NaRo 1.4 (Ökobilanz) UI13 3. Semester 2014
Ökologische Bewertung von Energiepflanzen Teil 2. Sachbilanz
Ökologische Bewertung von Energiepflanzen Teil 2. Sachbilanz
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Lernkarten
Was kennzeichnet eine typische konventionelle Landwirtschaftliche Produktion?
- Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel
- Einsatz von Kunstdünger
- Massentierhaltung und Spezialisierung/Intensivierung
- Zukauf von Kraftfutter für Viehzucht
Welche Leistungen müssen zum Erhalt des ÖLN (Ökologischer Leistungsnachweis) erbracht werden?
- Einhaltung der Tierschutzverordnung
- Ausgeglichene Düngerbilanz
- Angemessener Anteil an ökologischen Ausgleichsflächen
- Geregelte Fruchtfolge
Was ist IP?
Nenne einige IP Richtlinien
Integrierte Produktion CH - eigenes Label welche ökologisch motivierte Verhaltensweisen der Produzenten fördert.
- strenge Bestimmungen zu Fruchtfolge
- begrünen Felder auch im Winter
- beschränkte/kontrollierte Düngerabgabe
- mechanische Unkrautregulierung
- verwenung krankheitsresistenter Sorten
- fördern nützliche Insekten
- fördern Artenvielfalt durch naturbelassene Flächen
- Artgerechte Tierhaltung
- Jährliche Kontrollen und Zertifizierung
Was ist der Nutzen von sinnvollen Fruchtfolgen?
Der Anbau von unterschiedlichen Plfanzen führt zu einem differenzierten Auf- und Abbau der im Boden enthaltenen Nähr- und Mineralstoffe. Dadurch bleiben diese langfristig erhalten.
Eine sinnvoll gestaltete Fruchtfolge vermindert den Befall der Kulturen durch Unkräuter, Pflanzenkrankheiten und einige tierische Schädlinge
Geben Sie ein Beispiel einer 4gliedrigen Fruchtfolge
Im ersten Jahr Wurzelfrüchte (Kartoffeln), da diese dem Boden die meisten Nährstoffe entnehmen. Im zweiten Jahr Getreide und im dritten Jahr, wenn möglich Hülsenfrüchte, da diese in den Boden wieder Stickstoff einbringen. Im vierten Jahr brach liegen lassen des Ackers oder Weidenutzung, damit er sich wieder mit den benötigten Nährstoffen anreichert.
Nenne mind. 5 Umweltkategorien der Wirkbilanz
- Ausschöpfung der abiotischen Ressourcen
- Flächenbedarf
- Treibhauseffekt
- Ozonabbau
- Ozonbildung
- Versauerung
- Eutrophierung
- Humantoxizität
- Ökotoxizität
- Wasserknappheit
Wie lautet das systematische Vorgehen bei einer Wirkungsabschätzung?
(3 verbindliche Schritte, 2 frewillige)
- Wahl der Kategorien (Klimawandel, Versauerung, Sommersmog, etc...)
- Klassifizierung: Zuordnung von Sachbilanzdaten zu Wirkungskategorien (Allokationen)
- Charakterisierung: Modellierung der Sachbilanzdaten innerhalb der Wirkungskategorien (äquivalente)
- Normalisierung (optional)
- Gewichtung: Normierung bzw. Gruppierung: Zusammenfassung der Ergebnisse (z.B. Zusammenfassung aller Wirkungskategorien in Umweltbelastungspunkte) (optional)
Nenne Vor- und Nachteile der Bilanzierung mit der Methode der ökologischen Knappheit UBP Umweltbelastungspunkte
Vorteile:
- Berücksichtigt (fast) alle ökologischen Aspekte
- Einfach kommunizierbar
- Nicht viel aufwändiger als die Bilanzierung einzelner Wirkungskategorien
- Basiert auf gesellschaftlichen Wertvorstellungen
Nachteile:
- Gilt hauptsächlich für Schweizerische Verhältnisse
- Braucht Modifikation für andere Regionen
- Auswahl der Substanzen und ihre Gewichtung sind politisch geprägt
Nenne zu folgenden Kategorien Schutzziele als Basis der Bewertung (Wirkbilanz)
- Ressourcen
- Gesundheit des Menschen
- Ökosysteme
Ressourcen
- Abbaurate erneuerbarer Ressourcen soll Regenerationsrate nichtübersteigen
- Nicht erneuerbare Ressourcen nur in dem Umfang verwenden, in dem gleichwertiger Ersatz geschaffen wird
Gesundheit des Menschen
- Minimierung der Risiken durch schädigende Einflüsse
- Gefahren und unvertretbare Risiken sind zu vermeiden
Ökosysteme
- Stoffeinträge sollen sich an der Belastbarkeit der Ökosysteme orientieren
- Funktionsfähigkeit der Ökosysteme gewährleisten
Welche Schutzziele werden bei der ReCiPe Methode berücksichtigt?
- Menschliche Gesundheit
- Funktionsfähige Ökosysteme
- Ressourcen
Was ist das Problem von Gewichtungen bei Wirkbilanzen?
Sie sind nicht wissenschaftlich und z.T. gesellschaftlich geprägt
Beschreibe ein LCA zusammenfassend
- Ziel und Untersuchungsrahmen (Funktionelle Einheit, Systemgrenzen, allfällige Allokationen) „Was untersuchen wir, was berücksichtigen wir, zu welchem Zweck?“
- Sachinventar „welche Masse- und Energieflüsse sind in unserem System vorhanden?“
- Wirkungsabschätzung „Welche Umweltauswirkungen sind mit den Prozessen verbunden?“
- Interpretation (Bericht erstellen, Empfehlungen, ...) „So what?“
- Externe Prüfung (kritisches Gutachten)
Was geschieht in der Phase der Wirkungsabschätzung?
Die Wirkungsabschätzung ist diejenige Phase einer Ökobilanz, wo basierend auf den Resultaten der Sachbilanz die Umweltauswirkungen berechnet werden.