Lernkarten

Doris Egeler
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Lernende 8 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 27.03.2013 / 12.05.2019
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Erziehung, Bildung, Sozialisation
als Grundbegriffe der Bildungswissenschaft

-Pädagogik, Erziehungswissenschaft und Bildungswissenschaft beschäftigen sich
mit der gesamten Lebenszeit des Menschen

-ist ein komplexes, vielschichtiges und
in sich ausdifferenziertes Feld

-ist unterteilt in mehrere Teildisziplinen,
die sich jeweils mit spezifischen Fragen beschäftigen, z.B.:

1.allgemeinePädagogik/Erziehungswissenschaften,
2.empirischeBildungsforschung,
3.Sozialpädagogik,
4.Sonderpädagogik,
5.Freizeitpädagogik,
6.Medienpädagogik,
7.Erwachsenenbildung/ Weiterbildung,
8.Schulpädagogik usw.

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Geschichte der Pädagogik

-reicht zurück bis in die Antike;
war Gegenstand theoretisch-philosophischer Reflexionen

-1779 ,Zeitalter der Aufklärung:
Gründung der Disziplin Pädagogik als Universitätsfach in Halle

-Bedeutungssteigerung der Pädagogik
durch Entwicklung und Ausbau des Schulwesens


-Versuch, Pädagogik als eigenständige Wissenschaft zu begründen,
Erscheinen zentraler pädagogischer Werke,
z.B.   
1806: HERBART "allgemeine Pädagogik"
-erste Systematisierung des Erziehungsgedankens;
1813/14 SCHLEIERMACHER "pädagogische Vorlesungen";
1888 DILTHEY "Möglichkeiten einer allgemeingültigen pädagogischen Wissenschaft"

-bis 1933 Lehrerbildung an Universitäten

-Machtergreifung Nationalsozialisten.
79 Professuren.
26 Professoren (jüdischen Hintergrunde) entlassen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg :38 Professoren im Amt.

-seit 1960er Jahren Etablierung von Pädagogik als Einzeldisziplin mit gleichrangigem Hauptfach an deutschen Universitäten

-1984:
1000 Professorinnen und Professoren.
im Fach Pädagogik/ Erziehungswissenschaft. 

-heute sechststärkstes Fach an deutschen Universitäten

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2 wissenschaftstheoretische methodische Richtungen?

1. theoretisch- philosophisch

= kritisch- analytische,
hermeneutische Reflexionen
pädagogischer Gegenstandsbereiche;

Sinn und Bedeutung von Phänomenen


2. empirisch- erziehungswissenschaftlich

= Beobachtung pädagogischer Prozesse
mit empirischen Methoden,

kausal- analytische Erklärungen
pädagogischer Zusammenhänge

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zentrale Merkmale einer Wissenschaft?

1. Suche nach der Wahrheit;
Deutungsweise von Mensch und Welt
durch allgemeingültige Aussagen und Theorien

2. Verwendung eigener, spezifischer Sprachformen

3. Sinn- und Ordnungsstiftung
durch Verstehen und Erklären
von Phänomenen und Zusammenhängen

4. Entwicklung von Paradigmen
(maßstabsetzende Muster),
die intersubjektiv begründet sein müssen

5. Prozesscharakter:
ist nicht endgültig,
sondern offen für neue Erkenntnisse oder Paradigmenwechsel;
US-amerikanischen Wissenschaftstheoretikers
Thomas S. Kuhn (1922 – 1996):
Erklärung für das Verständnis von Wissenschaften, Legitimation wissenschaftlichen Wissens
„The strukture of Scientific Revolutions (1962):
wissenschaftliche Fortschrittserzählungen im Sinne einer fortschreitenden Ergänzung von Wissen werden  fragwürdig

6. Abhängigkeit von soziokulturellen Faktoren
(Geltungskriterien, Machtpraktiken)

7. methodische Arbeitsweise
( z. B. hermeneutisch- kritisch oder empirisch)

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Merkmale von Theorien

1. sind schöpferische Leistungen

2. sind der Kern der Wissenschaft

3. stiften Sinn, deuten und erkennen Zusammenhänge

4. erlauben eine kritische, distanzierte und reflektierte Sicht

memo:
1: Schöpfkelle
2: Kern
3: Stifte
4: Fernrohr

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Wissen?

- unterscheidet sich von "meinen" und "glauben"

- muss intersubjektiv begründet sein

- belegbare, begründete Sätze und Urteile;
objektive Gewissheit

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bildungswissenschaftliche Wissensformen?

1. Alltagswissen

2. Professionswissen

3. wissenschaftliches Wissen

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1. Alltagswissen?

- das, was jeder in irgendeiner Weise
über Erziehung und Bildung weiß

- ist nicht reflektiert,
sondern durch eigene Sozialisation (Familie, Freunde, Medien) begründet

-tradierte Erziehungspraktiken,
Lösungen in Alltagssituationen