IBL Produktionsmanagement

BFW, Industriebetriebslehre, Produktionsmanagement

BFW, Industriebetriebslehre, Produktionsmanagement


Florian Woll
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Produktionsmanagement auf Berufsschulniveau. Sie decken Themen wie Fertigungsverfahren, Produktentwicklungsprozesse, gewerbliche Schutzrechte und umweltfreundliche Produktion ab. Besonders behandelt werden die verschiedenen Phasen der Produktentstehung, von der Ideengenerierung bis zur Markteinführung. Praktiker und Studierende der Betriebswirtschaft profitieren von den detaillierten Erklärungen und Beispielen, die ihnen helfen, die komplexen Zusammenhänge des Produktionsmanagements zu verstehen und anzuwenden.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
22.06.2013 / 07.11.2019

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Ökonomischen Sachziele des Produktionsmanagement

  • Erstellung bedarfsgerechter Leistungen
  • kurze Durchlaufzeiten
  • hohe Kapazitätsauslastung
  • hohe Produktivität
  • Optimierung von Prozessen
  • Flexibilität von Maschinen und Personal

Ökonomische Formalziele des Produktionsmanagement

  • Minimierung der Kosten
  • Maximierung der Wirtschaftlichkeit

Soziale Ziele des Produktionsmanagement

  • gerechte Entlohnung
  • angenehmes Arbeitsklima
  • optimale Arbeitsbedingungen

Ökologische Ziele des Produktionsmanagement

  • umweltverträgliche Materialien
  • Vermeidung von Rückständen
  • umweltverträgliche Rückstandsentsorgung
  • umweltverträgliche Produkte
  • umweltverträgliche Fertigungsverfahren

Teilaufgaben des Produktionsmanagements

  • Produktionsplanung
  • Produktionsdurchführung
  • Produktionskontrolle

Was legt das Produktionsprogramm fest?

Art und Menge von Erzeugnissen, die in einem bestimmten Zeitraum gefertigt werden.

Was ist Bestandteil des Produktionsprogramms?

  • Eigenleistung (Anlagegegenstände für den Eigenbedarf)
  • Produktprogramm

Was ist Teil des Absatzprogramms?

  • Produktprogramm
  • ergänzende Handelswaren
  • Dienstleistungen

Was ist Teil des Absatzprogramms?

  • Produktprogramm
  • ergänzende Handelswaren
  • Dienstleistungen

Wodurch wird das Produktprogramm bestimmt?

  • Von der Unternehmensleitung abgesteckte Geschäftsfelder
  • Marktchancen, die sich ergeben
  • Kosten müssen im Rahmen bleiben
  • Notwendige Materialien müssen beschafft werden können
  • Anlagen und Forschung muss finanziert werden können
  • Stand der Technik
  • Ergebnisse eigener Forschung und Knowhow
  • Gesetzliche und soziale Einflüsse
  • Bei vertretbaren Gütern müssen die Mengen ermittelt werden können.

Was sind die zwei Dimensionen des Produktprogramms?

  • Die Programmbreite gibt die Menge der Produktarten an (z.B. Socken, Schuhe, Strumpfhosen)
  • Die Programmtiefe gibt die Menge der Variationen einzelner Produkte an (z.B. blaue Socken, grüne Socken, mit Gummi oder ohne)
  • Diversifikation: Programmbreite wird größer
  • Differenzierung: Programmtiefe wird größer

Was spricht für ein umfangreiches Programm?

  • Niedrigere Abhängigkeit von einem Produkt
  • Kunden mögen umfangreiche Programme
  • ergänzende Produkte (Komplementärgüter)
  • Nutzung brachliegender Kapazitäten
  • Verwertung von Rückständen, die bei der Produktion anfallen

Was gibt die Fertigungstiefe an?

Was spricht für und was spricht gegen eine niedrige Fertigungstiefe?

Für eine niedrigere Fertigungstiefe spricht

  • Zulieferer können die Erzeugnisse vielleicht günstiger fertigen
  • Die Eigenfertigung könnte mit einem hohen Kapitaleinsatz oder einem hohen Risiko verbunden sein
  • Zulieferer haben vielleicht wertvolles Know-How oder Patente

Die Auslagerung hat aber auch Nachteile

  • Ich begebe mich in Abhängigkeit eines externen Unternehmens
  • Ich verzichte auf Einfluss und Kontrollmöglichkeiten
  • Ich muss die Lieferqualität (Produktqualität, Liefertreue) kompromisslos sichern
  • Der Verlust von Know-How

Wofür eignet sich Outsourcing besonders?

  • komplette Einbauteile
  • ergänzende Handelswaren
  • Energien, Betriebsmittel, Werkzeuge
  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Was sind die drei Stufen der Produktionsprogrammplanung?

  • strategische Planung
    • Produktfelder
    • Festlegung im Rahmen einer grundlegenden Unternehmens- und Marketingstrategie
  • strukturelle/taktische Planung
    • Konkrete Produkte
    • Fertigungsmenge auf Grund von erwartetem Absatz
    • Bereitstellung notwendiger Kapazitäten
  • operative Planung
    • Konkrete Produktmengen in der Periode
    • Nutzung der bereitgestellten Kapazitäten

Welche drei Möglichkeiten der Beschäftigungsglättung haben wir kennengelernt?

  1. Fertigung synchron zum Absatz
    • niedrige Lagerkosten
    • hohe Fixkosten
  2. Gleichmäßige Kapazitätsauslastung
    • niedrige Fixkosten
    • höhere Lagerkosten
  3. Stufenweise Anpassung
    • Kompromiss aus 1 und 2

Welche Arten von Produktmaterialien kennen wir?

  • Rohstoffe
  • Hilfsstoffe
  • Fertige Einbauteile

Welche Arten von Betriebsmaterialien kennen wir?

  • Betriebsstoffe
  • Reparaturmaterial

Wann benötigt ein Unternehmen laut Gefahrgutbeauftragten-Verordnung einen Gefahrgutbeauftragten?

Wenn es innerhalb eines Jahres mehr als 50t gefährliche Güter umschlägt.

Welche Aufgaben hat der Gefahrgutbeauftragte?

  • schriftliche Aufzeichnungen
  • genaue Angaben über Zeitpunkte der Überwachung, überwachte Personen und überwachte Geschäftsvorgänge
  • Namen der beauftragten Personen auflisten und Auskunft über deren Schulung
  • Jahresbericht (Art, Menge, Beförderungsart, Verpackungen, Fahrzeuge, eingesetztes Personal, Anlagen, Einrichtungen, Schulung, Unfälle)

Welche Voraussetzung bestehen einem Gefahrgutbeauftragten gegenüber?

  • Schulung bei der IHK
  • Fortbildungskurse alle 5 Jahre

Welche Anforderungen werden gegenüber umweltfreundlicher Materialverwendung gestellt?

  • Nachhaltigkeit
  • Umweltfreundliche Prozesse
  • Umweltfreundliche Verpackung

Wie gewährleistet ein Unternehmen die nachhaltige Verwendung von Materialien?

  • Einsatz recycelbarer Materialien
  • Einsatz recycelter Materalien
  • Nachhaltiger Einsatz erneuerbarer Primärrohstoffe
  • Sparsamer Einsatz nicht erneuerbarer Primärrohstoffe

Welche prinzipiellen Arten von Rückständen können anfallen?

  • Produktionsrückstände
  • Konsumrückstände

Welche Rangordnung gilt laut Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz für den Umgang mit Rückständen?

  1. Vermeidung von Rückständen
  2. Verwertung von Rückständen
  3. umweltverträgliche Beseitigung von Rückständen

Welche Möglichkeiten gibt es zur Verwertung von Rückständen?

  • Wiederverwendung
    • Mehrwegflaschen
  • Weiterverwendung
    • Verwendung eines Senfglases als Trinkglas
  • Wiedergewinnung
    • Aufbereitung z. B. von Kupfer aus Spulen
  • Weiterverwertung
    • für andere Zwecke, z. B. Karton aus Altpapier

Welche Maßnahmen kann ich bei der Produktentwicklung treffen, um mein Produkt umweltfreundlicher zu gestalten?

  • Umweltfreundliche Fertigung durch nachhaltigen Materialeinsatz, energiesparende Prozesse, sparsame Verpackung
  • Umweltfreundliche Nutzung durch Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit, Schadstofffreiheit, niedriger Energieverbrauch
  • Umweltfreundliche Entsorgung durch Mehrfachverwendbarkeit, recycelbare Materialien, umweltfreundlich entsorgbare Materialien

Welche Merkmale gibt es für umweltfreundliche Fertigungsverfahren?

  • materialsparend
  • energiesparend
  • emissionsarm

Welche vier/fünf Phasen des Produktlebenszyklus kennen wir (F&E-Phase ausgeschlossen)

  1. Einführung
  2. Wachstum
  3. Reife
  4. Sättigung
  5. Degeneration

Was ist die Definition: Forschung und Entwicklung?

  • Grundlagenforschung: Vermehrung des Grundwissens
  • Angewandte Forschung: Vermehrung des Wissens mit Ziel einer gewerblichen Anwendung (z. B. als Erzeugnis oder als Verfahren)
  • Entwicklung: Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Produkte

Was sind die Schwierigkeiten im Bereich F&E und welche Möglichkeiten gibt es?

  • Hohe Kosten
  • F&E selbst erwirtschaftet keine Erlöse, daher hohes Risiko
  • Aber F&E unerlässlich um im Wettbewerb mithalten zu können
  • Kooperation mit Hochschulen und anderen Unternehmen

Welche Phasen umfasst die Produktentstehung?

  1. Innovationsprozess
    • Generierung von Ideen
  2. Produktplanungsprozess
    • Bewertung und Auswahl von Ideen
  3. Produktentwicklungsprozess
    • Umsetzung der Ideen in konkrete Produkte

Nenne die vier wichtigen Methoden zur Ideensuche.

  • Funktionsanalyse
    • Schrittweise Zerlegung des Hauptproblems in einzelne Unterprobleme, die dann gelöst werden
  • Morphologische Matrix
    • Dimension Y: Problem
    • Dimension X: Mögliche Lösung des Problems
    • Bewertung der Lösungen
    • Auswahl der günstigsten Lösung
  • Brainstorming
    • Ideenwirbel, zunächst ohne Bewertung
  • Synektik
    • Problemlösung durch Analogien mit (z. T. völig) anderen Bereichen.

Wie werden die Ideen bewertet?

Eine Machbarkeitsstudie bewertet die Ideen an Hand von

  • Finanzierbarkeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Risikos
  • Rechtliche Zulässigkeit

Wie werden die Ideen bewertet?

Eine Machbarkeitsstudie bewertet die Ideen an Hand von

  • Finanzierbarkeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Risikos
  • Rechtliche Zulässigkeit

Welche vier Phasen hat der Produktentwicklungsprozess zweckmäßigerweise?

  1. Aufgabe klären
  2. Konzept
  3. Entwurf
  4. Ausarbeitung

Welche Arten von Anforderungen müssen berücksichtigt werden?

  • technische
  • wirtschaftliche
  • ökologische
  • soziale

Welche drei Dokumente werden in der Phase der Aufgabenklärung erstellt?

  1. Der Auftraggeber erstellt das Lastenheft mit den zu erfüllenden Anforderungen.
  2. Der Auftragnehmer erstellt das Pflichtenheft mit den Umsetzungen der Anforderungen
  3. Die Anforderungsliste enthält die einzelnen Anforderungen.

Welche Dokumente werden während der Entwurfsphase erstellt?

  • Konstruktionszeichnungen
  • Stücklisten

Étudier