Teil 6 von 13 der Mikrobiologie

Manuel Schröder
Study

Manuel Schröder
Diese Lernkarten befassen sich mit dem Stoffwechsel von Mikroorganismen auf Universitätsniveau. Sie behandeln verschiedene Stoffwechselwege, wie Photosynthese, Gärung und Methanogenese, sowie die Rolle von Reduktionsäquivalenten und ATP. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen verschiedenen Stoffwechselformen, wie chemolithoautotroph und chemoorganoheterotroph, und geben Beispiele für spezifische Organismen und ihre Stoffwechselprozesse. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende der Biologie, die ihr Verständnis der mikrobiellen Stoffwechselprozesse vertiefen möchten.
Flashcards
17
Students
8
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
08.02.2014 / 24.08.2022

Flashcards

6-1. Was ist eine syntrophe Assoziation? Geben Sie ein Beispiel.

Eine Symbiose mit wechselseitiger Abhängigkeit. Keiner der Symbionten kann ohne den anderen überleben.

Beispiel: Nitrosomonas und Nitrobacter

Nitrosomonas produziert Nitrit, verträgt es aber nicht, deswegen muss Nitrobacter abbauen

6-2. Erklären Sie die Begriffspaare

phototroph – chemotroph

organotroph – lithotroph

autotroph – heterotroph

phototroph – chemotroph

Energiequelle:

Phototroph:     Sonne

Chemotroph: chemische Verbindungen

 

organotroph – lithotroph

Elektronenquelle:

Organotoph:   organische Verbindungen

Lithotroph:       anorganische Verbindungen

 

autotroph – heterotroph

Kohlenstoffquelle:

Autotroph:       CO2

Heterotroph:   organische Verbindungen

6-3. Was bedeuten die Bezeichnungen „chemolithoautotroph“ und „chemoorganoheterotroph“?

Chemolithoautotroph bedeutet, dass ein Organismus die

  • Energie aus chemischen Verbindungen zieht,
  • anorganische Verbindungen als Elektronenquelle benutzt und den
  • Kohlenstoff aus der Luft in Form von CO2 bezieht

Bsp.: Thiobacillus ferrooxidans

 

Chemoorganoherterotroph bedeutet, dass ein Organismus die

  • Energie aus chemischen Verbindungen zieht,
  • organische Verbindungen als Elektronenquelle benutzt und den
  • Kohlenstoff aus organischen Verbindungen bezieht

Bsp.: Mensch

6-4. Warum brauchen Bakterien die Enzyme „Superoxiddismutase“ und „Katalase“?

  • Zum unschädlich machen der aggressiven Verbindungen O2- und H2O2.

6-5. Ordnen Sie den Menschen in das Drei-Säulen Modell ein.

6-5. Ordnen Sie den Menschen in das Drei-Säulen Modell ein.

6-6. Das Cyanobakterium Fischerella betreibt Photosynthese, nutzt Kohlendioxid als Kohlenstoffquelle und benutzt Wasser als Wasserstoffdonor. Ordnen Sie das Bakterium

in das Drei-Säulen Modell ein.

Photolithoautotroph

6-7. Geben Sie ein Beispiel für eine chemolithoautotrophen Spezies.

Thiobacillus ferrooxidans

6-8. Beschreibe die Methanogenese. Was passiert mit dem gebildeten Methan?

Der Wasserstoff wird ans Kohlenstoffdioxid gebunden

 4 H2 + CO2 → CH4 + 2 H2O

Das gebildete CH4 wird nicht vom Organismus genutzt und entweicht.

6-9. Um welchen Reaktionstyp handelt es sich bei der Gärung?

Intramolekulare Disproportionierung

6-10. Wie unterscheiden sich Ethanol- und Milchsäuregärung?

  • Ethanolgärung:           Disproportionierung von Zucker zu CO2 und Ethanol

Bringt mehr Energie als Milchsäuregärung

  • Milchsäuregärung:     Glucose wird in zwei Moleküle Milchsäure gespalten, kein CO2 entsteht

6-11. Welche Schwefelverbindungen kommen für die Sulfatatmung in Frage?

Sulfate, elementarer Schwefel (?)

6-12. Wie unterscheiden sich oxygene und anoxygene Photosynthese?

Bei der anoxygenen Photosynthese wird statt H2O H2S als Oxidationsmittel verwendet.

 

Gleichung der oxygenen Photosynthese

6 CO2 + 12 H2O à C6H12O6 + 6 O2 + 6 H2O

Gleichung der anoxygenen Photosynthese

6 CO2 + 12 H2S à C6H12O6 + 12 S + 6 H2O

6-13. Welche Funktion hat ATP in biologischen Systemen?

Universeller Energieträger, wird für Enzymreaktionen als Energiequelle gebraucht.

6-14. Wofür benötigt die Zelle Reduktionsäquivalente?

  • Enzymreaktionen
  • ATP-Regeneration
  • Elektronentransport in der Zelle

6-15. Nenne ein wichtiges Reduktionsäquivalent.

Flavinadenindinucleotid

reduzierte Form: FADH2

oxiderte Form: FAD

6-16. Was übertragen Reduktionsäquivalente?

Die Zelle kann auf die oxidierte Form eines Reduktionsäquivalentes zwei Wasserstoffatome

übertragen (dies entspricht formal 2 H+ und 2 Elektronen. Hierdurch wird das

Reduktionsäquivalent in die reduzierte Form überführt)

6-17. Wo fällt bei chemoorganoheterotrophen Lebewesen am meisten Energie an? Bei der

Glycolyse, dem Zitronensäurezyklus oder der Atmungskette?

  • Bei der Atmungskette (6 ATP)

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