Krebstherapeutika

Alkylanzien, Interkalierende WS, ...

Alkylanzien, Interkalierende WS, ...


N. K.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen und Anwendungen von Krebstherapeutika auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Mechanismen wie DNA-Schäden, Zellzyklushemmung und Signaltransduktion, wobei Substanzen wie Proteasom-Inhibitoren, Tyrosinkinase-Inhibitoren und Antimetabolite im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten eignen sich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Wirkungsweise und Indikation von Zytostatika vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
203
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
26.07.2016 / 13.05.2021

Cartes-fiches

Krebs: Epidemiologie, Ursache

•Krebs ist in den westl. Ländern die zweithäufigste Krankheit die zum Tode führt.

•Man geht davon aus, dass 90-95% aller Krebserkrankungen auf Life-StyleFaktoren zurückzuführen sind.
• Hauptursächliche Faktoren: Chronische Infektionen, Fettleibigkeit, Rauchen, Alkohol, Umweltgifte, Strahlung, hochkalorische Ernährung (nicht, wenn es direkt verbraucht wird wie bei Sportlern) 

=> Krebs ist in den meisten Fällen vermeidbar/verhinderbar!

Die 5 häufigsten Krebsarten bei Frauen

Brustdrüse, Darm, Lunge, Gebärmutterkörper, Eierstöcke

Die 5 häufigsten Krebsarten bei Männern

Prostata, Darm, Lunge, Harnblase, Magen

Wodurch wird im physiologischen Zustand die Gewebshomöostase aufrechterhalten?

•Zellproliferation (Zellteilung)

•Zelldifferenzierung (Zellreifung)

•Apoptose (Programmierter Zelltod) → streng kontrollierte Prozesse die aufeinander abgestimmt sind

Regulation über Signalstoffe (Wachstumsfaktoren, Differenzierungsfaktoren, proapoptotische Signalstoffe

Wie nennt man überschießende Zellproliferation noch?

Hyperplasie

Was ist ein Sarkom?

Krebs ausgehend von Mesenchymgeweben

Was ist ein Karzinom?

Krebs ausgehend von Epithelgeweben

Was sind Blastome?

embryonale Tumore

Kennzeichen der malignen Tumore

  • autonomes Wachstum
  • infiltrierendes Wachstum
  • destruierendes Wachstum
  • metastasierendes Wachstum

=> Tochtergeschwülste (Metastasen) an anderen Stellen des Organismus

Kennzeichen der benignen Tumore

  • autonomes Wachstum, jedoch gutartig
  • kann sich zum malignen Tumor umwandeln

Vorsteherdrüse andere Bezeichnung

Prostata

Welches Organ ist bei einem Ovarialkarzinom betroffen?

Eierstöcke

Wie nennt man ein Magenkarzinom?

Carcinoma ventriculi

Welche Tumorerkrankungen zählen zu den malignen Systemerkrankungen?

  • Leukämien (Leukosen)
  • maligne Lymphome

Was ist unter Leukämien zu verstehen?

  • Erkrankungen des leukozytärne Systems, die sich klinisch wie maligne Tumore verhalten
  • gekennzeichnet durch unkontrollierte Wucherung von abnormen weißen Blutzellen bzw. deren Vorstufen (Unterschiedung in weitere Formen)

Was ist unter malignen Lymphomen zu verstehen?

Bösartige Erkrankungen des lymphoreticulären Gewebes (Lymphknoten):

  • Lymphogranulomatose (Morbus Hodgkin)
  • Non-Hodgkin-Lymphome

Was ist ein primäres Kanzerogen?

lösen ohne zusätzliche Faktoren Krebs aus

Was sind Kokarzinogen?

lösen selbst keinen Krebs aus, fördern aber die Krebsentstehung durch Karzinogene.

Was sind Promotoren im Kontext von Kanzerogenen?

beschleunigen die Promotionsphase, d.h. die Entstehung des Tumors aus den Krebszellen; chronische Reize mit langanhaltender Zellregeneration, z.B. chron. Entzündungen

Übersicht Kanzerogenbildung

Abfolge der Tumorentstehung: Einflussfaktoren zur Tumorentstehung, Resultat

Wovon ist die Proliferationskapazität (Wachstum) abhängig?

abhängig vom Differenzierungsgrad:

→ undifferenzierte Zellen (z.B. Stammzellen) besitzen hohes Proliferationspotential.

→ differenzierte Zellen besitzen geringes Proliferationspotential aber starke Funktionalisierung (Erythrozyten, neutrophile Granulozyten: funktionell aber nicht mehr teilungsfähig).

Welche genetischen Veränderungen sind bei Krebsentstehung möglich? Auswirkung?

  • Punktmutationen
  • Amplifizierung von Genen
  • Chromosomen-Translokationen
  • Chromosomen-Deletionen

→ Funktionsverlust bzw. Überfunktion der Proteine, die an der Gewebshomöostase beteiligt sind.

Wieviele Mutationen liegen durchschnittlich in Tumor-assoziierten Genen bei Krebs vor?

60

Regulation der Gewebshomöostase (Darstellung)

Welche Mediatoren an welchen Teilprozessen beteiligt?

Was ist eine Dysplasie?

Verschiedene noch reversible Veränderungen von Zellen, Geweben und Organen durch atypische Wachstumsvorgänge und Verlust der Differenzierung. 

Voraussetzung für die Krebsentstehung auf genetischer Ebene

mind. 4-7 Mutationen in verschiedenen Genen, die das Wachstumsverhalten der Zellen verändern

Was sind Protoonkogene

Gene, deren Proteine an der Generierung oder Vermittlung von Wachstumssignalen beteiligt sind. → durch Mutationen werden diese zu Onkogenen.

Was sind Tumorsuppressorgene?

Gene, deren Proteine das Zellwachstum hemmen oder ggfs. Apoptose induzieren.

Was passiert bei einer malignen Transformation?

1) Umwandlung von Protoonkogenen in Onkogene und/oder

2) Funktionsverlust von Tumorsuppressorgenen.

Eigenschaften von Krebszellen nach genetischen Veränderungen

Wichtige, bei der Krebsentstehung beteiligte Gene

  • BRCA 1 & 2: viele Tumore, z.B. Colon und Mamma????
  • KRAS2: Colonkarzinome?
  • HER2: Mammakarzinome???
  • EGFR: Colon??
  • JUN:
  • KIP1

Was für Stoffe können alles Protoonkogene sein?

= potenziell quasi alle Proteinklassen, die an der Weiterleitung und Vermittlung von Wachstumssignalen beteiligt sind.

- Wachstumsfaktoren

-Rezeptoren f. Wachstumsfaktoren

-Signaltransmitter

-Transkriptionsfaktoren

Wodurch wird Ras zu einem Onkogen?

Mutationen im Codon 12, 13, oder 61: Verlust der GTPase-Aktivität und damit verlängerte Aktivierung verstärktes Wachstumssignal und damit unkontrollierte Zellproliferation.

Durch welche Mechanismen kann es zu einer Ausbildung zum Onkogen aus einem Protoonkogen kommen?

Tabelle mit typischen Protoonkogenen

Rezeptor-Tyrosinkinasen-vermittelte Signaltransduktion bei Tumoren

Was muss erfolgen, damit Tumorsupressorgene "ausgeschaltet" werden?

beide Allele müssen mutiert sein, da es einen rezessiven Charakter hat

Durch welche Wege kann Apoptose durch welche Zellbestandteile induziert werden?

- intrinsischer Weg: über Mitochondrien

- extrinsischer Weg: über Todesrezeptoren

intrinsischer Weg der Apoptoseaktivierung

- DNA-Schäden werden durch Strahlentherapie und viele Zytostatika induziert, wodurch es zu einer Aktivierung des intrinsischen Apoptosewegs kommt. P53 wird aktiviert, das wiederum proapoptotische Proteine wie z.B. Bax rekrutiert, wodurch dann aus dem Mitochondrium Cytochrom C frei wird, was Caspase 9 aktiviert -> dieses aktiviert Caspase 3, 6, 7, welche die DNA-Reparatur stoppen und die DNA-Fragmentierung, Zellschrumpfung und Membraneinstülpungen vermitteln

Étudier