Leitsymptome

Leitsymptome

Leitsymptome


F. K.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Leitsymptome und deren Ursachen, wobei der Fokus auf Stuhl, Blut, Koma und verschiedenen Störungen liegt. Sie eignen sich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit Symptomen wie Ataxie, Schwäche und arteriellen Problemen vertraut machen möchten. Die Karteikarten decken auch Begleitsymptome und spezifische Zustände wie Teerstuhl, Diarrhö und Dyspnoe ab, was eine umfassende Übersicht über häufige klinische Manifestationen bietet.
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Allemand
Catégorie
Médecine
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Autres
Créé / Mis à jour
12.02.2015 / 18.01.2019

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Adynamie

Definition: Kraftlosigkeit, Schwäche, Vorzeitige Ermüdung dr Muskelkraft (--> Muskelatrophie, Muskelhypotonie)

Ursachen:

  • Entzündliche Muskelerkrankungen
    • Viruserkrankungen, z.B. allgemeine Myalgie bei Influenza, Myositis bei der Bornholm-Krankheit
    • Parasiten, z.B. Trichinen, Schweinebandwurm
    • selten Bakterien
    •  
  • Systemerkrankungen
    • Polymyositis, Dermatomyositis
    • Sklerodermie
    • Lupus erythematodes disseminatus
    • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
    •  
  • Endokrine Myopathien
    • chron. thyreotoxische myopathie mit vorwiegend proximaler muskelschwäche
    • Muskelschwäche im Becken- und Schultergürtelbereich bei hypothyreose
    • proximale Schwäche der Bein- und Beckengürtelmuskulatur bei M.Cushing oder Steroidtherapie
    • Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, allgemeine Lethargie bei M.Addison
    • Hypokaliämische Muskelschwäche bei M.Conn
    • Muskelschwäche bei hyperparathyreoidismus und Diabetes mellitus, in der Menopause
    •  
  • Muskelschwäche bei Elektrolytstörungen
    • akute oder subakute Paresen bei Hypokaliämie (z.B. M.Conn, Nierenkrankheiten, Enteritis oder schwerer Diarrhö, Diuretika-oder Carbenoxolontherapie)
    • aufsteigende Lähmung bei hyperkaliämie (z.B. bei Niereninsuffizienz, übermässiger Infusionstherapie mit Kaliumsalzen oder Therapie mit Aldosteronantagonisten)
    • Tetnie und Muskelschwäche bei Hypokalziämie (z.B. infolge Vitamin-D-Mangel, hypoparathyreoidismus, Nierenerkrankungen)
    • Wechselnde Schwäche proximaler Muskeln bei Hyperkalziämie
    • Lethargie und allg. Schwäche bei hypomagnesiämie, Blockade der Erregungsübertragung bei Hypermagnesiämie
    •  
  • Myopathie bei malignen Tumoren
    • insbesondere bei Bronchailkarzinom
    •  
  • Andere Muskelerkrankungen
    • Muskeldystrophie, spinale und neurale Muskelatrophien
    • Myotonien
    • metabolische myopahtien (z.B. bei Glykogenspeicherkrankheiten
    •  
  • Polyneuritis, Polyneuropathie, AIDS

Akromegalie

Definition: Vergrösserung der Akren (Finger, Zehen, Nase, Ohren, Kinn) bei vermehrter STH-Bildung (somatotropes Hormon). Tritt die STH-Überproduktion bei noch offenen Epiphysenfugen auf, kommt es zum hypophysären Riesenwuchs, bei Atreten nach vollendetem Epiphysenschluss zur Akromegalie.

Ursachen:

  • Eosinophile Adenome des Hypophysenvorderlappen (häufigste Ursache)
  • Chromophobe Adenome
  • Hyperplasie der eosinophilen Zellen des HVL ohne Adenombildung
  • paraneoplastische STH-Bildung bei Bronchuskarzinomen

Diagnoseweisende Begleitsymptome

  • Lokale Auswirkungen
    • Als Folge des Tumorwachstums in der Hypophyse kommt es zu:
      • Kopfschmerzen (85%)
      • Gesichtsfeldausfällen, Okulomotorius- und Abdurenzsparese (60%)
      •  
  • Auswirkungen an Skelett, Haut und Bindegewebe
    • Als Wachstumswirkungen des STH sind zu nennen:
      • Vermehrtes Wachstum von Gesichtsweichteilen und Skelett, das zu dem charakteristischen Aspekt mit vorspringendem Kinn, Prognathie, Supraorbitalwülsten, allgemeiner Bergröberung des Gesichtsausdruckes führt.
      • Pratzenhände, grosse Füsse
      • allgemeine Grobknochigkeit und vornübergebeugte Haltung, die akromegale Männer als "wild" erscheinen lassen
      • Verdickung der Haut, die typischerweise am Hinterkopf in Falten liegt
      • Überfunktion der Hautanhangsgebilde mit Hirsutismus, Pigmentierungen, vermehrter Talgsekretion und verstärktem Schwitzen
      • Viszeromegalie mit vergrösserter und gefurchter Zunge, Kardio-, Hepato-, Splenomegalie, Vergrösserung von Nieren und Kolon
      • Kehlkopfwachstum mit Tieferwerden der Stimme
      • endo- und perineurale Bindegewebsproliferation mit Parästhesien und Beeinträchtigung der peripheren Nerven
      • Knorpelwachstum mit generalisierten Arthrosen und Kyphosierung der BWS
      •  
  • Stoffwechselwirkungen
    • Der erhöhte STH-Spiegel führt zu verminderter Glukosetoleranz bzw. minifestem Diabetes mellitus (10%), der Ursache einer Polyphagie , Polydipsie, Polyurie sein kann
    • Libidoverlust oder -steigerung
    • Osteoporose
    • Hypertonus
    • Gonadotropondefizit
    • Hypothyreose

Akutes Abdomen

Definition: Akute Baucherkrankungen mit plötzlich einsetzendem lebensbedrohlichem Zustand, begleitet von heftigen lokalen und allgemeinen reaktionen mit der Dringlichkeit diagnostischen und therapeutischen Handelns.

Ursachen:

  • Rechter Unterbauch
    • Appendiztis, mesenteriale lymphadenitis, Adnexitis, Tubargravidität, sielgedrehtes Ovar, Ureterstein, Ileitis regionalis, akute Enteritis, Meckel-Divertikel, Invagination, inkarzerierte Hernie, Gallenblasen- oder Magenperforation
    •  
  • Rechter Oberbauch
    • Perforation eines Magen- oder Duodenalulkus, akute Gastritis, Cholelithiasis, Cholezystitis, Gallenblasenemphysem, Gallenblasenperforation, Pankreatitis, Nierenbeckenstein, Pyelitis, Kolontumor, Hepatitis, Stauungsleber, Pleuritis
    •  
  • Linker Unterbauch
    • Adnexitis, Tubargravidität, stielgedrehtes Ovar, inkarzerierte Hernie, Sigmadivertikel-Perforation, Divertikulitis, Rektumtumor, Uretersteine, Hodentorsion
    •  
  • Linker Oberbauch
    • Milzruptur, Milzinfarkt, Pyelitis, Kolontumor, Pankreatitis, Nierenbeckensteine, Herzinfarkt, Pleuritis
    •  
  • Mittelbauch
    • Pankreatitis, Hiatushernie, Perforation eines Magen- oder Duodenalulkus, Aneurysmaruptur, mechanischer Ileus, Harnsperre, inkarzerierte Nabelhernie, Ileus

Leitsymptome:

  • Heftige umschriebene oder difusse Bauchschmerzen
  • gastrointestinale Motilitätsstörung mit Übelkeit, Erbrechen, Stuhl- und Windverhalt
  • lokalisierte oder diffuse Abwehrspannung
  • Unruhe, Kreislaufstörung bis hin zum Kollaps oder Schock
  • schlechter AZ, Fieiber

Anämie

 

Absinken von Erythrozytenzahl, Hämoglobinkonzentration oder Hämatokrit unter die Norm

Ursachen:

  • Anämien infolge Verlust von Erythrozyten
    • Akute Blutungsanäme
      • Verletzungen, Ulkus, Ruptur grosser Gefässe....
    • Chronische Blutungsanämie
      • Sickerblutungen bei z.B. Ulkuskrankheti
      • ungenügender Blutersatz bei weiderholten grossen Blutungen

 

  • Hämolytische Anämien
    • Hämolyse infolge extrakorpuskulärer Faktoren
      • Antikörper
      • Medikamente, chemische Noxen
      • mechanische Schädigung (künstliche Herzklappen)
      • metabolische Störungen (Urämie, Leberzirrhose)
  • Hämolyse infolge intrakorpuskulärer Faktoren
    • hereditär
      • Membrandefekte
      • Enzymopathien, Hämoglobinopathieh, Thalassämien
    • erworben
      • Vitamin-B12- oder Folsäuremangel

 

  • Ungenügende Produktion reifer Erythrozyten
    • Mangel an:
      • Eisen, Folsäure, Vitamin B12
      • Protein
      • evtl. Vitamin C
    • Fehlen von Erythroblasten
      • Knochenmarksatrophie
      • isolierte Erythroblastopenie
    • Infiltration des Knochenmarks
      • Leukämie
      • MS
      • Metastasen
    • Sideroblastische Anämien
      • Verwertungsstörung resorbierten Eisens
    • Endokrine Störungen
      • M.Addison
    • Chronische Nierenerkrankungen
    • Chronische Entzündungen
      • Infektionen
      • Nichtinfektiöse Erkrankungen (z.B. rheumatioide Arthritis)
    • Leberkrankheiten
    • Maligne Tumoren

Anurie

Absinken der Urinausscheidunt unter 150ml/24h

Ursachen:

Prärenale Anurie

  • Zirkulatorisch-ischämisch (ca.80%)
    • Volumenmangel
      • Blutverlust infolge Trauma, Operation, gastrointestinaler Blutung
      • Wasser- und Elektrolytverlust, z.B. durch Erbrechen, Durchfälle
      • Flüssigkeitsverluste in den dritten Raum bei Ileus, Peritonitis. Pankreatitis
    • Kreislaufinsuffizienz
      • Schock: kardiogen, septisch, anaphylaktisch
      • Lungenembolie
  • Toxisch
    • Endogen
      • Hämolyse
      • Myolyse
      • Pankreatitis
    • Exogen
      • nephrotoxische Pharmaka wie Gentamycin, Cephalotin u.a. Röntgen-Kontrastmittel
      • nephrotoxische Gewebegiftew wie organische Lösungsmittel, Schwermetalle u.a.

Renale Anurie (ca.2%)

  • Parenchymatös
    • akute interstitielle Nephritis
    • akute Glomerulonephritis oder akuter S£chub einer chronischen Glomerulonephritis
  • Vaskulär
    • beidseitige Nierenrindennekrose
    • Verschluss beider Nierenarterien
    • vaskuläre Nephropathien

Postrenale Anurie

  • Harnverhalt durch Verlegung der ableitenden Harnwege
    • Steine
    • Tumor
    • Blutung
    • Prostatahypertrophie

Neurogene Blase

  • Harnsperre ohne mechanisches Hindernis, z.B. durch
    • Tumoren im Bereich des Rückenmarks
    • Erkrankungen des ZNS, z.B. M.Parkinson
    • Medikamente, z.B. Psychopharmaka

 

Apnoe

= Atemstillstand

Ursachen:

  • Verlegung der Atemwege
    • Zurückfallen der Zunge
    • Fremdkörper, Blut, Schleim
    • Larynxödem, Laryngospasmus, Tumor oder Trauma der Atemwege
  • Herzkreislaufstillstand
  • Depression des Atemzentrums
    • Erkrankung oder Verletzung von Hirn oder Rückenmark
    • Pneumothorax, Thoraxtrauma, Lungenödem, Aspiration, Asphyxie
    • Schock
  • Schlafapnoesyndrom

Arrhythmie

Periodische oder dauernde Störung des Herzrhythmus durch unregelmässige Schlagfolge

Ursachen:

  • Respiratorische Arrhythmie, Extrasystole
  • Arrhythmie bei Vorhofflimmern oder Vorhofflattern
    • Mitralvitien
    • KHK
    • Hypertonie
    • Hyperthyreose
    • Peridkarditis
  • Arrhythmie bei inkonstanten Blockformen, Sick-Sinus-Syndrom
    • degenerative Erkrankug des Sinuskontens
    • Ischämische, rheumatische oder entzündliche Herzkrankheiten, Perikarditis, Kardiomyopathie
    • nach chirurgischen Eingriffen im Vorhofbereich
  • Seltenere Rhythmusstörungen
    • Interferenzdissoziation
    • wandernder Schrittmacher
    • Parasystolie

Allgemeine Begleitsymptome

Sick-Sinus-Syndrom

  • Palpitationen
  • Schwinden und Synkopen
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Angina pectoris
  • zunehmende kardiale Dekompensation

Aszites

Bachwassersucht, Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, Entsteht durch Entzündung, Hypoproteinämie, Stauung, Tumor

Ursachen:

  • Peritoitis
    • bakteriel-eitrig
    • Tbc
  • Stauung
    • Pfortaderdruck
    • Herz- und Perikarderkrankungen
    • Lymphabflussbehinderung
  • Hypoproteinämie
    • nephrotisches Syndrom
  • Maligne Tumoren
    • Peritonealkarzinose
  • Sonstige Ursachen
    • Pankreaszyste, Pakreatitis
    • Meigs-Syndrom (gutartiger Ovarialtumor mit Aszites und hydrothorax)
    • Trauma

Auswurf

 

Flüssiges Material, das aus Lunge, Luftwegen, Nasen-Rachen-Raum oder Mundhöhle stammt und abgehustet wird. (Syn. Sputum, Expektoration)

Ursachen:

  • Sinusbronchiales Syndrom, Bronchopulmonal
    • Tracheobronchitis
    • Asthma bronchiale
    • Chron. Asthma
    • Pneumonie
    • Lungenabszesse
    • Bronchial-Ca
    • Lungenfibrose
    • Tbc
    • Mukoviszidose
  • Kardiale Stauungslunge
  • Fremdkörperaspiration
  • Gastroösophagealer Reflux

Ataxie

 

Störung der Koordination von Bewegungsabläufen. die Bewegungen sind in ihrem Verlauf unharmonisch und weichen von der Ideallinie ab.

Ataxieformen

  • Rumpfataxie
    • Der Patient kann nicht gerade/aufrecht sitzen
  • Standataxie
    • Der Patient hat eine Falltendenz
  • Gangataxie
    • Der patient hat einen breitbeinigen Schritt.
  • Extremitäteataxie
    • Typisch sind überschiessende Bewegungen und ungeschickte, abgehackte Bewegungsmuster

 

Ursachen:

  • Spinale Ataxie
    • Polyneuritis
    • Erkrankungen der hinterwurzeln und Hinterstränge
  • Zerebellare Ataxie (statische und dynamische Ataxie)
    • Kleinhirntumoren
    • Akustikusneurinom
    • Kleinhirnabszess
    • MS
    • Intoxikation
      • Barbiturate
      • Kohlenmonoxid
  • Zerebrale Ataxie (tritt halbseitig auf der Herdgegenseite auf)
    • Tumor
    • Trauma
    • Arteriosklerose
    • Infektionskrankheiten

Bewusstseinsstörungen, Bewusstseinsverlust

Definition: Bewusstseinsstörungen sind unter quantitativen und qualitativen Aspekten zu veurteilen. Im ersteren Fall geht es um verschiedene Grade von Bewusstseinseintrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit. Zu den qualitativen Bewusstseinsstörungen zählt man Halluzinationen, Verwirrtheit, Deirium und andere.

  • Synkope
    • Akut beginnender, kurz dauernder Anfall mit Bewusstseins- und Tonusverlust
  • Somnolenz
    • Schlaftrunkener Zustand. Der Patient ist weckbar
  • Sopor
    • Bewusstseinsstörung stärkeren Grades. Der Patient ist nicht mehr weckbar, jedoch lösen stärkste Reize noch Reaktionen aus.
  • Koma
    • Länger dauernder Zustand tiefster, durch äussere Reize nicht zu unterbrechender Bewusstlosigkeit
  • Dezerbration
    • Enthirnung: Koma bei funktioneller Trennung von Kortex und Hirnstamm. Synonym: appalisches Syndorm
  • Stupor
    • Zustand geistig-körperlicher Erstarrung mit Aufhebung aller Willensleistungen, meist auch Einschränkung des Denkvorganges, bei erhaltenem Wachbewusstsein
  • Dämmerzustand
    • Denkstörung mit traumhafter Bewusstseineinengung. Die Patienten wirken entweder suprös oder erregt.
  • Delirium
    • Unruhige oder erregte Grundstimmung, Desorientiertheit, Verwirrtheit, illusionre Verkennung, Wahn, halluzinationen. Körperliche Begleitsymptome wie Tremor, Schweissausbrüche, Fieber, Kreislaufversagen

Ursachen

  • Kurz dauernder Bewusstseinsverlust
    • Commotio cererbri, Herzrhythmusstörungen, organische Gefässerkrankungen, Basilarisinsuffizenz, Epilepsie, Narkolepsie, Hysterie, Eklampsie, Alkoholismus
  • Länger anhaltender Bewusstseinsverlust, Koma
    • Contusio cerebri, epidurales und subdurales Hämatom, kranielle Blutung. Diabetisches Koma, hypglykämisches Koma, Nebennierenkoma, Hyperkalzämisches Koma, Finales Koma. Intoxikationen: Tabletten, Alkohol, Opium, Kohlenmonoxid,

Hämatochezie (Blut im Stuhl)

Definition:

  • Melaena
    • Wird einerseits als oberbegriff synonym zu Blutstuhl gebraucht, anderseits synonym zu Teerstuhl
  • Blutstuhl
    • Einerseits Oberbegriff für alle Formen von Blutbeimengung zum Stuhl, anderrseits Auflagerung von bzw. Vermisschung des Stuhls mit hellrotem Blut
  • Teerstuhl
    • dunkler Stuhl, dessen Farbe durch chemische Veränderung des Blutes zustande kommt. Teerstühle treten nur bei Blutmengen über 50 ml, Verweildauer im Darm von mindestens 8 Stunden und Einwirkung von HCl bzw. der Darmflora auf das Hämoglobin.
  • Okkultes Blut
    • Makroskopisch nicht sichtbare Blutbeimengung

--> Einnahme von Medikamenten (Eisen, Kohlen) sowie der Genuss bestimmter Nahrungsmittel (Blutwurst, Blaubeeren) können einen Teerstuhl vortäuschen.

Ursachen:

  • Blutungsquelle beim Teerstuhl: meist im oberen Verdauungstrakt
  • rotes Blut: meist im unteren Verdauungstrakt
  • Hämatemesis und Teerstuhl
    • Blutnungsquelle oberhalb des Jejunums. Leitsymptom Hamatemesis
  • Teerstuhl
    • Alle Ursachen der hämatemesis. Seltenere Blutungsquelle unterhalb des Jejunalbeginns wie z.B. Dünndarmtumoren, Meckel-Divertikel
  • Blutstuhl
    • Dünndarm
      • tumoren wie Lymphosarkome, Karzinome, Neurinome, Meckel-Divertikel, Mesenterialarterien- und -venenthrombosen, Gefässmissbildungen wie Aneurysmen, Kavernome, Hämangiome, M. Crohn
    • Dickdarm
      • Adenom, Karzinom, Polypen, Colitis verschiedener Genese, Divertikel, Hämorrhoiden, Gefässmissbildungen, Durchblutungstörungen

Bradykardie

Kammerfrequenz unter 60/min. Bei bradykarden Aàrrhythmien handelt es sich um Störungen der Erregungsbildung und/oder der Erregungsleitung im Bereich des Sinusknotens, der sinuartrialen Überleitung des AV-Knotens oder der His-Bündel-Region. Blockierungen im Bereich von rechtem und oder linkem Tawara-Schenkel führen per se nicht zu Bradykardien.

Ursachen:

  • Sinusbradykardie
    • bei gut trainierten Sportlern, konstitutionell
    • Digitalisüüberdosierung
    • Sick-Sinus-Syndrom
  • Atrioventrikulärer Block
    • Herzinfarkt
    • entzündliche Prozesse des Überleitungssystems, rheumatisches Fieber
    • Digitalisüberdosierung

Allgemeine Begleitsymptome

  • Schwindel
  • Palpitationen
  • Belastungsdyspnoe, Abgeschlagenheit, körperlicher geistiger Leistungsabfall
  • Adams-Stokes-Anfälle
  • Herzstolpern

Claudicatio intermittens

Schmerz in der Wade der, in Abhängigkeit von Gehtempo und Steigung nach einer bestimmten sog. freien Gehstrecke auftritt. Beim Stillstehen verschwindet dieser Schmerz innerhalb weniger Minuten. Entspricht dem Stadium II der arteriellen Mangeldurchblutung. Neben der Wade in der re am häufigsten lokalisiert ist, kann der Schmerz, je nach Sitz des Verschlussprozesses auch in Gesäss und Oberschenkel, fuss oder Arm auftreten.

Kommt hautpsächlich bei der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit vor.

  • Stadium I
    • Arterienverschluss vollständig kompensiert
  • Stadium II
    • Durchblutung bei Belastung nicht mehr ausreichend (IIa Gehstrecke > 200m, IIb <200m)
  • Stadium III
    • Durchblutung in horizontaler Lage nicht mehr ausreichend (ruheschmerzen)
  • Stadium IV
    • Nekrosen

Diarrhö

Die Stuhlentleerung erfolgt zu häufig, die Stühle sind zu flüssig und mengenmässig zu viel (mehr als 300g/d). Davon ist die häufigste Entleerung normal geformter Stühle ebenso abzugrendzen wie die sog. falsche oder paradoxe Diarrhö infolge stenosiertender Prozesse im Bereich des distalen Kolons, die zur Stuhlverhaltung mit sekundärer Suhlverflüssigung führen.

Ursachen:

  • Akute Diarrhö
    • Infektion, Nahrungsmittelvergiftung
    • Toxisch-medikamentös
    • Allergien
    • Unspezifische Entzündungen
    • Strahlen
  • Chronosch
    • Funktionell-nervös
    • Entzündlich
    • Neoplastisch
    • Maldigestion/Malabsorption
    • Laxantienabusus
    • Leber-Galle-Pankreaserkrankungen
    • chronische Darminfektionen
    • Systemerkrankungen
    • Reflektorisch
    • Neurologische Erkrankungen

Dysphagie

Schmerzhafte Schling- und Schluckstörung: Gefühl das der Bissen während der Ösophaguspassage stecken bleibt

  • Aphagie
    • Vollständige Blockade des Schluckaktes
  • Oropharyngolaryngeale Dysphagie
    • Behinderungen auf dem Weg vom Oropharynx in den Ösophagus
  • Ösophageale Dysphagie
    • Behinderung der Passage im Ösophagus

Ursachen

  • Organische Obstruktion
    • Tumoren
    • Strikturen
    • Einengungen
    • Fremdkörper
  • Muskuläre Störung
    • Spasmen
    • Systemerkrankungen
  • Neurogene Störung
  • Lokale Irritation
  • Psychogen

Dyspnoe

Jede Form der Atemstörung. Wird subjektiv empfunden als Atemnot, Lufthunger, Kurzatmigkeit, Beklemmungsgefühl. Der Pathomechanismus, der zur Auslösung einer Dyspnoe führt, bleibt bislang weitgehend unklar. So besteht z.B. keine Korrelation zwischen Atemnot und arteriellen Blutgaswerten, eher noch zwischen Dyspnoe und Atemarbeit.

Ursachen:

  • Thoras, Atemwege und Lungen
    • Mediastinale Ursachen
      • Aortenaneurysma, vergrösserte Lymphknoten...
    • Atemwege
      • Larynx: Fremdkörper, Ödem, Spasmus
      • Bronchien: Asthma bronchiale, Bronchial Ca
    • Lungen
      • Pneumothorax, Pleuraerguss, Pneumonie
  • Kardiovaskulär
    • Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Perikarderguss, Vitium
    • Lungenembolie
  • Extrathorakal
    • Hypoxie, Hypoxämie, Anämie, metabolische Azidose, Urämie, Schwangerschaft...
  • Psychogen
    • Hyperventilationssyndrom, Hysterie
  • Gemäss Verlauf
    • Für die klinische Praxis hilfreich ist eine Einteilung der Dyspnoe nach dem zeitlichen Auftreten. Daraus lässt sich wiederumg auf die zugrunde liegende Ursache schliessen

Dysurie

Schmerzhafter harndrang mit erschwertem Wasserlassen. Die Dysurie ist das leitymptom der Blasenentleerungsstörungen

Ursachen:

  • Blase
    • bakterielle zystitis
    • Tumor
    • Stein
    • Fremdkörper
    • nach Bestrahlung
    • chronische interstitielle Zystitis (bes. Frauen.)
  • Urethra
    • Urethritis
    • Striktur
    • Tumor
  • Druck von aussen
    • Tumoren des kleinen Beckens
    • Uterus myomatosus
    • Descendus uteri
  • Neurogen
    • diabetische Neuropathie
    • MS

 

 

 

 

 

 

 

Exanthem

Multiple, auf grössere Körperpartien ausgebreitete, entzündliche oder nervös-vasomotorische Hautveränderungen hämatogener, lymphogener oder neurogener Genese. die Erscheinungen müssen einen zeitlichen Ablauf zeigen. (Anfang, Höhepunkt, Ende.)

Exantheme bestehen aus Efloreszenzen. = Hautblüten. Morphologischer Ausdruck einer krankhaften Hautveränderung, Man unterscheidet primäre und sekundäre Effloreszenzen.

Enanthem= Ausschlag im Bereich der Schleimhäute

Erythem= Hyperämiebedingte entzündliche Hautrötung

Urachen:

Infektionskrankheiten

  • Generalisiert
    • Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken...
  • Lokalisiert
    • Milzbrand, Herpes simplex, Herpes zoster...

Allergische Ursachen:

  • Arzneimittel, Nahrungs und Genussmittel, Neurodermitis..

Dermatologische Erkrankungen

  • Psoriasis...

Paraneoplastische Exantheme

  • Bronchial-Ca, Magen-Ca, Darm-Ca...

Exophthalmus

Ein- oder beidseitige Vordrängung des Augapfels.

Ursachen:

  • Einseitiger Exophthalmus
    • Neoplasien
    • Entzündungen
    • Vaskuläre Urssachen
    • Traumatisch
  • Ein- oder beidseitiger Exophthalmus
    • Endokrin
    • Entzündlich

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