Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das lymphatische System, einschließlich seiner Organe wie Milz, Thymus und Knochenmark, sowie seiner Funktionen in der Immunabwehr. Sie behandeln Themen wie die Bildung und Funktion von Lymphozyten, die Aufgaben der Lymphknoten und die Struktur des Lymphgefäßsystems. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von diesen Karteikarten, um ihr Verständnis der Immunität, Lymphbildung und des Abtransports von Gewebsflüssigkeiten zu vertiefen.
Karten
28
Lernende
23
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.10.2016 / 26.05.2023

Lernkarten

Lymphatische Organe (primär und sekundär)

  • primäre lymphatische Organe:
    • rotes Knochenmark
    • Thymus (Bries)
  • sekundäre lypmphatische Organe
    • Lymphgefässe
    • Lymphknoten
    • Milz
    • lymphatischer Rachenring
    • Wurmfortsatz (Appendix) des Blinddarms
    • Lymphfollikel (Peyer-Plaques) des Magendarmtrakts

allgemeine Funktion des lymphatischen Systems

  • spezifisches Abwehrsystem (Immunsystem)

Funktionen des Lymphgefässsystems

  • Regulierung des Wasserhaushaltes des Gewebes
  • Entgiftung des Gewebes
  • Abtransport von Nahrungsfetten aus dem Darm
  • Immunabwehr

Aufbau des Lymphgefässsystems

  1. Lymphkapillaren
    • einschichtiger Enodthelzellverband
    • "dachziegelartig"
  2. Lymphkollektoren
    • Klappen
    • Lymphangion (Segmente von Klappe bis Klappe)
    • 3 Schichten: Intima, Media, Adventitia
  3. Lymphknoten
  4. Lymphgefässstämme
  5. Venenwinkel

Schichten des Lymphgefässwand

  • Intima (innere Schicht aus Endothelzellen)
  • Media (mittlere Schicht mit elastischen Fasern und glatter Muskulatur)
  • Adventitia (äussere Schicht)

Definition Lymphe

  • Gewebsflüssigkeit (durch Austritt von Blutplasma aus den Kapillaren)
  • klare, hellgelbe Flüssigkeit
  • tgl. 2-4 Liter
  • Zusammensetzung:
    • Wasser und Salze (Elektrolyte)
    • Glycerin und Fettsäuren
    • wenig Eiweisse
    • wenig Glucose
    • Lymphozyten
    • abgestossene Gewebszellen
    • Zelltrümmer
    • Fremdkörper (Staubpartikel der Lunge)
    • Krankheitserreger (Bakterien, Viren etc.)
    • evtl. Krebszellen

Lymphgefässstämme (Körperquadranten)

  • Ductus thoracicus (Milchbrustgang)
    • sammelt die Lymphe aus dem Bein-, Becken- und Bauchbereich, dem linken Brust-, Arm und Kopfbereich
    • Milchbrustgang entspringt aus der Cysterna chyli (dort wird auch das Fett aufgenommen- milchig)
    • mit Ausnahme des re. oberen Quadranten nimmt er die gesamte Lymphe des menschl. Körpers auf
  • Truncus lymphaticus dexter (rechter Lymphstamm)
    • Lymphe aus dem re. oberen Quadranten
    • re. Brust-, Arm- und Kopfbereich

Entstehung und Abfluss der Lymphe (Faktoren)

  • Enstehung:
    • druch Austritt von Blutplasma aus den Blutkapillaren
  • Abflussmechanismen
    • Automotorik der Lymphangione (Fähigkeit sich zuammenzuziehen)
    • arterielle Pulsation
    • Skelettmuskelkontraktion
    • Bewegung der Eingeweide
    • Veränderung der Druckverhältnisse bei der Atmung
    • Sog des re. Herzens
    • Schwerkraft

Klappen verhindern wie bei Venen Rückfluss

Grundaufgaben der Lymphknoten

  • immunologische Filterstation
  • Rückresorption des Wassers (40%) ins Blut
  • Teilung und Differenzierung von Lymphozyten
  • Abbau überalterter Lymphozyten

Aufbau eines Lymphknotens

  • Bindegwebskapsel
  • Balken (Trabekel)
  • zuführende Lymphgefässe (Vasa afferentes)
  • abführendes Lymphgefäss (Vas efferens)

Defintion und Bedeutung regionäre Lymphknoten

  • Lymphknoten die einem bestimmten Organ zugehören
  • erste Filterstation dieses Organs/ Region = sentinel Lymphknoten = Wächterlymphknoten
  • meist erste metastasiernde Stelle v. Kebszellen

Funktion des roten Knochenmarks

  • Bildungsstelle der Blutzellen (aus undifferenzierten Stammzellen: Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten)
  • in platten und kurzen Knochen und in den Epiphysen der Röhrenknochen
  • bis zur Pubertät auch in Schaft der Röhrenknochen- beim Erwachsenen dann gelbes Knochenmark (Fettmark)
  • bei Bedarf kann es wieder in rotes Knochenmark umgewandelt werden
  • andererseits kann Blutbildung auch in Leber und Milz einsetzen

 

Lage des Thymus

  • zweilappiges Organ
  • im Mediastinum, hinter dem Brustbein
  • dunkle Rinde (dichte Lage von Lymphozyten) und helles Mark
  • im Kindesalter relativ gross, rötlich grau
  • Im Erwachsenenalter Rückbildung (atrophiert), Grossteil durch Fettgewebe ersetzt

Funktion des Thymus

  • pluripotente Stammzellen reifen zu T- Lymphozyten heran
  • besiedeln danach die lymphatischen Organe (z.B. Lymphknoten)
  • wichtigste Aufgabe: Differenzierung v. T-Lymphozyten
  • übergeordnete Funktion bei der Abwehr durch Bildung hormonähnlicher Substanzen
  • bei Thymusstörung- keine Bildung von zellulärer Immunität = Abwehrstörung

Herstellungs- und Prägungsort der T- Lymphozyten

  • Thymus

Lage/Grösse der Milz

  • weiches, schwammiges Organ
  • hinterer, linker Oberbauch, Höhe 9.-11. Rippe
  • kaffeebohenartig, faustgross,150-200g
  • beim Gesunden nicht tastbar

histologische Anteile der Milz und ihre Funktion

  • Kapsel (Bindegewebe)
  • Trabekel (Bälkchen)
  • Stroma aus retikulärem Bindegewebe (sehr verletztlich)
    • weisse Pulpa:
      • um Arterie herum (Scheide) angeordnet (Verdickung ähnlich wie bei Lymphozyten)
      • Immunfilter für den gesamten Blutkreislauf
    • rote Pulpa:
      • ret. Bindegwebe
      • Milzsinusoiden mit Retikulumzellen für Phagozytose
      • Abbau überalterter Erythrozyten = Blutmauserung

Funktionen der Milz

  • Abwehrfuntkion (Bildung v. Lymphozyten in der weissen Pulpa, Phagozytose in roter Pulpa)
  • Abbau überalterter Erythrozyten (120 Tage)
  • Eisenspeicherung (das durch Abbau überalterter Erys anfallende Eisen)
  • Blutspeicherung
  • Blutbildung

Organe des Waldeyerschen Rachenrings

  • Rachenmandel
  • 2 Gaumenmandeln
  • Zungenmandel
  • lymphatische Seitenstränge

Aufgabe des Waldeyerschen Rachenrings

  • bildet ein Schutzsystem am Eingang des Verdauungs- und Atmungsystems
  • Phagozytose von Fremdkörpern und Information an Körper
  • Bildung von Antikörpern und Lymphozyten

Lymphatisches Darmgewebe

 

  • Peyer-Plaques im Dünndarm (Krummdarm-Ileum)
  • Appendix vermiformis (Wurmfortsatz des Blinddarms)

Unspezifische und spezifische Ummunität

  • unspezifisch:
    • Abwehr von Krankheitserregern durch verschiedene physikalische und biologische Schutzmechanismen
    • basiert auf verschiedene Faktoren:
      • Säureschutzmantel der Haut
      • antibakterielle Enzyme
      • phagozytierende Zellen
      • Schleim
      • Flimmerhärchen
  • spezifisch:
    • Fähigkeit des Körpers mit einem bestimmten AK auf ein bestimmtes Ag zu reagieren
    • wird im Laufe des Lebens erworben

Angeborene und erworbene Immunität

  • angeboren:
    • bereits bei Geburt vorhanden
    • unspezifisch
    • spezifisch kurzzeitig nach Geburt durch Mitgabe von Antikörpern der Mutter- Nestschutz
  • erworben
    • durch Auseinandersetzung des Körpers mit einem Antigen
    • führt unbemerkt zur spezifischen Immunität- stille Feigheit
    • kann durch eine künstlich aktive Immunsisierung (z.B. Impfung) erlangt werden

Vorgang der aktiven und passiven Immunisierung

  • aktive Immunsisierung:
    • Körper muss selbst AK bilden
    • entweder durch stille Feigung (Überstehen einer Infektionskrankheit) oder Impfung abgeschwächter Keime
    • langfristig
  • passive Immunsisierung:
    • beim Säugling durch mütterliche AK (Nestschutz-nur kurzfristig)
    • Impfung mit Antikörpern (kurzfristig)
    • Sofortschutz
    • muss wiederholt werden

Aufbau Lymphkapillaren

  • einschichtigre Endothelverband
  • "dachziegelartig"

Immunität

  • Unter Immunität versteht man die Unempfindlicheit oder den bestehenden Schutz eines Organismus gegenüber einem bestimmten Erreger

Immunisierung

  • unter immunisierung versteht man den Vorgang der zur Immunität führt.

Was ist ein Lymphangion?

ist eine angeborene, gutartige Geschwulst, die aus den haarfeinen Lymphgefäßen entsteht

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