Krebskrankheiten

Pharmakologie f. Krankenpflegeberufe

Pharmakologie f. Krankenpflegeberufe

Doris Leuenberger
Study

Doris Leuenberger
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Überblick über Krebskrankheiten und deren Behandlung. Sie konzentrieren sich auf Zytostatika, deren Wirkung, Nebenwirkungen und den Umgang mit diesen Substanzen, einschließlich Sicherheitsmaßnahmen und Entsorgungsrichtlinien. Auch verschiedene Therapieformen wie Chemotherapie, Operationen und Bestrahlung werden behandelt. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen über Krebsbehandlungen vertiefen möchten.
Flashcards
27
Students
4
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
27.09.2014 / 11.05.2023

Flashcards

Krebszellen=

Stammen aus körpereigenen Zellen ab. Können aus bisher ungeklärten Gründen entarten. Beginnen autonom und unkontroliert zu wacsen und verlieren ire Differenzierung.

Wie können Zellentartungen ausgelöst werden?

durc ionisierende Stralen, kanzerogene substanzen und einige virenarten

Zeichen der Malignität:

- infilitrierendes Wachstum
- destruierendes Wachstum
- metastasierendes Wachstum

 

Krebstherapie - welche Behandlungsarten eines malignen Tumors stehen im Vordergrund:

- operative Entfernung der wuchernden Zellen
- die Zellzerstörung durch Bestrahlung
- die Chemotherapie

Zytostatika

benennung der chemischen Substanzen welche bei der Chemotherapie eingesetzt werden

Was bewirken Zytostatika?

eine Zerstörung oder Schädigung der Tumorzellen, da es sich bei den Krebszellen um körpereigene Zellen handelt, werden  bei einer Chemotherapie auch unveränderte, funktionstüchtige zellen geschädigt oder zerstört

"Worauf" wirken Zytostatika?

auf die Zellteilung, das Zellwachstum oder den Zellstoffwechsel

Zytostatika - welche Gruppen werden unterschieden?

  • Mitosehemmstoffe
  • Topoisomerase Hemmer
  • alkylierende Zytostatika
  • Antimetaboliten
  • zytostatisch wirkende  Antibiotika
  • Hormone
  • Hormonantagonisten
  • monoklonale Antikörper
  • Proteinkinase-Inhibitoren
  • andere Zytostatika

Mitosehemmstoffe

hemmen die Zellteilung

Topoisomerase Hemmer

v erhindern die DNA-Verdoppelung vor der Zellteilung

Antimetaboliten

verdrängen natürliche Stoffwechselbausteine

Proteinkinase-Inhibitoren

Signalüberträger-Hemmer

monoklonale Antikörper

Tumorzellen bilden best. oberflächenantigene aus. Antikörper gegen diese Antigene zerstören die Tumorzelle oder verhindern gezielt deren weiteres Wachsen. 

Indikationen für Zytostatika

neben Operation und/oder Bestrahlung zur Therapie von Tumoren mit de3m Ziel der Linderung (palliativ) oder Heilung (kurativ)

neoadjuvante Zytostatikatherapie

Einsatz von Zytostatika vor Operationen - schlecht zugängliche oder weit fortgeschrittene Tumore sollen dadurch vorher verkleinert werden

adjuvante Zytostatikatherapie

Ergänzung zu einer Operation zur Zerstörung / Verkleinerung eventueller Resttumorzellen

Einsatz von Zytostatika bei systemischen Tumoren wie leukämie und Lymphomen

hier müssen Zytostatika primär eingesetzt werden, da eine Op nicht möglich ist. 

Unterwünschte Wirkungen Zytostatika

besonders betroffen sind die Zellen mit hoher Teilungsrate wie km, Keimdrüsen, Schleimhaut und Haare. 

Leuko-, Thrombopenien und ev. Erythrozytopenie

Als Folge der Schädigung der Schleimhäute - Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Resorptionsstörungen, Mundschleimhautentzündungen

Immunsuppressive Wirkung - erhöhte Infektionsgefahr

einige Zytostatika können auch kanzerogen wirken!!

lokal/systemische allergische Reaktionen



Folge der Schädigung der Haarzellen - Haarausfall

Kontraindikationen Zytostatika

Schwangerschaft

Dosierung der Zytostatik

nach Körpergewicht und Oberfläche

nach fixem Schema

oft Kombinationstherapie zur Verhinderung von Resistenzentwicklung

Sicherheitsaspekte im Umgang mit Zytostatika

- toxische Substanzen - dementsprechend sorgsam damit umgehen

- Schwangere dürfen nicht mit Zytostatika in Kontakt kommen

- Handschuhe und langärmlige Überschürzen anziehen

- Einmalmaterial verwenden

- saugfähige wasserundurchlässige Arbeitsunterlage bei der Infusionszubereitung

- Medikamentenreste, Spritzen, Nadelmaterial, kontaminierte Tupfer und Unterlagen sowie Ampullen in Sondermüll an Apo 

- beim Verschütten kontaminierte Flächen und Personen nach internen Richtlinien reinigen und versorgen

Vorgehensweise beim Entsorgen verschütteter Zytostatikalösungen

Arbeitsmaterial für solche Notfälle muss immer bereitsein!!!!

- nur geschultes Personal darf dies durchführen

- Markieren der kontaminierten Stelle

- langärmlige Übersch¨ürzen, Handschuhe, Überschuhe

- Partikelfiltrierende Atemmaske, Schutzbrille und Kopfhaube aufsetzen

- adsorbierendes Granulat aufstreuen und mit flülssigkeitsaufsaugnden Spezial-Pads Flüssigkeit aufnehmen

- Material mit Schaber und Schaufel und saugfähigenZellstofftüchern aufnehmen und in Plastikbeutel verschliessen

- kontaminierte Fläche grosszügig mit Einweglappe, Wasser und geeignetem Renigungsmittel gem. internen Richtlinien mehrmals aufnehmen

- gesamtes Material inkl. Schutzkleidung als kontaminierten Abfall über die Krankenhausapotheke entsorgen

Vorgehensweise bei Kontamination von Haut, Schleimhäuten und Kleidung

- mit kaltem Wasser und ohne Seife kontaminierte Haut mehrere Minuten abspülen

- bei Spritzern ins Auge mind. 10 min. mit Wasser od. Kochsalzlöstung spülen und Augenarzt kontaktieren

- kontaminierte Kleidung entsorgen oder mit Schhutzkleidung die kontaminierte Kleidung mit kaltem Wasser ausspülen und dieses anschliessend in die Wäscherei geben

Paravasat

= ein schwerer Zwischenfall bei der zytostatika Applikation - die Infusionsflüssigkeit tritt ins Gewebe aus und führt dort zunächst zu entzündlichen Stellen und Ödemen - Folge Gewebenekrose und schwere Ulzera

Was wird bei einem Paravasat getan?

sofort Infusion stoppen!
bei liegender Nadel versuchen die infundierte Löstung zurückzusagugen
Extremität ruhigstellen und je nach Zytostatikum mit trockener Wärme, Kälte oder Gegenmittel behandeln

Ein Notfallset für die Behandlung von Paravasaten muss immer bereitliegen!!!

Warum sind Infektionen unter einer Zytostatikatherapie gefürchtet?

immunsuppressive Wirkung

Warum müssen beim Umgang mit Zytostatika besondere Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden?

tox. Substanzen, kanzerogene Wirkung möglich

Study