Marketing

Kapitel 5

Kapitel 5


S. Z.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Marketingstrategien und -instrumente für Unternehmen. Sie behandeln Themen wie Marktanteil, Produktmanagement, Werbung, Marktforschung und den Produktlebenszyklus. Besonders nützlich sind sie für Marketingfachleute und Unternehmer, die ihre Marktposition stärken und effektive Marketingkonzepte entwickeln möchten. Die Karteikarten helfen dabei, die wichtigsten Konzepte und Strategien zu verstehen und anzuwenden.
Karten
53
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
02.02.2013 / 06.04.2022

Flashcards

Definition Marketing

  • Bindeglied zwischen der Unternehmung und dem Markt.

Aufgabe:

  • Kundenbedürfnisse erkennen und befriedigen.

Denkhaltung immer mit dem Blick auf den Markt.

Marketingkonzept

Erfolgreiche Marketingaktivitäten basieren immer auf einem Marketingkonzept, das in Abstimmung mit der Unernehmensstrategie folgende Schritte umfasst:

  1. Marktanalyse
  2. Leistungsanalyse

Marktanalyse

befasst sich mit:

  • Marktgrösse
  • Marktstellung
  • Marktsegmentierung
  • Konkurrenzsituation

Damit sich ein Unternehmen realistische Marketingziele setzen kann, muss es zuerst eine Marktanalyse vornehmen.

Leisungsanalyse

untersucht für bestehende Produkte:

  • Marktanteil
  • Umsatz
  • marktveränderung

 

2. Schritt im Marketingkonzept

Marktforschung:

prüft mittels Befragung, Beobachtung, Tests oder Datenrecherchen, wie sich die Bedürfnisse am Markt verändern

3. Schritt im Marketingkonzept

Produkt und Marktziele festgelegt.

Produktziele definieren:

  • Art und Qualität
  • Sortiment und Produktionsmenge

Marktziele bestimmen:

  • befriedigende Bedürfnisse
  • Zielgruppe
  • Umsatz
  • Marktstellung

4. Schritt im Marketingkonzept

Umsetzung der Marketingstrategie mit dem Marketing-Mix.

Analyse der Marktgrösse

  • Marktpotenzial
  • Marktvolumen
  • Sättigungsgrad

Das Marktpotenzial bestimmt:

Die theoretisch höchstmögliche Absatzmenge einer Leistung im Markt

Dabei handelt es sich um eine Abschätzung der Aufnahmefähigkeit eines Marktes.

Das Marktpotenzial wird als Umsatzzahl angegeben, (z.B. Fr.)

Rechnung: Maximal möglicher Umsatz= Marktpotenzial, geschätzt= Fr.7.-

Sättigungsgrad

Durch den Vergleich von Marktpotenzial und Marktvolumen lässt sich der Sättigungsgrad in Prozent bestimmen.

Sättigungsgrad in % =

Marktvolumen / Marktpotenzial X 100

fällt dieser Sättigungsgrad hoch aus wird der Markt kaum noch wachsen.(kann nur noch auf Kosten der Konkurrenz wachsen). Ist er tief befinden wir uns in einem wachsenden Markt (ist besonder attraktiv für ein Unternehmen).

Marktanteil oder Marktposition zeigt:

...die Stellung des Unternehmens im Markt.

Der Marktanteil entspricht dem  Anteil % am Marktvolumen (bzw. vom Gesamtumsatz), welchen ein Unternehmen erwirtschaftet hat.

Marktanteil Unternehmen in %=

Umsatz des Unternehmens / Marktvolumen X 100

Marktführer (Marktleader)

...ist das Unternehmen mit dem höchsten Marktanteil.

Ein hoher Marktanteil erlaubt es dem Unternehmen den Markt nach seinen Bedingungen zu gestalten.

Die Marktführerschaft ist für Unternehmungen daher interessant, besonders für Grossunternehmen.

Relativer Marktanteil

besteht der Markt aus vielen Unternehmen mit vergleichsweise kleinen Marktanteilen, ist es Sinnvoll, den relativen Marktanteil zu ermitteln.

Dieser entspricht dem Marktanteil des eigenen Unternehmens im Verhältnis zu dem des stärksten Konkurrenten.

Relativer Marktanteil =

Eigener Marktanteil / Marktanteil des grössten Konkurrenten

Ein Markt besteht aus sehr unterschiedlichen Einzelpersonen. Anhand von bestimmten Kriterien kann man diese in bestimmte Gruppen, sogenannte Marktsegmente, einteilen.

Sozialdemografische Unterteilung:

Geschlecht, Alter, Einkommen, Familienstand, Beruf, Ausbildung.

Geografische Unterteilung:

Land/Kanton, städtische oder ländliche Wohnverhältnisse

Verhaltensorientierte Kriterien:

Informationsverhalten, Produkt-bzw. Markenwahlverhalten,  Verwendungshäufigkeit, Preisverähalten.

Psychografische Merkmale:

Einstellung zum Umweltschutz, Lebensstil, eigene Verhaltensregeln, ästhetisches Empfinden.

Für ein Unternehmen ist es wichtig sich auch mit der Konkurrenz zu befassen und eine sogenannte Konkurrenzanalyse vorzunehmen.

  • Welches sind die charakteristischen Merkmale der Konkurrenz?
  • Wie stark ist ihre Marktstellung?
  • Sie sehen die Marketinginstrumente aus?
  • Stärken und Schwächen im Vergleich zur eigenen Unternehmung.

Konkurrenz aufmerksam beobachten und Unternehmensinformationen analysieren.

In einer Leistungsanalyse werden...

...für bestehende Produkte (bzw. Dienstleistunge) der Marktanteil, der Umsatz und die Veränderungen auf dem Markt unter die Luppe genommen.

Instrumente:

BCG Portofilo und Produkte-Lebenszyklus

Das BCG-Portofilo

Poor Dogs: Arme Hunde, Auslaufprodukte / Ausstieg

Question Marks: Fragezeichen / intensive Marktbearbeitung

Stars und Cash Cows: Melkkühe / Stars = Position halten oder ausbauen

Cash Cows = keine grösseren Investitionen mehr.

Merkmale von Poor Dogs:

Empfehlung:

  • geringer Marktanteil
  • niedrige Wachstumsrate
  • schwach im Wettbewerb aufgestellt
  • bringen kaum Geld ein
  • binden Ressourcen

Empfehlung: Abbau der Leistungen, Einsatz der frei werdenden Ressourcen in besser positionierte Marktleistung. (z.B Question Marks)

Merkmale Question Marks:

Empfehlung:

  • kleiner Marktanteil
  • hohe Wachstumsrate
  • Zukunftsaussichten fraglich...
  • können sich zu stars und poor dogs entwickeln

Durch intensive Marktbe (z.B Werbung) soll die Leistung zum Star gemacht werden. Setzt grosse finanzielle Investitionen voraus.

Merkmale von Stars:

Empfehlung:

  • grosser Marktanteil
  • hohe Wachstumsrate
  • Leistungen haben sich im Markt durchgesetzt
  • werbe und kostenintensiv

Empfehlung: Durch hohe Investition in die Werbung die Position halten und ausbauen

Merkmale von Cash Cows:

Empfehlung:

  • Hohe und stabile Gewinne bei relativ tiefen Ausgaben.
  • hoher Marktanteil, jedoch niedrige Wachstumsrate
  • Cash Cows waren in der Regel vorher Stars, deren Wachstum sich jedoch verlangsamt hat.

Empfehlung: keine grösseren Investitionen mehr tätigen da das Produkt den Markt verlieren wird. Verzicht auf aktive. Durch die Einnhame können andere, kostenintensive Leistungen (z.B ? und Stars) finanziert werden.

Der Produkte-Lebenszyklus

5 Phasen

  1. Einführung
  2. Wachstum
  3. Reife
  4. Sättigung
  5. Rückgang

Einführungsphase

  • hohe Kosten
  • steigender Umsatz
  • kaum Gewinn
  • potenzielle Kundinnen und Kunden zum einkaufen animieren
  • hohes Risiko weil es ungewiss ist ob sich die Leistung auf dem Markt durchsetzten wird.

Wachstumsphase

  • kommt in der Regel in die Gewinnzone
  • Umsatz und Verbreitung nehmen zu
  • um das Produkt weiter zu festigen braucht es hohe Investition in Werbung und Massnahmen zur Verkaufsförderung.
  • Konkurrenz wird aufmerksam und beginnt, darauf zu reagieren, indem sie ähnliche Leistungen auf den Markt bringt.
  • Bsp. Iphone.

Reifephase

  • hohes Volumen
  • hohe Gewinne
  • Absatz erreicht seinen Höhepunkt
  • Kampf um Marktanteil entbrennt
  • Steigerung des Marktanteils kann nur noch auf Kosten der Konkurrenz erreicht werden.
  • Die Marketingaktivitäten richten sich gegen die Mitkonkurrenten, etwa indem das Prestige der eigenen Marke betont wird um so die Kunden der Konkurrenz zu gewinnen.

Sättigungsphase

  • gesättigter Markt
  • heftiger Preiskampf
  • Umsatzkurve flacht ab
  • Gewinn wird kleiner
  • Marketinganstrengungen werden reduziert, da es kaum noch Neukunden gibt.
  • häufig entstehen in diesr Phase Varianten zum ursprünglichen Angebot.  Z.B coca cola zero

Rückgangsphase

  • Kunden und Kundinnen wenden sich ab, kaufen andere oder neue, innovative Produkte.
  • Umsatz bricht ein
  • Gewinne tendieren gegen null oder sogar -
  • Angebot wird vom Markt genommen
  • Produkt wird durch einen neuen Artikel ersetzt

Bsp. Video durch DVD

Break-even

Gewinnschwelle

Zwischen Einführung und Wachstum

5 Umwerltsphären

  1. Ökonomische
  2. Technologische
  3. Ökologische
  4. Soziale
  5. Unternehmen

Marktforschung

  • Marktdiagnose ist-Zustand
  • Marktprognose schaut in die Zukunft
  • Marktkontrolle untersucht die Wirkung der in der Vergangenheit eingesetzten Marketinginstrumente.

Methoden der Marktforschung

  • Primärmarktforschung (Field-Research, Feldforschung)
  • Sekundärmarktforschung (Desk-Research, Schreibtischforschung)

Primärmarktforschung

Field-Research

Befragung

Beobachtung

Experiment

Sekundärmarktforschung

Interne Datenquellen

Externe Datenquellen

Interne Datenquellen

  • unterlagen aus dem Bereich des Rechnungswesens (z.B Absatz und Vertriebskosten)
  • Statistiken (z.B Umsätze nach Produkten) und Daten aus früheren Primärerhebungen.

externe Datenquellen

  • Z.B Bundesamt für Statistik
  • Veröffentlichungen von Organisationen und Verbäden. oder Marktforschungsinstituten.
  • weitere Quellen sind Unterlagen der Konkurrenz wie Preislisten und Werbematerialien.

Marketing Mix dient zur Umsetzung von Marketingplänne und -strategien in konkrete Aktionen .

Wird auch Konzept der 4 P's  genannt.

4 P's ?

Produkt: Grundnutzen, Zusatznutzen, Nebennutzen, Qualität, Sortiment, Verpackung, Marke, Kunedndienst,

Preis: Preisfestsetzung, Zahlungsbedingungen

Place Kommuntikation: klassische Mediawerbung, Online-Werbung, Dierktmarketing, Event-Marketing, Messen, Verkaufsförderung, Public Relations (PR), Sponsoring.

Promotion Vertrieb: Dierkter Absatzweg, Indirekter Absatzweg, Lagerbewirtschaftung

Jedes Produkt hat verschiedene Nutzen

Grundnutzen: grundlegende Anforderung an eine Leistung.

Zusatznutzen: Marke, Verpackung, Design usw.

Nebennutzen: Besondere Dienstleistungen, z.B Instalation, Garantieleistung.

Qualität eines Produktes

  • Qualität der Rohstoffe
  • Zuverlässigkeit
  • Haltbarkeit
  • Sicherheit
  • Marke
  • Relgelkonform

Preis

Herstellungskosten

Preis der Konkurrenz

Zahlungsbereitschaft der Kundschaft

direkter und indirekter Absatzweg

Direkt: Produzent - Konsument

Indirekt: Produzent - Grosshandel - Einzelhandel - Konsument

Étudier