Tag 2


M. H.
Diese Karteikarten behandeln das Herz-Kreislauf-System auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Diagnose und Therapie von Herzinfarkten, einschließlich der Rolle von Medikamenten wie Clopidogrel und Nitraten, sowie auf die Interpretation von EKG-Zeichen und die Bedeutung von Herzenzymen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Verständnis der kardiovaskulären Pathologien und Behandlungsstrategien vertiefen möchten.
Flashcards
20
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
03.12.2014 / 28.12.2014

Flashcards

Erläutere den Unterschied zwischen Artherosklerose und Arteriosklerose?

Welche ist für KHK verantwortlich?

Arteriosklerose ist der Überbegriff und bezeichnet eine Verhärtung der Arterienwand unabhängig von ihrer Genese (u.a. Artherosklerose, Mönckeberg-Media-Sklerose).

Artherosklerose bezeichnet eine entzündliche Veränderung der Intima (multifaktorielle Genese: Rauchen, Lipidstoffwechselstörung) --> häufigste Form

Nenne 6 Hauptrisikofaktoren für Entstehung einer Artherosklerose, sowie Nebenfaktoren (5).

1. Nikotinabusus

2. Diabetes mellitus

3. RR

4. Familienangehörige 1. Grades <55J m/<65J w

5. Hyperlipoproteinämie: LDL >160mg/dl, HDL <40mg/dlm <50mg/dl w

6. Lebensalter <45J m/ <55J w

 

Weitere:

Adipositas v.a. stammbetont

hoher Homocysteinspiegel (Hypercysteinurie)

hoher Fibrinogenspiegel

hoher TAG Spiegel, Lipoprotien a Lp(a) erhöht

Hyperphosphatämie

 

Kriterien metabol. Syndrom

Adipositas

RR

Dyslipidämie (TAGs hoch, HDL vermindert)

D.m.

Chron. Niereninsuffizien und subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie u.a. bedingt durch:

Artherosklerose

Was ist das Roemheld-Syndrom?

Magen verdrängt Mediastinum und Herz und es kommt zu Tachykardien, Extrasystolen, AP Beschwerden. Neben Zwerchfellhernien kommt übermäßiges Essen, blähende Speisen und funktionelle GIT Störungen in Betracht (Lakotseintoleranz, Passagestörungen).

 

Welche Medis bei Prinzmetal Angina? (KI?)

1. Wahl: Ca-Ant zur Therapie und Prophylaxe

Alternativ oder zusätzlich: Nitrate (ISDN)

Anfallsprophylaxe: Molsidomin (wirkt wie Nitrate aber verzögert)

 

KI: ß-Blocker (geht auch auf ß2 Rezeptoren und führt zur Verengung der Gefäße, ß2 Agonisten führen zur Erschlaffung der Gefäße, Blocker verhindern das)

Pathologien bei Ergometrie bei AP (nur stabil, instabil ist KI)

DESCENDIERENDE ST-Streckensenkungen ≥0,1mV in den Extremitätenableitungen und ≥0,2mV in den Brustwandableitungen (ascendierende häufig bei Belastung)

St-Hebungen

RR >=200mmHg

überschießender oder verzögerter Frequenzanstieg (220-Alter = angestrebte Frequenz)

 

 

Welche Untersuchung am Myokard zeigt den sog. Funktionsstoffwechsel an?

Welche den Strukturstoffwechsel und was heißt das genau?
 

Funktionsstoffwechsel: Myokardszintigraphie unter Belastung (mit metastabilem 99Tc) --> Narbe vs. Ischämie (rev.)

Strukturstoffwechsel: FDG-PET mit 18FDG (Glukose-Analogon): Bildliche Darstellung der Stoffwechselaktivität des Myokards, zeigt sog. Strukturstoffwechsel (Basaler Reststoffwechsel)

 

Kombination von Myokardszintigraphie und FDG-PET:   Bei Perfusionsdefizit stellt sich Frage ob Gewebe noch zu retten ist, was mit FDG-PET beantwortet wird. Falls ja, PTCA!

Bei Mismatch zwischen Perfusion und Strukturstoffwechsel, liegt ein sog. Winterschlaf-Myokard (oder hibernating myocardium) vor → Gute Rekanalisierungsaussichten und daher PTCA sinnvoll

Therapie KHK (nichtmedikamentös, medikamentös + empfohlene Kombis)

Nichtmedikamentös:

1. Verzicht auf Tabak, als wichtigste Maßnahme

2. Gewichtsreduktion

3. Moderates Ausdauertraining (RR sinkt, kardiale Perfusion wird verbessert)

4. Diätetische Maßnahmen (mediterrane Kost)

5. Einschränkung des Alkoholkonsums

 

Medikamentös:

1. Thrombozytenaggregationshemmung ASS 100mg oder Clopidgrel 75mg

2. Einstellung das HbA1c  auf 6,5-7%

3. RR Therapie: <140/90 oder <130/80, v.a. ß-Blocker 1. Wahl!!!, ACE Hemmer v.a. bei eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

4. LDL-Einstellung mit Statinen (Grenzwerte je nach Risikofaktoren (0-1, ≥2) bzw. vorhandener KHK oder Äquivalenten (Insult, D.m., pAVK, >50% Karotisstenose) zw. <70-<160mg/dl (30erSchritte, also 4 Stufen), Gabe bei KHK grundsätzlich empfohlen, verbessern unabh. vom Ausgangswert die Prognose!

 

Empfohlene Kombis: Frequenzsenkung und Vasodilatation

- Nitrate + ß-Blocker

- Nitrate + Verapamil Ca-Ant (v.a. Wirkung am Herz neg.ino-dromo-chronotrop)

- mittellang wirksame Ca-Ant (Nitrendipin)(v.a. Dilatation peripher) + ß-Blocker

Typische EKG Zeichen bei instabiler AP und NSTEMI?

unspezifisch, evtl.: R-Verlust, T-Negativierung, ST-Senkungen

Typische EKG Zeichen bei STEMI (nach Verlauf)?

1. Akut: T-Erhöhung, sog. Erstickungs T mit monophasischer ST Streckenhebung (ST Strecke geht unmittelbar vom absteigenden R ab)

2. Zwischenstadium: R-Verlust (oder Reduktion), terminale spitze T-Negativierung, pathologische verbreiterte Q-Zacke "Pardee-Q" (≥ 0,04s, >1/4 R)

3. Chronische/alter Infarkt: verbreiterte, vertiefte Q-Zacke, R-Zacke bleibt meist erniedrigt aber kann sich erholen, T-Negativierung kann bleiben oder normalisieren

Infarktlokalisation erläutern.

Vorderwandinfarkt: V1-6, I, aVL, stammt aus proximalem RIVA (linke Koronararterie)

Inferiorer Hinterwandinfarkt: II, III, aVF, stammt aus RCA (rechte Koronararterie)

Lateralwandinfarkt: I, aVL, V5-7 , stammt aus Diagnoalast des RIVA

Herzenzyme bei MI. Zeitpunkt des Anstiegs, des Maximums und der Normalisierung.

Zusammenfassung geben.

Biomarker

Troponin: Anstieg nach 3h, Maximum 12-96h, Normalisierung 6-14d

Myoglobin: nicht herzspezifisch, aber bei normalem Wert nach 6h Ausschluss MI möglich, Ansieg nach 2-4h, Maximum nach 6-12h, Normalisierung 24h!

Enzyme

CK-Gesamt/ MB: Anstieg nach 3-12h, Maximum 12-24h, Normalisierung 2-3d (Gesamt: 2-6d) 6-20% CK-MB Anteil spricht für Schädigung der Herzmuskulatur und korrelliert auch mit Größe des Infarkts

GOT: Anstieg nach 6-12h, Maximum nach 18-36h, klingt nach 3-6d ab

LDH1/2, HBDH: Anstieg 6-12h, Maximum nach 2-7d, klingt erst nach 10-20d ab!! SPÄTDIAGNOSTIK

Ab wann nach MI kommt es zur Fibrosierung?

Welche Stufen gibt es vorher?

Nach ca. 2. Monaten ist das Infarktareal fibrosiert.

 

von lehmgelbem Areal nach 6h, gibt es nach ca. 36h einen hämorrhagischen Randsaum, nach 2d sprosst Granulationsgewebe ein bis ca. nach 2 Monaten alles fibrosiert ist

Thrombozytenaggregationshemmung sowie Antikoagulation bei MI, welche Medis?

ASS 250-500mg i.v.

PLUS

Ticagrelor: NSTEMI, Niereninsuffizienz ----- KI: intrakranielle Blutung, Bradykardie, ventr. Pausen, ab CHILD B (hepatische Ausscheidung)

oder

Prasugrel: bei STEMI (PCI geplant), D.m. ---- KI: erhöhtes Blutungsrisiko, TIA / Apoplex in der Anamnese, >75J., <60kg

 

 

 

PLUS Antikoagulation

Fondaparinux s.c.

Enoxaparin s.c.

Heparin 5000 IE, Ziel PTT 50-70s

Was ist Dressler Syndrom + Therapie?

Dressler-Syndrom = Postmyokard-Syndrom = Spätperikarditis: tritt mehrere Tage bis Wochen nach MI auf, abakteriell (autoimmune Genese, AK gegen Herzmuskelzellen) --> NSAR, ggf. Glukokortikoide

 

Epikarditis epistenocardica: in der ersten Woche nach MI bei großen epikardnahen Infarkten

Sekundärprphylaxe Post-MI

ASS 50-100mg lebenslang

P2Y12 Rezeptor Antagonist: 12 Monate (Ticagrelor, Prasugrel (7dvorher), Clopidogrel, falls große OP notwendig 5d vorher absetzen T und C)

CSE Hemmer obligat, LDL <100 mg/dl oder bei Hochrisiko <70mg/dl

ggf. Aldosteronant.

Beratung

ACE Hemmer: verhindern Remodeling

ß-Blocker: antiarrh. + senken Herzarbeit

 

Vor- und Nachteile BMS und DES.

BMS: bare metal stent

+ nach einem Monat Intima bereit überwachsen, sodass Thrombogenes Material überdeckt ist und Clopidogrel 75mg nur 1 Monat gegeben werden muss, ASS sowieso lebenslang

- Intimahyperplase -> Restenose

 

DES: drug (Immunsupressiva, Zytostatika)

+ Intimahyperplasie wird verhindert und damit Restenose (dafür muss aber auch Clopidogrel 6-12Mo gegeben werden, ASS 100mg sowieso lebenslang)

- Thrombogenes Material länger frei, sodass es zu Re-MI und Re-Stenose kommen kann (In-Stent Thrombose)

Was ist der Wedge-Pressure und bei was wird er gemessen?

Bezeichnet den pulmonalen Kapillarvenenverschlussdruck und wird beim Rechtsherzkatheter (Swan-Ganz Katheter) untersucht indem er in einem Ast der A. pulmonalis eingeführt wird bis er das Lumen verschließt. Der dahinter gemessene Druck ist ein indirektes Maß für den enddiastolischen Druck im linken Vorhof.

A coronaria sinistra und dextra versorgen jeweils?

A. coronaria sinistra --> RIVA (Vorderwandinfarkt), RCX (post. Hinterwandinfarkt)

A. coronaria destra ---> =RCA (inferiorer Hinterwandinfarkt und re Ventrikel)

Study