Humangeografie ZF
Basierend auf Zusammenfassung von NPE
Basierend auf Zusammenfassung von NPE
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Cartes-fiches
Raum
• Ort: Ein Standort wird zum Ort, wenn ihm bestimmte Werte und Eigenschaften zugesprochen werden (emotionale Beziehung, Handlungsarena)
Ort
Ein Standort wird zum Ort, wenn ihm bestimmte Werte und Eigenschaften
Lage
- die Absolute Lage von Punkten (Individuen, Bauten, Städten) auf der Erdoberfläche lässt sich durch die Koordinaten angeben und auf der Karte festhalten.
- Für die relative Lage (auch Standort) eines Merkmals zu einem anderen gibt es Bewertungskriterien (günstig, ungünstig, Industrie-, Dienstleistungsstandort…)
Veränderungen von Raum und Zeit
Photographie ist nur eine Momentaufnahme, ein Raum verändert sich àDynamik! Raum und Zeit bilden das Rahmenwerk eines Käfigs, innerhalb dessen sich menschliches Handeln abspielt. Z.B.: Am Morgen früh möchte man gerne in der Sonne sitzen à am Nachmittag wird es warm, da möchte man lieber an den Schatten.
räumliche Korrelation
- Räumliche Korrelation: Indiz für einen Zusammenhang von zwei oder mehreren geographischen Verteilungen über ein und dasselbe Gebiet. Passen Verteilungen zueinander, lassen sie sich räumlich assoziieren. Z.B. hohe Bevölkerungsdichte, hohe Umweltqualität…
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räumliche Korrelation ist ein Indiz, aber kein Beweis für einen Kausalzusammenhang
Scheinkorrelation
Zwei Verteilungen, die scheinbar zueinander passen, müssen nicht zwingend zusammenhängen. Daher ist es wichtig, dass man immer ein plausibles, logisches Konzept / eine Theorie als Ausgangsbasis hat.
Verschiedene Bedeutungen von Regionalisierung: Eselsbrücke
W KÖ SG AHA
Verschiedene Bedeutungen von Regionalisierung:
W
- Regionalisierung ist ein wissenschaftliches Verfahren zur räumlichen Gliederung. Sie dient der Klassifikation von Einheiten. Regionen sind Ergebnisse solcher Klassifikationen.
Verschiedene Bedeutungen von Regionalisierung:
KÖ
- Regionalisierung (= Einteilung in Gebiete) mit Bezug auf soziale und kulturelle Phänomene (z.B. Regionen gleicher sozialer und politischer Organisation – Quartiere in der Stadt, Staaten und andere politische Regionen)
- Regionalisierung mit Bezug auf soziale und ökonomische Merkmale (z.B. das Nord-Süd-Gefälle)
Verschiedene Bedeutungen von Regionalisierung:
LW
- Regionalisierung auf staatlicher Ebene – es werden unterschiedliche Lebensbedingungen zw. Landesteilen betrachtet
- Regionalisierung auf globaler Ebene – es werden unterschiedliche Lebensbedingungen zw. Weltregionen betrachtet
Verschiedene Bedeutungen von Regionalisierung:
AHA
- Es gibt auch eine räumliche Gliederung, die aus alltäglichem Handeln von Menschen entsteht (z.B. Konsumation von Wohnraum – Wohnort als Ausdruck von Lebensstil, Wohnort Ergebnis der Marktsituation, Wohnort als Ausdruck des Sozialstatus)
Betrachtungsebenen
- Mikroebene: Haushalt, lokal
- Mesoebene: Stadt, Staat, regional
- Makroebene: globales Städtesystem, global
Massstäbe
- Mikroebene: Haushalt, lokal
- Mesoebene: Stadt, Staat, regional
- Makroebene: globales Städtesystem, global
Ziele von Wissenschaft: Eselsbrücke
EWA
Ziele von Wissenschaft
Erkenntnisse generieren
Wissen generieren
Aussagen treffen, die in ihrer Gültigkeit über den Einzelfall hinausgehen
Ausgangspunkte wissenschaftlicher Erkenntnis:
Eselsbrücke
WWW
Ausgangspunkte wissenschaftlicher Erkenntnis?
- Was ist Wirklichkeit?
- Was kann erkannt werden?
Sinneserfahrung: Empirie
Reflexion: Rationale Erkenntnis
- Was sind die Mittel, mit denen man zur Erkenntnis kommt?
Methode: Vorgehensweise, um ein bestimmtes Ziel mit bestimmten Mitteln zu erreichen
erkenntnistheoretische Positionen
Realismus
Idealismus
Konstruktivismus
Realismus
- (Aristoteles): es existiert eine erfahrbare Wirklichkeit àempirische Erkenntnisse tragen zum besseren Verständnis der Wirklichkeit bei.
Idealismus
- (Platon): Ideen existieren unabhängig vom denkenden Subjekt. Sie werden nicht durch das Denken geschaffen, sondern im Denken erkannt.
Konstruktivismus
Die Wirklichkeit wird ganz (radikaler Konstruktivismus) oder teilweise durch kognitive Prozesse geschaffen
Paradigma
Ein Paradigma steht für die ganze Konstellation von Meinungen, Werten, Methoden usw., die von den Mitgliedern einer gegebenen Gemeinschaft geteilt werden. Er bezeichnet aber auch ein Element dieser Konstellation, die konkreten Problemlösungen, die, als Vorbilder oder Beispiele gebraucht, explizite Regeln als Basis für die Lösung der übrigen Probleme der „normalen Wissenschaft“ ersetzen können. In der GG herrscht ein Paradigmenpluralismus – Paradigmen sind nicht Konkurrenten sondern Komplementatoren.
Theorie
- Eine Theorie versucht, bestimmte Sachverhalte oder Erscheinungen zu erklären und die ihnen zugrunde liegenden Gesetzmässigkeiten zu erfassen. Sie versucht ein Bild-Modell der Realität darzulegen. Sie versucht eine kausale und logische Begründung für ein Phänomen zu finden und einen empirischen Nachweis zu erbringen.
Modell
Muster / Vorbild / keine Nachbildung
- Wissenschaftl. Modell
- Idealisierte Abbildung der Realität.
- Formales Abbild des Verknüpfungssystems zwischen Sachverhalten.
- Mögliche Basis für Hypothesen.
- Ein Modell hat nicht zwingend etwas mit Verkleinerung zu tun.
- Versucht Sachverhalte vereinfacht, anschaulich darzustellen.
- Wissenschaftl. Modell: Eselsbrücke
- IF H VV
Methodik
- Quantitativ: standardisierte Datenerhebungsmethoden und mathematisch-statistische Analysen.
- Qualitativ: Interview, Beobachtung, partizipative Methoden und Text- / Diskursanalyse
geodeterministische / Umweltdeterminismus
- Die Natur/ Umwelt prägt Menschen / Gesellschaft
Hypothese:
Gleiche natürliche Umwelt führt zu gleichen menschlichen Handlungen
Possibilismus
Umwelt kann, muss aber nicht die Kultur prägen.
(Menschen können Unabghängigkeit entwickeln)
Gesellschaft
Strukturiertes und organisiertes System menschlichen Zusammenlebens und –wirkens innerhalb eines bestimmten räumlichen Bereichs. Ein System von Beziehungen, das Individuen miteinander Verbindet àStabilität von Gesellschaft hängt davon ab, inwieweit sich ihre Mitglieder an geteilte Werten und Normen orientieren
Werte
abstrakte Ideale, aus religiösen, weltanschaulichen oder ethischen Überzeugungen abgeleitet
Normen
definitive Prinzipien oder Regeln, welche die Mitglieder einer Kultur beachten sollen (Familienstrukturen, Sexualverhalten, Kindererziehung…)
Kultur
besteht aus Werten, welche die Mitglieder einer bestimmten Gruppe (Gesellschaft) haben, Normen, denen sie folgen und den materiellen Gütern, die sie kreieren.
Artefakte/materielle Güter
materielle Manifestationen der Kultur (z.B. Kleidung, Gebäude, Landnutzungssysteme
Gesellschafts- und Wirtschaftsstufen
Sammler, Jäger und Fischer:
primäre Lebensform, Nutzung der Natur
Herrschaftlich organisierte Agrargesellschaft, Sippenbauerntum, Hirtennomadismus:
Primäre Lebensform, Domestizierung der Natur
Älteres Städtewesen, Rentenkapitalismus:
primäre und sekundäre Lebensform mit Machtdifferenzierung zw. Stadt und land, Transformation der Natur
Industriegesellschaft und jüngeres Städtewesen: sekundäre Lebensform mit zunehmend von Menschen gestalteter Umwelt
Dienstleistungsgesellschaft:
tertiäre Lebensform, Organisation der Arbeitsteilung
Gesellschafts- und Wirtschaftsstufen: Eseslbrücke
SHÄID
Gesellschaftsform «Moderne»: Eselsbrücke
A S I K
Gesellschaftsform «Moderne»
ASIK:
Aufklärung
Skepsis
Industrialisierung
Kontrollierbarkeitsbedürfnis
Gesellschaftsform Postmoderne: Eselsbrücke
SDGR
Gesellschaftsform «Postmoderne»
SDGR:
Skepsis gegenüber Vernunf als Primat und universellen Wahrheitsanspruch
Dienstleistungssektor verdrängt Industriesektor
Globalisierung
Risikogesellschaft