Harnsystem

Anatomie Harnsystem

Anatomie Harnsystem


A. H.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über das Harnsystem und richtet sich an Lernende in der Berufslehre. Sie behandeln die Funktionen der Niere, die Harnbildung, sowie verschiedene Erkrankungen wie Nierenversagen, Zystitis und Inkontinenz. Die Karteikarten erklären auch die Ursachen und Behandlungen dieser Zustände, sowie die Anatomie und Physiologie des Harnsystems. Ideal für angehende Pflegefachleute und medizinische Assistenten, die ihr Verständnis des Harnsystems vertiefen möchten.
Flashcards
35
Students
5
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
03.03.2016 / 25.04.2020

Flashcards

Exkrete

Sie sind Produkte die weder gebraucht noch umgewandelt werden.
Die Abfallstoffe werden nach aussen abgeschieden. Ihre Abgabe nennt man Exkretion.

Exkremente

Sie sind unverdaubare Stoffe die zwar durch den Darm gehen aber nicht in den Stoffwechsel kommen.
 

Miktion

Wasserlösen oder Blase entlehren

Kontinenz

Fähig zu halten (Urin)

Inkontinenz

Unfähig zu halten (Urin)

Beschrifte das Bild
 

1) Blase
2) Harnleiter
3) Harnröhre
4) Aorta
5) Hohlvene
6) Nierenarterie
7) Nierenvene
8) Niere
9) Nebenniere
10) Abfallstoffe
11) Zellen

Beschrifte das Bild
 

1) Blase
2) Harnleiter
3) Harnröhre
4) Aorta
5) Hohlvene
6) Nierenarterie
7) Nierenvene
8) Niere
9) Nebenniere
10) Abfallstoffe
11) Zellen

Harnbildung in 2 Schritte

1. Schritt: Das Blut wird gefiltert und so entsteht der Primärharn
                Im Bezug auf kleine Molekühle und Ionen hat er die gleiche Konzentration wie das Blutplasma.

2. Schritt: Im Nierenkanälchen werden, aus dem Primärharn, Nährstoffe und Wasser wieder zurück ins Blut transportiert.
                Was bleibt ist der Sekundärharn (Endharn)

Beschrifte die Niere und den Nephron

1) Nierenrinde                    
2) Nierenmark
3) Nierenpyramide
4) Nierenbecken
5) Harnleiter
6) Nierenarterie
7) Nierenvene
8) Nephron
9) Nierenkörper
10) Bowmen-kapsel
11) Glomerulus (knäuel v. Blutgefässe)
12) Nierenkanälchen
13) Kappilarsystem (alle kl. Blutgefässe)
14) Sammelkanälchen
15) Arteriole (kl. arterie)
16) Venole (kl. vene)

Beschrifte die Blasen

 

1) Blasenmuskel
2) Harnleitermündung
3) Harnröhre
4) Beckenbodenschliessmuskulatur
5) innerer Schliessmuskel
6) äusserer Schliessmuskel
7) Prostata (Mann)

Aufgabe der Dehnungsrezeptoren in der Blasenwand

Die Dehnungsrezeptoren registrieren den Füllungsgrad der Harnblase und leitet dies (via Nerv) ans Gehirn weiter.

Funktion der Harnblase

Die Harnblase ist ein Hohlorgan. Sie speichert unseren Sekundärharn. 
In der Regel füllt sie sich mit 50ml Urin pro Stunde.
Das Maximale Füllungsvolume der Harnblase beträgt 1500ml. Normalerweise tritt bei 250-500ml den Harndrang ein.
Die Blasenwand enthält glatt gesteuerte Muskulatur, glücklicherweise ist am Ausgang noch ein quergestreifter Schliessmuskel. So können wir den Urin zurückhalten. Bei Kleinkindern, die ihren quergestreiften Schliessmuskel noch nicht unter Kontrolle haben, entlehrt sich die Harnblase spontan.
 

4 Aufgaben der Niere

1) Ausscheidung von Stoffwechselprodukte (z.B Harnstoffe, Kreatinin, Harnsäure).
2) Ausscheidung von körperfremden Schädliche Produkte (z.B Gifte, Medikamente)
3) Produktion von Erythropoietin (regt die Produktion von roten Blutkörperchen im Knochenmark an
4) Produktion von Renin (Aufrechterhaltung des Blutdruckes und des Blutvolumens)

 

Wo überall scheiden wir Wasser aus?

Urin, Schweiss, Feuchtigkeit in der Atemluft, Erbrochenem, Durchfall, Stuhlgang, (Tränen)

Zystitis (Definition)

Infektiöse Enzündung der Blase (Schleimhaut der Blase ist Entzündet)

Zystitis (Ursache, Männer)

 

  • Geschlechtsverkehr,
  • Harnabflussstöhrungen durch Harnsteine oder Verengung
  • Stoffwechselerkrankung (z.B Diabetes)
  • Prostata vergrösserung (Weil der Spühleffekt nicht mehr funktioniert und die Blase restharn Aufweisst)

Zystitis (Ursache, Frauen)

  • Harnrähremündung ist näher am Analgebiet (Darmkeime)
  • Kurze Harnröhre
  • Geschlechtsverkehr
  • Schwangerschaft & Geburt
  • Tampos
  • Östrogenmangel während Wechseljahre
  • Harnabflussstörungen durch Harnsteine oder Verengung
  • Stoffwechselerkrankung 
  • Katheter
  • Kälte

Zystitis (Komplikation)

Es kann aufsteigen und zu einer Pyetonephritis führen.
Wird eine Harnwegsinfektion nicht gut behandelt kann es zu einer Sepsis kommen
 

Zystitis (Prävention)

  • Warm anziehen
  • Viel Trinken
  • Nach Stuhlgang von vorne nach hinten säubern
  • Wasserlassen nach Geschlechtsverkehr
     

Akutes Nierenversagen (Definition)

Plötzlicher ausfall der Nierenfunktion

Akutes Nierenversagen (Ursache)

Prärenales Nierenversagen (Vor der Niere): 
-Grosser Blut & Flüssigkeitsverlust. (Unfall, Verbrennung..)

Renales Nierenversagen (Bei der Niere):
-Infektionen (Bakterien)
 -Schädigung der Niere durch Medikamente

Postrenales Nierenversagen (Nach der Niere):
-Abflussbehinderung (Nierensteine, Tumore oder Prostata vergrösserung)
 

Chronsches Nierenversagen (Definition)

Schleichende, zunehmende Funktonseinschränkung bis keine Funktion mehr vorhanden ist.

Chronisches Nierenversagen (Ursache)

1) Chronische Entzündung der Glomeruli (Blutknäuel)
2) Diabetes mellitus (Blutgefässe in der Niere sind beschädigt)
3) Unkorrigierte Hypertonie
4) Von der Blase aufsteigende Infektionen
5) Genetische Fehlstellung (Zystenniere: Durch die Bildung einer vielzahl von Flüssigkeitgefüllten Bläschen, sind die Nieren
     in ihrer Funktion erheblich eingeschränkt.)
6) Langjähriger Gebrauch von Schmerzmittel
 

Cimino-Shunt
 

Pat. die häufig zu einer Dialyse gehen, bekommen einen Shunt angelegt. Arterie und Vene werden am Unterarm miteinander verbunden.
Der Shunt ermöglicht einen hoheren Blutfluss und gewährleistet somit einen dauerhaften Zugang zu einer grösseren Menge Blut (300ml/min).
Die Wand der Vene verdickt sich und sie wird so wiederstandsfähiger.
An einem Shuntarm darf man nicht Blutdruckmessen, Blut nehmen und keine Bindenverbände machen.
Nach dem Erfinder heisst die Technik Cimino-Shunt.
 

Hämodialyse

Hämo= Blut       Dialyse= Filterprozess
Sie ist für Pat. mit einem chronischen Nierenversagen Lebenswichtig.
Bei einer Hämodialyse wird das Blut gefilter und ersetzt so einen Teil der Niere.

1) Es werden 2 Nadeln in den Shunt eingebracht. 
2) Über die eine Nadel fliesst das Blut zum Dialysegerät, wo die Schlackenstoffe abgefiltert werden
3) Das Blut fliesst mehrmals in das Gerät und wird so auch mehrmals gewaschen.
4) Über die 2. Nadel fliesst das gewaschene Blut wieder in dem Körper.

Eine Dialyse muss ca. 3mal in der Woche durchgeführt werden und dauert 4-5 Stunden.
 

Algurie

Schmerzhaftes Wasserlassen

Pollakisurie

Häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen

Nykturie

Vermehrtes nächtliches Wasserlassen

Hämaturie

Blut im Urin

Oligurie

Weniger als 500ml pro Tag

Anurie

Weniger als 100ml pro Tag Urin

Belastungsinkontinenz

-Geschwächte Beckenbodenmuskulatur
-Durch Husten, Niesen, Lachen, Lasten heben und durch Hüpfen, gibt es einen Druck von oben auf die Blase und so kommt es zu einem unkontrolliertem Harnabgang.

Überlaufsinkontinenz

Obstrucktive Überlaufsinkontinenz (eingehend):

  • Abflusshinderniss vorhanden (Harnsteine, Prostata)
  • Immer mehr Urin füllt die Blase
    -> Blasenmuskulatur wird überdehnt

Funktionelle Überlaufsinkontinenz:

  • Geschwächter Blasenmuskel
  • Immer mehr Urin füllt die Blase
  • Blasenmuskulatur zieht sich nicht genügend zusammen
    -> Blasenwandmuskulatur wird überdehnt

Reflexinkontinenz

  • Nervenverbindungen sind nicht mehr intakt (neurologische Erkrankung im Rückenmark oder Gehirn)
  • Reflexartiges Zusammen ziehender Blasenmuskulatur

Dranginkontinenz

Motorische Dranginkontinenz:

  • Die Blasenmuskulatur ist überaktiv
  • Sie spannt sich an, obwohl die Blase noch nicht voll ist
    = unkontrollierter Harnabgang

Sensorische Dranginkontinenz

Reizung der Blasenschleimhaut durch:

  • Blasenentzündung
  • Tumore
  • Fremdkörper (Harnsteine)
    =unkontrollierter Harnabgang

Study