Marketing - Kapitel 7
Produkt und Sortiment
Produkt und Sortiment
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Cartes-fiches
Welches sind die 3 Produkt-Dimensionen und was bedeuten sie?
Kernprodukt:
Es ist der eigentliche Nutzen (Grundnutzen), den der Kunde durch das Produkt erhält (z. B. die Überwindung von Distanzen beim Produkt Auto, das Leuchen der Lampe, die Spannung und Unterhaltung beim Kinobesuch...).
Formales Produkt:
Zum Produktkern kommen immer Nebennutzen hinzu, also die Merkmale des Produktes wie z. B. Design, Verpackung, Markenname, Qualität, usw.
Erweitertes Produkt:
Das sind die Zusatzleistungen in Form von Dienst- und Serviceleistungen wie Beratung, Auswahlsendung, Rücknahmegarantie bei Nichtgefallen usw. Sie sollen das Produkt für den Kunden zusätzlich attraktiv machen und seine Zufriedenheit erhöhen.
Conusmer Benefit = Kundennutzen
Was bedeutet Produktequalität und was gehört dazu?
Qualität heisst nicht hoher Standard, sondern eine bestimmte Ausprägung und Kombination von Merkmalen und Eigenschaften eines Produktes oder Dienstleistung
- Gebrauchsnutzen (Funktion eines Produkts)
- Zuverlassigkeit (Pannensicherheit)
- Haltbarkeit (Lebensdauer und Garantieleistungen)
- Normgerechtigkeit und Sicherheit (z. B. Sicherheitsnormen bei elektrischen Geräten)
- Handhabung und Funktionalität
- Reparaturfreundlichkeit
- Kundendienst
- Ästhetik
Was heisst Marketing?
Nicht das absolut beste Produkt auf den Markt zu bringen, sondern ein Produkt mit den Attributen auszustatten, die der Zielkunde sich wünscht. Massgeblich sind also die Bedürfnisse der Zielkunden.
Was sind Hauptursachen für Produktinnovationen?
- Kunden wünschen sich neue und bessere Produkte
- technische Entwicklung macht neue Lösungen möglich
- Konkurrenz bringt neue Produkte auf den Markt, die vom eigenen Unternehmen wieder überboten werden müssen, um nicht Marktanteile zu verlieren
Welche 7 Phasen durchläuft der Prozess von Neuentwicklungen?
- Produkte-Idee und Zielsetzungen
- Suchen und Sammeln von Ideen (z. B. bei Kunden mittels Aussendienst)
- Analyse und Beurteilung
- Konzepterstellung
- Entwicklung und Prototypen
- Markttests
- Markteinführung
Welches sind die typischen Phasen des Produktlebenszyklus?
- Entwicklung
- Einführung
- Wachstum
- Reife
- Sättigung
- Relaunch / Revival / Face-lifting
- Degeneration und Elimination
Welche Aufgaben erfüllt eine Verpackung?
- wirtschaftliche
- technische
- ästhetische
- psychologische
- ökologische Aufgaben
- Verkaufsfunktion
- Informationsfunktion
- Werbefunktion
- technisch-logistische Aufgaben (z. B. ökologische Aspekte wie Entsorgung, recyclierfähiges Material)
- Marketing-Aufgaben (Design und Style)
Sie erfüllt aber auch Aufgaben wie Transportfähigkeit, Lagerfähigkeit (Kühlung bestimmter Produkte), Verpackung durch Roboter ergibt günstigere Produkte
Verpackungen sind aber auch Werbe- und Kommunikationsmittel, die dem Käufer wichtige Informationen über das Produkt übermitteln.
Was sind die Vorteile einer bekannten Marke?
- Käufer kann sich auf eine gewisse Produktequalität verlassen
- Käufer kann dadurch effizienter einkaufen (keine Vergleiche mehr nötig, weil das gesuchte Produkt über die Marke identifiziert wird)
- Käufer wird auch auf neue Produkte der gleichen Marke aufmerksam
- Marke ist für Herstelle/Verkäufer ein Differenzierungsinstrument und hilft bei der Marktsegmentierung
- erleichtert gesamte Bestell- und Auftragsabwicklung infolge der genauen Markenbezeichnung
- mit einer guten Marke lässt sich ein treuer Kundenstamm aufbauen
Welches sind die 4 Markenarten?
- Herstellermarke
Hersteller bauen eine eigene Marke auf, wie zum Beispiel VW, Nivea, Rolex.
- Eigen- oder Handelsmarke
verschiedene Markennamen eines grossen Händlers (bei Migros: melectronic, Jowa, M-Budget
Der Händler kann mit diesen gewisse Produkte austauschen, und trotzdem bleibt die Marke erhalten.
- No Name-Marken
Einfach und sachlich beschriftete Produkte, welche bedeutend günstiger sind, vor allem, weil dafür keine Kosten für Werbung entstehen.
Einzelmarken: jedes Produkt hat seinen eigenen Namen, gehören aber alle in die gleiche Firma
Markenfamilien: für eine Gruppe ähnlicher Produkte
Dachmarken: für alle Produkte eines Herstellers (z. B. Nivea)
Achtung:
- wenn ein neues Nivea-Produkt floppt (Hautreizungen), dann leidet die ganze Dachmarke (hohes Risiko für übrige Produkte)
- Dachmarke kann aber auch hilfreich sein bei der Einführung eines neuen Produktes (Zweifel Chips)
Was ist der Unterschied von Sortimentsbreite und -tiefe?
Sortimentsbreite: entsteht durch die Anzahl der angebotenen Produktearten (Joghurt, Butter, Käse, Rahmprodukte, Quark, usw.)
Sortimentstiefe: entsteht durch die Anzahl Varianten je Produkteart (Joghurt: mit Früchten, Light, Normal, mit Bifidus, aus Biomilch, verschiedene Grössen, ohne Zuckerzusätzen)