IV-Strategien
Lernmaterial zur Vorlesung "IV-Strategien" an der TU Ilmenau.
Lernmaterial zur Vorlesung "IV-Strategien" an der TU Ilmenau.
-
- 1 / 69
-
Lernkarten
(Kapitel 1): Was versteht man unter dem Begriff "IV-Strategie"? Was ist das primäre Ziel einer IV-Strategie?
IV- Strategie ist...
- Bestandteil der Unternehmensstrategie
- Teilgebiet des Strategischen Managements
- Bietet Konzepte zur Umsetzung der strategischen Ziele (bezogen auf die Informationsverarbeitung im Unternehmen)
- Informationsstrategie ist Teil der Unternehmensstrategie
=> Versorgung der Unternehmung mit strategisch relevanten Informationen einschließlich der Informations- und Telekommunikationstechnik
=> Ziel: Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Einsatz von IT
(Kapitel 1): Nach welchen Kriterien können IV-Strategien unterschieden werden?
IV-Strategien können nach
=> Objekten unterschieden werden. Objekte sind z.B.
- Einzelne Komponenten der Informationsinfrastruktur
- Logische Komponeten (z.B. Datenbanken, Kommunikationswege)
- Physische Komponenten (Hardware, Software, Personal)
- Wesentliche Eigenschaften der Informationsinfrastruktur (z.B. Verteilung, Auslagerung, Ausgliederung)
- Wesentliche Formalziele (z.B. Sicherheit, Wirtschaftlichkeit)
=> ihmen Charakter unterschieden werden. Charakter einer IV-Strategie:
- Momentum-Strategie (abwartendes Verhalten, Ist-Zustand entspricht zukünftigen Zielen)
- Aggressive Strategie (gezieltes Streben an vorderster Front zu sein)
- Moderate Strategie (Kombination aus Momentum-Strategie und aggressiver Strategie)
- Defensive Strategie (Zurückdrängen von bestimmten Einflüssen, z.B. der der IuK-Technologie)
(Kapitel 1): Nennen Sie wesentliche Gegenstände der strategischen Planung!
Strategische IV-Planung
- Anwendungs-Architektur
- IT-Beschaffung
- IV-Organisation
- IV-Sicherheit
- IV-Integration
- IT-Beratung
- Standardisierung
- Infrastruktur
(Kapitel 1): Erläutern Sie den Begriff "strategische Planung"!
Strategische Planung:
- Gesamter strategischer Planungsprozess
- Umsetzung der Strategie selbst
- Beschreibung von Operationen
Pläne unterscheiden sich durch
- Zeithorizont
- Detaillierungsgrad
(Kapitel 1): Was ist Strategieentwicklung
Strategieentwicklung
= Teil der strategischen Gesamtplanung
- enerseits zum Beginn eines Prozesses
- andererseits im gesamten Planungsprozess
= Der strategischen Planung vorgelagert => Formulierung der strategischen Ziele
= Dient zur Erreichung der strategischen Ziele
= an Strategieentwicklung schließt sich strategische Planung an
- Umsetzung der Strategie auf einer sehr globalen Ebene in Handlungsrichtlinien etc.
- Werden in der weiteren Planung verfeinert und auf die operative Ebene heruntergebrochen
(Kapitel 1): Erläutern Sie die beiden Begriffe "Umweltanalyse" und "Unternehmensanalyse"!
Umweltanalyse
- Befasst sich mit der zu erwartenden Entwicklung
- des Unternehmensumfelds
- Entwicklungen in der Branche
- Hauptkonkurrenten des Unternehmens
- Hauptaufgaben
- Sensibilierung für die Umweltproblematik
- Identifikation der relevanten Umweltsegmente
- Identifikation von Chancen und Bedrohungen aus der Unternehmensumwelt
Unternehmensanalyse
- umfasst gesamtes Unternehmen
- beinhaltete Analyse der Unternehmensressourcen
- Gibt Aufschlüsse über Leistungsfähigkeit, Potenzial sowie Stärken und Schwächen des Unternehmens
- Ergebnis ist System von strategischen Erfolgsfaktoren
- beschreiben Zusammenhang zwischen strategischen Maßnahmen und strategischem Erfolg
- vermitteln Bild von relativer Wettbewerbsposition
(Kapitel 1): Was ist der ressourcenorientierte Ansatz?
Der ressourcenorientiete Ansatz lässt sich in folgenden Kernaussagen zusammenfassen:
- Spezifische Ressourcenausstattung eines Unternehmens ist wesentliches Erfolgspotenzial
- Erfolg eines Unternehmens basiert auf Ressourcen, über die Konkurrenten nicht verfügen
- Ressourcenbegriff ist weitgefasst
- alles was die Stärke oder Schwäche eines Unternehmens ausmacht, wie z.B. die Unternehmenskultur, technologisches Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
- Ressource ist Kernkompetenz, die von anderen Unternehmen nicht imitierbar oder subsituierbar ist
=> Aber: in der Praxis nur schwer realisierbar, da Kernkompetenzen selten
(Kapitel 1): Was ist Strategieumsetzung?
Strategieumsetzung
= Realisierung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse der Strategieentwicklung
= Zieht häufig fundamentale Veränderungen nach sich, denen die Unternehmenskultur entgegensteht
= Änderung der Strategie erfordert in der Regel Anpassung der Organisation
= Gestaltung effizienter und konkurrenzfähiger Organisationen durch den Einsatz von IT
= IT wird zunehmend Kernelement der Organisationsgestaltung
(Kapitel 1): Erläutern Sie aktuelle Herausforderungen der Unternehmensumwelt!
- Demographischer Wandel
- Gesellschaftliche Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen
- Technologische Veränderungen
- Internationalisierung/Globalisierung der Märkte (z.B. Abbau staatlicher Reglementierungen, steigender Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen, Ressourcenknappheit etc.)
- Prozessuale und strukturelle Probleme und Veränderungsbedarfe (z.B. mangelnde Transparenz, Überwindung von "Ressortegoismen", Veränderung der Unternehmenskultur etc.)
(Kapitel 2): Welche Hintergründe stehen in Bezug zur "Car-Debatte"?
- IT zunehmender Kostenfaktor
- IT-Investitionen stehen in keinem Verhältnis zum erwartenden wirtschaftlichen Nutzen
- IT zunehmend Managementwerkzeug
- Ziel: Stärkere Differenzierung und Wettbewerbsvorteile
- IT keine strategische Ressource, da Kernfunktionen der IT für alle verfügbar (keine Einzigartigkeit)
(Kapitel 2): Nennen und erläutern Sie Carr's Thesen!
- IT hat seine strategische Bedeutung verloren
- je kostengünstiger eine Technologie, desto wertloser für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen
- Vorteile nur durch Kostensenkung möglich
- IT ist ein Betriebsmittel, das für alle gleich ist (keine Kernkompetenz)
- je mehr IT für alle verfügbar ist desto mehr fehlt die Differenzierung
- existierende IT-Fähigkeiten sind meistens ausreichend für die Unternehmensanforderungen
- IT ist primär Transporttechnologie
- Bedeutung von IT ist zukünftig makroökönomisch
=> neue Technologien ändern den Markt - IT ist eine Infrastrukturtechnologie, weil sie leicht übernommen bzw. kopiert werden kann
- Infrastrukturtechnologien bieten nur kurze Zeit Wettbewerbsvorteile
- Erzielen erst Nutzen wenn sie einer breiten Masse zur Verfügung stehen
- Sind zu Beginn häuf properitär
- Unternehmen werden allgemeine Standardanwendungen bevorzugen und Geschäftsprozesse werden vereinheitlicht
- Bildung von Best Practices und Standards
- IT wird homogenisiert/standardisiert
=> Wettbewerbsvorteile werden ausgelöscht
- IT ist am Ende seines Wachstums und befindet sich in der Sättigungsphase
- Die Risiken, die durch die IT entstehen sind höher als die Vorteile
(Kapitel 2): Welche Argumente trägt Carr vor, um seine Thesen zu stützen?
=> IT ist am Ende seines Wachstums
- zunehmende Standardisierung in der IT
- kaum noch Bedarf an properitären Produkten
- IT und Prozesse werden zunehmend replizierbar
=> Standardisierung der Prozesse durch Standardisierung der IT - Durch Vorteile und Dominanz bestimmter Lösungen ergeben sich Skalenefekte
=> Diese Vorteile brauchen sich langsam auf
- Durch IT ändern sich Märkte
=> Durch Infrastrukturtechnologien sind Marktentwicklungen beendet (Kondratieff)
(Kapitel 2): Welche Kritik kann man an der Carr-Debatte abhalten?
- IT wird für die Verarbeitung, Speicherung und den Transport von Informationen in digitaler Form benötigt
- Frage nach der Definition von IT
- Diffuse Analyse was Wettbewerbsvorteile sind (für Carr nur Marktvorteile)
- Unternehmen sind nicht homogen, IT demnach nicht kopierbar
- eine Vielzahl von Unternehmen ohne IT nicht überlebensfähig
- Vielzahl von Investitionen stehen unter ROI und nicht mehr unter Budgetierung
- Investitionen sollten zukünftig an realen Unternehmensanforderungen realisiert werden
- Durch IT kann kein Wettbewerbsvorteil erzielt bzw. aufrechterhalten werden
=> Ziel ist vielmehr Effizienz/Effektivitätssteigerung
(Kapitel 2): Erläutern Sie das strategische Potenzial der IT!
- Es gibt eine Vielzahl von IT-Produkten, die nicht nur Betriebsmittel sind (insbesondere unternehmensangepasste Software)
- Eine allgemeine Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit kreiert neue Geschäftsmodelle
- IT wird stabil, anwenderfreundlich und komfortabel
- IT reduziert Bürokratie und Gemeinkosten im Unternehmen
- IT verbessert die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteueren der Unternehmenswelt
- Durch IT können wertvolle Informationen effizient zwischen Geschäftspartnern ausgetauscht werden
- IT unterstützt Firmen, ihr gesammelt Wissen effektiv zu speichern und zu managen
(Kapitel 2): Was versteht man unter Innovationsfähigkeit?
Innovationsfähigkeit
= Fähigkeit, Potenziale neuer IT zu erkennen und in Kombination mit Änderungen in den Unternehmensstrukturen innovativ umzusetzen
= wertvoll, rar und insbesondere weder leicht zu imitieren, noch transferierbar oder substituierbar
= Basis und das Ergebnis eines Lernprozesses aus den Erfahrungen vergangener und zukünftiger IT-Initiativen
(Kapitel 2): Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Erfolgspotenziale umsetzen zu können?
- Eine innovationsfreundliche Organisationskultur muss vorhanden sein
- Akzeptanz und Aufnahmefähigkeit des Unternehmensumfelds
- Richtiges Timing und richtige Reihenfolge bei der Umsetzung von Erfolgspotenzialen muss beachtet werden
(Kapitel 2): Wann können Wettbewerbsvorteile durch IT-Beschaffung realisiert werden?
Wettbewerbsvorteile durch IT-Beschaffung werden erzielt wenn:
- Die Abstimmung der IT auf die Wertschöpfungskette im Unternehmen erfolgt
- Die IT-Beschaffung ein strategischer Selektionsprozess ist
- Eine technologische Abhängigkeitssituation vermieden wird
- Kritische Eigenschaften wie z.B. das Fehlen von Features, Kosten für überflüssige Eigenschaften etc. vermieden werden können
- Die Software im Unternehmen kostengünstiger implementierbar ist als beim Wettbewerber
- Die Software im Unternehmen effektiver genutzt werden kann als beim Wettbewerber
(Kapitel 2): Welche Herausforderungen und Ziele sind bei der strategieorientierten Steuerung der IT zu berücksichtigen?
Herausforderungen:
- Eine erfolgskritische Fähigkeit ist die strategische Planung
- Kein bzw. schwages IT-Business-Alignment
- Meist unzureichende Integration von Unternehmensstrategie in die IT-Strategie
- Häufig nicht nachweisbarer Zusammenhang zwischen IT-Investitionen und finanziellen Kenngrößen
Ziel:
- Messbarkeit der Umsatzerfolge durch konsistente Verknüpfung von IT und Unternehmensstrategie mittels IT-BSC (Balanced Score Card) als Basis für ein Performance-Measurement-System
(Kapitel 2): Was ist ein Performance-Measurement-System?
- Performance-Measurement-Systeme sind als Teil der Controllingsysteme auf die Unterstützung der
Strategieumsetzung ausgerichtet. - Performance-Measurement sind gekennzeichnet durch
- Verbindung von finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen
- starker Strategiebezug
- Differenzierte Leistungsebenenbetrachtung (z.B. Prozessebene, Mitarbeiterebene)
- Performance-Measurement unterstützt:
- eine stakeholder- und leistungsebenengerechte Zielformulierung
- Bessere Strategieoperationalisierung und -quantifizierung
(Kapitel 2): Erläutern Sie die Balanced Score Card in der IT!
Balanced Scorecard (BSC) als Steuerungsinstrument der IT
- Traditionelle finanzielle Zielgrößen werden durch nicht finanzielle Zielgrößen ergänzt
- Betrachtung unterschiedlicher Sichten (in sog. Perspektiven)
- Finanzsicht
- Sicher der Kunden
- Leistungsfähigkeit der internen Prozesse
- Fähigkeit zu Innovation und Wachstum
- Ziel: Erreichung der finanziellen Ziele durch Balance der Summe aller Perspektive
- Verknüpfung finanzieller und nicht finanzieller Ziele durch Verbildlichung in Ursache-Wirkungs-Ketten
- Spezifikation jeder einzelnen Kenngröße durch konkrete Zielwerte und entsprechende Maßnahmen
Ziele der BSC- Einführung für den IT-Bereich:
- Den strategischen Nutzen der IT mess- und steuerbar machen
- Den Innovationsbeitrag der IT steigern
- Die Leistungsfähigkeit der IT für interne und externe Kunden darstellen
- Die Erstellung strategischer IT-Pläne unterstützen
Umsetzung:
- Die Entwicklung einer BSC für die IT sollte auf der Unternehmensstrategie aufsetzen
- Die vier Perspektiven der BSC (Finanzen, Kunden, Prozess und Potenzial) werden auf die Spezifika der IT ausgerichtet
(Kapitel 2): Nennen und beschreiben Sie eine Methode zur Bestimmung des ROI von IT-Systemen!
Als Grundlage für die Bestimmung des ROI für IT-Systeme kann bspw. das ARIS-Rahmenkonzept herangezogen werden, welches primär zur Beschreibung von Unternehmen und deren Informationssysteme dient. Das ARIS-Rahmenkonzept besteht aus folgenden vier Schichten:
- Oranisationsschicht (Beschreibung der Aufbauorganisation)
- Datenschicht (Beschreibung der Unternehmensdaten und ihre logischen Beziehungen)
- Funktionsschicht (Beschreibung der Struktur der Funktionen in der die Daten verarbeitet werden und ihre Unterstützung durch IT-Funktionen)
- Prozessschicht (Darstellung eines zeitlogischen Ablaufs der Unternehmensfunktionen)
(Kapitel 2): Wodurch können sich Verbesserungspotentiale im Geschäftsprozessmanagement ergeben?
Verbesserungspotetenziale ergeben sich z.B. durch:
- Optimierung der IT-Systeme im Hinblick auf tatsächlich genutzte Funktionen
=> Einsparung von Wartungskosten, Entwicklungskosten etc. - Ausschöpfung des Integrationspotenzials
- Optimierung des Lizenzmodells
- Überführung der Prozessdaten in EAI-Systeme
(Kapitel 3): Nennen Sie die Merkmale von Unternehmensführungsentscheidungen!
Unternehmensführungsentscheidungen:
- haben eine hohe Bindungswirkung
- sind irreversibel
- haben einen monetären Wert bzgl. ihres Inhalts
- sind wertbeladen (ethische, soziale, politische Normen)
- sind gering strukturiert
- haben eine große Reichweite
=> Qualität/Verfügbarkeit von entscheidungsrelevanten Informationen bestimmen die Effektivität der Entscheidung!
(Kapitel 3): Was ist unter dem Systemansatz zu verstehen? Erläutern Sie seine Vorteile bzw. Besonderheiten!
Systemansatz
- Unternehmen können als Systeme betrachtet werden
- Unternehmen sind komplexe, offene soziale Systeme mit einer Vielzahl von Subsystemen
- Ziel:
- zielgerichtete Gestaltung stabiler Systeme
- Systeme darzustellen und zu verstehen (Erstellung eines Erklärungsmodells)
- Systeme zu gestalten (Erstellung eines Gestaltungsmodells)
Vorteile:
- Ganzheitliche Betrachungsweise des Unternehmens
- Problemadäquate, komlexitätsreduzierte Hierarchisierung
- Betrachtung eines (Teil-)Systems auf einer problemadäquaten Abstraktionsstufe möglich
- Grundlage für die Anwendung quantiativer Methoden wie Simulation, oder Warteschlangenmodelle
- Systematisierung und Strukturierung eines Problems wird erreicht
- Systemansatz ist Anzsatz zur Gestaltung von Programmsystemen
(Kapitel 3): Was ist unter dem Entscheidungsansatz zu verstehen?
Entscheidungsansatz
- Entscheidungen = informationsverarbeitende Prozesse
- Ansatz zur rationalen Entscheidungsfindung
- Zugang zu allen Tatbeständen und Phänomenen im Unternehmen, die mit der Entstehung, Verarbeitung und Verwendung von Informationen verbunden sind
In der Betriebswirtschaftslehre:
- Entscheidungstheorie
- Operations Research
(Kapitel 3): Was sind Informationen? Nennen Sie einige Erscheinungsformen von Informationen!
- „Information ist das Wissen über die Wirklichkeit, das ein Entscheidungsmodell für seine Anwendung voraussetzt.“ (Schneider, 1981)
- Informationen haben eine Syntax, Semantik und eine Pragmatik
- Die Erscheinungsformen von Informationen sind sehr vielfältig z.B
- Wissen
- Erfahrung
- Daten
- Texte, Bilder, Töne
Zeichen + Syntax = Daten
Daten + Bedeutung = Information
Information + Vernetzung = Wissen
(Kapitel 3): Welche Wettbewerbsstrategien gibt es und welchen Informationsbedarf/-einsatz haben sie?
Strategie der Kostenführerschaft
- zielt auf eine möglichst geringe Informationsintensität hinsichtlich der
- zu erstellenden Produkte und Leistungen
- als auch der Leistungserstellung ab
- Maßnahmen:
- Standardisierung bei der Leistungserstellung und den zu beschaffenden
Ressourcen - geringe Variantenvielfalt der Produkte und Leistung
- Standardisierung bei der Leistungserstellung und den zu beschaffenden
Differenzierungs- und Nischenstrategien
- zielen auf einen erhöhten Kundennutzen ab
- gewünschte Differenzierung erfordert eine höhere Informationsintensität
- in der Leistung
- im Prozess der Leistungserstellung
(Kapitel 3): Was ist Informationsmanagement?
"Informationsmanagement die gezielte betriebswirtschaftliche Auseinandersetzung mit der
Informationswirtschaft zum Zweck der Beschreibung (Modell-bildung), Analyse und Prognose sowie Gestaltung des
Informationssystems der Unternehmung. Damit ist Informationsmanagement ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung, eine Querschnittsfunktion, die unmittelbar mit dem Führungsprozess verbunden ist" [PiRe1994, S. 264].
(Kapitel 3): Erläutern Sie die Notwendigkeit des Informationsmanagements hinsichtlich des strategischen Managements!
- Managementfunktion besteht darin, den Produktionsfaktor Information zu planen, zu steuern, zu kontrollieren und zu
nutzen - IM ist Aufgabe der Unternehmensführung
- Stellenwert des IM resultiert aus dem Leistungspotenzial der Informationsfunktion
- Ziele, Aufgaben und Methodik des IM sind entsprechend dem Leistungspotenzial der Informationsfunktion zu
definieren
(Kapitel 3): Definieren Sie den Begriff "strategisches Informationsmanagement"!
Strategisches Informationsmanagement ist das langfristig orientierte Leitungshandeln in einer
Organisation bezüglich der künftigen Informations- und Kommunikationsfunktionen. Die IV- Strategie gibt dafür
die grundsätzlichen Richtlinien und Rahmenbedingungen vor.
(Kapitel 3): Beschreiben Sie die Szenario-Technik und nennen Sie ihre Vor- und Nachteile!
Merkmale
- Denken in Alternativen
- Ausgangspunkt ist eine Analyse des Istzustandes
- Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Einflussfaktoren
- Erfassung der Vernetzung zwischen den Einflussfaktoren und der Systemdynamik
- Verwendung von Annahmen über die Struktur und die Veränderungen der Einflussfaktoren (Störfaktoren)
- Generierung alternativer, in sich konsistente Zukunftsbilder
=> Aufzeigen der Entwicklungspfade, die zu den Zukunftsbildern führt (Szenario) - Qualitative Prognosemethode
Vorteile:
- Trägt zu besseren Systemverständnis bei
- Auch Darstellung von komplizierten Entwicklungen möglich
- Denken in Alternativen wird gefördert
- Verwendung von qualitativen und quantitativen Daten
- Abbildung nichtlinearer Entwicklungen und ihren Wechselwirkungen
Nachteile:
- sehr zeitaufwendig
=> hoher Kostenaufwand z.B. durch Einsatz von Experten - Keine Wertefreiheit
=> Gefahr des übermäßigen Einflusses von subjektiven und nicht überprüfbaren Bewertungen - Wenig graphische und bildhafte Darstellungen
=> behindert Anwendung in partizipativen Prozessen
(Kapitel 3): Was ist der Zweck der Portfolioanalyse? Beschreiben Sie ihre Vor- und Nachteile!
Zweck:
- Die strategische Maßnahmenplanung bedarf Informationen darüber:
- wie das Portfolio der Informationsinfrastruktur beschaffen ist (IstPortfolio)
- wie das Portfolio beschaffen sein könnte (Ideal-Portfolio)
- wie das Portfolio beschaffen sein soll (Soll-Portfolio)
- Ziel ist es, das Leistungspotenzial der Informationsfunktion voll auszuschöpfen und durch die Unternehmensinfrastruktur in Unternehmenserfolg umzusetzen
- Ist-Portfolio, Ideal-Portfolio, Soll-Portfolio werden mittels Portfolioanalyse ermittelt.
Vorteile:
- unterstützt das Setzen von Prioritäten bei der strategischen Maßnahmenplanung unter wettbewerbswirksamen Gesichtspunkten
- Unterstütz Abstimmung der Wettbewerbsstrategie mit der IT-Strategie
- Grafische Darstellung in einer Matrix
Nachteile:
- Keine Erklärung des Istzustandes
- Keine konkreten Handlungsanweisungen für Veränderungsmaßnahmen
- Zeitaufwand hängt davon ab wie viel und ob Informationen über Wettbewerbsfaktoren bekannt sind
(Kapitel 4): Was ist IT-Business-Alignment?
IT-Business-Alignment:
- ist Ausrichtung der IT an den Geschäftszielen der Unternehmung
- essenzielle Voraussetzung für das Generieren eines optimalen Beitrags der IT zum Geschäftserfolg des Unternehmens
- wechselseitige Abstimmung von Zielen, Strategien, Architekturen, Leistungen und Prozessen zwischen IT-Bereichen und Fachbereichen im Unternehmen
- Grundlage einer effizienten Zusammenarbeit von Unternehmen und internen oder externen IT-Dienstleistern
- führt zur Ausgestaltung des IT-Handlungsrahmens (IT-Governance)
Ziele:
- Mittels zielgerichtetem Einsatz der IT soll die Wirtschaftlichkeit der Gesamtunternehmung gesteigert werden
- Vereinigung der Unternehmensinteressen und der Fachinteressen zu einem gemeinsamen Informationskonzept
- Die IT eines Unternehmens hat sich dabei konsequent dem Unternehmenszweck unterzuordnen