Pathologie

Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten


S. R.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene Infektionskrankheiten und deren Diagnostik, Übertragung und Therapie. Sie behandeln Themen wie Fieber, Symptome, Inkubationszeiten und Prophylaxe, insbesondere durch Impfungen. Die Karteikarten sind ideal für Berufslehrlinge in der Medizin, die sich auf die Erkennung und Behandlung von Infektionskrankheiten vorbereiten möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
09.06.2013 / 05.07.2015

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Begriffe

  • Mikroorganismen: Kleinlebewesen (zB Bakterien, Pilze, ...)
  • Infektionskrankheit: durch Erreger verursachte Erkrankung
  • Infektion: Eindringen von Krankheitserregern (Kleinlebewesen; mit oder ohne Erkrankung)
  • Kontamination: Verunreinigung von Oberflächen
  • Pathogen: krankmachende Mikroorganismen (abhängig von  Art des Erregers sowie Ort, wo er sich befindet)
  • Infektiosität: Patient ist nur infektiös, wenn er die Erreger ausscheidet; kann bereits in der Inkubationszeit möglich sein (Zeit zwischen Infektion mit Krankheitserreger und Beginn der Symptome)
  • Infektionsweg: Weg der Erregungsübertragung  (zB Tröpfcheninfektion, Schmierinfektion -> Stuhl/Urin, sexuelle Übertragung, indirekt durch Vektoren (Insekten, Krankheitsüberträger, zB bei Malaria))
  • Epidemie: zeitliche und örtliche Häufung einer Krankheit innerhalb einer Population (eines Gebietes)
  • Endemie: andauernde Epidemie
  • Pandemie: kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit (zB Schweinegrippe, Vogelgrippe)
  • Immunität: erworbene Unempfindlichkeit gegen Krankheitserreger (nach der 1. Infektion oder durch Impfung, geht nur mit Antikörper)

Fieber

Def: erhöhte Körpertemperatur (ab 38 °C)

U: Infektion (Toxine gelangen ins Blut, welche die Thermoregulation verändern)

S: Tachykardie, Tachypnoe, Schüttelfrost, Müdigkeit, Halluzinationen

T: ausreichende Flüssigkeitszufuhr, fiebersenkende Medis (Antipyretika)

Scharlach

Def: besondere Form der Angina (= Mandelentzündung), jedoch verursacht durch Bakteriophagen)

Übertragung: Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit: 2-4 Tage

S: Angina, Fieber, Schüttelfrost, rot glänzende Zunge, später juckender Ausschlag mit freibleiben von Mund-Kinn-Dreieck

T: 10 Tage Penicillin

Rheumatisches Fieber

Def: entzündliche Erkrankung von Haut/Herz/Gelenken/Gehirn, Spätfolge einer Streptokokken A Infektion

S: Schmerzhafte Entzündung der Exremitätengelenke, Myokarditis (Herzrhythmusstörungen), Endokarditis (Herzklappenfehler)

Diagnostik: Antistreptolysintiter î

T: Penicillin 10 Tage

Kompl.: bleibende Herzfehler

Erysipel

Def: Streptokokkeninfektion der Haut (Rötung der Haut)

S: 1-4 Tage nach kleiner Hautläsion kommt es zu Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit (eher selten), flächige Rötung der Haut an Eintrittsstelle

T: Antibiotika

Gonorrhoe (Tripper)

Def: bakterielle Infektionskrankheit (Gonokokken), sexuell übertragbar

S: Mann (Harnröhrenentzündung mit eitrigem Ausfluss, Schmerzen bei der Miktion), Frau (zusätzliche Entzündung der Zervix möglich (Gebährmutterhals), M/F (kann auch Augen Rachen und Mastdarm betreffen)

Diagnostik: Erregernachweis durch Abstrich

T: Antibiotika

Tuberkulose

Def: bakterielle Infektionskrankheit (tödlichste Infektionskrankheit der Welt)

S: Lungenbefall, blutiger Auswurf, Müdigkeit, Fieber, Gewichtsabnahme, unbehandelt tödlich

Diagnostik: Tuberkulin-Test (mit Antigen), Nachweis des Erregers

T: Antibiotika für mind. 2 Monate (eher bis 6 Monate)

Typhus

Def: fieberhafte Darminfektion

Erreger: Salmonella typhi

S: ca. nach 2 Wochen nach Aufnahme aus kontaminierter Speise oder Trinkwasser, Mattigketi, Verstopfung, progredientes (anhaltendes) Fieber, Milzschwellung

Kompl.: Darmperforation, Hirnhautentzündung

Diagnostik: Nachweis des Erregers

T: Antibiotika

Salmonellen Enteritis

Def: entzündliche Erkrankung des Darmes

Erreger: Salmonella enteritidis

S: 1-2 Tage nach Zufuhr kontaminierter Speise, akutes Erbrechen, Durchfall, Fieber

T: symptomatisch (Flüssigkeit), geht meist von selbst weg

Syphilis (= Lues)

Def: sexuell übertragbare Infektionskrankheit (kleinste Verletzungen müsssen vohanden sein)

S: 3 Wochen nach Ansteckung erscheint schmerzloses Geschwür an Eintrittsstelle (heilt spontan ab), Lymphknoten schwellen an, 8 Wochen nach Ansteckung grippeartige Beschwerden und Ausschlag, 3-5 Jahre nach Infektion hat sich Erreger im ganzen Körper verbreitet (Knotenbildung, Geschwüre, Befall des ZNS)

Diagnostik: Erregernachweis im Sekret der Geschwüre

T: mind. 10-14 Tage Penicillin

Pertussis (Keuchhusten)

Def: hochansteckende Infektionskrankheit, welche durch Tröpfcheninfektion übertragen wird (Inkubationszeit 7-14 Tage)

S: Vorstadium (Husten 1-2 Wochen), Stadium convulsivum (Hustenattacken mit herausgestrecketer Zunge und folgender keuchender Einatmung, meist in der Nacht), Stadium decrementi (Hustenattacken nehmen ab)

Diagnostik: aufgrund der Symptome oft erst im Stadum convulsivum, Erregernachweis im Nasen-Rachen-Sekret

T: Antibiotika

Prophylaxe: Impfung

Diphterie

Def: Infektionskrankheit der oberen Luftwege (Tröpfcheninfektion)

S: führt zu entzündlicher Membranbildung (abgestorbene Schleimhaut, Blut) im Rachen, Erreger produzieren Toxin welches eine Myokarditis oder Polyneuritis (Erkrankung mehrer Nerven) hervorrufen kann

T: Antibiotika / Antitoxin

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Def: häufig tödliche Infektionskrankheit

S: Toxin des Erregers verursacht Muskelkrämpfe

T: Ausschneiden der Wunde, Amputation

Prophylaxe: Impfung

Influenza (Grippe)

Def: Infektionskrankheit ausgelöst durch Influenzaviren (nicht identisch mit grippalem Infekt!)

Übertragung: Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit: Stunden bis Tage

S: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Reizhusten

Verl.: klingt innert 1 Woche ab, Gefahr einer sekundär Infektion mit Bakterien

T: Bettruhe, Aspirin, Antibiotika nur bei bakterieller Sekundärinfektion, Virostatika (zB Tamiflu)

Prophylaxe: Impfung für ältere/anfällige Menschen (40-60% Chance, dass man keine Grippe mehr bekommt), Impfung für medizinisches Personal

Herpes simplex

Def: virale Infektion, welche meist LIppen ode rGenitalien betriff (Herpes genitalis)

S: Primärinfektion (meist ohne Symptome), Bläschenbildung an betroffener Stelle, abheilen innert 3-4 Wochen, häufig Latenz (symptomfreie Zeit) der Viren mit chronischer Reaktivierung, Ausbruch häufig wenn Vorbelastung besteht (Infekt, UV-Exposition (Sonne))

Kompl.: kann andere Gewebe befallen oder gar generalisiert auftreten (ganzer Körper)

Varizellen (Windpocken)

Def: Bläschenförmiger Hautausschlag (Kinderkrankheit)

Erreger: Varizellenvirus (Untergruppe der Herpesviren)

Übertragung: Tröpfcheninfektion, Ansteckungsgefahr wärhend Ausschlag besteht

S: leichtes Fieber, Ausschlag (kleine, rote Flecken, dann werden sie erhaben (Bläschen) und oval), während 4-5 Tagen immer neue Fleckenbildung, starker Juckreiz

Kompl.: Superinfektion mit Staphylokokken (erneute Infektion mit demselben Erreger)

T: symptomatisch

Herpes zoster (Gürtelrose)

Def: Reaktivierung einer Varizellen-Infektion (Windpocken) bei geschwächtem Immunsystem (zB HIV, Stress)

S: ähnlich wie bei Varizelleninfektion, jedoch Bläschenbildung nur gürtelförmig (s. Bild)

T: Virostatika, Desinfektion, Schmerzbekämpfung

Übertragung: nur Bläscheninhalt ist infektiös!

Pfeiffersches Drüsenfieber

Erreger: Epstein-Barr-Virus

Übertragung: Speichel

Inkubationszeit: 7-40 Tage

S: Müdigkeit, Schwäche, Fieber mit Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellung, Mandelentzündung, evtl. Milz-/Lebervergrösserung, geht oft über 3 Monate lang, man wird immer wieder krank)

Diagnostik: Nachweis des Epstein-Barr-Virus-Antikörpers

Verl.: sehr unterschiedlich, bis zu 3 Monaten möglich oder mehr

T: symptomatisch (Fieber, Schmerzen)

Mumps

Def: Kinderkrankheit (Virus)

Erreger: Parotitisvirus

Übertragung: Tröpfcheninfektion, Speichel

Inkubationszeit: 11-25 Tage

S: Schwellung der Ohrspeicheldrüse (druckdolent) mit Gefühl von Ohrschmerzen, Beschwerden beim Kauen, Fieber

Kompl.: Meningitis (Hirnhautentzündung), Befall der Hoden mit Gefahr der Sterilität

Diagnostik: Bestimmung von Antikörper

Verl.: Schwellungsrückgung nach 1 Woche

T: symptomatisch

Prophylaxe: Impfung

Masern

Def: Kinderkrankheit mit Hautausschlag

Erreger: Masernvirus

Übertragung: Tröpfcheninfektion

S: nach 11 Tagen Inkubation, Fieber bis 40 °C, Schnupfen, Konjunktivitis (Entzündung der Augenbindehaut), weisse punktförmige Flecken auf Mundschleimhaut, nach 3 Tagen Ausschlag aus runden Flecken die sich allmählich vergrössern, nach weiteren 3-4 Tagen verschwinden des Ausschlages und Fiebers

Diagnostik: Antikörperbestimmung

Kompl.: sekundäre bakterielle Infektion (Superinfektion, zB Pneumonie (Lungenentzündung)), Gehirnentzündung (Enzephalitis)

Prophylaxe: Impfung

Röteln

Def: Kinderkrankheit mit Hautausschlag

Erreger: Rubellavirus

Übertragung: Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit: 2-3 Wochen

S: Schnupfensymptome ohne Fieber, schmerzhafte Lymphknotenschwellung im Nacken und hinter den Ohren, nach 1- 2 Tagen Hautausschlag (kleine, runde, blassrote Flecken), verschwindet nach wenigen Tagen

Diagnostik: sicher nur mit Erregernachweis

Prognose: für erkranktes Kind ist es gut, gefährlich während der ersten 4 Schwangerschaftswochen, da Embryo geschädigt werden kann (Herz, Augen, ... -> während dieser Zeit werden die Organanlagen gebildet)

T: symptomatisch

Prophylaxe: Impfung

HIV/Aids

human immunodeficiency virus

Acquired Immune Deficiency Syndrome

Def: chronische Virusinfektion, die zu einer Störung des Immunsystems führt

Übertragung: Geschlechtsverkehr, Transfusionen, gebrauchte Spritzen, Mutter-Kind bei Schwangerschaft und Geburt, Stillen

Krankheitsmechanismus: Virus befällt u. a. T-Helferzellen (wichtige Immunzellen), was unbehandelt zu einer Immundefizienz führt

S: 3-6 Wochen nach Ansteckung kommt es zu Fieber, Abgeschlagenheit, Hautausschlägen (oft noch keine Diagnose, da viel Ähnlichkeit mit grippalem Infekt), dann oft jahrelang keine Latenz (symptomfreie Zeit), dann kommt es zu einer progredienten (anhaltenden) Verschlechterung des Immunsystems (AIDS mit Infektionen, Tumoren,...)

Diagnostik: Antikörpernachweis

Therapie: Antiretrovirale Therapie, welche die Ausbreitung des Virus verzögert

Prophylaxe: Kondome, sterile Spritzen, bei Blutspende HIV-Test

Toxoplasmose

Def: Parasitenerkrankung

Übertragung: über kontaminiertes Erdreich, Fleisch (roh)

S: verläuft meist symptomlos, bei Immunschwächung Meningitis, Pneumonie möglich, bei Schwangeren kann es bei einer 1. Erkrankung zu Schädigungen des Fötus kommen (Schäden an Leber, Herz, Hirnhäuten,...)

T: medikamentös bei Schwangerschaft

Amöbiasis (Amöbenruhr)

Def: Infektion des Darmes

Übertragung: Schmierinfektion (verunreinigtes Wasser, ungewaschenes Obst,...)

S: Durchfall mit schleimigem, blutigem Stuhl, Fieber, Krämpfe (eher selten)

Diagnostik: mikroskopische Untersuchung des Kotes

T: Antibiotika

Malaria

Def: parasitäre Tropenkrankheit

Übertragung: durch Stich einer Anophelesmücke  gelangtder Parasit ins menschliche Blut

S: nach ca. 10-30 Tagen Fieber mit Schüttelfrost, Kopfscmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Anämie (Malaria befällt Erythrozyten)

Diagnostik: mikroskopische Untersuchung von Blut

Prophylaxe: Schutz vor Mückenstich, Malariaprophylaxe (bevor man in solche Gebiete geht)

T: verschiedene Medikamente

Lyme-Borreliose

Def: bakterielle multisystemische (unterschiedliche Symptome) Infektionskrankheit

Übertragung: Zeckenstich

Verl.: vergrössernde Rötung um Einstichstelle mit Ablassung in der Mitte, Grippe-ähnliche Symptome, Befall von Gelenken, Nervensystem, wenn unbehandelt chronische Infektion

T: Antibiotika

Frühsommer-Meningozephalitis

Def: Virusinfektion

Übertragung: Zeckenstich

Vorkommen: in beschränkten Gebieten (Zeckengebiete)

S: nach 2-20 Tagen (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), nach weiteren 10 Tagen evtl. zweiter Fieberschub, Meningoenzephalitis (Entzündung von Hirn/Hirnhaut) bis zum Koma

Diagnostik: Antikörpernachweis

T: symptomatisch

Prophylaxe: Impfung

Étudier