Lernfeld 2

Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen aufbauen und gestalten - Gruppenprozesse begleiten Vorbereitung auf die Nichtschülerprüfung zum staatlich anerkannten Erzieher (Brandenburg)

Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen aufbauen und gestalten - Gruppenprozesse begleiten Vorbereitung auf die Nichtschülerprüfung zum staatlich anerkannten Erzieher (Brandenburg)


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Stufenmodell nach Erik Erikson, das die psychische Entwicklung des Menschen in verschiedenen Lebensphasen beschreibt. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Emotionen, Bedürfnisse und Erziehungsbegriffe, sowie die Rolle der Erzieher in der Entwicklung von Kindern. Besonders relevant sind die Phasen des Stufenmodells, die von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter reichen und die Herausforderungen sowie Chancen jeder Lebensphase beleuchten. Diese Karteikarten sind ideal für Pädagogen, Erzieher und Studierende der Pädagogik, die ihr Verständnis für die menschliche Entwicklung vertiefen und ihre pädagogischen Fähigkeiten verbessern möchten.
Flashcards
19
Students
17
Language
German
Level
Other
Created / Updated
20.10.2013 / 28.12.2025

Flashcards

Anthropologische Sichtweisen

"Lehre vom Menschen"

Vergleich von Mensch und Tier

  • biologische (biologischer Vergleich)
  • humanwissenschaftliche (Kultur gegenüber zur Natur)
  • pädagogische (Notwendigkeit der Erziehung)

Bild vom Kind

  1. Tabula Rasa - unbehauene Stein (Erzieher = Bildhauer)
  2. Kind als Samenkorn - von Natur aus gut/selbstentwickelnd (Erzieher = KinderGÄRTNER)
  3. das kompetente Kind - besitzt bereits alle Grundlagen (Erzieher = Begleiter)... heute - Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit

KiTa/Schule - hängt vom pädagogischen Ansatz ab

formaler Erziehungsbegriff

  • bewusste beeinflussung zum Zweck einer guten Entwicklung
  • Ziel ist, sich überflüssig zu machen

inhaltlicher Erziehungsbegriff

  • konkrete Inhalte und Aufgaben der Erziehung
  • SGB VIII §1 Absatz 1

Adoleszenz - Begriff

  • Übergangsstadium von Kindheit zum Erwachsensein
  • 16. bis 24. Lebensjahr (Deutschland)
  • 10. bis 20. Lebensjahr (WHO)
  • umfasst seelische und psychische Entwicklung
  • Pubertät ist Teil der Adoleszenz

Was besagt das Stufenmodell nach Eriksson?

  • ein Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen und Wünschen des Kindes und der sich im laufe seiner Entwicklung veränderten Umwelt
  • phasenspezifische Krisen und Konflikte in der Entwicklung die abgearbeitet werden müssen
  • Phasen bilden das Fundament für die nächsten Phasen

Phase 1 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen
  • Grundvertrauen in das Leben und Beziehungen lernen
  • 1. Lebensjahr

Phase 2 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Autonomie vs. Scham/Zweifel
  • Äußerung eigener Wünsche und Bedürfnisse
  • 2. bis 3. Lebensjahr

Phase 3 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Initiative vs. Schuldgefühle
  • Ablösung von der Mutter / Meisterung der Moralentwicklung
  • 4. bis 6. Lebensjahr

Phase 4 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Werksinn/Kompetenzgefühl vs. Minderwertigkeitsgefühl
  • Kompetenz- und Selbstwertgefühlentwicklung
  • 6. bis 11. Lebensjahr

Phase 5 - Stufenmodell nach Erkisson

  • Identität vs. Ablehnung
  • Pubertät und Adoleszenz - soziale Rolle finden
  • 12. bis 18. Lebensjahr

Phase 6 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Intimität/Solidarität vs. soziale Isolierung
  • intime Beziehungen aufbauen, zu Liebe fähig werden
  • 19. bis 29. Lebensjahr

Phase 7 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Generativität vs. Stagnation
  • Fähigkeit zur Fürsorge, ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren
  • 30. bis 60. Lebensjahr

Phase 8 - Stufenmodell nach Eriksson

  • Integrität vs. Verzweiflung
  • auf´s Leben zurückblicken, was ich getan habe und geworden bin
  • ab 60. Lebensjahr

Entwicklung von Bedürfnissen

durch Defizit- oder Mangelzustand wahrgenommen

Bedürfnispyramide nach Maslow

Bedürfnisse nach dringlichkeit geordnet...

wenn unterste Ebene erfüllt ist, geht es in die nächste...

  • Lebensnotwenige (Luft, Essen, Wärme)
  • Sicherheit (Regeln, Schutz, Stabilität)
  • Soziale ( Familie, Status, Verantwortung)
  • Individuale (Wissen, Schönheit, Balance)
  • Selbstverwirklichung ( Erfüllung)

Bedürfnisse von Kindern

körperliche:

  • Bewegung
  • Schlaf und Ruhephasen
  • Kleidung

sozial-emotionale:

  • Geborgenheit
  • Zugehörigkeit
  • Verständnis

kognitive:

  • Anregungen
  • Spiel
  • Leistung

Emotionen - wie unterstützen wir diese Entwicklung?

Emotionen kennen:

  • eigene Gefühle erkennen und akzeptieren

Emotionen beeinflussen:

  • Gefühle handhaben (an der Situation angepasst)

Emotionen in die Tat umsetzen:

  • sie so beeinflussen, das sie zum Ziel gelangen

Empathie:

  • Fundament zwischenmenschlicher Beziehungen

 

Beispiele Emotionen

  • Freude
  • Ekel
  • Schuld
  • Trauer
  • Angst
  • Genuss
  • Liebe
  • Zorn

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