IV-Strategien

Lernmaterial zur Vorlesung "IV-Strategien" an der TU Ilmenau.

Lernmaterial zur Vorlesung "IV-Strategien" an der TU Ilmenau.


Robin Douglas
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über IT-Strategien und deren Integration in Unternehmen, geeignet für Studierende. Sie behandeln zentrale Konzepte wie IT-Governance, Service-orientierte Architektur, und ITIL, wobei die Rolle der IT in der Unternehmensstrategie sowie die Integration von Prozessen und Systemen im Fokus stehen. Die Karteikarten erläutern sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen, etwa die Nutzung von Web Services und die Optimierung der Informationslogistik, und richten sich an Studierende, die sich mit der strategischen Ausrichtung der IT in Unternehmen auseinandersetzen.
Flashcards
69
Students
4
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
01.03.2014 / 26.02.2022

Flashcards

(Kapitel 1): Was versteht man unter dem Begriff "IV-Strategie"? Was ist das primäre Ziel einer IV-Strategie?

IV- Strategie ist...

  • Bestandteil der Unternehmensstrategie
  • Teilgebiet des Strategischen Managements
  • Bietet Konzepte zur Umsetzung der strategischen Ziele (bezogen auf die Informationsverarbeitung im Unternehmen)
  • Informationsstrategie ist Teil der Unternehmensstrategie
    => Versorgung der Unternehmung mit strategisch relevanten Informationen einschließlich der Informations- und Telekommunikationstechnik

=> Ziel: Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Einsatz von IT

 

(Kapitel 1): Nach welchen Kriterien können IV-Strategien unterschieden werden?

IV-Strategien können nach

=> Objekten unterschieden werden. Objekte sind z.B.

  • Einzelne Komponenten der Informationsinfrastruktur
    • Logische Komponeten (z.B. Datenbanken, Kommunikationswege)
    • Physische Komponenten (Hardware, Software, Personal)
  • Wesentliche Eigenschaften der Informationsinfrastruktur (z.B. Verteilung, Auslagerung, Ausgliederung)
  • Wesentliche Formalziele (z.B. Sicherheit, Wirtschaftlichkeit)

=> ihmen Charakter unterschieden werden. Charakter einer IV-Strategie:

  • Momentum-Strategie (abwartendes Verhalten, Ist-Zustand entspricht zukünftigen Zielen)
  • Aggressive Strategie (gezieltes Streben an vorderster Front zu sein)
  • Moderate Strategie (Kombination aus Momentum-Strategie und aggressiver Strategie)
  • Defensive Strategie (Zurückdrängen von bestimmten Einflüssen, z.B. der der IuK-Technologie)

(Kapitel 1): Nennen Sie wesentliche Gegenstände der strategischen Planung!

Strategische IV-Planung

  1. Anwendungs-Architektur
  2. IT-Beschaffung
  3. IV-Organisation
  4. IV-Sicherheit
  5. IV-Integration
  6. IT-Beratung
  7. Standardisierung
  8. Infrastruktur

(Kapitel 1): Erläutern Sie den Begriff "strategische Planung"!

Strategische Planung:

  • Gesamter strategischer Planungsprozess
  • Umsetzung der Strategie selbst
  • Beschreibung von Operationen

Pläne unterscheiden sich durch

  • Zeithorizont
  • Detaillierungsgrad

(Kapitel 1): Erläutern Sie das grobe Vorgehen in einem Planungsprozess!

(siehe Abbildung)

(Kapitel 1): Erläutern Sie die Merkmale der verschiedenen Planungsebenen!

(siehe Abbildung)

(Kapitel 1): Vergleichen Sie die taktische und die strategische Planung!

(siehe Abbildung)

(Kapitel 1): Was ist Strategieentwicklung

Strategieentwicklung

= Teil der strategischen Gesamtplanung

  • enerseits zum Beginn eines Prozesses
  • andererseits im gesamten Planungsprozess

= Der strategischen Planung vorgelagert => Formulierung der strategischen Ziele

= Dient zur Erreichung der strategischen Ziele

= an Strategieentwicklung schließt sich strategische Planung an

  • Umsetzung der Strategie auf einer sehr globalen Ebene in Handlungsrichtlinien etc.
  • Werden in der weiteren Planung verfeinert und auf die operative Ebene heruntergebrochen

(Kapitel 1): Skizzieren Sie das Modell des Strategischen Managements!

(siehe Abbildung)

(Kapitel 1): Erläutern Sie die beiden Begriffe "Umweltanalyse" und "Unternehmensanalyse"!

Umweltanalyse

  • Befasst sich mit der zu erwartenden Entwicklung
    • des Unternehmensumfelds
    • Entwicklungen in der Branche
    • Hauptkonkurrenten des Unternehmens
  • Hauptaufgaben
    • Sensibilierung für die Umweltproblematik
    • Identifikation der relevanten Umweltsegmente
    • Identifikation von Chancen und Bedrohungen aus der Unternehmensumwelt

Unternehmensanalyse

  • umfasst gesamtes Unternehmen
  • beinhaltete Analyse der Unternehmensressourcen
  • Gibt Aufschlüsse über Leistungsfähigkeit, Potenzial sowie Stärken und Schwächen des Unternehmens
  • Ergebnis ist System von strategischen Erfolgsfaktoren
    • beschreiben Zusammenhang zwischen strategischen Maßnahmen und strategischem Erfolg
    • vermitteln Bild von relativer Wettbewerbsposition

(Kapitel 1): Beschreiben Sie die verschiedenen Strategiearten und geben Sie Beispiele an!

(siehe Abbildung)

(Kapitel 1): Erläutern Sie die generischen Wettbewerbsstrategien nach Porter!

(siehe Abbildung)

(Kapitel 1): Was ist der ressourcenorientierte Ansatz?

Der ressourcenorientiete Ansatz lässt sich in folgenden Kernaussagen zusammenfassen:

  1. Spezifische Ressourcenausstattung eines Unternehmens ist wesentliches Erfolgspotenzial
  2. Erfolg eines Unternehmens basiert auf Ressourcen, über die Konkurrenten nicht verfügen
  3. Ressourcenbegriff ist weitgefasst
    • alles was die Stärke oder Schwäche eines Unternehmens ausmacht, wie z.B. die Unternehmenskultur, technologisches Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
  4. Ressource ist Kernkompetenz, die von anderen Unternehmen nicht imitierbar oder subsituierbar ist

=> Aber: in der Praxis nur schwer realisierbar, da Kernkompetenzen selten

(Kapitel 1): Was ist Strategieumsetzung?

Strategieumsetzung

= Realisierung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse der Strategieentwicklung

= Zieht häufig fundamentale Veränderungen nach sich, denen die Unternehmenskultur entgegensteht

= Änderung der Strategie erfordert in der Regel Anpassung der Organisation

= Gestaltung effizienter und konkurrenzfähiger Organisationen durch den Einsatz von IT

= IT wird zunehmend Kernelement der Organisationsgestaltung

(Kapitel 1): Erläutern Sie aktuelle Herausforderungen der Unternehmensumwelt!

  1. Demographischer Wandel
  2. Gesellschaftliche Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen
  3. Technologische Veränderungen
  4. Internationalisierung/Globalisierung der Märkte (z.B. Abbau staatlicher Reglementierungen, steigender Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen, Ressourcenknappheit etc.)
  5. Prozessuale und strukturelle Probleme und Veränderungsbedarfe (z.B. mangelnde Transparenz, Überwindung von "Ressortegoismen", Veränderung der Unternehmenskultur etc.)

(Kapitel 2): Welche Hintergründe stehen in Bezug zur "Car-Debatte"?

  1. IT zunehmender Kostenfaktor
  2. IT-Investitionen stehen in keinem Verhältnis zum erwartenden wirtschaftlichen Nutzen
  3. IT zunehmend Managementwerkzeug
  4. Ziel: Stärkere Differenzierung und Wettbewerbsvorteile
  5. IT keine strategische Ressource, da Kernfunktionen der IT für alle verfügbar (keine Einzigartigkeit)

(Kapitel 2): Nennen und erläutern Sie Carr's Thesen!

  1. IT hat seine strategische Bedeutung verloren
    • je kostengünstiger eine Technologie, desto wertloser für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen
    • Vorteile nur durch Kostensenkung möglich
    • IT ist ein Betriebsmittel, das für alle gleich ist (keine Kernkompetenz)
    • je mehr IT für alle verfügbar ist desto mehr fehlt die Differenzierung
    • existierende IT-Fähigkeiten sind meistens ausreichend für die Unternehmensanforderungen
    • IT ist primär Transporttechnologie
  2. Bedeutung von IT ist zukünftig makroökönomisch
    => neue Technologien ändern den Markt
  3. IT ist eine Infrastrukturtechnologie, weil sie leicht übernommen bzw. kopiert werden kann
    • Infrastrukturtechnologien bieten nur kurze Zeit Wettbewerbsvorteile
    • Erzielen erst Nutzen wenn sie einer breiten Masse zur Verfügung stehen
    • Sind zu Beginn häuf properitär
  4. Unternehmen werden allgemeine Standardanwendungen bevorzugen und Geschäftsprozesse werden vereinheitlicht
    • Bildung von Best Practices und Standards
    • IT wird homogenisiert/standardisiert
      => Wettbewerbsvorteile werden ausgelöscht
  5. IT ist am Ende seines Wachstums und befindet sich in der Sättigungsphase
  6. Die Risiken, die durch die IT entstehen sind höher als die Vorteile

(Kapitel 2): Welche Argumente trägt Carr vor, um seine Thesen zu stützen?

=> IT ist am Ende seines Wachstums

  • zunehmende Standardisierung in der IT
    • kaum noch Bedarf an properitären Produkten
    • IT und Prozesse werden zunehmend replizierbar
      => Standardisierung der Prozesse durch Standardisierung der IT
    • Durch Vorteile und Dominanz bestimmter Lösungen ergeben sich Skalenefekte
      => Diese Vorteile brauchen sich langsam auf
  • Durch IT ändern sich Märkte
    => Durch Infrastrukturtechnologien sind Marktentwicklungen beendet (Kondratieff)

(Kapitel 2): Welche Kritik kann man an der Carr-Debatte abhalten?

  • IT wird für die Verarbeitung, Speicherung und den Transport von Informationen in digitaler Form benötigt
  • Frage nach der Definition von IT
  • Diffuse Analyse was Wettbewerbsvorteile sind (für Carr nur Marktvorteile)
  • Unternehmen sind nicht homogen, IT demnach nicht kopierbar
  • eine Vielzahl von Unternehmen ohne IT nicht überlebensfähig
  • Vielzahl von Investitionen stehen unter ROI und nicht mehr unter Budgetierung
  • Investitionen sollten zukünftig an realen Unternehmensanforderungen realisiert werden
  • Durch IT kann kein Wettbewerbsvorteil erzielt bzw. aufrechterhalten werden
    => Ziel ist vielmehr Effizienz/Effektivitätssteigerung

(Kapitel 2): Erläutern Sie das strategische Potenzial der IT!

  1. Es gibt eine Vielzahl von IT-Produkten, die nicht nur Betriebsmittel sind (insbesondere unternehmensangepasste Software)
  2. Eine allgemeine Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit kreiert neue Geschäftsmodelle
  3. IT wird stabil, anwenderfreundlich und komfortabel
  4. IT reduziert Bürokratie und Gemeinkosten im Unternehmen

 

  1. IT verbessert die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteueren der Unternehmenswelt
  2. Durch IT können wertvolle Informationen effizient zwischen Geschäftspartnern ausgetauscht werden
  3. IT unterstützt Firmen, ihr gesammelt Wissen effektiv zu speichern und zu managen
  4.  

 

(Kapitel 2): Was versteht man unter Innovationsfähigkeit?

Innovationsfähigkeit

= Fähigkeit, Potenziale neuer IT zu erkennen und in Kombination mit Änderungen in den Unternehmensstrukturen innovativ umzusetzen

= wertvoll, rar und insbesondere weder leicht zu imitieren, noch transferierbar oder substituierbar

= Basis und das Ergebnis eines Lernprozesses aus den Erfahrungen vergangener und zukünftiger IT-Initiativen

(Kapitel 2): Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Erfolgspotenziale umsetzen zu können?

  • Eine innovationsfreundliche Organisationskultur muss vorhanden sein
  • Akzeptanz und Aufnahmefähigkeit des Unternehmensumfelds
  • Richtiges Timing und richtige Reihenfolge bei der Umsetzung von Erfolgspotenzialen muss beachtet werden

(Kapitel 2): Wann können Wettbewerbsvorteile durch IT-Beschaffung realisiert werden?

Wettbewerbsvorteile durch IT-Beschaffung werden erzielt wenn:

  1. Die Abstimmung der IT auf die Wertschöpfungskette im Unternehmen erfolgt
  2. Die IT-Beschaffung ein strategischer Selektionsprozess ist
  3. Eine technologische Abhängigkeitssituation vermieden wird
  4. Kritische Eigenschaften wie z.B. das Fehlen von Features, Kosten für überflüssige Eigenschaften etc. vermieden werden können
  5. Die Software im Unternehmen kostengünstiger implementierbar ist als beim Wettbewerber
  6. Die Software im Unternehmen effektiver genutzt werden kann als beim Wettbewerber

(Kapitel 2): Welche Herausforderungen und Ziele sind bei der strategieorientierten Steuerung der IT zu berücksichtigen?

Herausforderungen:

  1. Eine erfolgskritische Fähigkeit ist die strategische Planung
  2. Kein bzw. schwages IT-Business-Alignment
  3. Meist unzureichende Integration von Unternehmensstrategie in die IT-Strategie
  4. Häufig nicht nachweisbarer Zusammenhang zwischen IT-Investitionen und finanziellen Kenngrößen

Ziel:

  1. Messbarkeit der Umsatzerfolge durch konsistente Verknüpfung von IT und Unternehmensstrategie mittels IT-BSC (Balanced Score Card) als Basis für ein Performance-Measurement-System

(Kapitel 2): Was ist ein Performance-Measurement-System?

  1. Performance-Measurement-Systeme sind als Teil der Controllingsysteme auf die Unterstützung der
    Strategieumsetzung
    ausgerichtet.
  2. Performance-Measurement sind gekennzeichnet durch
    • Verbindung von finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen
    • starker Strategiebezug
    • Differenzierte Leistungsebenenbetrachtung (z.B. Prozessebene, Mitarbeiterebene)
  3. Performance-Measurement unterstützt:
    • eine stakeholder- und leistungsebenengerechte Zielformulierung
    • Bessere Strategieoperationalisierung und -quantifizierung
       

(Kapitel 2): Erläutern Sie die Balanced Score Card in der IT!

Balanced Scorecard (BSC) als Steuerungsinstrument der IT

  • Traditionelle finanzielle Zielgrößen werden durch nicht finanzielle Zielgrößen ergänzt
  • Betrachtung unterschiedlicher Sichten (in sog. Perspektiven)
    • Finanzsicht
    • Sicher der Kunden
    • Leistungsfähigkeit der internen Prozesse
    • Fähigkeit zu Innovation und Wachstum
  • Ziel: Erreichung der finanziellen Ziele durch Balance der Summe aller Perspektive
  • Verknüpfung finanzieller und nicht finanzieller Ziele durch Verbildlichung in Ursache-Wirkungs-Ketten
  • Spezifikation jeder einzelnen Kenngröße durch konkrete Zielwerte und entsprechende Maßnahmen

Ziele der BSC- Einführung für den IT-Bereich:

  • Den strategischen Nutzen der IT mess- und steuerbar machen
  • Den Innovationsbeitrag der IT steigern
  • Die Leistungsfähigkeit der IT für interne und externe Kunden darstellen
  • Die Erstellung strategischer IT-Pläne unterstützen

Umsetzung:

  • Die Entwicklung einer BSC für die IT sollte auf der Unternehmensstrategie aufsetzen
  • Die vier Perspektiven der BSC (Finanzen, Kunden, Prozess und Potenzial) werden auf die Spezifika der IT ausgerichtet

(Kapitel 2): Nennen und beschreiben Sie eine Methode zur Bestimmung des ROI von IT-Systemen!

Als Grundlage für die Bestimmung des ROI für IT-Systeme kann bspw. das ARIS-Rahmenkonzept herangezogen werden, welches primär zur Beschreibung von Unternehmen und deren Informationssysteme dient. Das ARIS-Rahmenkonzept besteht aus folgenden vier Schichten:

  • Oranisationsschicht (Beschreibung der Aufbauorganisation)
  • Datenschicht (Beschreibung der Unternehmensdaten und ihre logischen Beziehungen)
  • Funktionsschicht (Beschreibung der Struktur der Funktionen in der die Daten verarbeitet werden und ihre Unterstützung durch IT-Funktionen)
  • Prozessschicht (Darstellung eines zeitlogischen Ablaufs der Unternehmensfunktionen)

(Kapitel 2): Wodurch können sich Verbesserungspotentiale im Geschäftsprozessmanagement ergeben?

Verbesserungspotetenziale ergeben sich z.B. durch:

  • Optimierung der IT-Systeme im Hinblick auf tatsächlich genutzte Funktionen
    => Einsparung von Wartungskosten, Entwicklungskosten etc.
  • Ausschöpfung des Integrationspotenzials
  • Optimierung des Lizenzmodells
  • Überführung der Prozessdaten in EAI-Systeme

(Kapitel 3): Nennen Sie die Merkmale von Unternehmensführungsentscheidungen!

Unternehmensführungsentscheidungen:

  • haben eine hohe Bindungswirkung
  • sind irreversibel
  • haben einen monetären Wert bzgl. ihres Inhalts
  • sind wertbeladen (ethische, soziale, politische Normen)
  • sind gering strukturiert
  • haben eine große Reichweite

=> Qualität/Verfügbarkeit von entscheidungsrelevanten Informationen bestimmen die Effektivität der Entscheidung!

(Kapitel 3): Was ist unter dem Systemansatz zu verstehen? Erläutern Sie seine Vorteile bzw. Besonderheiten!

Systemansatz

  • Unternehmen können als Systeme betrachtet werden
  • Unternehmen sind komplexe, offene soziale Systeme mit einer Vielzahl von Subsystemen
  • Ziel:
    • zielgerichtete Gestaltung stabiler Systeme
    • Systeme darzustellen und zu verstehen (Erstellung eines Erklärungsmodells)
    • Systeme zu gestalten (Erstellung eines Gestaltungsmodells)

Vorteile:

  1. Ganzheitliche Betrachungsweise des Unternehmens
  2. Problemadäquate, komlexitätsreduzierte Hierarchisierung
  3. Betrachtung eines (Teil-)Systems auf einer problemadäquaten Abstraktionsstufe möglich
  4. Grundlage für die Anwendung quantiativer Methoden wie Simulation, oder Warteschlangenmodelle
  5. Systematisierung und Strukturierung eines Problems wird erreicht
  6. Systemansatz ist Anzsatz zur Gestaltung von Programmsystemen

(Kapitel 3): Was ist unter dem Entscheidungsansatz zu verstehen?

Entscheidungsansatz

  • Entscheidungen = informationsverarbeitende Prozesse
  • Ansatz zur rationalen Entscheidungsfindung
  • Zugang zu allen Tatbeständen und Phänomenen im Unternehmen, die mit der Entstehung, Verarbeitung und Verwendung von Informationen verbunden sind

In der Betriebswirtschaftslehre:

  • Entscheidungstheorie
  • Operations Research

(Kapitel 3): Was sind Informationen? Nennen Sie einige Erscheinungsformen von Informationen!

  • „Information ist das Wissen über die Wirklichkeit, das ein Entscheidungsmodell für seine Anwendung voraussetzt.“ (Schneider, 1981)
  • Informationen haben eine Syntax, Semantik und eine Pragmatik
  • Die Erscheinungsformen von Informationen sind sehr vielfältig z.B
    • Wissen
    • Erfahrung
    • Daten
    • Texte, Bilder, Töne

Zeichen + Syntax = Daten

Daten + Bedeutung = Information

Information + Vernetzung = Wissen

 

(Kapitel 3): Erläutern Sie das Lebenszyklusmodell von Informationen nach Levitan!

Im Zentrum des Lebenszyklusmodells von Levitan steht die Frage: Wie erhält Informationsnachfrager die von ihm benötigten Informationen?

(siehe Abbildung)

(Kapitel 3): Welche Wettbewerbsstrategien gibt es und welchen Informationsbedarf/-einsatz haben sie?

Strategie der Kostenführerschaft

  • zielt auf eine möglichst geringe Informationsintensität hinsichtlich der
    • zu erstellenden Produkte und Leistungen
    • als auch der Leistungserstellung ab
  • Maßnahmen:
    • Standardisierung bei der Leistungserstellung und den zu beschaffenden
      Ressourcen
    • geringe Variantenvielfalt der Produkte und Leistung

Differenzierungs- und Nischenstrategien

  • zielen auf einen erhöhten Kundennutzen ab
  • gewünschte Differenzierung erfordert eine höhere Informationsintensität
    • in der Leistung
    • im Prozess der Leistungserstellung

(Kapitel 3): Was ist Informationsmanagement?

"Informationsmanagement die gezielte betriebswirtschaftliche Auseinandersetzung mit der
Informationswirtschaft
zum Zweck der Beschreibung (Modell-bildung), Analyse und Prognose sowie Gestaltung des
Informationssystems
der Unternehmung. Damit ist Informationsmanagement ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung, eine Querschnittsfunktion, die unmittelbar mit dem Führungsprozess verbunden ist" [PiRe1994, S. 264].

(Kapitel 3): Erläutern Sie die Notwendigkeit des Informationsmanagements hinsichtlich des strategischen Managements!

  • Managementfunktion besteht darin, den Produktionsfaktor Information zu planen, zu steuern, zu kontrollieren und zu
    nutzen
  • IM ist Aufgabe der Unternehmensführung
  • Stellenwert des IM resultiert aus dem Leistungspotenzial der Informationsfunktion
  • Ziele, Aufgaben und Methodik des IM sind entsprechend dem Leistungspotenzial der Informationsfunktion zu
    definieren

(Kapitel 3): Definieren Sie den Begriff "strategisches Informationsmanagement"!

Strategisches Informationsmanagement ist das langfristig orientierte Leitungshandeln in einer
Organisation bezüglich der künftigen Informations- und Kommunikationsfunktionen. Die IV- Strategie gibt dafür
die grundsätzlichen Richtlinien und Rahmenbedingungen vor.

(Kapitel 3): Beschreiben Sie die Szenario-Technik und nennen Sie ihre Vor- und Nachteile!

Merkmale

  • Denken in Alternativen
  • Ausgangspunkt ist eine Analyse des Istzustandes
  • Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Einflussfaktoren
  • Erfassung der Vernetzung zwischen den Einflussfaktoren und der Systemdynamik
  • Verwendung von Annahmen über die Struktur und die Veränderungen der Einflussfaktoren (Störfaktoren)
  • Generierung alternativer, in sich konsistente Zukunftsbilder
    => Aufzeigen der Entwicklungspfade, die zu den Zukunftsbildern führt (Szenario)
  • Qualitative Prognosemethode

Vorteile:

  • Trägt zu besseren Systemverständnis bei
  • Auch Darstellung von komplizierten Entwicklungen möglich
  • Denken in Alternativen wird gefördert
  • Verwendung von qualitativen und quantitativen Daten
  • Abbildung nichtlinearer Entwicklungen und ihren Wechselwirkungen

Nachteile:

  • sehr zeitaufwendig
    => hoher Kostenaufwand z.B. durch Einsatz von Experten
  • Keine Wertefreiheit
    => Gefahr des übermäßigen Einflusses von subjektiven und nicht überprüfbaren Bewertungen
  • Wenig graphische und bildhafte Darstellungen
    => behindert Anwendung in partizipativen Prozessen


     

(Kapitel 3): Was ist der Zweck der Portfolioanalyse? Beschreiben Sie ihre Vor- und Nachteile!

Zweck:

  • Die strategische Maßnahmenplanung bedarf Informationen darüber:
    • wie das Portfolio der Informationsinfrastruktur beschaffen ist (IstPortfolio)
    • wie das Portfolio beschaffen sein könnte (Ideal-Portfolio)
    • wie das Portfolio beschaffen sein soll (Soll-Portfolio)
  • Ziel ist es, das Leistungspotenzial der Informationsfunktion voll auszuschöpfen und durch die Unternehmensinfrastruktur in Unternehmenserfolg umzusetzen
  • Ist-Portfolio, Ideal-Portfolio, Soll-Portfolio werden mittels Portfolioanalyse ermittelt.

Vorteile:

  • unterstützt das Setzen von Prioritäten bei der strategischen Maßnahmenplanung unter wettbewerbswirksamen Gesichtspunkten
  • Unterstütz Abstimmung der Wettbewerbsstrategie mit der IT-Strategie
  • Grafische Darstellung in einer Matrix

Nachteile:

  • Keine Erklärung des Istzustandes
  • Keine konkreten Handlungsanweisungen für Veränderungsmaßnahmen
  • Zeitaufwand hängt davon ab wie viel und ob Informationen über Wettbewerbsfaktoren bekannt sind

(Kapitel 4): Was ist IT-Business-Alignment?

IT-Business-Alignment:

  • ist Ausrichtung der IT an den Geschäftszielen der Unternehmung
  • essenzielle Voraussetzung für das Generieren eines optimalen Beitrags der IT zum Geschäftserfolg des Unternehmens
  • wechselseitige Abstimmung von Zielen, Strategien, Architekturen, Leistungen und Prozessen zwischen IT-Bereichen und Fachbereichen im Unternehmen
  • Grundlage einer effizienten Zusammenarbeit von Unternehmen und internen oder externen IT-Dienstleistern
  • führt zur Ausgestaltung des IT-Handlungsrahmens (IT-Governance)

Ziele:

  • Mittels zielgerichtetem Einsatz der IT soll die Wirtschaftlichkeit der Gesamtunternehmung gesteigert werden
  • Vereinigung der Unternehmensinteressen und der Fachinteressen zu einem gemeinsamen Informationskonzept
  • Die IT eines Unternehmens hat sich dabei konsequent dem Unternehmenszweck unterzuordnen

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