Natur und Gesellschaft
Teil Reto Hagenbuch: Nachhaltige Entwicklung
Teil Reto Hagenbuch: Nachhaltige Entwicklung
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Flashcards
Suffizienz
Da Bemühen um einen möglichst geringen Ressourcen- und Energieverbrauch.
= Geringer Bedarf nach materiellen Güter bzw. solchen, die einen hohen Ressourcenverbrauch erzeugen = hohe Suffizienz
Mediation
(lat. Vermittlung)
strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines
Konfliktes
Internalisierung
Ökon.: Einbeziehung sozialer Zusatzkosten/-nutzen, die durch externe Effekte (Auswirkungen, für die niemand bezahlt oder einen Ausgleich erhält) verursacht werden, in das Wirtschaftlichkeitskalkül des Verursachers.
Ziel der Inernalisierung: Wohlfahrtsoptimum durch Minimierung der durch Marktversagen entstanden Ineffizienzen.
Ausgangpunkt der Überlegungen zu den Ursachen von Umweltproblemen
Wiederspruch, dass eine Verknappung von natürliche Ressourcen stattfindet, diese jedoch immer noch als kostenfreie/öffentliche Güter gelten/gehandelt werden.
Konsequenz: Es droht eine fortwährende Ausbeutung und Übernutzung aufgrund der Möglichkeit, dass eine Kostenxternialisierung stattfinden kann.
Lösungsmöglichkeit: Integration in den Markt ( Verpreisung=haushälterischer Umgangs mit natürlichen Ressourcen)
Max Havelaar-Stiftung
Zeichnet fair gehandelte Produkte mit ihrem Gütesiegel (Label) aus =Förderung von gerechtem Handel mit Produzenten (und Arbeitskräften)
- nicht gewinnorientiert, selbsttragend
- stellt Importeuren, Verarbeitungsbetrieben und Händlern gegen Lizenzgebühr ihr Label aus
- diese müssen die von der Stiftung vorgegebenen Standards erfüllen
- wird von unabhängiger Seite kontrolliert
Problem der nicht berücksichtigten externen Kosten:
- Gütertransport und Individualverkehr
- Kosten fallen beispielsweise im Umwelt- und Gesundheitsbereich
Nachhaltige Entwicklung
kein klar definierbares wissenschaftliches Konzept
sondern als ein umstrittenes diskursives Feld in dem
- normative (normgebend)
- analytische ( untersuchend)
- strategische
Aspekte miteinander verflochten sind.
Gaia-Hypothese
- entworfen Mitte der 1960er von Lynn Margulis und James
Lovelock - Besagt, dass die Erdoberfläche einschließlich der
gesamten Biosphäre als ein lebender Organismus betrachtet werden kann - Sie bildet demnach ein dynamisches System, das die gesamte Biosphäre durch
Rückkopplungsmechanismen stabilisiert - Setzt Definition von Leben voraus, wonach sich
Lebewesen insbesondere durch die Fähigkeit zur Selbstorganisation auszeichnen
Beispiel Sauerstoff:
- der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre ist mehr oder weniger konstant
- Seit das Leben auf dem Land aktiv ist, hat der
Sauerstoffgehalt der Luft sich nur unwesentlich verändert (gefundene "fossile Luft" aus Eisbohrkernen oder Bernstein wiesen eine sehr ähnliche, oft die gleiche
Zusammensetzung aufweist wie die heutige auf) - Gaia-Hypothese: System "Leben" hält Anteil stabil
Kritik dazu: Klimaschwankungen
- extremen Schwankungen des Klimas während der Erdgeschichte und die daraus resultierenden unterschiedlichen Bedingungen für die Biospähre wiedersprächen der Gaia-Hypothese
Engegnung der Befürworter:
- Kalkhaltiges Plankton (Regulierung des CO2-Haushalts der Meere)
- noch nicht vorhanden im Präkambrium (zur Zeit dieser Schawankungen)
- Entstehung solcher komplizierteren Organismen hätte dazu beigetragen, die
Lebensbedingungen auf der Erde zu stabilisieren und zu verbessern
Natürliche Ressourcen
- die vom Menschen bewusst genutzten Aspekte des jeweiligen Ökosystems
- Was natürliche Ressourcen sind wird somit vom Menschen definiert
- umfassen alles, was der Mensch heute nutzt und in Zukunft zu nutzen gedenkt
- Gesellschaftliche Sicht auf NE unterscheiden sich von Kultur zu Kultur
Erneuerbare Ressource
- Regeneration innerhalb menschlicher Lebenszeiträume möglich
- sind direkt in Ökosysteme und deren Prozesse miteingebunden
- in einem Fliessgleichgewicht zwischen Erneuerung und Nutzung (Voraussetzung: nachhaltiges Wirtschaften)
- → Wasser, Vegetation, Boden, Biodiversität, Luft, Klima, Klimastabilität, Meer
Nicht-Erneuerbare Ressourcen
- z.B. fossile Energieträger: Geologische Ablagerungen
- Vorräte werden vom Menschen abgebaut ohne dass die Möglichkeit der Erneuerung besteht
- Der seit 200 Jahren exponentiell wachsende Energiebedarf wurde und wird mit nicht erneurbaren Ressourcen gedeckt
Ressourcennutzung
ist nachhaltig wenn:
- der Schluss nahe liegt, dass die Nutzung eienr natürlicher Ressource in einem bestimmten Ökosystem sinnvol ist (
BIP
das Bruttoinlandsprodukt
- gilt weltweit als der Indikator, der die wirtschaftliche Entwicklung anzeigt
- Produktionsergebnis der sozialen Arbeitsteilung, das von der gesellschaftlichen Ganzheit erzielt wird (im Inland generierten Mehrwert einer Volkswirtschaft)
- hohes BIP gilt als Erfolg für die wirtschaftliche Entwicklung und Dynamik
- Bruttoinlandsprodukt ist der vorherrschende Indikator für eine vorwiegend materiell aufgefasste Wohlfahrt
- BIP als Wohlfahrtsindikator ist umstritten (unzulänglichen Erfassung aller wohlfahrtsrelevanten Aspekte)
Kritik am BIP/BSP
- BIP enhält nur Produkte und Dienstleistungen zu Marktpreisen
- Verteilungs- bzw. Umwelteffekte bleiben unberücksichtigt
- monetärer (geldlich, die Finanzen betreffend) Wohlstandsindikator
- lässt gesamt-gesellschaftliche Wohlfahrt unberücksichtigt
= als Indikator für das Leitbild Nachhaltiger Entwicklung ungeeignet
Ecological Footprint
- ökologische Fußabdruck
- vergleicht den Ressourcenverbrauch pro Kopf mit der Regenerationskapazität der Natur, der Biokapazität
Vorteile:
- Verdeutlicht den zu hohen Ressourcenverbrauch der meisten Industrieländer
- zeigt gleichzeitig auch den Verlust an Biokapazität auf (z.B. Landdegradation
Nachteile:
- Rechtfertigt ein großer Bestand natürlicher Ressourcen auch ein hohes Nutzungsniveau?
Human Development Index
- seit 1990 jährlich berechnet
- Teilindizes: Lebenserwartung, Bildung, BIP
Vorteile:
- Einfache Berechnung
- Erweitert BIP um soziale Aspekte
- Weit verfügbar
Nachteile:
- Keine Einbeziehung ökologischer Faktoren
- Kein Verteilungsmaß im BIP-Teilindex
Der Index of Sustainable Economic Welfare
- ISEW beruht auf einer Korrektur der herkömmlichen ökonomischen Indikatoren
- wird ebenfalls in Geldeinheiten ausgewiesen
- Umfasst viele Aspekte einer Nachhaltigen Entwicklung und aggregiert diese zu einem einzigen Wert
- Ausgangspunkt sind die privaten Konsumausgaben, die aber um einen Faktor, der die Einkommensverteilung abbildet, korrigiert werden
Vorteile:
- ISEW versucht alle Nachhaltigkeitsdimensionen einzubeziehen
- Im Vergleich mit dem BIP wird die Abnahme der Wohlfahrt durch „Schadenskosten“ deutlich
Nachteile:
- Problem der Vergleichbarkeit (Korrekturen sind länderspezifisch = Index international schwerer vergleichbar)
- Komplizierte, nicht leicht nachvollziehbare Berechnung
- Nicht weit verfügbar
Ökoeffektivität / Konsistenz
Ökoeffektivität ist ein Maß für die Wirksamkeit nachhaltiger und konsistenter Herstellungsprozesse
steht der Ökoeffizienz entgegen; Wirtschaftlicher Wert eines Produktes) / (Einfluss bzw. Auswirkungen auf die Umwelt)
bzw. funktioniert komplementär dazu.
Konzept zur Beschreibung eines bestimmten nachhaltigen Herstellungsprozesses