Krebskrankheiten
Pharmakologie f. Krankenpflegeberufe
Pharmakologie f. Krankenpflegeberufe
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Lernkarten
Krebszellen=
Stammen aus körpereigenen Zellen ab. Können aus bisher ungeklärten Gründen entarten. Beginnen autonom und unkontroliert zu wacsen und verlieren ire Differenzierung.
Wie können Zellentartungen ausgelöst werden?
durc ionisierende Stralen, kanzerogene substanzen und einige virenarten
Zeichen der Malignität:
- infilitrierendes Wachstum
- destruierendes Wachstum
- metastasierendes Wachstum
Krebstherapie - welche Behandlungsarten eines malignen Tumors stehen im Vordergrund:
- operative Entfernung der wuchernden Zellen
- die Zellzerstörung durch Bestrahlung
- die Chemotherapie
Zytostatika
benennung der chemischen Substanzen welche bei der Chemotherapie eingesetzt werden
Was bewirken Zytostatika?
eine Zerstörung oder Schädigung der Tumorzellen, da es sich bei den Krebszellen um körpereigene Zellen handelt, werden bei einer Chemotherapie auch unveränderte, funktionstüchtige zellen geschädigt oder zerstört
"Worauf" wirken Zytostatika?
auf die Zellteilung, das Zellwachstum oder den Zellstoffwechsel
Zytostatika - welche Gruppen werden unterschieden?
- Mitosehemmstoffe
- Topoisomerase Hemmer
- alkylierende Zytostatika
- Antimetaboliten
- zytostatisch wirkende Antibiotika
- Hormone
- Hormonantagonisten
- monoklonale Antikörper
- Proteinkinase-Inhibitoren
- andere Zytostatika
Mitosehemmstoffe
hemmen die Zellteilung
Topoisomerase Hemmer
v erhindern die DNA-Verdoppelung vor der Zellteilung
Antimetaboliten
verdrängen natürliche Stoffwechselbausteine
Proteinkinase-Inhibitoren
Signalüberträger-Hemmer
monoklonale Antikörper
Tumorzellen bilden best. oberflächenantigene aus. Antikörper gegen diese Antigene zerstören die Tumorzelle oder verhindern gezielt deren weiteres Wachsen.
Indikationen für Zytostatika
neben Operation und/oder Bestrahlung zur Therapie von Tumoren mit de3m Ziel der Linderung (palliativ) oder Heilung (kurativ)
neoadjuvante Zytostatikatherapie
Einsatz von Zytostatika vor Operationen - schlecht zugängliche oder weit fortgeschrittene Tumore sollen dadurch vorher verkleinert werden
adjuvante Zytostatikatherapie
Ergänzung zu einer Operation zur Zerstörung / Verkleinerung eventueller Resttumorzellen
Einsatz von Zytostatika bei systemischen Tumoren wie leukämie und Lymphomen
hier müssen Zytostatika primär eingesetzt werden, da eine Op nicht möglich ist.
Unterwünschte Wirkungen Zytostatika
besonders betroffen sind die Zellen mit hoher Teilungsrate wie km, Keimdrüsen, Schleimhaut und Haare.
Leuko-, Thrombopenien und ev. Erythrozytopenie
Als Folge der Schädigung der Schleimhäute - Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Resorptionsstörungen, Mundschleimhautentzündungen
Immunsuppressive Wirkung - erhöhte Infektionsgefahr
einige Zytostatika können auch kanzerogen wirken!!
lokal/systemische allergische Reaktionen
Folge der Schädigung der Haarzellen - Haarausfall
Kontraindikationen Zytostatika
Schwangerschaft
Dosierung der Zytostatik
nach Körpergewicht und Oberfläche
nach fixem Schema
oft Kombinationstherapie zur Verhinderung von Resistenzentwicklung
Sicherheitsaspekte im Umgang mit Zytostatika
- toxische Substanzen - dementsprechend sorgsam damit umgehen
- Schwangere dürfen nicht mit Zytostatika in Kontakt kommen
- Handschuhe und langärmlige Überschürzen anziehen
- Einmalmaterial verwenden
- saugfähige wasserundurchlässige Arbeitsunterlage bei der Infusionszubereitung
- Medikamentenreste, Spritzen, Nadelmaterial, kontaminierte Tupfer und Unterlagen sowie Ampullen in Sondermüll an Apo
- beim Verschütten kontaminierte Flächen und Personen nach internen Richtlinien reinigen und versorgen
Vorgehensweise beim Entsorgen verschütteter Zytostatikalösungen
Arbeitsmaterial für solche Notfälle muss immer bereitsein!!!!
- nur geschultes Personal darf dies durchführen
- Markieren der kontaminierten Stelle
- langärmlige Übersch¨ürzen, Handschuhe, Überschuhe
- Partikelfiltrierende Atemmaske, Schutzbrille und Kopfhaube aufsetzen
- adsorbierendes Granulat aufstreuen und mit flülssigkeitsaufsaugnden Spezial-Pads Flüssigkeit aufnehmen
- Material mit Schaber und Schaufel und saugfähigenZellstofftüchern aufnehmen und in Plastikbeutel verschliessen
- kontaminierte Fläche grosszügig mit Einweglappe, Wasser und geeignetem Renigungsmittel gem. internen Richtlinien mehrmals aufnehmen
- gesamtes Material inkl. Schutzkleidung als kontaminierten Abfall über die Krankenhausapotheke entsorgen
Vorgehensweise bei Kontamination von Haut, Schleimhäuten und Kleidung
- mit kaltem Wasser und ohne Seife kontaminierte Haut mehrere Minuten abspülen
- bei Spritzern ins Auge mind. 10 min. mit Wasser od. Kochsalzlöstung spülen und Augenarzt kontaktieren
- kontaminierte Kleidung entsorgen oder mit Schhutzkleidung die kontaminierte Kleidung mit kaltem Wasser ausspülen und dieses anschliessend in die Wäscherei geben
Paravasat
= ein schwerer Zwischenfall bei der zytostatika Applikation - die Infusionsflüssigkeit tritt ins Gewebe aus und führt dort zunächst zu entzündlichen Stellen und Ödemen - Folge Gewebenekrose und schwere Ulzera
Was wird bei einem Paravasat getan?
sofort Infusion stoppen!
bei liegender Nadel versuchen die infundierte Löstung zurückzusagugen
Extremität ruhigstellen und je nach Zytostatikum mit trockener Wärme, Kälte oder Gegenmittel behandeln
Ein Notfallset für die Behandlung von Paravasaten muss immer bereitliegen!!!
Warum sind Infektionen unter einer Zytostatikatherapie gefürchtet?
immunsuppressive Wirkung
Warum müssen beim Umgang mit Zytostatika besondere Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden?
tox. Substanzen, kanzerogene Wirkung möglich