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Madeleine Frösch
Study

Madeleine Frösch
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Psychologie des Verhaltens und der sozialen Einflüsse. Sie behandeln Themen wie Konformität, Reaktanz, soziale Kategorisierung und die Auswirkungen von Minderheiten auf die Mehrheit. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Lehrpersonen, die sich mit den Grundlagen der menschlichen Interaktion und den psychologischen Mechanismen hinter sozialen Dynamiken auseinandersetzen möchten.
Flashcards
45
Students
1
Language
German
Category
Chemistry
Created / Updated
10.11.2012 / 10.11.2012

Flashcards

1.Welches sind die drei wesentlichen Forschungsbereiche der Positiven Psychologie?

Positives Erleben

a)bezüglich Vergangenheit (z.B. Dankbarkeit),

b)bezüglich Gegenwart (z.B. Zufriedenheit)

c)bezüglich Zukunft (z.B. Hoffnung)

Positive Eigenschaften Tugenden und Charakterstärken

Positive Institutionen: Familie, Schule, Betriebe

2.Wie heissen die sechs universellen Tugenden, welche die Positive Psychologie zum Gegenstand ihrer Forschung gemacht hat?

•Weisheit und Wissen

•Mut

•Menschlichkeit

•Gerechtigkeit

•Mässigung

•Transzendenz

2.Wie heissen die sechs universellen Tugenden, welche die Positive Psychologie zum Gegenstand ihrer Forschung gemacht hat?

•Weisheit und Wissen

•Mut

•Menschlichkeit

•Gerechtigkeit

•Mässigung

•Transzendenz

3.Welche vier Charakterstärken stehen mit Lebenszufriedenheit bei Kindern und Jugendlichen am stärksten in einem Zusammenhang?

•Dankbarkeit

•Optimismus

•Bindungsfähigkeit

•Enthusiasmus

4.Was beinhalten die drei Lebensstile, welche die Positive Psychologie beschreibt und welcher Lebensstil macht gemäss Studien am zufriedensten?

1.Pleasant life (Hedonistischer Lebensstil)

Den Genüssen des Lebens frönen und dadurch positive Emotionen erleben.

2. Engaged Life (Engagierter Lebensstil)

Das eigene Potential verwirklichen, indem die eigenen Stärken sowohl im Beruf und im Privatleben eingebracht werden (Völliges Aufgehen in einer Tätigkeit im Sinne von Csikzentmihalyis Flow-Konzept).

3. Meaningful Life (Sinnvoller Lebensstil)

Den Lebenssinn darin finden, die eigenen Tugenden und Stärken anderen oder einer höheren Sache zur Verfügung zu stellen

Der sinnvolle Lebensstil macht laut einer Studie am glücklichsten.

5.Was versteht die Positive Psychologie unter Signaturstärken und welche Merkmale charakterisieren diese?

Signaturstärken sind Charakterstärken welche eine Person ausmachen, welche typisch für sie sind.

Merkmale:

•Ein Gefühl von Authentizität beim Ausführen: «Das bin ich»!

•Ein angenehmes Aufgeregt sein während der Ausübung.

•Ein Bestreben, in Übereinstimmung mit der Stärke zu handeln.

•Wenn ich diese Stärke ausübe, belebt und aktiviert mich dies.

•Intrinsische Motivation, die Stärke zu gebrauchen.

1.Wie werden Selbstkonzept und Selbstwert definiert und worin besteht der Unterschied?

Selbstkonzept: Was ich über mich denke und was ich über mich weiss. Aus dem Selbstkonzept resultiert die Selbstwirksamkeit / Selbstvertrauen: Was ich von meinen Fähigkeiten erwarte.

Selbstwert: Wie ich mich bzw. Teilaspekte meines Selbstkonzepts bewerte und mich dabei fühle.

3.Was versteht Albert Bandura unter Selbstwirksamkeit und durch welche welche vier Faktoren entsteht Selbstwirksamkeit?

1. Direkte Erfahrungen

Man erfährt im Laufe seines Lebens, dass man bestimmte Anforderungen bewältigen kann, d.h. man sieht, dass das eigene Handeln Aus-wirkungen hat (positiv/ negativ bewertete Konsequenzen).

2. Indirekte Erfahrungen

Man beobachtet andere Personen, welche ein Problem erfolgreich bewältigen können (Lernen durch Nachahmung).

3. Symbolische Erfahrung

Man lässt sich durch die Mitteilungen anderer davon überzeugen, dass man ein Problem bewältigen kann oder auch, dass man/frau es besser bleiben lässt. Jemand sagt mir, dass ich diese Situation meistern bzw. scheitern werde.

4.Emotionaler Zustand

Die Wahrnehmung eigener Gefühle (z.B. Aufregung, Angst) kann als Hinweis dienen, dass man nicht fähig ist, die Belastungen auszuhalten. Freudige Aufgeregtheit hingegen kann darauf hinweisen, dass ich die Herausforderung packen werde.

4.Worum geht es beim Fischteich-Effekt und welche Bedeutung spielt dieser Effekt bezüglich Fähigkeits-Selbstkonzept?

Der Fischteicheffekt bezieht sich darauf, dass eigene Leistungen in Ab-hängigkeit von den Leistungen der sozialen Bezugsgruppe bewertet werden. Eine Schülerin / ein Schüler (big fish) in einer leistungsschwachen Klasse (little pond) hat eine positivere Wahrnehmung der eigenen Fähig-keiten als eine Schülerin, ein Schüler (little fish) in einer leistungsstarken Klasse (big pond).

5.Kinder zeigen zu Beginn ihrer Schulzeit ein überhöhtes Fähigkeitsselbst-konzept. Weshalb sinkt es im Laufe der Schulzeit?

Das stetige Absinken der Fähigkeitsselbstkonzepte bei Schülerinnen und Schülern im Verlauf der Grundschulzeit wird auf die leistungsbezogenen Rückmeldungen (Noten, verbale Rückmeldungen etc.) und die Vergleichs-prozesse, welche bezüglich der Referenzgruppe (leistungsstarke vs. leistungsschwache Klasse) unterschiedlich ausfallen, zurückgeführt.

2.Durch welche vier Aspekte kann erklärt werden, wie das Selbstkonzept zustande kommt?

1.Selbstwahrnehmung

Wahrnehmung des eigenen Körpers, der eigenen emotionalen Befindlichkeit sowie des eigenen Verhaltens. Daraus ziehen wir Schlussfolgerungen. Dabei tendieren wir dazu, uns so zu sehen, wie wir zu sein glauben d.h. wir haben die Tendenz unser Selbstbild zu bestätigen, weil wir uns selbst durch unser bereits vorhandenes Selbstkonzept wahrnehmen.

2. Selbsterinnerung

Bezugnehmend auf unser vergangenes d.h erinnertes Erleben und Verhalten konstruieren wir unser Selbstkonzept und glauben zu wissen, wer wir sind.

2.2Durch welche vier Aspekte kann erklärt werden, wie das Selbstkonzept zustande kommt?

3. Soziales Spiegeln

Wir sehen uns so, wie wir glauben, dass andere uns sehen (= soziales Spiegeln). Wir halten uns für hilfsbereit, wenn wir aus den Reaktionen anderer schliessen, dass sie uns für hilfsbereit halten – unabhängig davon, ob die anderen wirklich dieser Meinung sind. Soziales Spiegeln setzt voraus, dass wir die Reaktionen anderer entsprechend wahrnehmen.

4. Sozialer Vergleich

Wir bewerten uns immer relativ zu einer Bezugsgruppe. Selbstkonzept und Selbstwertgefühle entspringen nicht einer absoluten Bewertung, sondern einem sozialen Vergleich.

1.Was versteht man unter dem Begriff der „Rolle“ und welche Aspekte gehören dazu?

Eine Rolle ist ein sozial definiertes Verhaltensmuster. Die Rolle legt fest, was von einer Person erwartet wird, die eine bestimmte Funktion in einer Gruppe hat.

Rollen sind grösstenteils unabhängig von dem bestimmten Individuum, das sie innehat.

•Rolle = Summe von Erwartungen, die in einer konkreten Situation an Rolleninhaber/-in gestellt werden.

•Jede Rolle ist mit bestimmten Rechten, Pflichten und Aufgaben verbunden.

•Bezugsgruppen hegen bestimmte Erwartungen an das Handeln der Rolleninhaber/-innen.

•Negative Reaktionen bei Nicht-Erfüllung der Erwartungen.

•Rollen sind häufig hierarchisch angeordnet.

•Rollen werden in der Sozialisation erlernt

2.Was wird unter Bindungsverhalten verstanden?

Kleinkinder versuchen in neuen oder bedrohlichen Situationen durch weinen, rufen, sich anklammern oder nachfolgen, die Nähe zur Bezugsperson herzustellen. Dies bezeichnete Bowlby mit dem Begriff Bindungsverhalten.

3.Welcher Zusammenhang besteht zwischen Bindung, Exploration und Selbstwirksamkeit?

Die Bindung an Bezugspersonen bildet die Grundlage oder Voraussetzung, welche dem Kind erlaubt zu explorieren und damit Erfahrungen mit der eigenen Kompetenz zu machen. Damit verbundene Erfolgs- oder Misserfolgserlebnisse stärken oder schwächen die Selbstwirksamkeit bzw. das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

4.Welcher Betreuungstil führt zu einem unsicher-vermeidenden und welcher zu einem unsicher-ambivalenten Bindungstyp?

Ein Betreuungsstil, in dem die emotionale Unterstützung fehlt und die Bedürfnisse des Kindes zurückgewiesen werden, führt zu unsicher-vermeidendem Bindungstyp.

Ein Betreuungsstil, in dem die Bezugsperson unzuverlässig, wenig einfühlsam ist und inkonsistent unterstützt, führt zu einem unsicher-ambivalenten Bindungstyp.

5.Welches Lehrer/innenverhalten ist für Kinder mit unsicher-vermeidendem und unsicher- ambivalenten Bindungsstil besonders hilfreich?

Unsicher-vermeidende Bindungstypen: Feinfühligkeit, Akzeptieren der Distanzierungsbedürfnisse ( keine verfrühten Annäherungsversuche

Unsicher-ambivalenter Bindungstyp: Feinfühligkeit, Regelmässigkeit, Vorhersehbarkeit, Zuverlässigkeit

1. Wozu dient Angst?

Angst ist eine existentielle Erfahrung und eine grundlegende Emotion, welche in bedrohlichen Situationen zu einer zweckmässigen und überlebenssichernden Reaktion führen soll.

2.Wie zeigen sich bei Kindern und Jugendlichen folgende Angststörungen: Die Störung mit Trennungsangst, die soziale und spezifische Phobie sowie die Generalisierte Angststörung?

Störung mit Trennungsangst

Kinder mit einer Störung mit Trennungsangst zeigen eine übermässig starke Angst in Erwartung oder unmittelbar bei einer Trennung von den Eltern oder anderen engen Bezugspersonen. Sie befürchten, den Eltern oder ihnen selbst könnte in solchen Situationen etwas Schlimmes zustossen, was sie dauerhaft voneinander trennen würde.

Soziale Phobie

Kinder mit einer sozialen Phobie haben eine ausgeprägte Angst vor sozialen Situationen oder Leistungssituationen, in denen Peinlichkeiten oder soziale Bewertungen auftreten können (Sprechen in der Öffentlichkeit, im Schulzimmer, Teilnahme an Partys). Kinder mit sozialer Phobie sind meist sehr ängstlich, wenn sie der gefürchteten sozialen Situation ausgesetzt sind und versuchen diese zu vermeiden.

2.2 Wie zeigen sich bei Kindern und Jugendlichen folgende Angststörungen: Die Störung mit Trennungsangst, die soziale und spezifische Phobie sowie die Generalisierte Angststörung?

Spezifische Phobie

Die spezifische Phobie bezeichnet eine übermässige und anhaltende Angst, welche als Reaktion auf ein besonders gefürchtetes Objekt oder eine gefürchtete Situation auftritt. Die Angst kann aber auch durch die Erwartung dem angstbesetzten Objekt oder der gefürchteten Situation ausgesetzt zu sein, ausgelöst werden.

Generalisierte Angststörung

Kinder und Jugendliche mit einer Generalisierten Angststörung sorgen sich übermässig über unterschiedliche Themen und sie sind überzeugt, dass sie nicht in der Lage sind, zukünftige Situationen zu bewältigen. Sie können Stunden damit verbringen, darüber nachzudenken, was morgen passieren könnte.

3. Was kann gegen Prüfungsangst getan werden?

Interventionen

Kindzentriere Massnahmen

•Behandlung von Lernstörungen (Teilleistungsschwächen)

•Vermittlung von Lernstrategien und Arbeitstechniken

•Reduktion von Überforderung (Anpassung von Anforderungen)

•Psychotherapeutiche Massnahmen

• Entspannungstechniken

• Gedankenstopp

• Verankern von Zuversicht

• Selbstverbalisation / Selbstinstruktion

• Abbau von kognitiven Verzerrungen

• Rollenspiel und Rollentausch

Umfeldbezogene Massnahmen (Eltern, Lehrkräfte)

•Selbstwertförderlicher, ermutigender Erziehungsstil

•Situative Fakoren in der Schule (z.B. Prüfungssituation) verändern

•Unterstützendes Lehrer/innenverhalten

4.Was beinhalten die kognitiven Verzerrungen, welche bei den kognitiven Ursachen für Depression eine Rolle spielen?

Kognitive Verzerrungen

-Willkürliche Schlussfolgerung: Schlüsse werden aufgrund einer unzurei-chenden Basis an Fakten gezogen. Sven ist mit Manuel schwimmen gegangen, weil er die Nase voll von mir hat.

-Personalisierung: Die eigene Person wird für negative Ereignisse verant-wortlich gemacht. Der Lehrer hatte schlechte Laune, weil er mich nicht in der Klasse haben will.

-Übergeneralisierung: Allgemeine Schlüsse werden aus Einzelfällen abge-leitet. Ich habe mit Sven gestritten. Ich komme mit niemandem gut aus.

-Dichotomes Denken: Schwarz-weiss Denken. Es wird nicht differenziert, dass es zwischen den Extrempolen auch Zwischenstufen gibt. Entweder ist man ein Gewinner oder ein Verlierer.

5.Was kann bei Depression getan werden?

-Gesprächsbereitschaft und Verständnis durch soziales Umfeld

-Aufbau positiver Aktivitäten (Aktivitätsplanung)

- Kognitives Umstrukturieren: Aufbau positiver Gedanken, Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartungen

-Kompetenzen aufbauen und stärken (z.B. soziale Fähigkeiten, Problemlösefähigkeiten)

-Veränderung der sozialen Lebensbedingungen (z.B. äussere Belastungsfaktoren reduzieren)

- Psychotherapeutische Behandlung

-Medikamentöse Behandlung (bei Jugendlichen/Erwachsenen)

-Stationäre Behandlung (z.B. bei Suizidalität)

1. Worin werden die primären Ursachen der ADHS gesehen?

Die primären Ursachen werden in einer genetisch bedingten neurobio-logischen Funktionsstörung im Bereich derjenigen Hirnareale gesehen, welche für Antrieb, Selbststeuerung, Selbstkontrolle und Aufmerksamkeit zuständig sind. Dabei geht man davon aus, dass eine Störung im Neurotransmitterhaushalt der Neurotransmittersysteme von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin vorliegt.

Weitere mögliche Ursachen

•Belastungen während der Schwangerschaft

•Angeborene oder erworbene Hirnschädigung

•Kontrovers: Nahrungsmittelallergien

2. Durch welche drei Merkmalsbereiche wird die ADHS charakterisiert?

Merkmale von Unaufmerksamkeit

Merkmale von Impulsivität

Merkmale von Hyperaktivität

3. Was versteht man unter Exekutiven Funktionen und welcher Zusammenhang besteht mit der ADHS?

Unter exekutiven Funktionen werden metakognitive Prozesse verstanden, welche der Handlungskontrolle dienen. Sie ermöglichen die Ausführung zielgerichteter Handlungen und die optimale Anpassung des Individuums an die Anforderungen seiner Umwelt.

1. Inhibition Impulskontrolle / Emotionsregulation / Aufmerksamkeitsteuerung

2. Arbeitsgedächtnis Informationen kurzzeitig speichern und mit den gespeicherten Informationen arbeiten.

3. Geistige Flexibilität Sich auf neue Lebenssituationen und Arbeitsanforderungen einstellen

4.Welches sind die fünf besprochenen Aggressionsformen und was beinhalten diese?

Hostile A.--> Bewusste feindselige Schädigungsabsicht

Angstmotivierte A.--> Aggressive Reaktion auf eine Bedrohung

Expressive A.--> Wird durch Ärger aufgrund von Frustration verursacht

Assertive A.--> Durchsetzung eigener Dominanzansprüche

( Konkurrenzaggression)

Instrumentelle A.--> Aggressives Verhalten als Instrument, um etwas

zu erreichen.

5. Welche zentrale Themen beinhalten Programme zur Prävention von Störungen des Sozialverhaltens?

Zentrale Inhalte von Präventionsprogrammen

•Gefühle bei anderen erkennen und benennen

•Strategien der Emotionsregulation

•Soziale Situationen differenziert wahrnehmen

•Förderung der Empathiefähigkeit

•Angemessene Konfliktlösestrategien lernen

•Förderung der Impulskontrolle und des angemessenen Umganges mit Ärger und Wut

1.Weshalb ist die soziale Wahrnehmung anspruchsvoller als die Objektwahr-nehmung?

Die soziale Wahrnehmung ist anspruchsvoller als die Wahrnehmung von Objekten, weil Menschen und viele Tierarten ein komplexes psychisches Innenleben haben, welches nicht unmittelbar beobachtbar ist.

2. Welches sind die zwei grundlegenden Fähigkeiten, welche dazu führen,

dass wir andere verstehen können?

Empathie und Perspektivenübernahme

3. Was wird unter „Sozialer Kategorisierung“ verstanden und wozu dient „Soziale Kategorisierung“?

Soziale Kategorisierung bezeichnet die Fähigkeit, die soziale Umwelt zu ordnen und zu strukturieren.

1. Anpassung an die Umwelt durch angemessene Vereinfachung und Differenzierung

2. Einfachere Speicherung und Handhabung bestimmter Weltausschnitte beim Denken

3. Vereinfachung zwecks Kommunikation

4. Reduzierung von Verhaltensunsicherheiten

4.Welche vier Effekte sozialer Kategorisierung wurden im Rahmen der Vorlesung besprochen und worum geht es bei diesen Phänomenen?

1.Primacy – Effekt

Die Tendenz, dass Informationen, die früher dargeboten werden, bei der sozialen Kategorisierung einen stärkeren Einfluss haben.

2.Halo- Effekt

Der Halo-Effekt (Hofeffekt, gr. hàlos = Lichthof) bezeichnet das Phänomen, wonach einzelne Eigenschaften einer Person einen Gesamteindruck erzeugen. Weitere Eigenschaften dieser Person werden sozusagen „überstrahlt“.

4.4 Welche vier Effekte sozialer Kategorisierung wurden im Rahmen der Vorlesung besprochen und worum geht es bei diesen Phänomenen?

3. Kausalattribution

Das bedeutet, dass die Aufgabe des Beobachters darin besteht zu entscheiden, ob eine bestimmte Handlung auf einer Ursache innerhalb der ausführenden Person (z.B. Persönlichkeitseigenschaften, Absicht) oder auf einem Faktor ausserhalb der Person (z.B. Einfluss von anderen Personen) beruht.

Wir Menschen gehen davon aus, dass Verhalten, welches wir bei anderen beobachten, verursacht ist. Dabei suchen wir die Ursache entweder in der Person (= internale Ursache) oder in der Umwelt (= externale Ursache).

Der fundamentale Attributionsfehler

•Weil es oft sehr einfach ist, das Verhalten anderer Menschen mit ihrer Persönlichkeit in Beziehung zu setzen, unterschätzen wir häufig die Wichtigkeit und den Einfluss der Situation.

•Wir Menschen neigen dazu, das Verhalten unserer Mitmenschen auf Merkmale ihrer Person zurückzuführen (Personattribution) und weniger als Ergebnis von situativen Gegebenheiten zu sehen (Situatuationsattribution).

4.3Welche vier Effekte sozialer Kategorisierung wurden im Rahmen der Vorlesung besprochen und worum geht es bei diesen Phänomenen?

•Dieses Phänomen (Verhalten auf die Person zu attribuieren) tritt überproportional und mehr als gerechtfertigt auf.

4.Die sich selbst erfüllende Prophezeiung (Pygmalion-Effekt)

Das Phänomen, dass eine Annahme, eine Überzeugung oder eine Erwartung eine entsprechende Realität hervorbringt.

5. Wie wurde im berühmten Experiment von Rosenthal der IQ-Zuwachs nach

einem Jahr bei den „Aufblühern“ erklärt?

Erklärungsversuche

1. Die «Begabten» erhielten von den Lehrkräften mehr Aufmerksamkeit (positive Interaktionen) als die restlichen Schülerinnen und Schüler. Die positive Zuwendung führte dazu, dass sich die «Begabten» mehr anstrengten.

2. Die «Begabten» wurden für als intelligent eingestufte Antworten stärker gelobt.

3. Leistungsmängel bei den weniger Begabten wurden als erwartungskonform hingenommen und teils mit Tadel beantwortet.

1.Was wird unter Konformität verstanden?

Konformität bedeutet, sich in Übereinstimmung mit den Normen und Zielen einer Mehrheit zu bringen bzw. sein Verhalten in Richtung des Verhaltens der Mehrheit anzupassen.

2. Was ist informativer sozialer Einfluss und mit welchem berühmten Experiment wurde dieser Einfluss nachgewiesen?

Informativer sozialer Einfluss bezeichnet den Einfluss anderer Menschen, die wir als Informationsquelle nutzen. Dies führt dazu, dass wir uns ihrem Verhalten anpassen d.h. mit ihrem Verhalten konform gehen. Durch die Beobachtung des Verhaltens anderer reduziert sich unsere Unsicherheit, wie wir uns verhalten sollen.

Experiment von Muzafer Sherif (1936)

1. Phase : Einzelaufgabe

VP soll einige Male einschätzen, um wie viel sich der Lichtpunkt scheinbar bewegt. Jede VP kommt zu einer eigenen Einschätzung, welche von wenigen cm bis 25 cm reicht.

2. Phase: Gruppenaufgabe

Drei Versuchspersonen, welche vorher alle in der «Einzelbedingung» die Bewegung des Lichtpunktes geschätzt haben, werden zusammen in den Raum gebracht

Die VP sollen anschliessend laut ihre Einschätzungen äussern in Anwesenheit der anderen Gruppenmitglieder.

3. Welche vier Aspekte tragen dazu bei, dass informativer sozialer Einfluss wirkt?

1.Mehrdeutigkeit der Situation

Je unsicherer man ist, welche Reaktion oder welches Verhalten angemessen ist, desto eher wird man sich an anderen orientieren.

2.Krisensituationen

Zeitdruck, Angst (Panik) erhöhen die Konformität, d.h. man beobachtet, wie sich andere verhalten und macht dasselbe.

3.Anwesenheit von Experten

Wird einer anwesenden Person in einer mehrdeutigen Situation ein hoher Sachverstand attestiert, so wird diese eher als Vorbild angenommen, woraus konformes Verhalten resultiert.

4.Wichtigkeit

Je wichtiger die Entscheidung, desto eher erfolgt Anpassung

4. Was ist normativer sozialer Einfluss und durch welches berühmte

Experiment wurde dieser Einfluss nachgewiesen?

Normativer sozialer Einfluss bezeichnet den Einfluss anderer Menschen, der uns zu konformem Verhalten verleitet, um von ihnen gemocht und akzeptiert zu werden. Diese Art der Konformität führt zu öffentlicher Anpassung aber nicht unbedingt zu privater Akzeptanz.

Das Linienexperiment nach Asch (1951, 1956)

•76% der VP gingen in mindestens einem Versuch konform und nur 24 % verhielten sich nie konform

•Im Durchschnitt verhielten sich die VP in einem Drittel der Durchgänge konform

•Und rund 10 % verhielt sich tatsächlich jedes Mal konform

•Wurde die Einstimmigkeit der Mehrheit durchbrochen, sank die Konformität drastisch.

5. Welche sechs Aspekte tragen dazu bei, dass normativer sozialer Einfluss

wirkt?

Latanés Theorie zum sozialen Einfluss (1981)

Die Theorie zum sozialen Einfluss (social impact theory) besagt, dass Konformität von folgenden Aspekte abhängt:

•Wenn die Gruppe für uns wichtig ist.

•Wenn unmittelbare zeitliche und räumliche Nähe während der Einflussnahme besteht.

•Wenn die Gruppengrösse drei übersteigt.

Es gibt aber noch weitere Aspekte, die dazu beitragen, dass wir uns konform verhalten:

•Wenn wir keine Verbündete haben: sobald sich auch nur ein weiteres Mitglied der Gruppe nicht konform verhält, fällt uns das auch viel leichter.

•Wenn die Gruppenkultur kollektivistisch ist, ein tiefgreifendes Gefühl von Gruppenidentifikation also in der betreffenden Kultur fest verankert ist.

•Wenn wir ein geringes Selbstwertgefühl haben, da uns Abwehr, Ächtung oder Strafe durch die Gruppe dann sehr viel härter treffen kann.

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