Mündliche Prüfung
Allgemeines
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Cartes-fiches
Nenne allgemeine und und Einzelsteuergesetze!
Allgemein:
- AO; Umwandlungssteuergesetz, Bewertungsgesetz, Außensteuergesetz, Finanzgerichtsordnung
Einzelsteuergesetze:
- ESt, ErbSt, GewSt, KSt, USt, GrSt, GrESt
Was für eine Einteilung gibt es im Recht und welche Bücher kennst du dazu?
Privatrecht:
- bürgerliches Gesetzbuch, Handelsgesetzbuch
öffentliches Recht:
- Steuerrecht, Verwaltungsrecht
Welche von den genannten Steuerun sind Ertragsteuern?
Wie setzt sich die Steuernummer zusammen?
Steuernummer besteht aus 11 Ziffern:
- 1-3: FA-Nr,
- 4-6: Arbeitsgebiet
- 7-11: Unterscheidungsnummer
Wie ist das mit der Zuständigkeit der Finanzämter für die Steuererklärungen bzw. Steuernummern geregelt?
ESt = ist das Wohnsitz-FA zuständig, also dort, wo man wohnt (wenn Betrieb anderswo in Berlin, dann Betriebs-FA)
USt, sowie gesonderte Feststellung = Betriebs-FA (oder Tätigkeits-FA bei Freiberufler), dort wo Betrieb ist
GewSt = einmal für Messbetrag (Betriebs-FA) und für die Steuer (Gemeinde erlässt Gewerbesteuermessbescheid)
Einteilung der STeuern nach GEgenstand der Besteuerung!
- Besitzsteuern (besteuern Einkommen/Vermögen): z.B. ESt, KSt, GewSt u.a.
- Verkehrsteuern (knüpfen an Rechtsgeschäfte an): z.B. USt u.a.
- Verbrauchsteuern (belasten Ge-/Verbrauch von bestimmten Waren): z.B. Kaffee-, Biersteuer u.a.
Wie können Steuern nach persönlichen Verhältnissen eingeteilt werden?
- Personen/Subjektsteuer: ESt, KSt
- Sach/Objektsteuer: persönliche Sachen haben keinen Einfluss z.B. USt, GewSt u.a.
Erläutere indirekte und direkte Steuer!
direkt: Steuerschuldner ist identisch mit Steuerträger (ESt, GewSt, KSt)
indirekt: Steuerschuldner und Steuerträger sind unterschiedlich (USt)
Kann man Steuerun nach Art der ERhebung einteilen?
Veranlagungsteuer = werden durch Steuerbescheid festgesetzt z.B. ESt, KSt, GewSt
Abzugsteuerun = werden als Erhebungsform durch Steuerabzug gezahlt z.B. LSt, KapESt
Wie ist ein Steuerbescheid zu erfolgen? Was passiert, wenn das nicht der Fall ist?
=>Schriftlich muss er erfolgen, wenn er mündlich erfolgt ist er nichtig
Erzähle etwas zu einem Einspruch, was sind die Zulässigkeitsvoraussetzungen, wie ist er gültig, welche Frist hat dieser, wo wird er bearbeitet und was passiert wenn er gültig ist?
- Statthaftigkeit § 347 AO
- Form § 357 AO
- Frist §§ 355, 356 AO
- Beschwer § 350 AO
Zulässig: schriftlich, elektronisch, Niederschrift
Frist beträgt einen Monat nach Rechtsbehelfsbelehrung, bei fehlender/unrichtiger Rechtsbehelfsbelehrung gilt das ein Jahr.
Wenn ein Verwaltungsakt rechtswidrig ist, ist der Einspruch begründet.
Die Rechtsbehelfsstelle bearbeitet das und entscheidet über den Einspruch. => bei Erfolg des Einspruches wird ein Änderungsbescheid erfasst
Gehe auf die Änderungsvorschriften für die Steuerbescheide in den Einzelgesetzen ein!
- § 10d (1) EStG = Verlustrücktrag (Bsp. 2011 SdE -10.000 €; 2010 SdE 10.000 € => somit beträgt 2010 SdE 0€)
- § 15 (4) EStG horizontale Verrechnung: 2010 Gewinn 5.000 €; 2011 Verlust 10.000 = 2012 Verlust von 5.000 €
- § 20 (2) EStG: Wertpapierverkäufe: Absatz 6 beinhaltet den Aspekt "jahresübergreifend"
- § 8 KStG i.V. § 10d (1) EStG
- § 35b GewStG: Änderung von Amtswegen
Was sind Unternehmen?
Unternehmen sind Betriebe in mehrheitlich privatem Eigentum, die autonom und grundsätzlich nach dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip handeln.
Wonach unterscheidet man Unternehmen und was zeichnen diese Kriterien aus?
1.Lebensphase (Gründungs-, Umsatz-, Liquidationsphase)
2.Gewinnorientierung (profitorientierende UN vs. Non-Profit-Organisationen; Wirtschaftliche -, Soziokulturelle -, Politische-. Karitative NPO)
3.Größe (Unterscheidung: klein, mittel, groß; Maßstab z.B. Bilanzsumme, Umsatzerlöse, Arbeitnehmer …)
4.Güterart (Sachleistungs-, Dienstleistungsunternehmen; z.B. Industrie-, Handelsbetriebe)
5.Internationalisierungsgrad ( Anzahl der Betriebsstätten; Entsprechen den Leistungsbeziehungen zum Ausland)
- Nationale EinbetriebUN
- Nationale MehrbetriebUN
- Internationale MehrbetriebUN (mehrere Standorte im Inland und Export
- Multinationale MehrbetriebUN (mehrere Standorte im In- und Ausland)
Nenne die Handlungsziele eines UNs!
Handlungsziele
->Erfolgsziele: Gewinn, Rentabilität)
->Finanzziele: Zahlungsfälligkeit, Kreditwürdigkeit
->Produkt und Marktziele: Marktanteil, Umsatzerlöse
->Soziale Ziele: Arbeitszufriedenheit, Personalentwicklung, Arbeitsplätze
->Machtziele: Unabhängigkeit, politischer Einfluss
->Ökologische Ziele: Umweltschutz, Ressourcenschonung
Definiere Gesellschaften und Körperschaften!
Gesellschaften sind zweckgerichtete Personenvereinigungen auf der Grundlage privatrechtlicher Gesellschaftsverträge.
Körperschaften sind rechtlich selbständige Gesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit.
Wie gliedern sich die Rechtsformen des privaten Rechts?
- Einzelunternehmen: gewerbliche Einzel-UN, Freiberufler
- Personengesellschaft: Gesellschaft des bürgerlichen REchts (GbR), Partnergesellschaft (PG), stille Gesellschaften (StG)
- Personenhandelsgesellschaften: offene Handelsgesellschaft (OHG), Kommanditgesellschaft (KG), GmbH & Co. KG
- Körperschaften: eingetragener Verein (e.V.), eingetragene Genosschaft (e.G.)
- Kapitalgesellschaften: Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), Aktiengesellschaft (AG), Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
Was ist ein Kaufmann, ein Handelsgewerbe und wie wird der Kaufmann untereilt?
Kaufmann ist:
->Wer ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 Absatz 1 HGB)
Handelsgewerbe ist:
->jeder Gewerbebetrieb, der einen in kaufmän-nischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 Absatz 2 HGB)
Unterteilung in:
->Ist-Kaufmann (wer ein Handelsgewerbe betreibt)
->Kann-Kaufmann (gewerbliche Unternehmen und Land- und Forstwirte, die kein Handelsgewerbe betreiben, aber im Handelsregister eingetragen sind §§ 2 und 3 HGB)
->Form-Kaufmann (unabhängig vom Betreiben eines Handelsgewerbes stets Kaufmann, sog. „Kaufmann kraft Rechtsform“ § 6 HGB)
Nenne die Kaufmannseigenschaft und wie diese Kaufmannsart zu den Rechtsformen gehört!
- kein Kaufmann => Freiberufler, EU ohne Handelsgewerbe, Land- und Forstwirte, GbR, stille Gesellschaft
- Kann-Kaufmann (kraft Eintragung) => Land- und Forstwirte, Gewerbliche Einzelunternehmen
- Ist-Kaufmann (kraft Bestätigunh) =>gewerbliche Einzelunternehmen, Personenhandelsgesellschaften
- Form-Kaufmann (kraft Rechtsform) => Kapitalgesellschaften, eingetragene Genossenschaft
Nenne die Merkmale der Rechtsformen!
- Rechtsgrundlage
- Firma
- Gründung
- Geschäftsführung
- Haftung
- Gewinn- und Verlustverteilung
- Besteuerung
- Arbeitnehmer-Mitbestimmung
- Publizität
- Prokura und Handlungsvollmachten
- REchtsformabhängige Kosten
- Kapitalbeschaffung
Erläutere ein Einzelunternehmen!
Grundlage: §§ 1 bis 104 HGB
Defintion: eine natürliche Person betreibt UN alleine
Gründung: keine besondere Vorschrift
Haftung: persönlich und unbeschränkt
Leitung/Vertretung: Unternehmer
Firma/Eintragung: Zusatz e.K., Eintragung in das Handelsregister
Kapitalbeschaffung: Privatvermögen, begrenzte Kreditbasis
Gewinn-/Verlustbeteiligung: allein
Auflösung durch: Insolvenz, Liquidation oder Tod des Inhabers
Anwendung: insb. Handwerk, Einzelhandel
Erlläutere die GbR!
Grundlage: §§ 705 - 740 BGB
Definition: mehrere Gesellschafter schließen sich zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks zusammen
Gründung: grds. durch Gesellschaftsvertrag (nicht zwingend schriftlich) mind. 2 Personen
Haftung: alle Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt
LEitung/Vertretung: grds. alle Gesellschafter gemeinsam
Firma/Eintragung: keine Firma, keine Eintragung
Kapitalbeschaffung: Einlagen aus dem Privatvermögen, Neuaufnahme von Gesellschaften
Gewinn/Verlustbeteiligung: grds. nach Köpfen
Auflösung durch: Zeitablauf, Beschluss und Ausscheidung (wenn nur ein einziger übrig bleibt)
Anwendung: insb. Arbeitsgemeinschaften, Zusammenschlüsse von Freiberuflern
Erläutere die OHG!
Grundlage: §§ 105 - 160 HGB
Definition: Gesellschaft deren Zweck auf den Betrieb eines Handelsgewerbes errichtet ist
Gründung: Innenverhältnis durch Gesellschaftsvertrag; Außenverhältnis durch Eintragung ins Handelsregister
Haftung: alle Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt
LEitung/Vertretung: grds. Einzelgeschäftsführung und Einzelvertretung
Firma/Eintragung: Zusatz OHG, Eintragung in das Handelsregister
Kapitalbeschaffung: Einlagen aus dem Privatvermögen, Neuaufnahme von Gesellschafter, breite Kreditbasis
Gewinn/Verlustbeteiligung: grds. 4% vom Kapitalanteil, Rest nach Köpfen
Auflösung durch: Zeitablauf, Beschluss, Insolvenz
Anwendung: insb. Handwerk, Einzelhandel, Familienunternehmen
Erläutere die KG!
Grundlage: §§ 161 - 177a HGB
Definition: Gesellschaft deren ZWeck auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet ist
Gründung: Innenverhältnis durch Gesellschaftsvertragg; Außenverhältnis durch Aufnahme der Tätigkeit
HAftung: Komplementär haftet persönlich und unbeschränkt; Kommaditist haftet nur bis zur Höhe seiner Einlage
Firma/Eintragung: Zusatz KG, Eintragung in das Handelsregister
Kapitalbeschaffung: Einlagen aus dem Privatvermögen, Neuaufnahme von Kommanditisten, breite Kreditbasis
Gewinn/Verlustbeteiligung: grds. 4% vom Kapitalanteil, Rest nach angemessenem Verhältnis
Auflösung durch: Zeitablauf, Beschluss, Insolvenz
Anwendung: insb. Kapitalanlage
Erläutere StG!
Grundlage: §§ 230 - 237 HGB
Definition: Gesellschaft in Form von Beteiligung durch Vermögenseinlage
Gründung: durch Gesellschaftsvertrag
Haftung: stille Gesellschafter haften nur mit ihrer Einlage
Leitung/Vertretung: stille Gesellschafter ist von der Geschäftsführung ausgeschlossen
Firma/Eintragung: tritt nicht nach außenn in Erscheinung, keine Eintragung ins Handelsregister
Kapitalbeschaffung: Privatvermögen, begrenzte Kreditbasis, Aufnahme weiterer stiller Gesellschafter
Gewinn/Verlustbeteiligung: Gewinn in angemessenem Verhältnis, Verlust nur bis zur Höhe der Einlage
Auflösung durch: Zeitablauf, Vereinbarung
Anwendung: insb. Kapitalanlage ohne Mitarbeit
steuerliche Anwendung: typisch still: nicht an den stillen Reserven beteiligt / atypisch still: Mitunternehmer beteiligt an den stillen Reserven
Erläutere GmbH!
Grundlage: §§ des GmbHG
Definition: juristische Person und Handelsgesellschaft, Gesellschafter sind mit Stammeinlagen am Stammkapital beteiligt
Gründung: durch Gesellschaftsvertrag UND Eintragung ins Handelsregister
HAftung: GmbH haftet mit dem Gesellschaftsvermörgen, Gesellschafter haften nur mit ihrer Einlage (mind. 25.000 € muss STammkapital betragen)
LEitung/Vertretung: durch bestellten Geschäftsführer
Firma/Eintragung: Zusatz GmbH, Eintragung in das Handelsregister
Kapitalbeschaffung: aus Vermögen der Anteilseigner, Aufnahme neue Gesellschafter, begrenzte Kreditbasis
Gewinn/Verlustbeteiligung: grds. nach Verhätlnis der Anteile durch Ausschüttung
Auflösung durch: Zeitablauf, Beschluss Insolvenz
Anwendung: kleine und mittlere UN jeder Branche
Erläutere AG!
Grundlage: §§ des AktG
Definition: juristische Person und Handelsgesellschaft, Aktionäre sind mit Anteilen am Grundkapital beteiligt
Gründung: durch Satzung UND Eintragung ins Handelsregister
HAftung: AG haftet mit dem Gesellschaftsvermögen, Gesellschafter haften nur mit ihrem Aktienanteilen (mind. 50.000 €)
LEitung/Vertretung: durch bestellten Vorstand, Kontrolle durch Aufsichtsrat
Firma/Eintragung: Zusatz AG, Eintragung ins HR
Kapitalbeschaffung: aus Vermögen der Aktionäre, Eigenfinanzierung über den Kapitalmarkt, hohe Kreditwürdigkeit durch strengen Gläubigerschutz
Gewinn/Verlustbeteiligung: grds. nach Verhältnis der Aktiennennbeträge durch Dividende
Auflösung durch: Zeitablauf, Beschluss, Insolvenz
Anwendung: mittlere und große UN jeder Branche
Erläutere die Berechnung der ges. und einheitlichen Feststellung bei einen abweichenden Wirtschaftsjahr!
Ergebnis Vj (z.B. 01.07.2011 - 30.06.2012) + Ergebnis aktuelles JAhr (01.07.2012 - 30.06.2013) / 2 = Gewinn von 2012
Dieser wird augeteilt auf die Gesellschafter.
Erläutere den Begriff Ertragsteuer!
-> unterwerfen das ERgebnis der Besteuerung
->BMG: ESt, KSt = z.v.E.; GewSt = Gewerbeertrag
Was sind Annexsteuern?
Steuern, die an die Höhe einer anderen Steuer anknüpfen (z. B. Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer)
je höher das Einkommen umso höher ist auch die Annexsteuer
Erläutere die Abfärbetheorie!
- auch Abfärberegelung oder Infektionstheorie
- § 15 (3) Nr. 1 EStG
- Umqualifizierung aller Einkünfte einer PersGes zu gewerblichen Einkünften,
ab ca. 2 % gewerblichen Einkünften der Gesamteinkünfte sind, da müssen Freiberufler besonders aufpassen, da sonst deren komplette Einkünfte gewerblich sind
Was ist das Bestimmungslandprinzip?
Lieferungen und sosntige Leistungen werden dort besteuert, wo sie bleiben.
Schachtelprivileg?
mehr als 15% Beteiligung an einer Gesellschaft
ist in § 9 GewStG als Kürzung zu berücksichtigen
Streubesitzdividenden
Beteiligung an KapG unter 15%
wird als Hinzurechnung bei § 8 GewStG berücksichtigt