Makroökonomie VWL 1

Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik


A. K.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Makroökonomie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Inflation, Geldmenge, Fiskalpolitik und Arbeitslosigkeit, wobei auch regionale und internationale Aspekte wie Transportkosten, Investitionen und Stabilitätspolitik berücksichtigt werden. Besonders nützlich sind sie für Studierende der Volkswirtschaftslehre, die sich mit den theoretischen und praktischen Zusammenhängen der Makroökonomie vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
54
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
23.07.2014 / 18.12.2016

Cartes-fiches

Fiskalpolitik

  • Politik des Staates
  • Mechanismus
    • Nachfrage des Staates (Beeinflussung von (G)
    • Senken von Steuern      (Beeinflussung von T)
  • Ziele:
    • Glättung von Konjunkturschwankungen
    • Gleichmäßige geringe Inflation
    • Hohe Beschäftigtenquote

Expansive Fiskalpolitik

  • Erhöhung von G
  • Reduktion von T

Restriktive Fiskalpolitik

  • Reduktion von G
  • Erhöhung von T

Fiskalpolitik im IS-LM-Modell

  • Erhöhung der Staatsausgaben führt zu einer Rechtsverschiebung der IS-Kurve
  • Ebenso auch eine Verringerung von Steuern
  • Da die Staatsausgaben und die Steuern an keiner Stelle in die Herleitung der LM-Kurve eingehen, hat Fiskalpolitik keinen Einfluss auf die LM-Kurve.

Fiskalpolitik

Positive Effekte

  • Multiplikatoreneffekt

Höhere Staatsausgaben führen zu höherem Volkseinkommen. Staatsausgaben fließen direkt zurück zu den Haushalten oder Unternehmen. Dies führt zu einer höheren Nachfrage.

  • Akzeleratoreffekt

Aufgrund einer höheren Nachfrage müssen Unternehmen investieren um ihre Produktionskapazitäten auszuweiten.

Fiskalpolitik

Negative Effekte

  • Crowding Out (Verdrängungseffekt)
  • Kreditfinanzierte Fiskalpolitik

Kreditnachfrage erhöht die Zinsen. Dies senkt die Investitionen und erhöht die Sparquote. Private Investitionstätigkeit sinkt, während staatlichen Investitionstätigkeit steigt.

=> Der Staat vertreibt private Investitionen

  • Steuerfinanzierte Fiskalpolitik

Eine Erhöhung der Steuern senkt das verfügbare Einkommen und somit den Konsum und das Sparen. Dies führt zu einem Rückgang unternehmerischer Investitionen.

=> Der Staat vertreibt private Investitionen

 

Geldpolitik

  • Politik der Notenbank / Zentralbank
  • Mechanismus: Steuerung der Geldmenge M
    • Erhöhung der Geldmenge = expansive Geldpolitik
    • Verknappung der Geldmenge = Kontraktive Geldpolitik
  • Ziele
    • Preisniveaustabilität
    • Wechselkursziele
    • Zinssteuerung
    • Unterstütung der Wirtschaftspolitik
    • Wachstums- und Beschäftigungsziele

Wirkungen expansiver Geldpolitik

  • kurzfristig
    • Senkung des Nominal- und des Realzinses
  • mittelfristig
    • Durch Realzinssenkung steigen die Investitionen und somit steigt das Nationaleinkommen
    • Nominalzinssenkung führt zu Abwertung und dies zu erhöhten Nettoexporten, die das Nationaleinkommen erhöhen
  • langfristig
    • Anstieg des Preisniveaus bzw. der Inflationsrate

Geldpolitik im IS-LM-Modell

  • Erhöhung der Geldmenge führt zu einer Rechtsverschiebung der LM-Kurve
  • Da die Geldmenge an keiner Stelle in die Herleitung der IS-Kurve eingeht, hat Geldpolitik keinen Einfluss auf die IS-Kurve

Politikmultiplikatoren

Berechnung von Multiplikatoren

  1. Bestimme das totale Differential aller relevanten Gleichungen
  2. Schreibe das entsprechende Gleichungssystem in Matrixform
  • Links stehen die endogenen Variablen (z.B. dY , di , de)
  • Rechts stehen die exogenen Variablen ( z.B. dM , dP , dY* , dG)
  1. Klammere die Differentiale (d???) aus
  2. Bestimme die System-Determinante = Determinante der Matrix links (endogene Variable)
  3. Wenn ein Multiplikator bestimmt werden soll, setze alle unwichtigen exogenen Diffenrentiale = 0
  4. Löse das lineare Gleichungssystem (z.B. mit der Cramerschen Regel)

Neoklassische Produktionsfunktion

substitutive Güter

q = f(v1 , v2)

  • Monoton steigend

1. Ableitung  >0

  • Monoton fallende Grenzerträge

1. Ableitung <0

Leontieff-Produktionsfunktion

Komplementärgüter

  • q = f(v1 , v2), q ist ganzzahlig
  • nur einzelne Kombinationen Möglich (A , B)
  • C nur theoretisch möglich

Cobb-Douglas-Produktionsfunktion

  • q = f(v1 , v2) = ηv1αv2ß
  • Hier: Y = AKßLα mit α, ß > 0

Meistens α = 1-ß und somit:

Y = AKßL1-ß

  • Hierbei ist:
    • Y der Output
    • K der kapitaleinsatz
    • L der Arbeitseinsatz
    • A der technische Fortschritt

Produktionsfunktion Technischer Fortschritt

Arbeitsvermehrend

(Beispiel)

Y = Kß(AL)1-ß                 Harrord-neutral)

(Bessere Produktionsverfahren)

Produktionsfunktion Technischer Fortschritt

Kapitalvermehrend

(Beispiel)

Y = (AK)ßL1-ß                      (Solow-neutral)

(Bessere Maschinen)

Produktionsfunktion Technischer Fortschritt

Allgemein

(Beispiel)

Y = AKßL1-ß                      (Hicks-neutral)

(Besserer Finanzsektor)

Konjunktur

Phasen

  • Aufschwung
  • Boom
  • Rezession
  • Depression

Konjunktur

Aufschwung

  • steigender Auftragseingang, Erhöhung der Produktion
  • Arbeitslosenquote sinkt
  • steigende Löhne
  • geringe, aber steigende Inflation
  • niedrige, aber steigende Zinsen

Konjunktur

Boom

  • Vollbeschäftigung
  • Vollauslastung
  • Steigendes Lohn- und Preisniveau
  • Steigende Zinsen
  • Überhitzung des Marktes
  • Sinkende Wachstumsraten

Konjunktur

Rezession

  • Kursverluste an der Börse
  • Rückgang der Nachfrage
  • Überfüllte Lager
  • Überstundenabbau, Kurzarbeit
  • Fehlende Investitionen
  • Stagnierende oder sinkende Zinsen, Preise und Löhne

Konjunktur

Depression

  • Börsenkurse fallen
  • Arbeitslosigkeit steigt an (Höchste Arbeitslosenquote)
  • Deflation => Preisverfall der Güter
  • Löhne und Zinsen sinken und erreichen Tiefstwert

Konjunkturindikatoren

  • Auftragseingänge
  • Lagerbestände
  • Lohnentwicklung
  • Aktienmarktentwicklung
  • Unternehmensveröffentlichungen / Investitionsankündigungen
  • Konsumklimaindex (GfK)
  • Geschäftsklimaindex (ifo)
  • Einkaufsmanagerindex

Konjunktur

Mathematischer Ansatz

  • Wirtschaftswachstum gY hängt ab von:
    • Y (aktuelles BIP)
    • Y'' (Beschleunigung des Wachstums / da kein lineares Wachstum)
    • g(h1,....,hn) (Funktion anderer Einflussfaktoren h1,.....,hn)
  • Alle Größen hängen von der Zeit t ab

Antizyklische Fiskalpolitik / Stabilitätspolitik

Wirtschaftspolitisches Ziel

Glättung konjunktureller Schwankungen

Antizyklische Fiskalpolitik / Stabilitätspolitik

Wirtschaftspolitisches Problem

Zeitkongruenz

Politik, die heute geplant wird...

wird morgen verabschiedet...

und übermorgen realisiert.

Antizyklische Fiskalpolitik / Stabilitätspolitik

Konsequenz

  • Fiskalpolitik in der Depression zur Bekämpfung der Depression wirkt erst in der Boomphase
  • Konjunkturelle Schwankungen werden verstärkt

Antizyklische Fiskalpolitik / Stabilitätspolitik

Lösung

  • In der Boomphase expansive Maßnahmen beschließen
  • In der Depression restriktive Maßnahmen beschließnen (Deficit Spending)

Phillipskurve

Beispiel

  • Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation gemäß der Form:

π = 0,025/u-1

  • Wenn die Arbeitslosenquote bei 2% liegt, welche Auswirkungen hätte eine Änderung der Inflationsrate auf 2%?
  • Aktuelle Inflationsrate: π = 0,025/0,02-1 = 25%

 

  • Änderung auf 2%:

0,02 = 0,025/u-1 => 1,02 = 0,025r/u => 1,02u = 0,25

u = 0,0245 = 2,45&

  • Die Arbeitslosenquote würde um 0,45 Prozentpunkte steigen.

Phillipskurve

Erklärungsansatz (Makroökonomisch)

  • Nachfragesteigerung bewirkt ein höheres Preisniveau und einen höheren Output
  • ein höherer Output führt zu höherer Beschäftigung
  • Eine Verschiebung der Nachfragekurve nach rechts führt zu einer Erhöhung der Inflation und einem Absinken der Arbeitslosigkeit.

Phillipskurve

Kritik der Monetaristen

  • nicht langfristig stabil
  • kritisieren die Ansicht, dass Nominallöhne bei niedriger Arbeitslosigkeit schnell und bei hoher Arbeitslosigkeit langsam steigen
  • Idee der natürlichen Arbeitslosigkeit

Phillipskurve

Kritik der Monetaristen (Argumentation)

  • Betrachtung der Nominallöhne bedeutet Geldillusion
  • Arbeiter und Unternehmen betrachten bei Verhandlungen Reallöhne
  • Beide Seiten haben Erwartungen über zukünftige Inflation, die sie berücksichtigen
  • Letztendlich kein Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit

Phillipskurve

Erwartungen

  • Erwartungen beeinflussen menschliches Handeln
  • Erwartungen sind unsicher / fehlerbehaftet
  • Unterscheidung:
    • Adaptive Erwartungen:

Berücksichtigung von Prognosefehlern früherer Erwartungen

  • Rationale Erwartungen:

Keine systematischen Prognosefehler, Entscheidung auf Grundlage von Theorie oder Wissen. Nur zufällige Fehler.

Phillipskurve mit adaptiven Erwartungen

  • Es besteht keine Geldillusion
  • Erwartungen werden bei Lohnverhandlungen berücksichtigt
  • Kurzfristig gilt die Phillipskurve
  • Erwartungsbildung legt die Lage der Kurven fest
  • Langfristig wird der Prognosefehler immer geringer
  • Erwartete Inflation wird der tatsächlichen entsprechen
  • Arbeitslosenquote wird bei dem natürlichen Niveau verharren.

=> Vertikaler Verlauf der Phillipskurve

Phillipskurve mit rationalen Erwartungen

  • Keine systematischen Fehler, da das System verstanden wird.
  • Inflation wird von vornherein berücksichtig
  • Die Phillipskurve verläuft stets vertikal

Phillipskurve

Fazit

  • Bedeutung und Relevanz noch ungeklärt
  • Bei einer vertikalen Phillipskurve:
    • Wirtschaftspolitische Maßnahmen sind zwecklos
    • Es wird stets eine natürliche Arbeitslosenquote bestehen
    • Fiskal- oder Geldpolitik werden allein die Inflation erhöhen

Joseph A. Schumpeter

Behandelte Themen

  • Prozess der schöpferischen Zerstörung
  • Neuprägung der Begriffe Innovation  und Innovater
  • Motivation von Unternehmern
  • Unterscheidung in Kapitalisten und Entrepreneurs
  • Auseinandersetzung mit Kapitalismus und Sozialismus

Innovationen

Definition

Neuerungen, Erneuerungen, Verbesserung.

Allerdings nicht nur die theoretische Konzeption (Invention), sondern auch die praktische Umsetzung.

Produktinnovation

  • Herstellung "neuer" Produkte
  • Verbesserung bereits vorhandener Produkte

Prozessinnovation

  • Entwicklung neuer Produktionsverfahren
  • Verbesserung bestehender Produktionsverfahren

EU-Mitglieder

  • Belgien
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Finnland
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Luxemburg
  • Niederlande
  • Österreich
  • Portugal
  • Spanien
  • Dänemark
  • Großbritannien
  • Schweden

Étudier