Heilpraktiker

Anatomie/Pathologie Neurologie

Anatomie/Pathologie Neurologie


C. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über neurologische Erkrankungen und deren Symptome, Ursachen sowie Behandlungen. Sie decken Themen wie Multiple Sklerose, Horner-Syndrom, Polyneuropathien und Bandscheibenvorfälle ab, wobei der Fokus auf der Identifizierung von Symptomen, der Diagnose und der Behandlung liegt. Ideal für Medizinstudenten, Heilpraktiker und Fachkräfte im Gesundheitswesen, die ihr Wissen über neurologische Störungen vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
16.03.2014 / 05.09.2024

Flashcards

Benenne den I. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus olfactorius

rein sensibler Riechnerv

Er leitet Geruchsempfindungen von der Nase zum Gehirn.

Benenne den II. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus opticus

rein sensorischer Sehnerv

Er führt von der Netzhaut zum Großhirn.

Benenne den III. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus oculomotorius

Versorgt den Lidheber und 4 der 6 quergesteiften Augenmuskeln.

Benenne den IV. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus trochlearis

versorgt den oberen schrägen Augenmuskel

Benenne den V. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus trigeminus

teilt sich in drei Äste auf

N. ophtalmicus - versorgt sensibel Augenhöhle und Stirn

N. maxillaris - versorgt sensibel Gesichtshaut unterhalb der Augenhöhle, SH der Nase, die Oberlippe und die Zähne des Oberkiefers

N. mandibularis - verorgt sensibel den Unterkiefer (Unterlippe, Zahnfleisch und Zähne), motorisch Kau- und Mundbodenmuskulatur

Benenne den VI. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus abducens

versorgt den äußeren geraden Augenmuskel

Benenne den VII. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus facialis (gemischter Gesichtsnerv)

versorgt

motorisch die mische Muskulatur des Gesichtes

parasympathisch Tränendrüse, unterkiefer- und Unterzungendrüse

sensorisch Geschmacksempfindungen von dem vorderen 2/3 der Zunge

Benenne den VIII. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus vestibulocochlearis

rein sensibler Hör-/Gleichgewichtsnerv

leitet Information aus dem Innenohr zum Thalamus.

Benenne den IX. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus glossopharyngeus (gemischter Zungen-/Rachennerv)

versorgt den hinteren Zungenabschnitt, innerviert die Rachenmuskeln (Schluckakt) und die Ohrspeicheldrüse.

Benenne den X. Hirnnerv und seine Funktion

Nervus vagus (Eingeweidenerv)

Hauptnerv des Parasympathikus und an der Regulierung der inneren Organe beteiligt.

Nervus reccurens

ist ein Ast des N. vagus und versorgt die Kehlkopfmuskeln (bei Schädigung Heiserkeit)

Benenne den XI. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus accessorius

motorischer Begleitnerv der Hals- und Rückenmuskeln innerviert

 

Benenne den XII. Hirnnerv und seine Funktion.

Nervus hypoglossus

motorisch: Zunge

  • gestörte Zungenbewegung

Wie wird das Nervensystem eingeteilt?

Zentrales (ZNS) und peripheres Nervensystem (PNS)

Woraus besteht das ZNS und wie arbeitet/funktioniert es?

  • Gehirn
  • Rückenmark

willkürlich

motorisch (vom Gehirn in die Peripherie)

sensibel (von der Peripherie ins Gehirn)

somatisch/animalisch

z.B.: Bewegung der quergestreiften Muskulatur

Woraus besteht das PNS und wie arbeitet/funktioniert es?

  • 12 Hirnnervenpaare
  • 31 Spinalnerven

unwillkürlich

vegetativ/autonom

sympathisch/parasympathisch

Steuert unwillkrütliche Funktionen des körpers (z.B. Organe, Drüsen, glatte Muskulatur)

Woraus besteht ein Neuron und welche Funktion haben die einzelnen Bestandteile?

Dendrit - Aufnahme der Erregung von anderen Zellen und Weiterleitung an das

Soma - Weiterverarbeitung der Erregung im Zellkern und Weiterleitung an das

Axon - umhüllt von einer Myelinscheide (Fett-Eiweißgemisch), dient der elektrischen Isolation des Axons und wird regelmäßig von

Ranvier Schnürringen unterbrochen. Dadurch entsteht eine saltatorische Erregungsleitung.

Am Ende des Axons befindet sich eine Synapse die die Erregungsimpulse an ein anderes Neuron oder Erfolgsorgan (z.b. Muskel, Drüsen) überträgt.

Beschreibe die Funktion der Synapse!

Eine Synapse ist die Umschaltstelle für die Erregungsübertragung von einem Neuron auf ein anderes oder auf ein Erfolgsorgang.

  • Erregung aus dem Axon bewirkt Ausschüttung von Botenstoffen (Neurotransmitter) aus den Vesikeln
  • durch die Anwesenheit von Calcium verbinden sich die Vesikel mit der Mebran des Endknöpfchens

-> die Neurotransmitter werden in den synaptischen Spalt ausgeschüttet

Was bewirken hemmende Neurotransmitter und welche kennst du?

Hemmende Neurotransmitter öffnen die Cl Kanäle und senken dadurch das Ruhepotential weiter (Hyperpolarisation) so dass keine Weiterleitung eines elektrischen Impulses möglich ist.

  • Glycin
  • GABA (y-Aminobuttersäure)

 

Was bewirken erregende Neurotransmitter und welche kennst du?

Erregende Neurotransmitter öffnen die Na+ Kanäle, so dass ein Aktionspotenzial ausgelöst werden kann.

  • Achetylcholin
  • Glutamat

Beschreibe was bei einem Aktionspotential passiert?

Trifft ein elektrischer Impuls von einer Nervenzelle auf eine Synapse werden Neurotransmitter ausgeschüttet. Dadurch wird die Zellmembran durchlässiger für Na+ Ionen.

Die negative Spannung der Zelle nimmt ab. Bei einer Spannung von +40mV wird ein AP ausgelöst und der elektrische Impuls kann über das Axon und die Synapse auf die nächste Zelle oder Erfolgsorgan weitergeleitet werden.

Schwellenwert = -55mV

Depolarisation = Erhöhung eines Membranpotentials

Repolarisation = Wiederherstellung des Ruhepotentials

 

 

Was sind Gliazellen?

Gliazellen = Stützzellen

  • stützen, isolieren, ernähren die Nervenzellen
  • bilden Myelinscheiden im PNS
  • bieten immunologischen Schutz der Nerone
  • beiteiligt an der Blut-Hirn-Schranke

Zähle die Schichten von Schädelknochen bis Gehirn auf!

Schädelknochen

Epiduralraum

Dura mater (harte Hirnhaut)

Subduralraum

Arachnoidea (Spinnwebshaut)

Subarachnoidalraum

Pia mater (weiche Hirnhaut)

Gehirn

Zähle die Strukturen des Gehirns auf!

Großhirn

Zwischenhirn

  • Thalamus
  • Hypothalamus
  • hypophyse

Hirnstamm

  • Mittelhirn
  • Brücke (Pons)
  • Medulla oblongata

Kleinhirn

Erläutere Aufbau und Funktion des Großhirns.

Das Großhirn ist in vier Lappen eingeteilt:

Frontallappen (Stirnlappen, Lobus frontalis)

  • motorische Bewegungen
  • motorische Planung für Sprache (Broca Zentrum)

Parietallappen (Scheitellappen, Lobus parietalis)

  • Tastsinn, Temperatur- und Schmerzempfindung

Temporallappen (Schläfenlappen, Lobus temporalis)

  • Hörzentrum
  • Sprachverständnis (Wernicke Zentrum)

Okzipitallappen (Hinterhauptslappen, Lobus occipitalis)

  • Sehzentrum

Furchen (Oberflächenvergrößerung) = Sulci

Hirwindungen = Gyri

Gyrus Präzentralis

  • Zentrum für Motorik (Bewegung) = efferent

Gyrus postcentralis

  • Zentrum für Sensorik (Fühlen/Sinneswahrnehmung) = afferent

Erläutere den Aufbau und die einzelnen Funktionen der Bestandteile des Zwischenhirns!

Thalamus Tor zum Bewusstsein

  • nimmt die afferenten Reize wie Schmerzen, Temperatur, Sehen, Hören, Tasten auf und entscheidet welche an das Großhirn weitergeleitet werden

Hypothalamus

  • Kontrollzentrum vieler Körperfunktionen v.a. Hormonsystem

Hypophyse (Hirnanhangsdrüse)

  • Steuerung der Hormonausschüttung

Erläutere den Aufbau und die Funtkion der jeweiligen Bestandteile des Hirnstamms.

Durch den Hirnstamm laufen alle afferenten und efferenten Bahnen die Informationen zwischen Gehirn und Peripherie austauschen.

Außerdem liegen hier 10 der 12 Hirnnerven

Mittelhirn

Brücke (Pons)

Medulla oblongata

  • Atem- und Kreislaufzentrum
  • Pyramidenbahnkreuzung

Formatio reticularis

  • besteht aus grauer Substanz und überzieht den gesamten Hirnstamm
  • Regulation/Verarbeitung der Information aus allen Hirngebieten
  • Steuerung Bewustseinslage
  • Steuerung Tag-Nacht-Rhythmus

Wo liegt das Limbische System und welche Aufgabe hat es?

Das Limbische System liegt im Innern des Gehirns und ist mit anderen Strukturen des Gehirns verbunden.

  • Gedächtnisbildung/speicherung
  • emotionale, triebhafte, intellektuelle Leistungen

Wo liegt das Kleinhirn und welche Funktion hat es?

Das Kleinhirn liegt im hinteren Teil des Gehirns.

Seine afferenten und efferenten Nervenbahnen haben eine Verbindung zum Gleichgewichtsorgan im Innenohr.

  • Stützmotorik
  • Feinabstimmung der Augenbewegungen
  • Stellung der Extremitäten und Rumpfes
  • beteiligt am Muskeltonus

Wie ist das Rückenmark aufgebaut und welche Funktion hat es?

Das Rückenmark liegt im Wirbelkanal und ist von Hirnhäuten umhüllt. Es verläuft vom verlängerten Rückenmark bis in Höhe des 2. Lendenwirbels, dabei verlassen in reglemäßigen Abständen Spinalnerven re und li das Rückenmark.

  • Information wird von der Peripherie ins Gehirn und vom Gehirn in die Peripherie geleitet

Weisse Substanz

  • afferente und efferente Bahnen

Graue Substanz (Form eines Schmetterling)

  • motorische und sensible Nervenzellkörper
  • Nervenzellkörper des vegetativen NS

Was sind Pyramidenbahnen und welche Funktion haben sie?

Pyramidebahnen übermittelt Informatinonen von motorischen Nervenfasern zum Rückenmark.

Sie sind die Hauptbahn für die willkürliche Muskelaktivität.

Die meisten Pyramidenbahnen kreuzen im Hirnstamm auf die andere Seite.

Rechte Gehirnhälfte versorgt die linke Körperhälfte.

Linke Gehirnhälfte versorgt die rechte Körperhälfte.

Aufbau und Funktion des extrapyramidalen Systems:

Extrapyramidale Bahnen

Basalganglien

  • Ansammlungen von Nervenzellkörpern in Großhirn und Zwischenhirn

Kleinhirn

Nervenzellkörper Substantia nigra im Mittelhirn

  • Produktion von Dopamin (Neurotransmitter)

 

Das extrapyramidale System steuert die unwillkürlichen Muskelbewegungen und Muskeltonus und hat Einfluss auf die Willkürbewegungen.

Es ist zuständig für harmonische Bewegungsabläufe und es beeinflusst die Ausdrucksbewegung und Mimik.

Außerdem hat es eien hemmenden Einfluß auf Bewegungsabläufe.

 

Was sind Motoneurone und wie funktionieren sie?

Motorische Neurone sind efferente Nervenbahnen, die für die Innervation der Muskulatur zuständig sind.

1. Motneuron

  • bewusste Auslösung der Bewegung
  • liegt in der Hirnrinde
  • bilden die Pyramidenbahn und laufen ins Rückenmark (Umschaltung auf 2. Motoneuron)
  • SCHÄDIGUNG = spastische Lähmung (zentrale Lähmung) - überschiessende reflektorische Reaktion von Muskeln auf sensible Reize, weil das 2. Motoneuron unkontrolliert Impule sendet

2. Motoneuron

  • gibt die Impulse des 1. Motoneurons an den Muskel weiter
  • verläuft über Spinalnerven zur motorischen Endplatte der Muskeln
  • SCHÄDIGUNG = schlaffe Lähmung (periphere Lähmung)

Welche Hirnnerven innervieren die Bewegung der Augenmuskeln?

III. Hirnnerv - N. oculomotorius

IV. Hirnnerv - N. trochlearis

VI. Hirnnerv - N. abducens

Was sind Reflexe? Wie funktioniert ein Reflex?

 

Reflexe sind unwillkürlich ablaufende Reaktionen, die nicht beinflussbar sind.

Bei einem Reflex wird der Reiz nicht an das Gehirn weitergeleitet und dort umgeschaltet, sondern die Umschaltung erfolgt im Rückenmark.

Der Rezeptor (z.b. Kniesehne) nimmt einen Reiz (Schlag mit dem Hammer) auf. Der Reiz wird über afferente Nervenbahnen ins Rückenmark und dort zu einer oder mehreren Umschaltstellen (Synapsen) auf eine efferente Nervenbahn geleitet. Diese führt dann zum Erfolgsorgan.

 

Wie definiert man Eigenreflexe und was sind Eigenreflexe?

 

Die Reizaufnahme und Reizantwort erfolgt am selben Muskel = monosynaptisch

Eigenreflexe sind nicht ermüdbar und können immer wieder ausgeführt werden.

Bizepssehnenreflex

Radiusperiostreflex

Partellasehnenreflex

Achillessehnenreflex

Eigenreflexe sind gesteigert bei einer zentralen Lähmung (1. Motoneuron)

sind geschwächt oder erloschen bei peripher Lähmung (2. Motoneuron)

 

Wie definiert man Fremdreflexe? Was sind Fremdreflexe?

Die Reizaufnahme und Reizantwort erfolgt NICHT am selben Organ = polysynaptisch

Fremdreflexe sind ermudbar und können NICHT immer wieder ausgelöst werden.

Pupillenreflex

Kornealreflex

Bauchhautreflex

Kremasterreflex

Würgereflex

Fremdreflexe sind pathologisch, wenn sie abgeschwächt oder erloschen sind wie bei peripherer und auch zentraler Lähung.

Was sind pathologische Reflexe?

Dabei handelt es sich um Pyramidenbahnzeichen. Sie treten auf bei Läsion des 1. Motoneurons.

Es kommt zu

pathologischen Mitbewegungen (Babinski Zeichen)

Erlöschen der Fremdreflexe

Verstärkte Eigenreflexe

unerschöpflicher Klonus

Ist das 1. Motoneuron geschädigt, sind auch die hemmenden Neurone betroffen. Das führt zur überschießenden reflektorischen Reaktion von Muskeln auf sensible Reize, weil das 2. Motoneuron unkontrolliert Impulse sendet.

 

 

Was versteht man unter dem Babinski-Zeichen?

Es handelt sich um ein Pyramidenbahnzeichen und pathologischen Mitbewegungen:

Beim bestreichen des lateralen Fußrandes kommt es zur Dorsalextension (Streckung) der Großzehe und Plantarflexion (Beugung) und Spreizung der Zehen 2-5.

Bis zum 1. Lebensjahr ist dieser Reflex physiologisch.

Wo befinden sich die Nervenzellen des Sympathikus und wie wirkt er sich auf den Körper aus?

Die Nervenzellen des Sympathikus liegen im thorakolumbalen Bereich (C8-L1)

Der S. bewirkt eine Leistungssteigerung und bereitet den Körper auf Kampf/Flucht vor.

Pupillenweitstellung (Mydriasis)

erhöht den Puls

Gänsehaut

fördert Schweißproduktion

Ejakulation

erweitert die Bronchien

verengt periphere Hautgefäße

erweitert zentrale Gefäße

 

Wo befinden sich die Spinalnerven?

Jeder Spinalnerv teilt sich in einen sensiblen und einen motorischen Ast auf und entspringen dem Rückenmark.

Nach ihrem Austritt aus der Wirbelsäule bilden sie verschiedene Nervengeflechte und versorgen entsprechende Muskelgruppen und Hautareale.

Plexus cervicalis C1-C4 (Halsgeflecht)

Plexus brachialis C5-Th1 (Armgeflecht)

Bizepssehnenreflex C5-C6

Trizepssehnenreflex C6-C8

Plexus lumbalis L1-L4 (Lendengeflecht)

Patellasehnenreflex L2-L4

Plexus sacralis L5-S3 (Kreuzgeflecht)

Achillessehnenreflex L5-S1

Plexus Pudendus S3-S5 (Schamgeflecht)

 

 

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