M 25 KJFF

M 25 KJFF Auswirkungen von Krankenhausaufenthalt

M 25 KJFF Auswirkungen von Krankenhausaufenthalt


Melanie Gehrig
Diese Lernkarten behandeln das Thema Trennungsangst und Fremden bei Säuglingen und Kleinkindern im medizinischen Kontext. Sie beleuchten die Auswirkungen auf Kinder und Eltern, sowie die Pflegeinterventionen und belastenden Situationen im Krankenhaus. Die Karteikarten sind für Pflegefachpersonen und Eltern gedacht, die sich mit den emotionalen und verhaltensbezogenen Reaktionen von Kindern in ungewohnten Umgebungen auseinandersetzen müssen.
Karten
7
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.06.2015 / 02.07.2020

Lernkarten

Belastende Situationen im Spital

  • Schmerzhafte Eingriffe

  • Belastete Eltern

  • Viele Fremde Menschen

  • Ungewohnte Umgebung Geräusche Gerüche

Kurzfristige Auswirkung

Drei Typische Phasen:

1.Protest:

  • Kinder wehren sich mit Händen und Füssen schlagen wild um sich protestieren laut und klammern sich an die Eltern

  • Sie haben Angst vor der neuen Situation oder alleine gelassen zu werden und fühlen sich hilflos

2. Resignation/Regression

  • Hören auf sich  wehren Rückzug Apathie sind nicht gesprächsbereit

  • Eher depressives Verhalten

  • Regressives Verhalten ist ein Zeichen für Ängste Überforderung und Anspannung

  • Wichtig ist es das Kind zu unterstützen dass es Verrichtungen oder Fähigkeiten welches es bereits gelernt hat auch übernimmt (regressives Verhalten nicht unterstützen)

3.Scheinbare Anpassung:

  • Nach längerem Spitalaufenthalten und nach der Protest und Resignationsphase versuchen die Kinder das Beste aus der Situation zu machen

  • Sie werden wieder ansprechbarer entspannter und gelöster. Hinter der Fassade zeigt sich aber das Bild der Enttäuschung und Verletzung

Langfristige Auswirkungen

  • Nach der Entlassung zeigen viele Kinder Schlafstörungen oder Störungen der Essgewohnheit

  • Sie können auch ängstlich sein oder sich regressiv verhalten

  • Bei den Kurz –wie auch langfristigen Auswirkungen kommt es darauf an, wie es in dieser Zeit betreut wurde.

  • Diese Auswirkungen treten von lange nicht bei jedem Kind auf vor allem sind die Kleinkinder betroffen

Trennungsangst und Fremden von Säuglingen und Kleinkinder

Kinder  sind in den ersten Lebensmonaten fähig fremde von vertrauten Personen zu unterscheiden. Der am weitesten entwickelte Sinnesbereich beim jungen Säugling ist der taktil-kinästhetische

Beispiel: ein zweimonatiger Säugling kann zu weinen beginnen wenn er von einer fremden Person in die Arme genommen wird eben anders angefasst wird als von der Mutter Vater.

Trennungsangst und Fremden:

Scheinen eine ähnliche Funktion zu haben

 Mit der Angst vor Fremden sorgt die Natur dafür das sich das Kind in den ersten Lebensjahren an diejenigen Personen hält welche zuverlässig für sein körperliches und psychisches Wohl sorgen.

Fremden:

  • Phänomen das zwischen dem 6. Und 30. Lebensmonat auftritt

  • Fremden ist ein deutschschweizerisches Wort für schüchtern scheu und ängstlich sein Angst haben (Duden)

  • Kind spezifische Ursache: fremde Umgebung wenig gewohnte Rituale viele Fremde Personen welche das Kind als bedrohlich wahrnehmen kann. Diese kommen dem Kind sehr nah und tun ihm evtl. sogar weh.

Trennungsangst:

  • Das Kind glaubt die Eltern lassen es im Stich

  • Ein Kind das seit jeher Kontakt zu anderen Personen hatte fremdet weniger

  • Das Kind muss erst eine Bindung/Beziehung aufbauen erleben bevor es weiter gegeben werden kann

Kindliches Erleben

  • Das Kleinkind hat noch keinen Zeitbegriff es versteht nicht wenn die Eltern ihm sagen sie kamen gleich wieder

Die Eltern haben evtl. Schuld –oder Versagensgefühle dies spüren die Kindern

Erleben der Eltern

  • Viele Eltern haben Mühe ihre Kinder loszulassen und es in andere Hände zu geben.

Pflegeinterventionen

Die Betreuung eines fremden Kindes ist mit Gefühlen der Machtlosigkeit und zusätzlicher Belastung verbunden.

Ebene des Kindes:

  • Dem Beziehungsaufbau Zeit geben

  • Gewohntes Spielzeug Nuggi Getränke Shoppenflasche

  • Gewohnte Rituale

  • Privatsphäre zulassen

  • Kind ablenken und beruhigen

Ebene der Bezugsperson:

  • Eltern zu möglichst häufiger Anwesenheit motivieren

  • Mit Ihnen übers Fremden sprechen

  • An der Pflege teilhaben lassen

  • Ihnen Gelegenheit geben über ihre Gefühle zu sprechen

  • Beruhigen

Ebene der Pflegefachperson:

  • Kontinuität der zuständigen Pflegefachpersonen

  • Rooming –in für Bezugspersonen ermöglichen

  • Die Ablehnung des Kindes nicht persönlich nehmen

  • Den Patienten/die Patientin kennen, sich einlassen sich einfühlen präsent sein geduldig sein zuhören bescheiden sein ehrlich sein

 

 

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