HTWG - SSS

HTWG - Konstanz SSS - Signale, Systeme und Sensoren WS 15/16

HTWG - Konstanz SSS - Signale, Systeme und Sensoren WS 15/16


M. F.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Signalverarbeitung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Frequenz, Spektrum, Amplitude und verschiedene Signalarten, insbesondere Sinusschwingungen. Die Karteikarten erklären auch die Funktionsweise von Filtern, die Analyse von Systemen mit Sprungfunktionen und Impulsantworten sowie die Bedeutung der Nyquist-Frequenz und des Abtasttheorems. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende der Informatik, die ein tiefes Verständnis der Signalverarbeitung erlangen möchten.
Karten
111
Lernende
10
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
02.02.2016 / 29.01.2020

Lernkarten

Stimulus

physikalische oder chemische Größe

Sensor

technisches Bauteil, das physikalische Eigenschaften oder die stoffliche Beschaffenheit seiner Umgebung erfassen kann

Ausgangssignalformen

Amplitudenanalog => Umwandlung in ein amplitudenproportionales elektrisches Signal; AD-Wandlung notwendig

Frequenzanalog => Abbildung als Frequenz (Puls-/Periodendauer)

Digital => Umsetzung als Datenwort bestimmter Länge

Sensortypen

Extrinsisch => Systemumgebung (Radar, Kamera)

Intrinsisch => interner Systemzustand (Tachometer, Gyroskop)

Aktiv => Variien angelegtes elektr. Signal bei Veränderung; braucht keine Energiezufur; Widerstandsthermometer

Passiv => Erzeugen direkt ein elektrisches Signal bei Veränderung; brauchen Energiezufur; dynamisches Mikrofon

Kenngrößen

Auflösung => kleinstmögliche Veränderung

Linearität => Abweichung

Ansprechzeit => Zeit der sprunghaften Änderung bis zum neuen Wert

Wiederholungsgenauigkeit

Ausfallwahrscheinlichkeit

Störempflichkeit

Langzeitstabilität

Kalibrierung

Zusammenhang zwischen Messwert und dem zugehörigen wahren Wert der Messgröße

=> kein technischer Eingriff am Messgerät

Justierung

Einstellen oder Abgleichen eines Mesgerätes

=> Eingriff erforderlich

Eichung

weiß ich jetzt nicht ...

Drehspulinstrument allg.

Eine stromdurchflossene Drahtspule dreht sich im Feld eines Dauermagneten

Drehspulinstrument Messprinzip

- Durch Stromfluss verhält sich die Spule wie ein Magnet (angezogen / abgestoßen)

- Je größer der Stromfluss, desto stärker ist das Magnetfeld (Anziehungs-, Abstoßungskraft)

- Spule ist drehbar gelagert

- Spiralfeder dient als Gegenkraft

- Jeder Stromwert führt zu einem eigenen Gleichgewichtszustand zwischen der magnetischen- und der Rückstellkraft

Drehspulenmessgerät

Warum jede Messung mit größtem Messbereich beginnen?

Die Spule ist aus dünnem Draht und verträgt nicht beliebig viel Strom und kann durch zu größe zerstört werden

Parallaxenfehler

Fehler, der je nach Blickwinkel auf den Zeiger entsteht

=> Deckung von Zeiger und Spiegelbild

Anzeigefehler

Aufgrund von Fertigungstoleranz, Lagerreibung, Montage, ...

=> Prozentwert bezieht sich IMMER auf max. Skalenendwert

=> v2.5% bei 10A = +- 0.25A

Fehlerklasse

Bezieht sich auf Lage, Temperatur, Betriebstempeartur

Unterscheidung von Feinmessgeräten und Betriebsmessgeräten

Messprinzip Elektronenstrahl Oszilloskop

- Metall wird erhitzt

- Elektronen freigesetzt

- Durch Metallplatten wird der Elektronenstrahl abgelenkt

- x-Ablenkung durch Sägezahnspannung (Punkt von links nach rechts)

- Elektron wird auf fluoreszierender Oberfläche sichtbar gemacht

Oszilloskop Triggerung

Ablenkung wird solange angehalten, bis das zu messende Signal einen definierten Spannungswert erreicht

=> Trigger Signal wird mit der Sägezahnspannung synchronisiert

=> Dadurch entsteht ein stehendes Signal

absoluter Fehler

Differenz aus wahren Wert und dem gemessenen Wert

\(\Delta x = x - x_w\)

=> Problem: wahrer Wert ist unbekannt -> mus geschätzt werden, oder durch viele Messungen

relativer Fehler

Verhältnis von absolutem Fehler und Messwert

=> \(\frac {\Delta x}{x} \)

=> in Prozent

systematischer Fehler

Abweichung wird druch den Sensor verursacht => sie sind unvermeidbar 

Sie treten bei unveränderten Messbedingungen stets mit dem gleichen Wert auf 

z.B. durch falsche Eichung, unterschiedliche Fertigungstoleranzen 

zufälliger Fehler

Abweichung wird druch unvermeidbare, regellose Störungen (Rauschen) verursacht

Bei wiederholten Messungen streuen die Messwerte, bedingt durch den zufällige Fehler 

  • Temperaturschwankungen während einer Messung, Erschütterungen

  • Ablesefehler 

indirekte Messung

Wenn eine Größe nicht direkt messbar ist, sondern indirekt aus einer oder mehreren gemessen Größen bestimmt wird

=> Geschwindigkeit in Abhängikeit von Weg und Zeit

Faustregel für Fehlerfortpflanzung

1) Bei Addition und Subtraktion zweier Größen addieren sich deren absolute Fehler

2) Multiplikation und Division zweier Gröen addieren sich deren relative Fehler

Übertragungsfunktion

Beziehung zwischen Stimulus und dem Ausgangssignal eines Sensors

=> ideal: Ursprungsgerade

\(y = a * x\)

Die Steiung \(a\) ist die Sensitivität des Sensors

Messbereich eines Sensors

Bereich zwischen dem kleinsten und größten Wert eines Stimulus

=> Arbeitsbereich

Messbereich G wird als Verhältnis vom max. und min. Eingangswert angegben in Dezibel

\(G [db] = 20 log \frac{x_{max}}{x_{min}}\)

Eigenschaften einer Sinus-Schwingung

- Frequenz => Anzahl Schwingungen pro Zeiteinheit; Tonhöhe

- Amplitude => Betrag des Maximalwertes der Schwingung; Lautstärke

- Phase => zeitliche Verschiebung

- Kreisfrequenz => Anzahl der Schwingungen im Zeitraum \(2 \pi\)

Spektrum  (Definition Allg.)

Darstellung eines Signals im Frequenzbereich

Fouriertransformation (Definition Allg.)

Berechnung des Spektrums aus der Darstellung eines Signals im Zeitbereich

Inverse Fouriertransformation  (Definition Allg.)

Berechnung der Darstellung eines Signals im Zeitbereich aus seinem Spektrum

=> Möglich, da bei FT keine Informationen verloren gehen

Interferenz

Schwingungen und Wellen können sich durch Überlagerung zeitweise und lokal gegenseitig auslöschen

Dirac-Impuls (Definition Allg.)

Impuls ist gleichzeitig unendlich steil und unendlich hoch, hat aber immer noch dieselbe Fläche wie das ursprüngliche Rechteck

=> Fläche = 1

Fouriersche Hypothese

Ein Signal wird vollständig durch die Eigenschaften der Sinus-Schwingungen beschrieben, aus denen es zusammengesetzt ist, d.h. durch die jeweilige Frequenz, Amplitude und Phase

Die Sinus Komponenten eines periodischen Signals können nur Frequenzen haben, die ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz sind => die Harmonischen

Welche Anteile eines Signals beschreiben die Cosinus, und welche die Sinus-Terme in der Fourierreihe?

Cosinus => gerade Anteile eines Signals

Sinus => ungerade Anteile eines Signals

3 Dirichlet Bedingungen

1) f(t) muss über eine Periode absolut integrierbar sein

2) In jeder einzelnen Periode dürfen nur endlich viele Maxima und Minima vorkommen

3) In jeder einzelnen Periode dürfen nur endlich viele und endliche Unstetigkeiten vorkommen

Gibbs-Phänomen

Der maximale Abstand zwischen endlichen Fourierreihen und Zielsignal konvergiert bei unstetigen Signalen nicht

=> Es kommt zu Über-/Unterschwingungen an den Sprungstellen

Abstand der Linien im Spektrum von periodischen Signalen?

\(\Delta f = \frac{1}{T}\)

Wie erkennt man ein periodisches Signal anhand seinem Spektrum?

=> anhand dem diskreten Liniensprektrum

Dies bedeutet, das Spektrum besteht aus vielen einzelnen "Peaks"/Linien

Wie erkennt man ein nicht periodisches Signal anhand seinem Spektrum?

=> das Spektrum ist ein kontinuierliches Spektrum

Dies bedeutet, z.B. bei einem einzelnen Rechteckimpuls, dass das Spektrum aus einer "durchgehenden Linie" besteht

Was ist ein fastperiodisches Signal?

Ein Signal besteht aus Abschnitten unterschiedlicher Zeitdauer, innerhalb derer das Signal periodisch ist

(Musik, Sprache)

Sie besitzen versmierte/unscharfe Linien im Spektrum, die ausschließlich die ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz besitzen

Fourierreiche vs. Fouriertransformation

Signaltyp?
Spektrum?
Synthesegleichung?

Fourierreiche:
Signaltyp  => periodisch
Spektrum  => diskret
Synthesegleichung => Summe der Schwingungen

Fouriertransformation:
Signaltyp  => aperiodisch
Spektrum  => kontinuierlich
Synthesegleichung => Integral 

Was ist ein Burst Signal?

Ein Burst ist also ein zeitlicher Ausschitt aus einer periodischen Sinus-Schwingung

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