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P. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der medizinischen Zellbiologie und Immunologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie die Funktion von Rezeptoren, Signalwege, Zytokine, und die Unterschiede zwischen angeborenem und erworbenem Immunsystem. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie komplexe Prozesse wie die Regulation der Körpertemperatur, die Wirkung von Hormonen und die Struktur der Zellmembranen verständlich erklären.
Flashcards
168
Students
5
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
07.02.2015 / 26.11.2023

Flashcards

Aus der Art der beteiligten Bausteiner die Funktion von Biopolymeren erklären

Proteine: Aminosäuren
Unverzweigte planare Struktur, die aufgrund mesomerer Grenzstrukturen nicht frei drehbar ist -> Native Faltung
(Primär -> Sekundär -> Tertiärstruktur) -> Funktion

Kohlenhydrate:  Verkettete Monosaccharide (Glykogen) -> Osmotischer Druck
Verkettungen -> Glykokalix (Antigene)

Nukleinsäure: Nukleotide
Basenpaarung -> Informationsspeicher, leichte Replikation, Hohe Stabilität und Sicherheit der Information

Lipide: FS, Glyzerol, Acetyl-Coa
Hohe Struktur und Funktionsvielfalt

Die chemische Struktur von Purin und Pyridinbasen unterscheiden können

Uracil: -> Demethyliertes Thymin oder Hdyrolytische Desaminisierung von Cytosin

Erläutern, wie sich H-Brücken und Stapelung auf räumliche Struktur der DNA auswirken

H-Brücken bestimmen Spezifität der Basenwechselwirkungen, keine Stabilität (A=T, C=-G)

Pi-Stapelwechselwirkungen: Delokalisierte Elektronen in Ringstrukturen führen bei gestapelten Ringen zu Wechselwirkungen -> Planares Ringsystem
-> Gibt DNA ihre B-Helikale Doppelhelixstruktur

Abfolge der Basen (Sequenz) als Schlüssel für Kodierung der Aminosäuresequenz erläutern

Transkription -> Translation
Basentriplett (Codon) der kodierenden DNA entspricht Anticodon der tRNA -> Liefern Aminosäure
=> Codesonne
 => Basentripletts bestimmen AS-Reihenfolge
 

Grundlegende strukturelle Unterschiede zwischen RNA und DNA beschreiben

DNA: Desoxyribose, Thymin, Doppelhelix (B) -> Stabil und starr

RNA: Ribose, Uracil, Einzelstranghelix => Beweglich, variabel, funktionelle VIelfalt, Modifikationen

Die unterschiedlichen Formen DNA schädlicher Einflüsse benennen

Karzinogene + Prokarzinogene
Kokarzinogene
Promotoren
Chemisch, Physikalisch, Biologisch
Exogen vs Endogen

Mechanismen der DNA-Schädigung am Beispiel der Hydrolyse, Modifikation und Interkalation erläutern

Hydrolyse: Hydrolytische Desaminierung von Cytosin zu Uracil

C-G => U-A

Modifikation: Beispiel: Methylierung von Guanin
G-C => metG-T

Interkalantien: Einlagerung planarer Ringmoleküle zwischen Stapelung der Nukleobasen -> Strukturveränderung
 

Definiere Karzinogenaktivierung

Aktivierung eines Prokarzinogens durch bestimmte Stoffwechselvorgänge
(Oxidation von Benzopyren)
 

Beispielhaft klinische Folgen der DNA Schädigung beschreiben
 

Einige Folgen von DNA-Schäden sind Punktmutation, Deletion, DNA-Amplifikation, Tumorsupressorgeninaktivierung, Immortalisierung, Onkogenaktivierung, Metabolische Veränderungen und Chromosomale Abberation. Je nachdem, welche Veränderung wo am Erbgut aufgetreten ist, kann es zu verschiedenen klinischen Folgen kommen. Bei Schäden an Genen, die mit Differenzierung und Wachstum zu tun haben, kann es zur Tumorentstehung kommen. Daraus kann ein invasives Tumorwachstum, Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen) und Metastasierung folgen.

Benennen von Strukturbestandteilen und Klassifikationskriterien von VIren

Strukturbestandteile: Genom, Kapsid, (Membran)

Klassifikation nach: Wirtsspezifität, Genom, Kapsid, Membranhülle, Größe

RNA: ds / ss (+/-)
DNA: ds / ss (+/-)
Segmentiert, Kontinuierlich, Linear, Zirkulär

Möglichkeiten und Grenzen der Sichtbarmachung von VIren erläutern

VIren: 10^-6,5 - 10^-8 m (10-500nm)
-> Unterm Lichtmikroskop nicht sichtbar (Pockenvirus ein bisschen)
-> Elektronenmikroskop + X-Ray

Replikation von Viren beschreiben

ds DNA: Replikation über Wirts DNA Polymerase (Zellkern) oder über neu synthetisierte Virale Polymerase (Cytosol)

ss DNA: ds über Wirtspolymerase -> Replikation über Wirtspolymerase

ds RNA: Replikation über Virale Polymerase

ss RNA: Replikation über virale Polymerase

retrovirale ss RNA: -> reverse Transkriptase -> ss DNA -> Wirts Polymerase -> ds DNA -> Wirts RNA Polymerase -> RNA

Phänotypische Stigmata und Organmanifestikationen bei Morbus Down benennen

Mongoloide Lidachsen, Protursion der Zunge, Epikanthus, Brushfieldflecken, Vierfingerfurche, Sandallücke, Muskelhypotonie, Trinkschwäche

Herzfehler, Doudenalatrosie, Mantale Retardierung

Möglichkeiten zur Pränataldiagnostik und ihre Bedeutung bei Trisomie 21 erklären

Ultraschall: Non Invasiv, unsicher
Amniozentese: Invasiver, sicherer
Chorionzottenbiospie: Non Invasiv und früh

Formen der Trisomie 21 und molekulargenetische Entstehung erklären

freie Trisomie (47 XX + 21)
Meiotische Disjunction der Chromosomen
Nondisjunction während Meiose: Alle Körperzellen
Nach Meiose: Mosaik-Trisomie 21 (Karotyp 46 / 47 XX + 21)
=> Ausprägung abhängig von Prozentsatz
Partielle Trisomie 21: (Karotyp 46 XX der(21)(qY, qZ))
Verlängerter q Arm eines der Chromosomen, somit 46 Chromosomen aber trotzdem Trisomie)
Translokationstrisomie:: ( 46, XX t(21,14))
Anlagerung eines dritten Chromosomens an ein anderes Chromosom (14+21)
 

Gemeinsame Struktur der Nukleotide beschreiben

Nukleotid: NTP/ NDP/ NMP

(P - P - )Phosphat - Ribose - Base

 

Unterschied von Phosphorsäureanhydrid- und -diesterbindung in Nukleotiden beschreiben

Anhydrid: Reaktion zweier Säuren:

       O                   O
       ||                     ||
HO-P-OH + HO-P-OH
       O                   O
-> P - O - P

Esterbindung: Zwischen Säure und Hydroxygruppe

Phosphat + OHRibose -> Phosphat - O - Ribose

Diester in NS:

Ribose 3' - O - P - O - 5' Ribose
 

Alkohole, Phosphorsäurediester und -anhydride als funktionelle Gruppe in Strukturformeln identifizieren

R-OH Alkohol
Primär, sekundär, tertär nach Anzahl der gebundenen H Atome des R
 

Phosphorsäureanhydrid: Phosphat - O - Phosphat
Diester: Ribose - O - Phosphat - O - Ribose

Strukturelle Bereiche eines Chromosomens aufzählen

p (petite) und q Arm, Centromer, Telomer, Chromatide

Interindividuelle Variabilität des humanen Genoms am Beispiel des D1S80 Genlokus erläutern

  • VNTR mit 16bp, 14-42 Wiederholungen => 29 Mögliche Allele
  • Vererbung Vater und Mutter
  • Heterzygosität 80%
  • kein genetischer Defekt
  • Weitere Mutationen innerhalb Repeats

Zweck des Gendiagnostikgesetzes und Anwendungsbeispiele benennen

Zweck: Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und Selbstschutz und Schutz der Menschenwürde
Anwendungsbereiche: Genetische Untersuchungen + Analysen ( Vaterschaftstest, Krankheiten, Pränataldiagnostik)
 

Grenzen der Gendiagnostik erkennen

Untersuchung auf bestimmte Mutationen begrenzt, viele Mutationen können noch nicht interpretiert werden, Auswirkungen unbekannt
Statistisch auftrende Krankheiten (Morbus Huntington) die nicht bei jedem auftreten>

Möglichkeiten: Karyogramm, FISH, Array-CGH, Genvergleich

Die wichtigsten Schritte der Genetik benennen und Einordnen

Entdeckung Chromosomen 1842
Evolutionstheorie: 1859
Mendelsche Regeln: 1866-1900
Einführung Begriff Gen: 1909
Chromosomentheorie
Eugenik: 1920-1930 Zwangssterilisationen und Rassenhygiene
Beweis Genübertragung
Ein Gen ein Protein Hypothese
Entdeckung 46 Chromosomen des Menschen
Theorie: DNA Doppelhelix: 1953
Humanes Humangenomprojekt: 90er - 2003 + bis heute
 

Limitierte Proteolyse als Beispiel einer posttranslationalen Proteinmodifikation erklären

limitierte Proteolyse: Die Inaktive Vorstufe eines Enzyms (Zynogen) oder Proteins wird gespalten und dadurch in die aktive Form übergeführt

Beispiel: Preproinsulin:
'N Signal B Connecting Polypeptid A C'
Proinsulin: N B Connecting Polypeptid A C
-> Protease -> reifes Insulin: B - S - S - A

Freilegen des Zentrums aktiviert Protein?

Oder: Chymotrypsinogen - 2x 2AS -> 3 Ketten Chymotrypsin

Am Beispiel der ACE-Hemmer beschreiben können, wie Medikamente Peptide/ Proteine regulieren

Leber:
Angiotensinogen über Renin -> Angiotensin I über ACE -> Angiotensin II -> Wirkt am Angiotensinrezeptor -> Vasokonstruktion

ACE Hemmung durch kompetetive Hemmung mittels "falscher Substrate" :
Zn2+ bindet durch Carboxylgruppe am aktiven Zentrum
-> ACE gehemmt -> verminderte Produktion voon Angiotensin II

Unterschiedliche Peptid und Proteingruppen und deren Funktion als Drugtargets aufzählen
+ Einzelne Wirkung von Pharmaka auf Drugtargets beschreiben
 

Enzyme: Bsp ACE Hemmer (Unterbrechung Angiotensin I -> II durch kompetetive Hemmung des ACE Enzyms bei Hyperthonie)

Membranproteine: Bsp Penecellin: Anbau durch Transpeptidase -> Gestörter Mereinbau der Zellwand von Prokaryonten bei Infekten

Rezeptoren: Bsp: Insulin (Bindung an Insulinrezeptor -> Glokoseaufnahme von Muskelzellen bei Diabetes)

Ionenkanäle: Bsp: GABA Rezeptor: Führt bei GABA Bindung zu Chlorid-Einstrom -> Dieser wird durch Benzodiazepan verstärkt, aber nie verursacht -> Sedierend/ Beruhigend, Angstmittel, Epilepsie

Transkritionsfaktoren: Bsp Steoride: Aktivieren durch Binden Transkriptionsfaktoren und Verstärken oder Hemmen Expression bestimmter Gene

Hormone: Bsp: Erythropoetin: Löst Intrazelluläre Signaltransduktion der Polripotenten Knochenmarkzellen aus -> Erythropoese. Verstärkte Differenzierung zu Erythrozyten ((renale) Anämie)

Definiere Pharmakon

Eine Substanz, die im lebenden Organismus eine biologische Wirkung hervorruft
(Pharmakon, Arnzeistoff, Arzneimittel)

Die zwei grundlegenden langfristigen Behandlungskonzepte der Sichelzellanämie benennen

Allogene Strammzelltransplantation und chronisches Transfusionsprogramm

Bedeutung der räumlichen Struktur für enzymatische Aktivität am Beispiel der Serinprotease erläutern

Serinprotease: Hydrolyse von Peptidbindungen
Aktives Zentrum: "Katalytische Triade" (Asp, His, Ser)
=> Kovalente Katalyse von Peptid -> Ester -> Hydrolyse
 

Konvergente Evolution: Erhalt Tertiärstruktur mit unterschiedlicher AS-Abfolge
Erhalt von Spezifischer Bindungstasche
AS-Sequenz weit voneinander entfernt -> Faltung: benachbart
Restkette: Konfirmationsänderung + strukturelle Dynamik -> Begünstigen Katalyse und Bewegungsfreiheit

=> Räumliche Struktur ermöglicht Benachbarung der AS und Bildung beweglicher Restkette

Vorgestellte Methoden bildgebender Verfahren für die Proteinstrukturanalyse benennen

Röntgenstrukturanalyse, 3-D Elektronenmikroskopie, Kernspinresonanzmethode

Prinzipien molekularer Erkennung Protein/ Ligand - Wechselwirkung erläutern

Enzyme und Liganden verhalten sich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip / Substratspezifität und induced fit (Konfirmationsänderung bei Substratbindung)
Und Wirkungstypspezifität (Dehydrase, Isomerase)

Wunsch: Identifikation Schlüsselenzym, Bestimmung der Proteinstruktur, Ermittlung wirksamer Ausgangsverbindung, Optimierung

Realität: Wirksame Ausgangsverbindung (Empirisch), Optimierung, Identifikation, Bestimmung Proteinstruktur, Optimierung
 

Grundlegende chemische Reaktionen proteinogener AS erklären

Dacarboxylierung: Glutamat über GDC -> GABA + CO2 (Carboxylgruppe)

Transaminierung: Übertragung einer Aminogruppe einer Aminosäure auf eine alpha Ketosäure, die alpha Ketosäure wird damit zur Aminosäure und die Aminosäure zur entsprechenden alpha Ketosäure
(Alanin + alpha Ketoglutarat -> Pyruvat + Glutamat)
-> Entsprechene alpha Ketosäure notwendig!

Kondensationsreaktion:Verknüpfung von AS (Amide, Peptidbindung)

 

Carbonsäure, Amine und Amide als funktionelle Gruppe in Strukturformeln definieren

Carbonsäure/ Carboxylgruppe: COOH / COO-

Amin: RNH2 / RN+H3
Sekundär, Tertiär

Amid: Als funktionelle Gruppe: O=C-NH2 R
Als Amidbindung R O=C-N-H R

Einteilung KH aufgrund von Strukturmerkmalen (3) beschreiben
 

Aldose (Aldehygruppe, Glukose) und Ketose (Ketongruppe, Fructose)
Furanose (an Furan, 5 Ring) und Pyranose (an Pyrimidin, 6 Ring) => Achtung, Alle Zucker sind wandelbar und können mehrere Ringformen ausbilden
Kettenlänge: Anzahl C Atome auf griechisch + ose (Tri, Tetr, Pent, Hex) => Hexose, Pentose...

Die verschiedenen Arten der Isomere als Ursache struktureller Vielfalt der organischen Verbindung darstellen

Isomere: Gleiche Summenformel
Konstitutionsisomere: = Strukturisomere (Unterschiedlicher Aufbau) (Glukose, Fructose)
Alles andere: Stereoisomere
Konfomere: Konfirmationsisomere (Wannenform, Sesselform, ...)
Konfigurationsisomere:
Enantiomere: Moleküle, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten (chirales Zentrum) (L / D Glukose)
Alles andere: Diasteomere (Glukose, Mannose, Galaktose)
Anomere: Ringzucker, die sich durch Konfiguration am anomeren Zentrum unterscheiden (alpha / beta Glukose)

=> Viele Möglichkeiten, Variabilität an Molekülen mit gleicher Anzahl an Atomen => Unterschiedliche Funktionen

Den reversiblen Vorgang der Cyclisierung der Monosaccharide beschreiben und die Konsequenzen für die Reaktion der Monosaccharide darlegen

Aldehyd + Hydroxylgruppe => Halbacetal

O der Hydroxygruppe (in dem Fall des vorletzten Cs), negativ partialgeladen, nähert sich dem positiv partialgeladenem C der Aldehygruppe und greift den an => Ringschluss
=> Die Halbacetalgruppe ist deutlich reaktiver als eine normale Hydroxygruppe => Verknüpfung zu Polysacchariden
und Anomeres C => alpha / beta Stellung des OHs (alpha unten beta oben)
Merke. beta = böse = Zellulose

Verknüpfung der Monosaccharide zu Di- und Polysacchariden erläutern

1. Aktivierung der Glukose durch UTP zu
Glucose 1 - O - Pi - Pi - Ribose - Uracil

=> Enzymatisch Katalysierte Reaktion der Halbacetalgruppe mit einer Hydroxygruppe eines anderen Monosaccharides => Kondensation (-H2O)

O-Glykosidische Bindung!

Beispiel: alpha Glukose reagiert am 1 C mit 4 C eines anderen Glukosemoleküls
=> Maltose + H2O

Erkennen, dass Störungen im Galaktosestoffwechsel schwerwiegende Erkrankungen bedingen

Anreicherung Galactose-1-Pi, Galactose, Galaktitol und Billirubin -> Toxisch

=> Leberzirrhose, Ataxie, Tremor, Katarakt, Keimdrüsenüberfunktion, Intertilität, Osteoporose,geistige Retardieung, Sepsis -> Tod
Gewichtsabnahme, Gerinnungsstörung, Dehydriertheit

Die einzige Therapieoption bei der klassischen Galaktosämie erklären

Vermeidung der Lactose- und Galaktosezufuhr

Sojamilch und Sojabasis => Calciumersatz!

Die drei wichtigsten klinischen Symptome der klassischen Galaktosämie benennen

Ikterus, Gewichtsverlust, Gerinnungsstörung, Lethargie, Erbrechen, Durchfall, Letalität, Sepsis, Nieren-/ Leberversagen

Study