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Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 05.11.2011 / 18.12.2019
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Was ist das Grundbuch?

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, welches über die rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse an Grundstücken Auskunft gibt. Es bildet die Grundlage für alle rechtlichen Veränderungen an Grundstücken (Eigentumsänderungen, Verpfändungen, Vormerkungen, Dienstbarkeit und Grundlasten).

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Was sind die Bestandteile des Grundbuches?

Tagebuch (Anträge auf Änderungen (Anmeldung) in chronologischer Reihenfolge nach Eingang registriert)

Hauptbuch (es ist das eigentliche Grundbuch im Volksmunde und wird nach dem Realfoliensystem geführt, d.h. jedes Grundstück verfügt über ein eigenes Blatt bzw. eine eigene Buchseite - Kollektivblatt sind mehrere Grundstücke auf einem Blatt)

Grundbuchpläne / Liegenschaftsverzeichnisse (Wo die Vermessung durchgeführt ist, da findet das Grundbuch seine Ergänzung in den Plänen, die eine geometrische Darstellung der Grundstücke enthalten und zur Bestimmung ihrer Lage und Grenzen massgebend sind)

Belege (Rechtsgrundausweise,z.B. Kaufvertrag für die Eintragung eines Käufers,usw. nennt man Belege und bedarf es bei jeder Änderung)

Liegenschaftsbeschreibung (Auskunft über die Lage, Fläche, Kulturart, Bauten, angemerkte öffentlich-rechtlche Eigentumsbeschränkungen und andere Rechtsverhältnisse)

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Neben den fünf Hauptbestandteilen gibt es noch einige mehr. Nenne im Minimum drei.

Es gibt diverse Hilferegister, wie z.B. Eigentümerverzeichnis, Gläubigerregister, Berichtigungsbuch, Servitutenprotokoll (=Beschrieb der Dienstbarkeiten und Grundlasten), Strassen- und Flurwegverzeichnis, Pfantitelverzeichnis (=Verzeichnis der erhöhten und neu errichteten Schuldbriefe) und die Titelkontrolle (=Kontrolle über Ein- und Ausgang von Schuldbriefen)

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Welche Eintragungen im Grundbuch gibt es?

Eintragungen im engeren Sinne

Vormerkungen

Anmerkungen

Bemerkungen

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Was sind Eintragungen im engeren Sinne?

Eigentumsverhältnisse (Alleineigentum, Gemeinschaftliches Eigentum, Miteigentum, Gesamteigentum)

Dienstbarkeiten (Hinweis, dass es sich um eine Last, resp. um ein Recht handelt)

Grundlasten (Leistung an bestimme Personen oder Eigentümer eines Grundstückes) und

Pfandrechte (Grundpfandrecht an einem Grundstück)

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Was sind Vormerkungen?

Vormerkungen zählen nicht zu den dinglichen Rechten, wirken sich aber dadurch aus, als sie gegenüber jedem späteren Erwerber eines dinglichen Rechtes durchgesetzt werden können. Man spricht auch häufig von realobligatorischen Rechten oder quasi dinglichen Rechten, z.B. Nachrückungrechte, resp. Vorkaufsrecht

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Vormerkungen werden unterteilt in...

Vormerkungen von persönlichen Rechten (Das Gesetz gibt Auskunft, welche Art eingetragen werden darf, denn ohne Grundlage ist es nicht erlaubt, z.B. Gewinnanteilsrecht, Nachrückungsrecht, Vereinbarung Vorkaufsrecht bei Stockwerkeigentum, usw.)

Verfügungsbeschränkungen (Vormerkung aufgrund 1.)amtlicher Anordnung zur Sicherung streitiger oder vollziehbarer Ansprüche 2.) einer Pfändung, eines Konkurserkenntnisses oder einer Nachlassstundung 3.) eines Rechtsgeschäftes, wie für die Anwartschaft)

vorläufige Eintragungen (1.) zur Sicherungen eines behaupteten dinglichen Rechts - Fusswegrecht als Dienstbarkeit, 2.) Sicherung einer grundbuchlichen Verfügung, Rechtsgrund ja, aber Ausweis jedoch fehlt

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Was sind Anmerkungen?

Sie dienen einzig der Information über bestehende Rechtsverhältnisse und können auch ohne Anmerkung im Grundbuch bestehen. Mögliche Anmerkungen sind im eidgenössischen, als auch dem kantonalen Recht ersichtlich. Im Kanton ZH wird im wesentlichen angemerkt:

1.) Auszahlung von Vorsorgegeldern im Rahmen des WEF

2.) Baubeginn

3.) Zugehörverzeichnis

4.) öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen

5.) allgemeine Hinweise auf besondere Rechtsverhältnisse