Harnsystem
Anatomie Harnsystem
Anatomie Harnsystem
-
- 1 / 35
-
Cartes-fiches
Exkrete
Sie sind Produkte die weder gebraucht noch umgewandelt werden.
Die Abfallstoffe werden nach aussen abgeschieden. Ihre Abgabe nennt man Exkretion.
Exkremente
Sie sind unverdaubare Stoffe die zwar durch den Darm gehen aber nicht in den Stoffwechsel kommen.
Miktion
Wasserlösen oder Blase entlehren
Kontinenz
Fähig zu halten (Urin)
Inkontinenz
Unfähig zu halten (Urin)
Harnbildung in 2 Schritte
1. Schritt: Das Blut wird gefiltert und so entsteht der Primärharn
Im Bezug auf kleine Molekühle und Ionen hat er die gleiche Konzentration wie das Blutplasma.
2. Schritt: Im Nierenkanälchen werden, aus dem Primärharn, Nährstoffe und Wasser wieder zurück ins Blut transportiert.
Was bleibt ist der Sekundärharn (Endharn)
1) Nierenrinde
2) Nierenmark
3) Nierenpyramide
4) Nierenbecken
5) Harnleiter
6) Nierenarterie
7) Nierenvene
8) Nephron
9) Nierenkörper
10) Bowmen-kapsel
11) Glomerulus (knäuel v. Blutgefässe)
12) Nierenkanälchen
13) Kappilarsystem (alle kl. Blutgefässe)
14) Sammelkanälchen
15) Arteriole (kl. arterie)
16) Venole (kl. vene)
Aufgabe der Dehnungsrezeptoren in der Blasenwand
Die Dehnungsrezeptoren registrieren den Füllungsgrad der Harnblase und leitet dies (via Nerv) ans Gehirn weiter.
Funktion der Harnblase
Die Harnblase ist ein Hohlorgan. Sie speichert unseren Sekundärharn.
In der Regel füllt sie sich mit 50ml Urin pro Stunde.
Das Maximale Füllungsvolume der Harnblase beträgt 1500ml. Normalerweise tritt bei 250-500ml den Harndrang ein.
Die Blasenwand enthält glatt gesteuerte Muskulatur, glücklicherweise ist am Ausgang noch ein quergestreifter Schliessmuskel. So können wir den Urin zurückhalten. Bei Kleinkindern, die ihren quergestreiften Schliessmuskel noch nicht unter Kontrolle haben, entlehrt sich die Harnblase spontan.
4 Aufgaben der Niere
1) Ausscheidung von Stoffwechselprodukte (z.B Harnstoffe, Kreatinin, Harnsäure).
2) Ausscheidung von körperfremden Schädliche Produkte (z.B Gifte, Medikamente)
3) Produktion von Erythropoietin (regt die Produktion von roten Blutkörperchen im Knochenmark an
4) Produktion von Renin (Aufrechterhaltung des Blutdruckes und des Blutvolumens)
Wo überall scheiden wir Wasser aus?
Urin, Schweiss, Feuchtigkeit in der Atemluft, Erbrochenem, Durchfall, Stuhlgang, (Tränen)
Zystitis (Definition)
Infektiöse Enzündung der Blase (Schleimhaut der Blase ist Entzündet)
Zystitis (Ursache, Männer)
- Geschlechtsverkehr,
- Harnabflussstöhrungen durch Harnsteine oder Verengung
- Stoffwechselerkrankung (z.B Diabetes)
- Prostata vergrösserung (Weil der Spühleffekt nicht mehr funktioniert und die Blase restharn Aufweisst)
Zystitis (Ursache, Frauen)
- Harnrähremündung ist näher am Analgebiet (Darmkeime)
- Kurze Harnröhre
- Geschlechtsverkehr
- Schwangerschaft & Geburt
- Tampos
- Östrogenmangel während Wechseljahre
- Harnabflussstörungen durch Harnsteine oder Verengung
- Stoffwechselerkrankung
- Katheter
- Kälte
Zystitis (Komplikation)
Es kann aufsteigen und zu einer Pyetonephritis führen.
Wird eine Harnwegsinfektion nicht gut behandelt kann es zu einer Sepsis kommen
Zystitis (Prävention)
- Warm anziehen
- Viel Trinken
- Nach Stuhlgang von vorne nach hinten säubern
- Wasserlassen nach Geschlechtsverkehr
Akutes Nierenversagen (Definition)
Plötzlicher ausfall der Nierenfunktion
Akutes Nierenversagen (Ursache)
Prärenales Nierenversagen (Vor der Niere):
-Grosser Blut & Flüssigkeitsverlust. (Unfall, Verbrennung..)
Renales Nierenversagen (Bei der Niere):
-Infektionen (Bakterien)
-Schädigung der Niere durch Medikamente
Postrenales Nierenversagen (Nach der Niere):
-Abflussbehinderung (Nierensteine, Tumore oder Prostata vergrösserung)
Chronsches Nierenversagen (Definition)
Schleichende, zunehmende Funktonseinschränkung bis keine Funktion mehr vorhanden ist.
Chronisches Nierenversagen (Ursache)
1) Chronische Entzündung der Glomeruli (Blutknäuel)
2) Diabetes mellitus (Blutgefässe in der Niere sind beschädigt)
3) Unkorrigierte Hypertonie
4) Von der Blase aufsteigende Infektionen
5) Genetische Fehlstellung (Zystenniere: Durch die Bildung einer vielzahl von Flüssigkeitgefüllten Bläschen, sind die Nieren
in ihrer Funktion erheblich eingeschränkt.)
6) Langjähriger Gebrauch von Schmerzmittel
Cimino-Shunt
Pat. die häufig zu einer Dialyse gehen, bekommen einen Shunt angelegt. Arterie und Vene werden am Unterarm miteinander verbunden.
Der Shunt ermöglicht einen hoheren Blutfluss und gewährleistet somit einen dauerhaften Zugang zu einer grösseren Menge Blut (300ml/min).
Die Wand der Vene verdickt sich und sie wird so wiederstandsfähiger.
An einem Shuntarm darf man nicht Blutdruckmessen, Blut nehmen und keine Bindenverbände machen.
Nach dem Erfinder heisst die Technik Cimino-Shunt.
Hämodialyse
Hämo= Blut Dialyse= Filterprozess
Sie ist für Pat. mit einem chronischen Nierenversagen Lebenswichtig.
Bei einer Hämodialyse wird das Blut gefilter und ersetzt so einen Teil der Niere.
1) Es werden 2 Nadeln in den Shunt eingebracht.
2) Über die eine Nadel fliesst das Blut zum Dialysegerät, wo die Schlackenstoffe abgefiltert werden
3) Das Blut fliesst mehrmals in das Gerät und wird so auch mehrmals gewaschen.
4) Über die 2. Nadel fliesst das gewaschene Blut wieder in dem Körper.
Eine Dialyse muss ca. 3mal in der Woche durchgeführt werden und dauert 4-5 Stunden.
Algurie
Schmerzhaftes Wasserlassen
Pollakisurie
Häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen
Nykturie
Vermehrtes nächtliches Wasserlassen
Hämaturie
Blut im Urin
Oligurie
Weniger als 500ml pro Tag
Anurie
Weniger als 100ml pro Tag Urin
Belastungsinkontinenz
-Geschwächte Beckenbodenmuskulatur
-Durch Husten, Niesen, Lachen, Lasten heben und durch Hüpfen, gibt es einen Druck von oben auf die Blase und so kommt es zu einem unkontrolliertem Harnabgang.
Überlaufsinkontinenz
Obstrucktive Überlaufsinkontinenz (eingehend):
- Abflusshinderniss vorhanden (Harnsteine, Prostata)
- Immer mehr Urin füllt die Blase
-> Blasenmuskulatur wird überdehnt
Funktionelle Überlaufsinkontinenz:
- Geschwächter Blasenmuskel
- Immer mehr Urin füllt die Blase
- Blasenmuskulatur zieht sich nicht genügend zusammen
-> Blasenwandmuskulatur wird überdehnt
Reflexinkontinenz
- Nervenverbindungen sind nicht mehr intakt (neurologische Erkrankung im Rückenmark oder Gehirn)
- Reflexartiges Zusammen ziehender Blasenmuskulatur
Dranginkontinenz
Motorische Dranginkontinenz:
- Die Blasenmuskulatur ist überaktiv
- Sie spannt sich an, obwohl die Blase noch nicht voll ist
= unkontrollierter Harnabgang
Sensorische Dranginkontinenz
Reizung der Blasenschleimhaut durch:
- Blasenentzündung
- Tumore
- Fremdkörper (Harnsteine)
=unkontrollierter Harnabgang