LOS I - Kap.7 : Konzepte für die Prozessindustrie

LOS I - Kap. 7 Integrales Logistikmanagement - Paul Schönsleben

LOS I - Kap. 7 Integrales Logistikmanagement - Paul Schönsleben


Gabriel Park
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Konzepte der Prozessindustrie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Prozessplanung, Chargenverwaltung und die Optimierung von Produktionszyklen, wobei Begriffe wie "Kampagnenplanung," "Prozessor" und "Material" im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der effizienten Steuerung von Produktionsprozessen und der Optimierung von Ressourceneinsatz auseinandersetzen möchten.
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Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.01.2014 / 12.02.2014

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Prozessor

verarbeitende Einheit, i. Allg. gebildet durch die Produktionsinfrastruktur

Prozessor-orientierte Konzepte : wichtige Merkmale

- für eine ausgeprägt hochvolumige Linienproduktion oder die kontinuierliche Produktion

- mit teurer Produktionsinfrastruktur (Prozessoren)

- für eine hohe Auslastung der Kapazitätsplätze.

Woher stammem die prozessor-orientierte Konzepte? und wann?

aus dem Nordamerika der späten 1980er Jahre

für die Prozessindustrie entwickelt

-noch nicht systematisiert :
   - Process Flow Scheduling
   - behandeln insbesondere die divergierenden Produktstrukturen und die Produktion von Kampagnen.

Kuppelproduktion

gleichzeitige Herstellung von verschiedenen Produkten im selben Prozessschritt.

Hauptprodukt

Produkt, zu dessen Herstellung der Produktionsprozess entworfen wurde.

Kuppelprodukt / Nebenprodukt

Gut mit einem bestimmten Wert, das als Rest oder zufällig durch den Produktionsprozess entsteht.

Abfallprodukt

Nebenprodukt ohne Wert

Destillationskolonne

Apparat zur Stoffrennung

Fliessressource

Zwischenprodukt, das während der Prozessphase nicht gespeichert werden soll und kontinuierlich durchfliesst.

Technologie

beschreibt die prozessunabhängigen Eigenschaften und Bedingungen

Prozess

beschreibt technologieunabhängig den möglichen Input, die Wirkung des Prozesses sowie den daraus entstehenden Output.

Prozess mit Technologie

das während des eigentlichen Produktionsprozesses einsetzbare Verfahren.

Ressource

jedes in einem Produktionsprozess identifizierte, verbrauchte und produzierte Ding

Material, Kapazitäten (durch Personen), Anlagen, Energie usw.

Verfahrensorientierung : Beispiele von Ressourcen

zeichne!

bild

Zeichne Prozesszug (formalisiert) mit seinen Phasen und Herstellungsschritten!

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Rezept

Inhalt einer prozessor-orientierten Produktionsstruktur

Nenne 3 Schritte der Chargenverwaltung

1) Jede produzierte Charge erhält im Moment des Lagerzugangs eine Chargenidentifikation (Chargen-ID)

2) Der Bestand an Lager für eine bestimmte Ressource setzt sich zusammen aus den Chargen gemäss Schritt 1) minus die von diesen Chargen bereits gemäss Schritt 3) bezogenen Abgangsmengen.

3) Die Chargenidentifikation für einen Lagerabgang wird bestimmt, indem die Bezugsmenge einer verfügbaren Menge gemäss Schritt 2 zugeordnet wird.
   - Die zu diesem Bestand gehörige Chargen-ID wird auch zur Chargen-ID des Lagerausgangs.
   - Stammt die bezogene Menge aus verschiedenen Lagereingängen, so muss man genauso viele Lagerausgänge erfassen, mit je der dazugehörigen Chargen-ID und der Teilmenge des Lagerausgangs.

Kampagne

ein ganzzahliges Vielfaches von Produktionschargen eines bestimmten Artikels, die nacheinander gefertig werden.

Kampagnenzyklus

Reihenfolge von Kampagnen, während der alle wichtigen Produkte auf einer bestimmten Kapazität produziert werden, und zwar in der Menge, wie es der Bedarf erfordert.

Kampagnenplanung

optimale Kampagnenzyklen erreichen (z.B. mit Reduktion von Rüstkosten)

Prozessor-dominierte Terminplanung

- plant Betriebsmittel oder Kapazität(Prozessoren) vor Material

- erleichtert die Terminplanung von Betriebsmitteln für genügend lange Durchführungszeiten und den Einsatz von rüstkostengünstigen Produktionszyklen.

material-dominierte Terminplanung

- plant Material vor Prozessoren (Betriebsmittel oder Kapazität)

- erleichtert den effizienten Einsatz von Gütern

Wann werden MRP II / ERP- Konzepte oder Just-in-Time-Konzepte angewendet?

- Material bezogen auf gesamte Herstellkosten relativ teuer

- Überkapazitäten

- Rüstzeiten und - kosten tendenziell vernachlässigbar

- eher eine Werkstattproduktion als eine Linienproduktion

Wann werden prozessor-orientierte Konzepte angewendet?

- Kapazität bezogen auf Herstellkosten relativ teuer

- Engpasskapazitäten

- einmalige Kosten je produziertes Los relativ teuer

Arbeitsgang- / Prozessausbeute

die Beziehung des brauchbaren Outputs
eines Prozesses, einer Prozessphase oder eines Arbeitsgangs zur Inputmenge

nichtlineare Verbrauchsmenge

eine Arbeitsgang-/Prozessausbeute, die nicht durch eine lineare Funktion der produzierten Menge ausgedrückt werden kann.

Gerade chemische oder biologische Prozesse unterliegen jedoch Bedingungen, die nicht immer genau vorhersehbar sind (z.B. externen Einflüssen wie dem Wetter).
Auch die eingesetzten Technologien und Produktionsverfahren sowie unter Umständen schwankende Qualitäten der Ausgangsmaterialien haben einen nicht immer in jeder Hinsicht quantifizierbaren Einfluss auf Ressourcen-Verbräuche zur Folge.
Zum Beispiel können gewisse Einsatzstoffe in der Anfahrphase eines Prozesses oder im Prozessverlauf, d.h. mit steigender Produktionsmenge, überproportional verbraucht werden. In solchen Fällen wird die Verbrauchsmenge keine lineare Funktion der produzierten Menge mehr sein.

Die Globalisierung der Weltmärkte hat dazu geführt, dass ein Unternehmen in der ganzen Welt Produktionsstandorte führt. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Welche sind das?

Ergeben diese Bedingungen Nachteile für eine effiziente Logistik? Warum?

Handelsbarrieren können Firmen zwingen, in Ländern mit wichtigen
Märkten auch Produktionsanlagen führen zu müssen (vgl. Kap. 2.1.1).


Zukäufe von neuen Firmen werden vermehrt im Ausland getätigt.


Neue Produktionsauflagen wie Validierungsanforderungen der amerikanischen FDA („Food and
Drug Administration“) begünstigen die Zentralisierung von bestimmten
Produktionsanlagen an einem und demselben Ort

Alle diese Bedingungen ergeben signifikante Nachteile für eine effiziente
Logistik:
Zwischenprodukte müssen von einem Ort nach dem anderen
verschoben werden, auch zwischen Ländern. -> Produktionspipeline

Planungsgruppe bei mehreren unabhängig agierenden Produktionsstandorten

bild

Étudier