NFS NKA

NFS NKA Österreich

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S. P.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über medizinische Maßnahmen, Wirkungen und Pharmakologie, insbesondere im Notfallkontext. Sie decken Themen wie die Klassifizierung von Antiarrhythmika, Flüssigkeitsverteilung im Körper, spezifische Notfallmaßnahmen wie Hypoglykämie, anaphylaktischer Schock und Krampfanfälle sowie die Pharmakokinetik von Naloxon ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für medizinisches Personal, das im Notfallbereich tätig ist, da sie wichtige Protokolle, Wirkungen und Kontraindikationen von Arzneimitteln sowie die korrekte Anwendung und Überwachung von Maßnahmen detailliert darlegen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
26.05.2015 / 26.05.2015

Cartes-fiches

Pharmakokinetik Midazolam / Diazepam

-) Applikation: Midazolam: nasal (MAD) / Diazepam rektal (Rektiole)

-) Resorption: Midazolam: Nasenschleimhaut / Diazepam: Rektum

-) Verteilung: Plasma Protein Bindung 96-98%

-) Metabolisierung: Je nach Technik-> First Pass Effekt

Bioverfügbarkeit: Rektal ~50%, Nasal 50-100%

Verstoffwechselung: Leber -> Metabolit hat geringe Aktivität und Kurze HWZ

-) Exkretion: Nieren, Fäzes (10%)

-) Kumulation: 1,5-4h (stark variabel)

Wirkung an Enzymen

Hemmung oder Aktivierung von Enzymen

z.B.: Neuroleptika

Beeinflussung von Ionenkanälen

Blockade oder Öffnung von Ionenkanälen

z.B.: Antiarrhythmika (Na), Alkohol (Chloridkanäle)

Beeinflussung von Transportsystemen

Beeinflussung des Elektrolyttransportes

z.B.: Diuretika (Furosemid)

Chemische Inaktivierung

-) Unabhängig von Rezeptor

-) Häufig bei Intoxikationen

-) Chemische Reaktion des Toxins mit Antidot

z.B.: Bariumchlorid (toxisch) wird durch Natriumsulfat zu Bariumsulfat (ungiftig)

SanG §11: Allgemeine Notkompetenzen

Notfallsanitäter können die Berechtigung zur Durchführung folgender allgemeiner Notkompetenzen erwerben:

1) Arzneimittellehre (NKA): Verabreichung spezieller Arzneimittel, soweit diese zuvor von dem für die ärztliche Versorgung zuständigen Vertreter der jeweiligen Einrichtung gemäß §23 Abs 1 schriftlich zur Anwendung freigegeben worden ist (Arzneimittelliste 2)

2) Venenzugang und Infusion (NKV): Punktion peripherer Venen und  anhängen kristalloider Infusionslösungen.

Jeweils im Rahmen von Maßnahmen zur unmittelbaren Abwehr von Gefahren für das Leben oder die Gesundheit eines Notfallpatienten, soweit das gleiche Ziel durch weniger invasive Maßnahmen nicht erreicht werden kann!

Voraussetzung für die Anwendung:

1)) Erfolgreiche Absolvierung der Ausbildungen gemäß §§ 38-40

2) Anweisung eines anwesenden Arztes oder

3) sofern kein Arzt anwesend ist, die vorangehende Verständigung des Notarztes oder die Veranlassung derselben

Definition Inkompatibilität + Gründe für eine Inkompatibilität

Die Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln außerhalb des Körpers durch

-) Hilfsstoffe (Puffer, Konservierungsstoffe)

-) Trägerlösung (zb bei Aspirin Trockensubstanz vermengt mit normaler NaCl)

-) Zuleitungssystem (zb Reste eines Medikaments in Zugang/Infusionsschlauch)

-) Anderes Arzneimittel

Weiters: Licht, Temperatur, zu lange in Zubereitetem Zustand

Wirkung Physiologische Antagonisten

= übt in einem ANDEREN Organsystem eine Agonistische Wirkung aus, welche dem konkurrierenden Agonisten entgegenwirkt

z.B.: RR Steigerung bei Vasodilatation durch Steigerung der HF (Gefäße vs Herz)

Wirkung funktionelle Antagonisten

= Übt an einem anderen Rezeptor eine Agonistische Wirkung aus, dieser Reiz wirkt dem Konkurrierenden Agonisten entgegen -> Gleiches Organsystem, Wirkungen heben sich auf

Wirkung Nichtkompetitive Antagonisten

= Verändern den Rezeptor damit kein Reiz ausgelöst werden kann. Schwächt Reiz oder Wirkung ab

Wirkung kompetitive Antagonisten

= Verdrängen Agonisten aus der Rezeptorbindung (konkurrieren mit Agonist), lösen aber KEINEN Reiz aus

z.B.: Wirkung Naloxon bei Opiatintoxikation

Arten von Antagonisten

-) Kompetitiver Antagonist

-) Nicht-Kompetitiver Antagonist

-) funktioneller Antagonist

-) Physiologischer Antagonist

Definition Affinität

= Stärke der Bindung zwischen Rezeptor und Arzneimittel

Pharmakokonetik Adrenalin

-) Applikation: i.v., i.m.

-) Resorption:

-) Verteilung: Plasma Protein Bindung 50%

-) Metabolisierung: kein First Pass Effekt, Bioverfügbarkeit 100%

Verstoffwechselung: Umwandlung in Leber von Catechol - O - Methyltransferase und Monoaminooxidase zu Vanillinmandelsäure

-) Exkretion: Niere

-) Kumulation HWZ 3min

Wirkungseintritt: i.v. sofort, i.m. ~8min

Pharmakokinetik Glucose

-) Applikation: p.o., i.v.

-) Resorption: abgeschlossen in oberen Dünndarm, Bioverfügbarkeit 100%

-) Metabolisierung: kaum Plasma Protein Bindung, KEIN First Pass Effekt

Verstoffwechselung: CO2+H2O, Anaerob: Laktat

-) Exkretion: Niere (H2O), Lunge (CO2)

-) Kumulation: 43min, wird als Glycogen gespeichert (Teils in Leber, Teils in Muskulatur)

Definition Wechselwirkung

= Gegenseitige beeinflussung der Arzneimittel

Definition Agonisten

=Arzneistoff mit passender Struktur zu einem Rezeptor

löst eine Wirkung aus

Definition Rezeptor

=Rezeptoren sind Proteine, die an unterschiedlichen Strukturen lokalisiert sind. Sie sind die Bindungsstelle im Körper für Agonisten

Arten:

-) Membranständige Rezeptoren

-) Intrazelluläre Rezeptoren

-) extrazelluläre Rezeptoren

Situations- und Patientengebundene Nebenwirkung

-) Allergische Reaktionen

-) in bestimmten Lebensphasen (zb Kindesalter)

-) In Kombination mit Organfunktionsstörungen (z.B.: CNI)

-) Genetisch bedingte Reaktionen

Spezifische Arzneimittelwirkungen

-) wirken bereits oft in niedrigen Dosierungen bzw Konzentrationen an einem genau definierbaren Angriffsort

-) die Wirkung ist weitgehend von der Molekularen Struktur abhängig

Unspezifische Arzneimittelwirkungen

-) wirken meistens erst  hoch Konzentriert/Dosiert

-) es existieren wenige Wirkstoffe

-) Verändern die Chemischen oder Physikalischen Eigenschaften, z.B.: von Körperflüssigkeiten -> Laxantien, Abführmittel, Osmodiuretika

Definition therapeutische Breite

= Abstand zwischen der effektiven (=therapeutischen) Dosis und einer Dosis, die zu einer toxischen Wirkung führt

-) Arzneimittel gilt als umso sicherer, je höher die therapeutische Breite ist

Definition Pharmakodynamik

= Art der Wirkung von Arzneimitteln im Organismus

-) Wirkung: Spezifisch-Unspezifisch

-) Nebenwirkung

-) Wechselwirkung

-) Inkompatibilität

-) Dosierung

Kumulation

Definition; Halbwerztszeit; Abhängig von...

=Arzneistoff reichert sich im Körper an

Halbwertszeit = Zeit, nach der die Hälfte des Arzneistoffes abgebaut wurde

Abhängig von:

1) Alter

2) Geschlecht

3) Genetische Faktoren

4) Funktion der Ausscheidungsorgane

Dosierung ist abhängig von...

-) Körpergewicht

-) Lebensalter

-) Begleiterkrankungen

-) Organfunktion

In Notfallmedizin:

-) Rasche Wirkung

-) Gut steuerbar (Kurze HWZ)

Möglichkeiten der Exkretion

-) Renal (=Niere)

-) Biliär (= Galle/Leber)

-) Fäkal/ Intestinal

-) pulmonal

-) Speichel, Dermal, Muttermilch

Unterschied Initialdosis zu Erhaltungsdosis

Initialdosis = Bolusgabe: Relativ hoch gewählt, um rasch einen ausreichend hohen Blutspiegel zu erreichen

Erhaltungsdosis: Dient der aufrechterhaltung der Arzneimittelwirkung -> Abhängig von Therapeutischer Breite und Halbwertszeit

Definition Plasma-Protein-Bindung

Arzneistoff wird entweder in Körperflüssigkeiten gelöst oder an Körpereigene Eiweiße gebunden

-) hohe Plasma Protein Bindung -> Hohe Dosierung

-) stärkere Plasma Protein Bindung verdrängt Stoffe mit niedriger PPB

-) nur der freie, ungebundene Arzneistoff kann wirken

Pharmakokinetik Amiodaron/Sedacoron + Klassifizierung

-) Applikation: i.v.

-) Resorption

-) Metabolisierung: Bioverfügbarkeit 100%, Plasma Protein Bindung 95%, kein First Pass Effekt

Wird in Leber dejodiert und umgewandelt, Metabolit ist gleich wirksam wie Arzneistoff

-) Exkretion: Niere (Jodanteil), Galle

-) Kumulation: Elimination biphasisch

HWZ langsames Abbauprodukt: 7 Tage (weil Stoff lipophil -> lagert sich im Fettgewebe ab)

HWZ schnelleres Abbauprodukt: 8min

-) Klassifizierung:

Klasse 3 Antiarrhythmikum (=Kaliumkanalblocker) -> Verlängertes Aktionspotential (QT)

Pharmakokinetik Naloxon

-) Applikation: nasal (MAD), i.v.

-) Resorption: Nasenschleimhaut

-) Metabolisierung: Bioverfügbarkeit 100%,

Plasma Protein Bindung 32-45%

p.o ist Arzneistoff unwirksam wenn verschluckt -> hoher First Pass Effekt

Verstoffwechselung in Leber

-) Exkretion: Niere

-) Kumulation: HWZ ~70min

Rezeptorwirkungen Adrenalin

Beta 1:

-) positiv chronotrop (HF), inotrop (Schlagkraft),dromotrop (Erregungsleitung)

-) Lipolyse

-) Niere: Renin Freisetzung

Beta 2:

-) Vasodilatation von Coronarien und Muskulaturgefäßen

-) Glykogenolyse (Leber)

-) Bronchodilatation (Lunge)

-) Hemmung der Peristaltik im GI Trakt

-) Uterusrelaxation

Alpha 1:

-) Vasokonstriktion (vA Haut, Niere und GI Trakt)

-) Mydriasis der Pupillen

-) Uteruskontraktion

 

Adrenalin in hohen Dosen innerviert a1-b1-b2 in dieser Reihenfolge steigend

in Niedrigen Dosen: b1-b2-a1

Definition Nebenwirkung

= Effekt, der mit Hauptwirkung auftritt

-) Kann erwünscht oder unerwünscht sein

-) unabhängig von Hauptwirkung -> Lokale unverträglichkeitsreaktionen

-> Auswirkung auf Andere Organsysteme: zb Antobiotika können Vestibularapparat schädigen

Angaben auf Arzneimittel

-) Handelsname: Stärke und Darreichungsform auf Verpackung!

-) Wirkstoff

-) Lagerung

-) Verfalldatum

Barrieren der Resorption

-) Nasenschleimhaut

-) Mundschleimhaut

-) Bromchialschleimhaut

-) Haut

-) Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes

-) Blut-Hirn-Schranke (Fettlösliche Wirkstoffe)

Arten der Applikation

-) Dermal

-) Nasal

-) Buccal / oral

-) Rektal

-) i.v.

-) i.m.

-) s.c.

-) i.o.

-) inhalativ

-) sublingual

AML 2

Opiatintoxikation mit Atemstörung

-) Opiatintoxikation mit Atemstörung:

  • Richtungsweisende Anamese
  • Stecknadelkopfgroße Pupillen
  • Atemdepression
  • Kein Bewusstsein

-) Notärztin verständigen

-) Maßnahmen und Monitoring

  • ABCDE
  • Atemwegssicherung
  • ev assistiert Beatmen
  • Absaugbereitschaft
  • ev O2 Gabe
  • EKG Monitoring
  • RR, HF, SpO2
  • psychischer Beistand

-) Kontraindikationen:

  • Kinder

-) Patienteninformation:

  • Angehörige über Maßnahme aufklären

-) Spezialität:

  • Naloxon 0,4mg/ml in Ampulle
  • 0,2mg=0,5ml Naloxon in 1ml Spritze Nasal (MAD) unverdünnt
  • ODER i.v.: 0,4mg auf 10ml NaCl verdünnen - davon 5ml = 0,2 mg
  • 5 Minuten warten
  • 1 mal Wiederholbar

-) Erfolgkontrolle:

  • AF steigt
  • Reaktion bei Bewusstseinskontrolle

-) Maßnahmen und Monitoring fortführen:

-) Auf NA Eintreffen warten

AML 2

bestehender zerebraler Krampfanfall

-) bestehender zerebraler Krampfanfall:

  • plötzliche Bewusstlosigkeit
  • tonisch-klonische Krämpfe
  • ev Zungenbiss (blutiger Schaum vor dem Mund)
  • Harn- und Stuhlabgang
  • passagerer Atemstillstand

-) NA verständigen

-) Maßnahmen und Monitoring:

  • ABCDE
  • O2 Gabe
  • Atemwegssicherung
  • vor Verletzungen Schützen
  • EKG Überwachung
  • HF, SpO2, RR
  • psychische Betreuung

-) Kontraindikationen

  • Kinder vor dem 1. Lebensmonat
  • Intoxikation mit Alkohol oder nervendämpfenden Substanzen (Opiaten)
  • bekannte Unverträglichkeit

-) Patienteninformation / wesentliche Nebenwirkungen:

  • Aufklärung der Angehörigen über Maßnahme
  • Atemdepression möglich
  • Schwindel
  • RR Abfall

-) Spezialitäten:

1. älter als 8 Jahre

  • 10mg Benzodiazepin nasal oder rektal
  • Nasal über MAD: Midazolam (5mg/ml), 1ml pro Nasenloch möglich
  • Rektal über Rektiole: Stesolid Rektiole 10mg

2. jünger als 8 Jahre

  • 5mg Benzodiazepin rektal -> Stesolid 5mg Rektiole

-) Maßnahmen und Monitoring fortführen

-) auf NA Eintreffen warten

-) Traumacheck

-) ggf. Verletzungen versorgen

AML 2

Anaphylaktischer Schock

-) Anaphylaktischer Schock:

  • Schocksymptomatik
  • Stuhl- und/oder Harndrang
  • Exanthem, Juckreiz
  • Bronchospasmus / Atemnot

-) NA verständigen

-) Maßnahmen und Monitoring

  • ABCDE
  • Atemwegssicherung
  • O2 Gabe
  • EKG Überwachung
  • HF, RR, SpO2
  • Schockbekämpfung
  • psychischer Beistand
  • Wenn möglich Auslöser entfernen

-) Kontraindikationen

  • unter 15kg Körpergewicht
  • unter 3 Jahre alt

-) Patienteninformation

-) Spezialität

1. zwischen 15-30kg KG oder zwischen 3 und 12 Jahren

  • 0,15mg Adrenalin i.m. (Epi Pen Junior)

2. mehr als 30kg oder älter als 12 Jahre

  • 0,3mg Adrenalin i.m. (Epi Pen)
  • Infusion (ELO MEL, NaCl)

-) Erfolgskontrolle:

  • Besserung der Symptomatik
  • RR Anstieg
  • Wenn nicht -> Wiederholen der Maßnahme, danach wieder Erfolgskontrolle

-) Maßnahmen und Monitoring fortführen

-) Auf NA Eintreffen warten

AML 2

Hypoglykämie mit Bewusstseinsstörung

-) Hypoglykämie mit Bewusstseinsstörung

  • BZ unter 50mg/dl
  • Bewusstseinsstörung

-) NA verständigen

-) Maßnahmen und Monitoring

  • ABCDE
  • Atemwegssicherung
  • EKG Überwachung
  • HF, SpO2, RR
  • psychischer Beistand
  • ev O2 Gabe
  • Absaugbereitschaft

-) Kontraindikationen:

  • Kinder unter 8 JAhren

-) Patienteninformation/ wesentliche Nebenwirkungen

  • Venenreizung möglich (Schmerzen + Rötung)

-) Spezialität:

  • 20g Glucose 33% (=60ml)
  • 20g Glucose 40% (=50ml) über 3-Wege-Hahn mit Infusion (NaCl, ELO MEL)
  • 20g Glucose 10% (=200ml)

-) Erfolgskontrolle

  • BZ Messung auf der Nicht-Infusionsseite
  • deutlicher BZ Anstieg
  • deutliche Besserung der Symptome
  • Wenn nein -> Maßnahme wiederholen

-) Maßnahmen und Monitoring fortsetzen

-) Auf NA EIntreffen warten

Flüssigkeitsverteilung im Körper

60% des Körpers = Wasser, teilt sich auf in:

-) Intrazellulärraum (40%) = Raum INNERHALB der Zellen

-) Extrazellulärraum (20%): = Raum AUßERHALB der Zellen

  • Intravasal (25%) = in Gefäßen (Plasma)
  • Interstitiell (70%) = Raum Zwischen den Körperzellen
  • Transzellulär (5%) = Außerhalb von Blutgefäßen und Intrazellularraums (zb Pleuraspalt)

Étudier