HRST und KHK

zur Vorlesung vom 18.05.2016

zur Vorlesung vom 18.05.2016


Z. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die koronare Herzkrankheit (KHK) und Vorhofflimmern (VHF) auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Bypass-Operationen, Arterien und Venen als Bypassgefäße, verschiedene Operationsverfahren, die Herz-Lungen-Maschine (HLM), und die Therapie von Vorhofflimmern ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Diagnosen, Therapien und chirurgischen Eingriffen bereitstellen.
Karten
51
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
05.06.2016 / 05.06.2016

Lernkarten

Abkürzung: HRST

Herzrhythmusstörung

Abkürzung: KHK

koronare Herzkrankheit

Frequenzen:

  1. Bradykardie
  2. Tachykardie
  3. Flattern
  4. Flimmern

  1. <50/min
  2. >100/min
  3. 250-350/min
  4. >350/min

Einteilung der HRST (2) mit Beispielen (je 2)

  1. bradykarde HRST (<50/min)
    • SA-Block (sinuatrialer Block)
    • AV-Block
  2. tachykarde HRST (>100/min)
    • supraventrikuläre Tachykardie: Vorhofflimmern/-flattern
    • ventrikuläre Tachykardie

Klausur: HRST

  1. nicht lebensbedrohlich
  2. potentiell lebensbedrohlich

  1. suraventrikuläre HRST
  2. ventrikuläre HRST

Implantation eines Schrittmachers

  • Wo liegt der Schrittmacher?
  • Durch welches Gefäß verlaufen die Kabel
  • Wohin reichen die Kabel?
  • Fixierung wo?

  • (meist) links oder rechts pectoral
  • (i.d.R.) durch die V. subclavia
  • bis zum rechten Vorhof oder hindurch bis zum rechten Herzen
  • Fixierung am Herzmuskel

folgendes sollte bei der Schrittmacher-Implantation beachtet werden:

  • Der Vorhof sollte in ... und ... miteinbezogen werden.

  • Der Vorhof sollte in Wahrnehmung und Stimulation miteinbezogen werden.

folgendes sollte bei der Schrittmacher-Implantation beachtet werden:

  • Gewährleistung der ventrikulären Stimulation bei

  • Gewährleistung der ventrikulären Stimulation bei nachgewiesener oder zu erwartender Überleitungsstörung

folgendes sollte bei der Schrittmacher-Implantation beachtet werden:

  • Verzicht auf Frequenzadaptation bei (3)

  • Verzicht auf Frequenzadaptation bei körperlicher Inaktivität, normaler oder nur gering eingeschränkter Frequenzregulation.

Indikationen zur Schrittmachertherapie: wichtig ist dabei ... des Patienten

Indikationen zur Schrittmachertherapie: wichtig ist dabei klinische Symptomatik des Patienten

(vgl. Korrektur von Klappenvitien)

häufigste supraventrikuläre HRST

Abkürzung: VHF

Vorhofflimmern

Klausur: Probleme beim Vorhofflimmern und deren Folgen

Probleme beim Vorhofflimmern und deren Folgen

Klausur: Durch die uneffektive Kontraktion kommt es zur Stagnation des Blutes in den Vorhöfen (v.a. im linken Herzohr) und damit steigt die Thrombosegefahr (Hauptproblem des Vorhofflimmerns).

Einteilung des Vorhofflimmerns (3)

  • paroxysmal
    • anfallsartig
    • <24h
    • konvertiert spontan wieder in den Sinusrythmus
  • persistierend
    • dauerhaft
    • >7 Tage
    • kann durch Kardioversion oder Medikamente in den Sinusrythmus konvertieren (selten spontan)
  • permanent
    • dauerhaft
    • kann nicht durch Kardioversion oder Medikamente in den Sinusrythmus konvertiert werden

Def.: Ektopie

fokale Erregung bzw. kreisförmige ungezielte Erregung

Wo nimmt Vorhofflimmern seinen Ursprung?

von fokalen Ektopien an den Lungenvenenmündungen in den linken Vorhof

Klausur: Ziele des Therapieansatzes bei VHF (2)

  1. zirkumferentielle Ablation der Pulmonalvenen → Triggerelimination
  2. Behandlung des Vorhofmyokards → Substratmodifikation

Def.: Palpitation

Herzaktionen, die vom Patienten selbst als ungewöhnlich schnell, angestrengt, kräftig oder unregelmäßig wahrgenommen werden

Def.: Synkope

Kreislaufkollaps

ein kurzer, spontan reversibler Bewusstseinsverlust infolge einer gestörten Durchblutung des Gehirns

Therapie-Kette bei VHF (4)

  1. medikamentös
  2. elektrische Kardioversion
  3. katheter-interventionell
  4. chirurgisch

Klausur: Indikationen zur chirurgischen Therapie bei VHF (3)

 

  1. therapierefraktär
  2. hoch symptomatisch
  3. VHF im Zusammenhang mit anderen Eingriffen am Herzen

chirurgische Therapie des VHF bei

  • permanentem VHF
  • paroxysmalem VHF
  • zusätzlich oft

  • permanentem VHF: endokardiale Ablation
  • paroxysmalem VHF: extrakardiale Ablation (von außen)
  • zusätzlich oft Verschluss des linken Herzohrs

chirurgische Möglichkeiten/Operationsverfahren bei VHF (4)

  • PVI (Pulmonalvenenisolation)
  • PVI + linkatriale Ablation
  • LAA-Verschluss (Verschluss des linken Herzohres)
  • volle Cox Maze III

chirurgische Möglichkeiten/Operationsverfahren bei VHF: volle Cox Maze III

  • Prinzip
  • Ablatonsinstrumente und deren Wellen (2)
  • Ablationslinien (4)

  • Prinzip: cut and sew
  • heutzutage mittels Ablationsinstrumenten
    • Radiofrequenz bei Ablationen von außen
    • Kryo bei Ablation von innen/endokardial
  • Ablationslinien: Isolation der Pulmonalvenen als box
    • roof lesion: hintere linke Vorhofwand oben
    • inferior lesion: hintere linke Vorhofwand unten
    • trigone lesion: Koronarsinus
    • LAA lesion: links Vorhofohr

 

chirurgische Möglichkeiten/Operationsverfahren bei VHF: LAA-Verschluss

  • Verfahren (4)
  • Wie lange muss als Nachbehandlung eine Antikoagulation gegeben werden?

  1. Übernaht
  2. Clip (bestes outcome)
  3. Klammernaht/stapling
  4. Exzision
  • 3-6 Monate

Abkürzung: LAA

left atrial appendix

Klausur Def.: KHK

  • KHK ist die Manifestation der Arteriosklerose an den Herzkranzarterien.

  • Bedingt durch die flusslimitierende Koronarstenosen kommt es zu einem Missverhältnis von Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf.

  • Schweregrad und Dauer der Ischämie bestimmen die Manifestation

Klausur: Epidemiologie der KHK

weltweit häufigste Herzerkrankung

(allein in D 1,5 Mio. Betroffene)

Benennung der Koronararterien

LCA Hauptstamm (left coronary artery)

  • entspringt aus der Aorta direkt hinter der Aortenklappe aus dem Sinus valsalvae
  • Der Hauptstamm verläuft ein kurzes Stück zwischen Conus arterious und dem linken Herzohr
  • Aufteilung in 2 Äste
    • RIVA/LAD (Ramus interventricularis ant./Left anterior descending)
      • Ramus diagonalis
    • RCX (Ramus circumflexus)
      • Ramus marginalis
      • RPLS (Ramus posterolateralis sinister)

RCA (right coronary artery)

  • entspringt aus der Aorta hinter der Aortenklappe
  • läuft zum rechten Abschnitt des Sulcus coronarius
  • Aufteilung in
    • RAVD (Ramus atrioventricularis dexter)
    • RIVP (Ramus interventricularis posterior)
    • RPLD (Ramus posterolateralis dexter)

  • Lebenszeitprävalenz KHK
  • Lebenszeitrpävalenz Myokardinfakrt
  • mehr Männer oder mehr Frauen betroffen?

  • Lebenszeitprävalenz KHK: 9,3%
  • Lebenszeitrpävalenz Myokardinfarkt: 4,5%
  • mehr Männer betroffen

Risikofaktoren der KHK

  • nicht beeinflussbar (3)
  • Klausur: beeinflussbar (7)

Abkürzung: CABG

cornary artery bypass graft

Abkürzung: PCI

percutaneous coronary intervention

PCI =

PTCA

Abkürzung: PTCA

perkutane transluminale coronare Angioplastie

Therapiemöglichkeiten bei Stenose im Herzkranzgefäß (2)

Therapiemöglichkeiten bei Stenose im Herzkranzgefäß

Studienlage: PCI vs. medikamentöse Therapie

bis heute keinen wirklichen Nachweis/Studie, dass die PCI (STENT) besser sei als die optimal eingestellte medikamentöse Therapie (gilt nur für die stabile KHK!)

Studienlage: Bypass vs. medikamentöse Therapie

bei 50% der Fälle bessere Ergebnisse mit Bypass als mit Medikamenten

Syntax-Studie: Bypass vs. PCI

  • bei komplexen Krankheitsbildern profitieren Pat. mehr von Bypass als BCI, da geringere Reinterfentionsrate
  • Stroke-Rate bei Bypass i.d. ersten 30d zwar höher, gleicht sich aber dem Level bei PCI an
  • Bypass v.a. bei Pat. mit Diabetes besser

Abkürzung: HLM

Herz-Lungen-Maschine

Lernen