gerinnungsstörung, Harnwegssteine (Nephrolithiasis), Prostatakrebs, Tumero der Harnwege (Blase, Niere), Glomerulonephritis (Nierenparenchymerkrankung)
Uricult
100000 Jeune ider mehr pro ml Urin = HWI
rote Seite (McCnokey-Agar): Wachstum von grammnegativen Keimen
gelbe Seite (Nähr-Agar): Wachstum von grammnegativen und grammpositiven Keimen
Serum
Messung der harnpflichtigen Substanzen: Harnstoff, Kreatinin
Kreatinin ist erhöht wenn die Nierenfunktion mehr als 50% eingeschränkt ist
Elektrolyten (stark erhöhtes Kalium und Kalzium bei Niereninsuffizienz möglich.
Kreatininclearance
gibt an welche Menge Blut die Neiren / min reinigen können
⇒ Je höher die Kreatininclearance, desto besser ist die Reinigungskraft der Nieren
⇒Absinken des Wertes zeigt eine eingeschränkte Nierenfunktion schon im Anfansstadium (beginnende Niereninsuffizienz), wenn das Serumkreatinin noch normal sit.
Bildgebende Verfahren
Sonographi der Nieren, ableitenden Harnwege und der Prostata, CT, MRI
Nierenangiographie (Kontrastmitteldarstellung der Gefässe), Dopplersono (Ultraschalldarstellung fer Gefässe)
Urograpgie: Darstellung der Nierenwege mit Kontrastmittel
Zytoskopie: Blasenspiegelung
HWI
Vorkommen:
häufig bei Frauen
selten bei Mänern und Kindern
Wichtig: Bei Männern und Kindern beim 1. HWI Abklären.
bei Kindern z. B.: Missbildung der Nieren und der ableitenden Harnwege evtl. mit Harnstauung. (Hydronephrose)
bei Männern z. B.: Harnstauung, Prostatavergrösserung, Diabetes, Blasensteine, Tumore (Prostata-, Blasenkarzinom)
HWI
Erreger
E.voli, Staphylokokken,
selten: Klebsiellen, Proteus, Enterokokken
Der Infekt steigt meistens von der Harnröhre nch oben.
HWI
Symptome
akuter Beginn mit gehäuftem Harndrang (Pollakisurie), kliene Urinportionen, Brennen beim Wasserlösen, Blut im Urin
HWI
Urinsediment
Urinstreifen
Lc, Mikro-, oder Makrohämaturie, Urikult vom Mittelstrahlurin mit mehr als 100000 Keime / ml Urin
Nitrit +
HWI
Therapie
3-Tage-Behandlung mit Antibiotikum, evtl. Antibiogramm, viel trinken
HWI
Prophylaxe
häufig Blasenentleerung, auch nach dem Geschlechtsverkehr. Damit werden dei Keime ausgeschwemmt.
Uretheritis (Harnröhrenentzündung)
Erreger
Übertragung gurch Geschlechtsverkehr: Chlamydien, Mykoplasmen, Gonorrhoe
Uretheritis (Harnröhrenentzündung)
Symptome
ähnlich wie bei HWI, beim Mann Ausfluss (eitrig bei der Gonoorhoe)
Uretheritis (Harnröhrenentzündung)
Befunde
fehlende Leukozyturie und Bakteriurie bei Chlamydien und Mykoplasmen. ⇒ Nachweisbar mir PCR = (Polymeraskettenreaktion)
Gonorrhoe⇒ eitriger Ausgluss, nachweis des Bakteriums Neisseria gonorrhoeae
Uretheritis (Harnröhrenentzündung)
Therapie
Antibiotika je nach Erreger.
unkomplizierte HWI können auch nur symptomatisch behandelt werden. Antibiotikum nur bei fehlendem Abklingen des Infekts
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Vorkommen
sehr gefährdet sind Schwangere
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Vorkommen
sehr gefährdet sind Schwangere
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Pathogenese
Erreger gelangen auf hämatogenem Weg oder von einer Zystitis aufsteigend in das Nierenbecken(Pyelitis) und das Nierengewebe (Pyelonephritis)
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Symptome
akut Fieber, Schüttelfrost, Verschlechterung des AZ, Überlkeit, Erbrechen, Lendenschmerzen, bei einem aufsteigendem Infekt (vorgängig) Blasenbeschwerden.
wichtig!! Die Erkrankung ist deutlich schwerwiegender ein ein HWI und Bedarf einer zügigen Behandlung. Eine Chronifizierung der Pyelonephritis ist möglich.
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Urinsediment
Labor
Leukozyturie, Leukozytenzylinder, Mikro- oder Makrohämaturie, Urinkultur vom Mittelstrahlurin mit mehr als 100000 Keimen / ml Urin
Infektblutbild, erhöhte CRP und BSR
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Komplikation
Urosepsis (Blutvergiftung ausgehend von der Pyelonephritis)
Nierenbeckenentzünung (Pyelitis, Pyelonephritis)
Therapie
Antibiotika (Antibiogramm anfertige)
Bettruhe und viel Flüssigkeit
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Vorkommen
10% der Bevölkerung
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Ursachen
⇒Kalziumsteine 75-85% (im Röntgen sichtbar) bei vermehrter Ausscheidung von Kalzium, Phosphat, Oxalat, Harnsäure
⇒Infektsteine 10-15%
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Symptome
⇒ Leitsymptim Nierenkolik: heftige, krampfartige Flanken- und Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den Unterbauch, in die Leissten und in den Hoden. Schmerz entsteht wenn ein Nierenstein auf dem Weg vom Nierenbecken durch den Ureter in die Blase die Wände der Harnwege dehnt und damit irritiert.
⇒ Übelkeit, Erbrechen, Die Nierenlogen sind klopfempfindlich
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Urin
*Urinsediment
Mikro- selten Hämaturie,
Abnahme des Urikults (Hinweis auf einen Infekt), Sieben des Urins, um die Harnsteine für die Analyse abfangen zu können.
*Erythrozyturie, Kristalle, evtl. Infektzeichen
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Bildgebende Verfahren
Abdomenleeraufnahme: Kalziusteine sind sichtbar, Uratsteine sind nicht röntgendicht.
Ultraschall: grössere Steine können erkannt werden. Feststellung einer Hydronephrose (Nierenbeckenstauung)
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Komplikation
Hydronephrose mit Zerstörung des Nierengewebes, wenn die Harnstauung lange anhält.
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Therapie
Steinkolik: NSAR i.v. oder i.m., evtl. Blocker des Sympathikus.
Steine die immerwieder zu Koliken führen: sie können endoskopisch anlässlich einer Zytoskopie aus den Harnleitern entfernt werden.
evtl. extrakorporale Steinzertrümerug mit der Stosswellentherapie.
Nierensteinleiden (Nephrolithiasis)
Prophylaxe
Viel trinken, Fleich reduzieren, viel Früchte und rohes Gemüse. Vermeiden von oxalathaltigen Lebensmitteln (Eistee, Schwarztee, Spinat, Schokolade)