NMS2
Neuromotorik und Sensorik 2
Neuromotorik und Sensorik 2
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Flashcards
Kennmuskel
C2 - 4
Diaphragma
Kennmuskel
C4
M. deltoideus
Kennmuskel
C5
M. biceps
Kennmuskel
C6
M. extensor carpi radialis
Kennmuskel
C7
M. triceps
Kennmuskel
C8
M. flexor digitorum
Kennmuskel
Th1
M. interossei
Kennmuskel
Th12
Bauchmuskulatur
Kennmuskel
L1
M. quadratus lumborum
Kennmuskel
L2
M. iliopsoas
Kennmuskel
L3
M. quadriceps femoris
Kennmuskel
L4
M. tibialis anterior
Kennmuskel
L5
M. peronaeus
Kennmuskel
S1
M. glutaeus maximus
Kennmuskeln Rücken
autochtone Rückenmuskeln sind segmental innerviert
Läsionshöhe Queschnittlähmung
Die Läsionshöhe bezeichnet das letzte intakte Segment
Die Kennmuskel lassen auf die funktionelle Läsionshöhe schliessen, nicht zwingend auf tatsächliche Läsionshöhe
Neglect
motorisch:
vorhandene Arm- und Handfunktionen werden weniger spontan genutzt
Wahrnehmung:
betroffene Seite wird vernachlässigt, Wahrnehmung der Körpermitte verschoben, inneres Abbild der Umgebung gestört
somatosensorisch:
vorhandene Sensibilität, taktiles nicht oder vermindert wahrgenommen, bei beidseitiger Stimulation wird nur weniger betroffene Seite gespürt (Auslöschphänomen)
visuell:
starke beeinträchtigung von Objekten und Personen, visueller Überblick
akustisch:
Geräusch wird wahrgenommen, jedoch eher der anderen Seite zugeschrieben
olfaktorisch:
Gerüche einseitig vernachlässigt
Tetraplegie (Läsionshöhe)
C0 - Th1
Paraplegie (Läsionshöhe)
Th2 - S5
Beispiel S5: zwar nur Gastrognemius betroffen, jedoch auch div, Organe (Pat. sind Stuhlinkontinent)
Symptomtrias Querschnittlähmung
- Ausfall aller Qualitäten der Sensibilität
- Oberflächensensi: Berührung, Schmerz, Temperatur
- Tiefensensi: Lage- und Bewegungssinn und Vibrationssinn
- Ausfall der Willkürmotorik
- Ausfall des Vegetativums
Commotio spinalis
Erschütterung des Rückenmarks, Phänomen "spinaler Schock":
vollständiger Ausfall Reflexe und Motorik (kommt innerhalb Stunden vollständig zurück)
Contusio spinalis
längere Quetschung RM, Nerven bei Luxation (sublux oder reponiert)
Pat. kann sich oft erhohlen, der Schaden bleibt zum Teil, auf der Bildgebung ist jedoch nichts mehr sichtbar
Compressio spinalis
Teile des RM / Nerven sind Komprimiert/durchtrennt und erholen sich nicht mehr
ASIA Klassifikation
A: komplett; keine Motorik, keine Sensorik in sakralen Segm. s4-s5
B: inkomplett; sensorische aber keine motorischen Funktionen unterhalb des neurologischen Niveaus, inkl. s4 -s5 erhalten
C: inkomplett; motorische Funktion unterhalb des neurologischen Niveaus erhalten und mehr als die Hälfte der Kennmuskeln unterhalb des neurologischen Niveaus müssen einen Wert kleiner als 3 aufweisen
D: motorische Funktion unterhalb des neurologischen Niveaus erhalten und mindestens die Hälfte der Kennmuskeln unterhalb neurologischem Niveau mit Wert > 3
E: motorische und sensorische Funktionen normal
1. und 2. Motoneuron
1. MN: spastische Lähmung (C0 - Th 10/11/12)
Die Schädigung liegt im Bereich des zentralen Nervensystems. Das 1. Motoneuron reicht vom Gyrus praecentralis über die Pyramidenbahn bis zur motorischen Vorderhornzelle im Rückenmark.
Die Reflexbögen sind nicht verletzt. Es kommt zu einer vermehrten Reflexaktivität durch den Ausfall der hemmenden Wirkung der Pyramidenbahn und dem Ausfall der extrapyramidalen Bahnen.
2. MN: schlaffe Lähmung
Die Schädigung liegt im Bereich der Spinalnerven im peripheren Nervensystem. Das 2.Motoneuron reicht von der Vorderhornzelle im Rückenmark über den Radix ventralis der Spinalnerven zur motorischen Endplatte. Die Reflexbögen sind nicht mehr intakt.
Spastik vs. Spasmen
Spastik (Def. Lance)
Spastik ist charakterisiert durch eine geschwindigkeitsabhängige Steigerung tonischer Dehnungsreflexe und gesteigerter Sehnenreflexe als Folge einer Überregbarkeit von Dehnungsreflexen.
Lance fügte ausserdem hinzu, dass Spastik gestörte Willkür-bewegung und abnorme Haltung nicht mit einschliesst.
Das Taschenmesserphänomen ist eine Komponente der Spastik.
Spasmen
- Spasmen zählen zu den afferenten kutanen und nozizeptiven Dehnungsreflexen. Es sind exterorezeptive Reflexe die Afferenzen über z.B. Berührung, Druck, Temperatur und Schmerz vermitteln. Miller und Layzer haben 2005 den Muskelkrampf (ICD 10 Krämpfe und Spasmen der Muskulatur) als eine ausgeprägte, schmerzhafte und unwillkürliche Kontraktion eines Teils oder der Gesamtheit eines Muskels oder einer umschriebenen Muskelgruppe bezeichnet. Er ist kurz andauernd (Sekunden bis Minuten) und selbstlimitierend.
-> mit Tardieu differenzieren
Balance, Stellreaktion, GGW
• Balance
– Von Sitzbalancetraining spricht man, wenn die oberen Extremitäten frei
gehalten werden, ohne sich in Parkier- oder Stützfunktion zu befinden.
• Stellreaktion
– Bei Stellreaktionen werden die Tentakel als Widerlager eingesetzt, um die Balance zu halten. Der Körperschwerpunkt bleibt dabei über der Unterstützungsfläche.
• Gleichgewichtsreaktion
– Bei einer Gleichgewichtsreaktion kann der Körperschwerpunkt ausserhalb der Unterstützungsfläche gebracht, dort gehalten und aktiv wieder über die Unterstützungsfläche bewegt werden.
komplette Querschnittlähmung
- Schädigung des gesamten Rückenmarkquerschnitts
- Ausfall aller neurologischen Funktionen unterhalb der Verletzungsstelle
(motorische, sensorische und vegetative Funktionen betroffen)
inkomplette Querschnittlähmung
- teilweise Schädigung des Rückenmarkdurchschnitts
- unvollständiger Ausfall der neurologischen Funktionen unterhalb Verletzungsstelle
Dermatome
C6, C7, C8, TH1, TH5, TH10, L1, L5, S1-3, S4-5
C6: Daumenseite
C7: Zeige- und Mittelfinger
C8: Ring- und Kleinfinger
Th1: Ellenbogen aussen (Triceps)
Th5: Brustwarzen
Th10: Bauchnabel
L1: Leiste
L5: Unterschenkel, lat. zum Grosszehen ziehend
S1-3: Reithosenphänomen
S4-5: sacrale Aussparung
Ausfall Vegetativum
- gestörte Thermoregulation
- Blasenfunktion
- Darmfunktion
- Gefässtonus
- Schweissabsonderung gestört (können im Sommer nicht genug schwitzen)
- Sexualfunktion gestört
- beeinträchtigte Fettbildung der Haut
- z.T. beeinträchtigtes Nagelwachstum
Notwendigkeit ATG bei Querschnitt
ungeachtet von Läsionshöhe immer notwendig bei frisch Verletzten, da:
- Läsion Th1-11: Ausfall Intercostalmuskulatur
- Ausfall Bauchmuskulatur / keine Bauchpresse
- Ausfall Sympathicus oberhalb Th6 - mehr Sekretbildung
- Läsion oberhalb C4: beeinträchtigung Diaphragma
Apraxie
ideomotorisch vs. ideatorisch
ideomotorisch: kein Plan für die Bewegung. gestört ist:
- imitieren von Bewegungen
- Bewegungsanpassung in einer Handlung
- Gesten während Kommunikation ausführen
- Pantomime von Objektgebrauch
ideatorisch: inadäquater Gebrauch von Objekten:
- Pantomime von Objektgebrauch
- Umgang mit einzelnen Objekten
- Ausführung komplexer Handlungsfolgen