MUSK, Grundlagen
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Lernkarten
Grundlagen der Knochenheilung:
Endost
Periost
Havers-Knochenkanäle
Voraussetzungen einer ungestörten Frakturheilung
eine intakte Durchblutung der Fragmente
die Ruhigstellung der Fraktur
ein ausreichender Knochenkontakt der Fragmente
Kortikalis heilt über
Spongiosa heilt über
Zwei wesentliche Arten der Knochenheilung:
direkt (primär) - Kontaktheilung
ohne Kallusausbildung
indirekt (sekundär) - Spaltheilung
1. initiale Verletzungsphase -> Frakturhämatom
2. Entzüdungsphase (3-14 Tage): Hämatom + Fibroblasten -> bindegewebiger Kallus
3. Phase der Kallushärtung (Wochen bis Monate): bindegewebiger Kallus -> knöcherner Kallus (Geflechtknochen)
4. Remodelling-Phase (1-2 Jahre): Kallus -> lamelärer Knochen
Induktoren der Frakturheilung
Wachstumsfaktoren
Matrixproteine (BMP)
Phasen der Wundheilung:
- exsudative - 1.-3. Tag
- Aktivierung der Gerinnung und der Immunabwehr
- proliferative - 2.-20. Tag
- Aufbau des Granulationsgewebes und Reepithelialisierung
- die vorläufige Funktionsfähigkeit wird wiederhergestellt
- reparative - 3. Tag bis 6. Monat
- Narbenbildung
Zwei Arten der Wundheilung:
- primär
- zB nach OP
- Ränder sind glatt, gut durchblutet, wenig kontaminiert
- nahezu narbenlos
- sekundär
- das Gewebe wird durch Granulationsgewebe ersetzt -> Narben - geringere Belastbarkeit
Indikation bei operativen Eingriffen erklären
Bei großen elektiven Operationen (Becken- und Hüfteingriffe, Zweit- und Rezidivoperationen) und Patienten mit Risikofaktoren (z.B. Diabetes mellitus)
Gabe von Antibiotika kurz vor der Operation („single shot“)
Bei einer OP-Dauer > 3 h wird eine perioperative Zweitgabe empfohlen.
Mittel der ersten Wahl ist ein Cephalosporin der 1. oder 2. Generation.
Knochen - Funktionen
- nehmen mechanische Kräfte auf, die über den Knorpel, die Muskeln und deren Sehnen oder durch Weichteilstrukturen eingeleitet werden
- Homöostase der Mineralsalze
Knochen - Aufbau
- makroskopisch:
- kompakter Knochen
- spongiöser Knochen
Knorpel - Funktionen
- Kräfte gleichmäßig von einem Skelettabschnitt auf den nächsten
zu übertragen und
- bei dynamischer Aktivität mit Hilfe der Synovia ein nahezu reibungsfreies Gleiten der Gelenkkörper zu gewährleisten
Knorpel - Aufbau
- histologisch: v.a. hyaliner Knorpel, dann Faserknorpel
- die Extrazellulärmatrix bilden Chondrozyten und besteht aus Kollagenen, Proteoglykanen und interstitileller Flüssigkeit
Osteoblasten - Funktion
- bilden organische Grundsubstanz (Osteoid)
Parathormon - Funktion
- aktiviert Osteoblasten
- höhere Parathormondosen -> Osteoblasten aktivieren Osteklasten -> Blutkalziumkonzentration steigt
Kalzitonin - Funktion
ist ein Parathormon-Antagonist -> hemmt Osteoklasten
Kalzitriol - Funktion
- hemmt die Parathormonausschüttung -> Resorption von Kalzium im Darm steigt und Reifung von Osteoblasten steigt auch
Wachstums- und Differenzierungsstörungen - Arten
- primäre Differenzierungs· und Entwicklungsstörungen des Knorpel- und Knochengewebes (Osteochondrodysplasien)
Fehlbildungen eines oder mehrerer Knochen (Dysostosen)
endogene Schädigungen
Genmutationen
chromosomale Aberrationen -> Chromosomenüber- oder unterzahl
exogene Schädigungen
ionisierende Strahlung
Infektionen
hormonelle Störungen der Mutter
Medikamente
Vitaminmangelzuständegenetisch bedingte Stoffwechselerkrankungen (metabolische Dysplasien)