Medizinisches Grundwissen 1

Medizinisches Grundwissen 1

Medizinisches Grundwissen 1


D. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Zellen, Immunsystem und Herz. Sie decken Themen wie Zellaufbau, Transportmechanismen, Antikörper, Blutbestandteile und Herzfunktionen ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie komplexe Prozesse wie die Abwehrmechanismen des Körpers und die Energiegewinnung aus Glukose verständlich erklären.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
08.12.2016 / 23.05.2024

Lernkarten

Körperachsen

Sagittal-, Horizontal- und Longitudinalachse

Richtungs- und Lagebezeichnungen

Kohlenhydrate

Energielieferant + -träger

  • Monosaccharide (Einfachzucker, z.B. Glukose, Fruktose)
  • Disaccharide (Zweifachzucker, z.B. Maltose, Saccharose, Laktose)
    • kovalente Bindung von zwei Monosacchariden
  • Polysaccharide (Vielfachzucker, z.B. Stärke, Glykogen, Zellulose)

Lipide

auch „Fette“

  • Energiespeicher + -träger, Membranbaustein, Hormonsynthese

  • Glycerin + Fettsäuren → Triglyceride → lipophil

  • Phospholipide

Proteine

Eiweiße

  • wichtig für die Struktur und Funktionen; Speicher, Transport, Signal, Antikörper
  • z.B. Kollagen, Hämoglobin

  • polymere Moleküle; Einzelbausteine: Aminosäuren

  • Peptitbindung – verbundene Aminosäuren

  • Primärstruktur; Sekundärstruktur; Tertiärstrukturen; Quartärstruktur

Nukleinsäure

Speicher / Weitergabe genetischer Informationen

DNA / RNA

  • polymere Moleküle
  • Einzelbausteine: Nukleotide
  • Cytosin (C), Thymin (T), Adenin (A), Guanin (G)
  • DNA-Doppelhelix: zwei Stränge; sind komplementär
  • nur Basenpaare G–C und A–T zulässig
  • bei RNA: (A), (C), (G) und Uracil (U)

Kennzeichen des Lebens

  • zellulärer Aufbau, hoher Ordnungsgrad
  • Stoffwechsel
  • Wachstum und Entwicklung
  • Bewegung
  • Reizbarkeit
  • Fortpflanzung

Zytologie

  • Zelle
  • kleinste selbstständige Funktionseinheit eines Mechanismus / des Lebens

Zytologie Unterteilung und Unterschiede

Prokaryoten / Eukaryoten

Zellkern / kein Zellkern
Eukaryoten > Prokaryoten
keine / Mitochondrien

Prokaryoten "einfacher gestrickt" als Eukaryoten

Zell-Membranen: Aufbau / Funktion

  • Plasmamembran (umgibt die ganze Zelle) und intrazelluläre Membranen
  • Funktionen
    • Stoffaustausch → selektive Schranke
    • Abgrenzung von Zellen bzw. Zellkompartimenten
  • Aufbau: Lipiddoppelschicht

Zellkern: Aufbau / Funktion

  • Funktionen
    • Steuerzentrale
    • Hauptsitz der genetischen Informationen
  • Aufbau
    • Kernhülle
      • äußere und innere Membran, dazwischen perinucleärer Raum
      • Kernporen → Austausch
      • Karyoplasma
        • Chromatin (DNA und Proteine) → daraus entstehen Chromosome
        • Nucleolus

Endoplasmatisches Retikulum (ER): Aufbau / Funktion

  • membranumschlossenes Hohlraumsystem
  • Rezeptormolekül dockt an ER an, dadurch gelangen die Polypeptide aus den Ribosomen in den Lumen (das Innere) des ER
  • Unterscheidung: raues / glattes ER
  • Funktionen (u.a.)
    • Lipidsynthese
    • Kohlenhydratstoffwechsel
    • wichtig auch für Synthese von sekretorischen Proteinen

Golgi-Apparat

  • besteht aus abgeflachten, membranbegrenzen Hohlräumen
  • zu Stapeln gepackt
  • Funktionen
    • Veränderung, Speicherung und Sortierung von Produkten des ER
    • ER gibt Vesikel (Bläschen mit Polypeptiden); diese Verschmelzen mit Golgi-Apparat
    • „Verteilungs-Apparat“ der Zelle
    • → entscheide, wohin die Proteine kommen sollen
    • → ob es in der Zelle bleiben (Lyosom) oder die Zelle verlassen (Exozytose) soll

Lysosomen

  • Membran-Vesikel mit Enzymen
  • Funktion: intrazelluläre Verdauung („Magen“ / „Mülleimer“ der Zelle)

Mitochondrien

  • von zwei verschiedenen Membranen umgeben
  • die Innere mit zahlreichen Einfaltungen
  • Funktion: Energiegewinnung („Kraftwerke“ der Zelle)

Zytoskelett

  • netzartige Strukturen
  • Bewegung
  • Stützfunktion, Formgebung, ziehen sich durch die ganze Zelle

Zytoskelett: Arten

  • Mikrotubuli
    • Proteine, hohle Röhren, Durchmesser: 25nm
    • Cilien- / Geißelbewegung
    • Chromosomenbewegung → Mikrotubuli sind Spindeln bei Zellteilung
    • Schienen für Vesikeltransport → Vesikel wandern an Mikrotubuli entlang
    • Röhrenstruktur verlängerbar und verkürzbar
  • Mikrofilamente
    • Proteine, Durchmesser: 7nm
    • Muskelkontraktion
    • Veränderung der Zellform
    • geflochtener Faden aus zwei Ketten
  • Intermediärfilamente
    • Faserproteine, Durchmesser: 8-12nm
    • mechanische Festigung
    • dicke Stränge

Centrosom (Centridenpaar)

  • besteht aus Mikrotubuli
  • Ausbildung des Spindelapparats (Mitose)
  • wichtig für die Organisation des Mikrotubuli-Zytoskeletts

extrazelluläre Matrix

  • Funktion: beeinflusst Form, Beweglichkeit, Aktivität und Entwicklung von Zellen
  • Aufbau: v.a. aus Glykoproteinen und Proteoglykanen
  • von der Zelle selbst gebildet
  • Basalmembran (besteht aus Glykoproteinen + Proteoglykanen), zur Abgrenzung, Verankerung, Stabilisierung und Filterung

Cilien und Geißeln

  • Aufbau: vor allem aus Mikrotubuli, von Plasmamembran umgeben
  • Funktion: Bewegung (Fortbewegung, Erzeugung von Flüssigkeitsströmen)
  • Unterschiede Cilien / Geißeln
    • Zahl: viele / 1
    • Länge: kurz / lang

Zellkontakte

  • verknüpfe Zellen zu höheren Funktionseinheiten
  • v.a. light junctions (Verschlusskontakte)
  • Interzellularraum wird verschlossen
  • gap junctions (Kommunikationskontakte)
    • punktförmig
    • Funktion: Kommunikation
    • bilden durchgehende Kanäle zwischen Zellen → Austausch von Zellen

Zellteilung

  • Fortpflanzung, Vermehrung, Regeneration
  • Zellzyklus: Periode einer Zellteilung
    • Interphase
      • G1 (Gap)
      • S (Synthese) → DNA-Verdopplung (Replikation)
      • G2
    • Mitosephase
      • Prophase
        • Chromosomenkondensation → Chromosomen werden sichtbar
        • Nucleolus löst sich auf
        • Centriden beginnen mit Wanderung an Zellpole
        • Spindelapparat (besteht aus Mikrotubuli) baut sich auf
      • Prometaphase
        • Kernhülle löst sich auf
      • Metaphase
        • Ansammlung der Chromosomen in der Äquatorialebene
      • Anaphase
        • Trennung der Chromosomen
        • Transport der Chromatiden an die Zellpole
      • Telophase
        • Bildung von Kernhüllen
        • Dekondensation des Chromatins → Chromosome werden unsichtbar
        • Nukleoli entstehen
      • Cytokinese: Zytoplasma wird auf einzelne Zellen aufgeteilt

Eukaryoten: Aufbau

  • Membranen
  • Zellkern (Nukleus)
  • Zytoplasma
    • Endoplasmatisches Retikulum (ER)
    • Golgi-Apparat
    • Lysosomen
    • Mitochondrien         
    • Zytoskelett
    • extrazelluläre Matrix

Differenzierung

  • Funktionelle und strukturelle Spezifizierung von Zellen
  • Zellteilungsfähigkeit geht meistens verloren

Zelltod

  • Apoptose (physiologischer / programmierter Zelltod)
    • bei mutierten, alten Zellen
    • für Gesamtorganismus vorteilhaft
    • Ablauf: Zellschrumpfung → Fragmentierung der Zellbestandteile → Zerfall in Vesikel
  • Nekrose (pathologischer Zelltod)
    • bei Zellschädigung (nicht-physiologisch)
    • Ablauf: Anschwellung → Zerfall → Zellinhalt wird frei → Entzündungsreaktion

Meiose

  • besondere Art der Zellteilung
  • Funktion: Reduktion des diploiden (einfachen) Chromosomensatzes auf den Haploiden (doppelten)
  • wichtig für Bildung von befruchteten Keimzellen
  • Meiose 1: Trennung der homologen Chromosomen
  • Meiose 2: Trennung der Schwesterchromatiden

Diffusion

Vermischung von Stoffen aufgrund der thermischen Bewegung (Konzentrationsausgleich)

Osmose

  • Diffusion von Wasser durch selektiv permeable Membran
  • osmotischer Druck

Osmolarität

  • isoosmotisch: Konzentration ist in beiden Lösungen gleich
  • hyperosmotisch: höher konzentrierte Lösung
  • hypoosmotisch: niedriger konzentrierte Lösung

Tonizität

  • hypertonische Lösung: Schrumpfung (Zelle verliert Wasser)
  • isotonische Lösung: Normalzustand
  • hypotonische Lösung: Lyse (Zelle nimmt Wasser auf; evtl. bis zum Platzen)

Stofftransport

  • passiver Transport: ohne Energie (Diffusion durch Lipiddoppelschicht oder durch Tunnelproteine)
  • aktiver Transport: mit Energie
  • Vesikeltransport: Endozytose (nach innen) und Exozytose (nach außen)

Histologie: Definition, Unterteilung

Gewebe
Verbände von gleichartigen Zellen, die gemeinsame Aufgaben zu erfüllen haben

  • Epithelgewebe
  • Binde- und Stützgewebe
  • Muskelgewebe
  • Nervengewebe

Epithelgewebe: Definition

  • Verbände eng aneinander liegender Zellen mit wenig Interzellularraum
  • basal an der Basalmembran verankert

Epithelgewebe: Unterteilung

  • Oberflächenepithelien (Deckepithelien)
  • Drüsenepithelien

Oberflächenepithelien (Deckepithelien)

  • äußere Körperoberfläche → Haut (Epidermis)
  • innere Körperoberfläche → Schleimhaut, Auskleidung der Gefäße (Endothel)
  • Unterscheidung nach der Form der Zellen
    • platt
    • isoprismatisch
    • hochprismatisch
  • Unterscheidung nach Schichtung / Reihung
    • einschichtig
    • mehrschichtig
    • mehrreihig

Drüsenepithelien

  • einzelne, spezialisierte Epithelzellen oder Ansammlungen von Epithelzellen, die biologisch wirksame Stoffe bilden und als Sekret ausscheiden
  • endokrin → Produkte werden direkt an Blutgefäße abgegeben (Hormone)
  • exokrin → Produkte werden an die Oberfläche von Haut oder Schleimhäuten abgegeben; meist über Ausführgang
  • Einteilung nach Art der Sekretabgabe:
    • merokrin
      • Sekretabgabe durch Exozytose
      • ohne größeren Membran- / Zytoplasmaverlust
      • → Tränendrüse
    • apokrin
      • oberflächennaher Anteil der Zelle schnürt sich ab
      • Membran- und Zytoplasmaverlust
      • → Brustdrüse
    • holokrin
      • Stoffabgabe geht mit Zelluntergang einher
      • gesamte Zelle mit Sekret gefüllt
      • → Talkdrüsen der Haut
  • Einteilung in chemische Beschaffenheiten
  • serös → dünnflüssig
  • mukös → dickflüssig

Binde- und Stützgewebe: Definition, Aufbau

  • weitmaschige Zellverbände mit meist hohem Gehalt an Interzellularsubstanz
  • Aufbau: Zellen
    • (viel) Interzellularsubstanz:
      • Grundsubstanz: mehr oder weniger homogene Masse aus Wasser, Glykoproteinen und Proteoglykane
      • Fasern
        • Kollagenfasern
          • überall im Körper
          • Festigkeit
        • elastische Fasern
          • hohe Elastizität
          • herznahe Arterien
        • retikuläre Fasern (Gitterfasern)
          • bilden Gitter („Gerüste“) aus

Bindegewebe: Unterscheidung

  • kollagenes Bindegewebe
  • Fettgewebe

kollagenes Bindegewebe

  • mit Fibroblasten / Fibrozyten
  • lockeres kollagenes Bindegewebe
    • faserarm
    • im Körper weit verbreitet
    • Funktionen:
      • verbindet Gewebsanteil miteinander
      • Verschiebeschicht
      • Wasserspeicher
  • straffes kollagenes Bindegewebe
    • reich an Kollagenfasern
    • bei Zugbelastungen
    • geflechtartig (z.B. harte Gehirnhaut)
    • parallelfasrig (z.B. Sehnen)

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