M13 Uterusmyom nach DEPRUST & 3B
M13 Uterusmyom nach DEPRUST & 3B
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Flashcards
Definition
Uterusmyome sind gutartige Tumoren, die von der glatten Muskulatur der Gebärmutter (Uterus), dem Myometrium, ausgehen. Ihr Wachstum wird durch Östrogene beschleunigt, durch Gonadotropin- Releasing-Hormon- Agonisten gehemmt. Meist kommen sie im Corpus uteri vor.
Diagnose/ Diagnostik
Die Diagnose wird üblicherweise durch transvaginale Sonographie gestellt.
Epidemiologie
- Uterusmyome sind ein sehr häufiger gynäkologischer Befund.
- Nach dem 30. Lebensjahr finden sie sich bei etwa 20-30 % aller Frauen.
Da sie meist keine Beschwerden verursachen, haben sie in der Regel keinen Krankheitswert.
Prognose/ Verlauf
Prognose/ Verlauf
Der Krankheitsverlauf ist je nach Lage, Größe und Beschwerden verschieden. Kleine Myome sind oft beschwerdefrei, werden sie jedoch größer, können sie andere Organe wie Blase, Darm oder Niere in ihrer Funktion beeinträchtigen.
Ursachen
Ein Myom entsteht aus einzelnen Zellen, deren Teilungsprozess nicht mehr richtig funktioniert. Die Zellen beginnen sich übermässig stark zu vermehren. Das Wachstum des Myoms ist an die Funktion der Eierstöcke gebunden; Kinder und Frauen in der Menopause können keine (neuen) Myome bekommen.
Weitere Ursachen:
- Störungen der Hormonregulation (erhöhte Östrogenwerte)
- Familiäre Häufungen lassen eine genetische Ursache vermuten
- Äussere Reize, z.B. radioaktive Strahlung, können eine Rolle spielen
Risikofaktoren
s. Ursachen
s. Ursachen
Komplikation:
Etwa ein Drittel aller Myome verursacht Folgeprobleme, die sein können:
- Unerfüllter Kinderwunsch, wiederholte Fehlgeburten(Ist nicht immer der fall je nach grösse)
- Starke Regelbeschwerden und Blutungen mit Folgen einer Eisenmangelanämie
- Bei grossen Myomen evtl. vermehrter Harndrang oder Verstopfung
- Lediglich sehr selten wird ein Myom bösartig (ca. 0.1%). Trotzdem müssen Myome regelmässig ärztlich kontrolliert werden
Symptome
- meistens keine!
- Blutungsstörung
- Miktions- und Defäkationsbeschwerden
- Schmerzen
- Infarzierung bei Stieldrehung
- Anämie
- Sterilität, Infertilität
- Abortneigung
Therapie
Operativ:
- Ausschabung der Myome
- Myomembolisation bzw. Uterusarterienembolisation (UAE)
- MRT-gelenkter fokussierter Ultraschall (MRgFUS)
- bei abgeschlossener Familienplanung Hysterektomie
Medikamentös:
- Medikamentöse Therapie mit Gestagenen oder GnRH-Analoga sind möglich und können die Myome verkleinern, allerdings wird diese Therapie, da sie Wechseljahresbeschwerden auslöst, üblicherweise nicht länger als 6 Monate angewandt.
Progesteron-Rezeptor-Modulatoren (z.B. Ulipristalacetat