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Lernkarten
Aus der Art der beteiligten Bausteiner die Funktion von Biopolymeren erklären
Proteine: Aminosäuren
Unverzweigte planare Struktur, die aufgrund mesomerer Grenzstrukturen nicht frei drehbar ist -> Native Faltung
(Primär -> Sekundär -> Tertiärstruktur) -> Funktion
Kohlenhydrate: Verkettete Monosaccharide (Glykogen) -> Osmotischer Druck
Verkettungen -> Glykokalix (Antigene)
Nukleinsäure: Nukleotide
Basenpaarung -> Informationsspeicher, leichte Replikation, Hohe Stabilität und Sicherheit der Information
Lipide: FS, Glyzerol, Acetyl-Coa
Hohe Struktur und Funktionsvielfalt
Erläutern, wie sich H-Brücken und Stapelung auf räumliche Struktur der DNA auswirken
H-Brücken bestimmen Spezifität der Basenwechselwirkungen, keine Stabilität (A=T, C=-G)
Pi-Stapelwechselwirkungen: Delokalisierte Elektronen in Ringstrukturen führen bei gestapelten Ringen zu Wechselwirkungen -> Planares Ringsystem
-> Gibt DNA ihre B-Helikale Doppelhelixstruktur
Abfolge der Basen (Sequenz) als Schlüssel für Kodierung der Aminosäuresequenz erläutern
Transkription -> Translation
Basentriplett (Codon) der kodierenden DNA entspricht Anticodon der tRNA -> Liefern Aminosäure
=> Codesonne
=> Basentripletts bestimmen AS-Reihenfolge
Grundlegende strukturelle Unterschiede zwischen RNA und DNA beschreiben
DNA: Desoxyribose, Thymin, Doppelhelix (B) -> Stabil und starr
RNA: Ribose, Uracil, Einzelstranghelix => Beweglich, variabel, funktionelle VIelfalt, Modifikationen
Die unterschiedlichen Formen DNA schädlicher Einflüsse benennen
Karzinogene + Prokarzinogene
Kokarzinogene
Promotoren
Chemisch, Physikalisch, Biologisch
Exogen vs Endogen
Mechanismen der DNA-Schädigung am Beispiel der Hydrolyse, Modifikation und Interkalation erläutern
Hydrolyse: Hydrolytische Desaminierung von Cytosin zu Uracil
C-G => U-A
Modifikation: Beispiel: Methylierung von Guanin
G-C => metG-T
Interkalantien: Einlagerung planarer Ringmoleküle zwischen Stapelung der Nukleobasen -> Strukturveränderung
Definiere Karzinogenaktivierung
Aktivierung eines Prokarzinogens durch bestimmte Stoffwechselvorgänge
(Oxidation von Benzopyren)
Beispielhaft klinische Folgen der DNA Schädigung beschreiben
Einige Folgen von DNA-Schäden sind Punktmutation, Deletion, DNA-Amplifikation, Tumorsupressorgeninaktivierung, Immortalisierung, Onkogenaktivierung, Metabolische Veränderungen und Chromosomale Abberation. Je nachdem, welche Veränderung wo am Erbgut aufgetreten ist, kann es zu verschiedenen klinischen Folgen kommen. Bei Schäden an Genen, die mit Differenzierung und Wachstum zu tun haben, kann es zur Tumorentstehung kommen. Daraus kann ein invasives Tumorwachstum, Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen) und Metastasierung folgen.
Benennen von Strukturbestandteilen und Klassifikationskriterien von VIren
Strukturbestandteile: Genom, Kapsid, (Membran)
Klassifikation nach: Wirtsspezifität, Genom, Kapsid, Membranhülle, Größe
RNA: ds / ss (+/-)
DNA: ds / ss (+/-)
Segmentiert, Kontinuierlich, Linear, Zirkulär
Möglichkeiten und Grenzen der Sichtbarmachung von VIren erläutern
VIren: 10^-6,5 - 10^-8 m (10-500nm)
-> Unterm Lichtmikroskop nicht sichtbar (Pockenvirus ein bisschen)
-> Elektronenmikroskop + X-Ray
Replikation von Viren beschreiben
ds DNA: Replikation über Wirts DNA Polymerase (Zellkern) oder über neu synthetisierte Virale Polymerase (Cytosol)
ss DNA: ds über Wirtspolymerase -> Replikation über Wirtspolymerase
ds RNA: Replikation über Virale Polymerase
ss RNA: Replikation über virale Polymerase
retrovirale ss RNA: -> reverse Transkriptase -> ss DNA -> Wirts Polymerase -> ds DNA -> Wirts RNA Polymerase -> RNA
Phänotypische Stigmata und Organmanifestikationen bei Morbus Down benennen
Mongoloide Lidachsen, Protursion der Zunge, Epikanthus, Brushfieldflecken, Vierfingerfurche, Sandallücke, Muskelhypotonie, Trinkschwäche
Herzfehler, Doudenalatrosie, Mantale Retardierung
Möglichkeiten zur Pränataldiagnostik und ihre Bedeutung bei Trisomie 21 erklären
Ultraschall: Non Invasiv, unsicher
Amniozentese: Invasiver, sicherer
Chorionzottenbiospie: Non Invasiv und früh
Formen der Trisomie 21 und molekulargenetische Entstehung erklären
freie Trisomie (47 XX + 21)
Meiotische Disjunction der Chromosomen
Nondisjunction während Meiose: Alle Körperzellen
Nach Meiose: Mosaik-Trisomie 21 (Karotyp 46 / 47 XX + 21)
=> Ausprägung abhängig von Prozentsatz
Partielle Trisomie 21: (Karotyp 46 XX der(21)(qY, qZ))
Verlängerter q Arm eines der Chromosomen, somit 46 Chromosomen aber trotzdem Trisomie)
Translokationstrisomie:: ( 46, XX t(21,14))
Anlagerung eines dritten Chromosomens an ein anderes Chromosom (14+21)
Gemeinsame Struktur der Nukleotide beschreiben
Nukleotid: NTP/ NDP/ NMP
(P - P - )Phosphat - Ribose - Base
Unterschied von Phosphorsäureanhydrid- und -diesterbindung in Nukleotiden beschreiben
Anhydrid: Reaktion zweier Säuren:
O O
|| ||
HO-P-OH + HO-P-OH
O O
-> P - O - P
Esterbindung: Zwischen Säure und Hydroxygruppe
Phosphat + OHRibose -> Phosphat - O - Ribose
Diester in NS:
Ribose 3' - O - P - O - 5' Ribose
Alkohole, Phosphorsäurediester und -anhydride als funktionelle Gruppe in Strukturformeln identifizieren
R-OH Alkohol
Primär, sekundär, tertär nach Anzahl der gebundenen H Atome des R
Phosphorsäureanhydrid: Phosphat - O - Phosphat
Diester: Ribose - O - Phosphat - O - Ribose
Strukturelle Bereiche eines Chromosomens aufzählen
p (petite) und q Arm, Centromer, Telomer, Chromatide
Interindividuelle Variabilität des humanen Genoms am Beispiel des D1S80 Genlokus erläutern
- VNTR mit 16bp, 14-42 Wiederholungen => 29 Mögliche Allele
- Vererbung Vater und Mutter
- Heterzygosität 80%
- kein genetischer Defekt
- Weitere Mutationen innerhalb Repeats
Zweck des Gendiagnostikgesetzes und Anwendungsbeispiele benennen
Zweck: Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und Selbstschutz und Schutz der Menschenwürde
Anwendungsbereiche: Genetische Untersuchungen + Analysen ( Vaterschaftstest, Krankheiten, Pränataldiagnostik)
Grenzen der Gendiagnostik erkennen
Untersuchung auf bestimmte Mutationen begrenzt, viele Mutationen können noch nicht interpretiert werden, Auswirkungen unbekannt
Statistisch auftrende Krankheiten (Morbus Huntington) die nicht bei jedem auftreten>
Möglichkeiten: Karyogramm, FISH, Array-CGH, Genvergleich
Die wichtigsten Schritte der Genetik benennen und Einordnen
Entdeckung Chromosomen 1842
Evolutionstheorie: 1859
Mendelsche Regeln: 1866-1900
Einführung Begriff Gen: 1909
Chromosomentheorie
Eugenik: 1920-1930 Zwangssterilisationen und Rassenhygiene
Beweis Genübertragung
Ein Gen ein Protein Hypothese
Entdeckung 46 Chromosomen des Menschen
Theorie: DNA Doppelhelix: 1953
Humanes Humangenomprojekt: 90er - 2003 + bis heute
Limitierte Proteolyse als Beispiel einer posttranslationalen Proteinmodifikation erklären
limitierte Proteolyse: Die Inaktive Vorstufe eines Enzyms (Zynogen) oder Proteins wird gespalten und dadurch in die aktive Form übergeführt
Beispiel: Preproinsulin:
'N Signal B Connecting Polypeptid A C'
Proinsulin: N B Connecting Polypeptid A C
-> Protease -> reifes Insulin: B - S - S - A
Freilegen des Zentrums aktiviert Protein?
Oder: Chymotrypsinogen - 2x 2AS -> 3 Ketten Chymotrypsin
Am Beispiel der ACE-Hemmer beschreiben können, wie Medikamente Peptide/ Proteine regulieren
Leber:
Angiotensinogen über Renin -> Angiotensin I über ACE -> Angiotensin II -> Wirkt am Angiotensinrezeptor -> Vasokonstruktion
ACE Hemmung durch kompetetive Hemmung mittels "falscher Substrate" :
Zn2+ bindet durch Carboxylgruppe am aktiven Zentrum
-> ACE gehemmt -> verminderte Produktion voon Angiotensin II
Unterschiedliche Peptid und Proteingruppen und deren Funktion als Drugtargets aufzählen
+ Einzelne Wirkung von Pharmaka auf Drugtargets beschreiben
Enzyme: Bsp ACE Hemmer (Unterbrechung Angiotensin I -> II durch kompetetive Hemmung des ACE Enzyms bei Hyperthonie)
Membranproteine: Bsp Penecellin: Anbau durch Transpeptidase -> Gestörter Mereinbau der Zellwand von Prokaryonten bei Infekten
Rezeptoren: Bsp: Insulin (Bindung an Insulinrezeptor -> Glokoseaufnahme von Muskelzellen bei Diabetes)
Ionenkanäle: Bsp: GABA Rezeptor: Führt bei GABA Bindung zu Chlorid-Einstrom -> Dieser wird durch Benzodiazepan verstärkt, aber nie verursacht -> Sedierend/ Beruhigend, Angstmittel, Epilepsie
Transkritionsfaktoren: Bsp Steoride: Aktivieren durch Binden Transkriptionsfaktoren und Verstärken oder Hemmen Expression bestimmter Gene
Hormone: Bsp: Erythropoetin: Löst Intrazelluläre Signaltransduktion der Polripotenten Knochenmarkzellen aus -> Erythropoese. Verstärkte Differenzierung zu Erythrozyten ((renale) Anämie)
Definiere Pharmakon
Eine Substanz, die im lebenden Organismus eine biologische Wirkung hervorruft
(Pharmakon, Arnzeistoff, Arzneimittel)
Die zwei grundlegenden langfristigen Behandlungskonzepte der Sichelzellanämie benennen
Allogene Strammzelltransplantation und chronisches Transfusionsprogramm
Bedeutung der räumlichen Struktur für enzymatische Aktivität am Beispiel der Serinprotease erläutern
Serinprotease: Hydrolyse von Peptidbindungen
Aktives Zentrum: "Katalytische Triade" (Asp, His, Ser)
=> Kovalente Katalyse von Peptid -> Ester -> Hydrolyse
Konvergente Evolution: Erhalt Tertiärstruktur mit unterschiedlicher AS-Abfolge
Erhalt von Spezifischer Bindungstasche
AS-Sequenz weit voneinander entfernt -> Faltung: benachbart
Restkette: Konfirmationsänderung + strukturelle Dynamik -> Begünstigen Katalyse und Bewegungsfreiheit
=> Räumliche Struktur ermöglicht Benachbarung der AS und Bildung beweglicher Restkette
Vorgestellte Methoden bildgebender Verfahren für die Proteinstrukturanalyse benennen
Röntgenstrukturanalyse, 3-D Elektronenmikroskopie, Kernspinresonanzmethode
Prinzipien molekularer Erkennung Protein/ Ligand - Wechselwirkung erläutern
Enzyme und Liganden verhalten sich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip / Substratspezifität und induced fit (Konfirmationsänderung bei Substratbindung)
Und Wirkungstypspezifität (Dehydrase, Isomerase)
Wunsch: Identifikation Schlüsselenzym, Bestimmung der Proteinstruktur, Ermittlung wirksamer Ausgangsverbindung, Optimierung
Realität: Wirksame Ausgangsverbindung (Empirisch), Optimierung, Identifikation, Bestimmung Proteinstruktur, Optimierung
Grundlegende chemische Reaktionen proteinogener AS erklären
Dacarboxylierung: Glutamat über GDC -> GABA + CO2 (Carboxylgruppe)
Transaminierung: Übertragung einer Aminogruppe einer Aminosäure auf eine alpha Ketosäure, die alpha Ketosäure wird damit zur Aminosäure und die Aminosäure zur entsprechenden alpha Ketosäure
(Alanin + alpha Ketoglutarat -> Pyruvat + Glutamat)
-> Entsprechene alpha Ketosäure notwendig!
Kondensationsreaktion:Verknüpfung von AS (Amide, Peptidbindung)
Carbonsäure, Amine und Amide als funktionelle Gruppe in Strukturformeln definieren
Carbonsäure/ Carboxylgruppe: COOH / COO-
Amin: RNH2 / RN+H3
Sekundär, Tertiär
Amid: Als funktionelle Gruppe: O=C-NH2 R
Als Amidbindung R O=C-N-H R
Einteilung KH aufgrund von Strukturmerkmalen (3) beschreiben
Aldose (Aldehygruppe, Glukose) und Ketose (Ketongruppe, Fructose)
Furanose (an Furan, 5 Ring) und Pyranose (an Pyrimidin, 6 Ring) => Achtung, Alle Zucker sind wandelbar und können mehrere Ringformen ausbilden
Kettenlänge: Anzahl C Atome auf griechisch + ose (Tri, Tetr, Pent, Hex) => Hexose, Pentose...
Die verschiedenen Arten der Isomere als Ursache struktureller Vielfalt der organischen Verbindung darstellen
Isomere: Gleiche Summenformel
Konstitutionsisomere: = Strukturisomere (Unterschiedlicher Aufbau) (Glukose, Fructose)
Alles andere: Stereoisomere
Konfomere: Konfirmationsisomere (Wannenform, Sesselform, ...)
Konfigurationsisomere:
Enantiomere: Moleküle, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten (chirales Zentrum) (L / D Glukose)
Alles andere: Diasteomere (Glukose, Mannose, Galaktose)
Anomere: Ringzucker, die sich durch Konfiguration am anomeren Zentrum unterscheiden (alpha / beta Glukose)
=> Viele Möglichkeiten, Variabilität an Molekülen mit gleicher Anzahl an Atomen => Unterschiedliche Funktionen
Den reversiblen Vorgang der Cyclisierung der Monosaccharide beschreiben und die Konsequenzen für die Reaktion der Monosaccharide darlegen
Aldehyd + Hydroxylgruppe => Halbacetal
O der Hydroxygruppe (in dem Fall des vorletzten Cs), negativ partialgeladen, nähert sich dem positiv partialgeladenem C der Aldehygruppe und greift den an => Ringschluss
=> Die Halbacetalgruppe ist deutlich reaktiver als eine normale Hydroxygruppe => Verknüpfung zu Polysacchariden
und Anomeres C => alpha / beta Stellung des OHs (alpha unten beta oben)
Merke. beta = böse = Zellulose
Verknüpfung der Monosaccharide zu Di- und Polysacchariden erläutern
1. Aktivierung der Glukose durch UTP zu
Glucose 1 - O - Pi - Pi - Ribose - Uracil
=> Enzymatisch Katalysierte Reaktion der Halbacetalgruppe mit einer Hydroxygruppe eines anderen Monosaccharides => Kondensation (-H2O)
O-Glykosidische Bindung!
Beispiel: alpha Glukose reagiert am 1 C mit 4 C eines anderen Glukosemoleküls
=> Maltose + H2O
Erkennen, dass Störungen im Galaktosestoffwechsel schwerwiegende Erkrankungen bedingen
Anreicherung Galactose-1-Pi, Galactose, Galaktitol und Billirubin -> Toxisch
=> Leberzirrhose, Ataxie, Tremor, Katarakt, Keimdrüsenüberfunktion, Intertilität, Osteoporose,geistige Retardieung, Sepsis -> Tod
Gewichtsabnahme, Gerinnungsstörung, Dehydriertheit
Die einzige Therapieoption bei der klassischen Galaktosämie erklären
Vermeidung der Lactose- und Galaktosezufuhr
Sojamilch und Sojabasis => Calciumersatz!
Die drei wichtigsten klinischen Symptome der klassischen Galaktosämie benennen
Ikterus, Gewichtsverlust, Gerinnungsstörung, Lethargie, Erbrechen, Durchfall, Letalität, Sepsis, Nieren-/ Leberversagen