LWSU13100_BWL_Kap. 15 Unternehmensfinanzierung
Finanzierungsarten Aktienkapital-Erhöhungen oder -rückzahlungen 3‚Going Public’, einem ‚Going Private’, Leasing, Unternehmensbewertung
Finanzierungsarten Aktienkapital-Erhöhungen oder -rückzahlungen 3‚Going Public’, einem ‚Going Private’, Leasing, Unternehmensbewertung
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Flashcards
Wo beschafft man finanzielle Mittel?
Geldmarkt (kurzfristig)
Kaptialmarkt (Langfristig)
Beides zusammen: Kreditmarkt
Was sind die Aufgaben der Finanzierung?
Objektfinanzierung (Investition in Potenzialfaktoren)
Unternehmensfinanzierung (Versorgugn des Unternehmens mit Kapital)
Was gibt es wohl für wichtige Gründe, damit eine Unternehmung ihr Aktienkapital erhöht oder
vermindert?
- Hauptgrund für Banken + Finanzinstitute: Das Bankengesetz verlangt einen Mindestanteil vom EK am Gesamtkapital bei Wachstum häufige Kapitalerhöhungen
- Man will eine Übernahme finanzieren und/oder Aktionärskreis erweitern
- Mit Aktienrückkäufen kann man auch Aktionäre zufrieden stellen steigender Börsenkurs
- Von AK-Erhöhungen profitieren die Alt-Aktionäre, indem sie ihre Bezugsrechte ausübe oder verkaufen können - allerdings wird der Börsenwert der Aktien, die sie besitzen tendenziell auch sinken. Dividenden können so mittels eines erhöhten Kapitals beglichen werden (dividendenpolitische Gründe)
- Steuerliche Gründe sprechen eher dagegen, weil FK-Zinsen steuerabzugsfähig sind.
- Wenn die Gesamtkapital-Rendite höher ist als der FK-Zinssatz, lohnt es sich für die Eigentümer einer Firma, wenn die Firma EK zurückzahlt und dafür mehr FK aufnimmt. Dadurch steigt die Eigenkapitalrendite. Voraussetzung dafür ist, die Gesamtkapitalrentabilität muss höher als die Fremdkapitalzinsen ist. (Siehe Leverage- Effekt Buch S. 507 - 510)
Kann eine Unternehmungsleitung einfach darüber bestimmen, ob und wie das Aktienkapital
erhöht wird?
Nein, sie braucht dafür vorgängig die Einwilligung durch die GV (Man unterscheidet hierbei eine
ordentliche, eine genehmigte und eine bedingte Kapitalerhöhung -siehe Buch S. 461).
Grundsätzlich kann eine Kapitalerhöhung entweder durch die Heraufsetzung des Nennwertes
oder durch die Ausgabe neuer Aktien erfolgen.
Was ist ein Agio? Wann kommt es zu einer Kapitalverwässerung?
= Emissionsagio. Die Differenz zwischen dem Ausgabekurs und dem Nennwert der Aktie.
Von Kapitalverwässerung spricht man, wenn der Reserveteil pro Aktie vermindert wird.
Was ist ein Bezugsrecht?
Das Recht zum Bezug zusätzlicher Aktien im Verhältnis zur bisherigen Beteiligung. Der alte
Aktionär erhält das Recht auf eine Entschädigung für die mit einer Kapitalerhöhung verbundene
Kapitalverwässerung. Verkauft er einen Anteil, so verkauft er einen Anteil seines Anspruches auf
das Vermögen der Gesellschaft. Beachte die Berechnung des Bezugsrechtes S. 563f.
Was versteht man unter einem ‚Going Public’?
Eine zuvor staatliche oder eine ganz in den Händen einer Familie liegende Firma wird an die Börse
gebracht. D.h. Privatinvestoren können Aktien dieser Firma kaufen, das Eigentum an der Firma
wird auf eine Vielzahl von Leuten und Firmen verteilt.
Gründe dafür sind:
· Bisherige Eigentümer wollen sich aus Unternehmen zurückziehen.
· Teilung des Unternehmensrisikos
· Handelbarkeit der Aktien gewährleistet
· Nachfolgeregelung
· Akquisitionsmöglichkeiten
Voraussetzungen für ein Going Public sind:
· Qualität und Kontinuität des Managements
· Klare Unternehmensführung und Unternehmenspolitik
· Gewinnaussichten/Gewinnpotential
· Gute Finanzlage
· Unternehmensgrösse: das ausgewiesene Kapital muss mind. 25 Mio. betragen.
· Ein gewisser Bekanntheitsgrad
Was versteht man unter einem ‚Going Private’?
Eine zuvor an der Börse kotierte Firma, die einen breiten Aktionärskreis aufweist, wird wieder in
die Hände einer Person oder einer Familie gebracht. Wenn Kapital hauptsächlich von Dritten
kommt spricht man von Leveraged Buyout.
Gründe für ein Going Private sind:
· Verhinderung der Übernahme der Gesellschaft
· Aufwertung unterbewerteter Unternehmen
· Weg vom kurzfristigen Gewinnstreben
Was versteht man unter einem ‚Management-Buyout’?
Das oberste Kader einer Firma kauft von den bisherigen Firmeneigentümern ihren Aktienbesitz
ab. Gewöhnlich müssen sich die Manager dafür stark verschulden, aber sie können diesen Kauf ja
auch mit Bankkrediten finanzieren. Als Sicherheit (Pfand) übergeben sie den Banken dann ihre
neu-erworbenen Aktien. Beispiel: Schild-Gruppe (Übernahme von Spengler)
Werden hauptsächlich Fremdmittel dazu verwendet, spricht man auch hier von Leveraged
Management-Buyout.
Was versteht man unter dem Lohmann-Ruchti-Effekt?
Bei der Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten findet eine Vermögensumschichtung statt.
Man nennt sie deshalb auch Verflüssigungsfinanzierung.
Die freigesetzten Mittel können bis zum effektiven Gebrauch, anderweitig verwendet werden. Es
handelt sich hierbei um einen Kapazitätserweiterungseffekt. Er fällt dabei grösser aus, je
nachdem ob die Preise zur Beschaffung der gleichen Potenzialfaktoren gestiegen oder gesunken
sind.
Bei der Annahme einer linearen Abschreibung berechnet sich der Effekt wie folgt:
2x n
(n+ 1)
Als Dividendenpolitik bezeichnet man das Verhalten des Unternehmens bei der Festlegung der
Dividende an die Aktionäre. Je nach Absicht unterscheidet man:
Bardividende
Wertpapier- oder Stockdividende
Naturaldividende