Lernkarten

Philipp Pijl
Karten 26 Karten
Lernende 14 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.01.2013 / 20.09.2020
Lizenzierung Kein Urheberrechtsschutz (CC0)
Weblink
Einbinden
0 Exakte Antworten 26 Text Antworten 0 Multiple Choice Antworten
Fenster schliessen

LEK 1

Nennen Sie die Gründe, die in Deutschland zu einem Notarzt-gestützten Rettungsdienst geführt haben. Welche Pilotprojekte gab es hierzu?

  • 1908 plädierte STREFFER auf dem ersten Kongress für das Rettungswesen:
    • "... der KT muss unter ärztlicher Leitung stattfinden..." und "... der Arzt muss nicht nur am Ort des Unglücks Hilfe leisten, sondern auch den Kranken bis zur Übergabe in die endgültige ärztliche Versorgung auf dem ganzen Weg begleiten."
  • 1938 greift Martin Kirschner dies erneut auf und konkretisiert es mit der Vorstellung einer mobilen Arztbesetzen Versorgungseinrichtung
    • diese EInrichtung wurde nur wenig eingesetzt
  • 1957 wurde in Heidelberg als Reaktion auf die steigende Verletzenzahl durch Verkehrsunfälle das Clinomobil vorgestellt
    • hierbei handelte es sich um einen Operationswagen
    • war nicht erfolgsgekröhnt, da er zu schwerfällig war und
    • die meisten Patienten vor Ort nicht op-pflichtig waren
  • 1957 Wurde in Köln der erste Notfallarzt-Wagen (der heutige NAW) in Betrieb genommen
    • 2 Jahre Erprobungszeit
    • im ersten Jahr 220 Einsätze
  • 1960 Schnelle Hilfe Magdeburg
  • 1964 Gögler führt in Heidelberg "Arzteinsatzwagen" (heutiges NEF) ein
    • Keine Ausstattung, reiner Arztzubringer
    • Arzt steigt auf mitalarmiertes Rettungsmittel
    • Rendevouz-System!
  • 1968 erster Notarztwagen in HH
Fenster schliessen

LEK 1

Erläutern Sie den Begriff „Rettungskette“ und nennen Sie die Hintergründe, die mit diesem Begriff verbunden sind (z. B. Wer hat den Begriff der „Rettungskette“ geprägt? In welchem Zusammenhang ist der Begriff „Rettungskette entstanden?).

  • 1960 erteilte Prof. R. Frey auf Grund der steigenden Zahl von verkehrsunfalltoten den Auftrag zur Reorganisation des RD an Prof. F.W. Ahnefeld
  • 1971 publizierte Ahnefeld den Begriff "Rettungskette" (allgemein bekannt)
    • beschreibt die Bestandteile des Versorgungsprozesses eines Notfallpatienten
    • EH-Notfallbehandlung-Transport-KH-Rehabilitation
Fenster schliessen

LEK 2

Geben Sie eine verbindliche Definition des Begriffes „Notfallpatient“ unter Angabe einer zitierfähigen Quelle.

Nach DIN 13050 (Begriffe im RD) ist ein Notfallpatient ein Patient, der sich infolge einer Erkrankung, Verletzung oder aus sonstigen Gründen in unmittelbarer oder zu erwartender Lebensgefahr befindet, die eine Notfallversorgung und/oder Überwachung und einen geeigneten Transport zu weiterführenden diagnostischen Einrichtungen oder medizinischer Behandlung erfodert.

Für HH auch im §2 HmbRDG festgeschrieben.

Fenster schliessen

LEK 2

Was wird unter „Notkompetenz“ verstanden, von welchem Organ ist dies publiziert und welche rechtliche Wertigkeit besteht?

  • Festgeschrieben in einer Stellungnahme der Bundesärtzekammer von 1992
    • beschreibt Durchführung überbrückender Maßnahmen zur Lebenserhaltung und Abwendung schwerer gesundheitlicheer Störungen durch RA´s ohne ärztliche Delegation und Weisung, die in voller Eigenverantwortung durchgeführt wird.
  • §34 StGB - Rechtfertigender Notstand
    • berechtigt NICHT zur Durchführung invasiver Maßnahmen, kann aber als Rechtfertigungsgrund für einen Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz (vorbehalt von Arzt und Heilpraktiker) herangezogen werden!
  • Rechtliche Wertigkeit: Empfehlung!
    • daran kann sich orientiert werden
    • kann im Falle einer juristischen Aufarbeitung herangezogen werden
Fenster schliessen

LEK 2

Wo ist in Deutschland die Erstattung der Fahrtkosten des Rettungsdienstes gesetzlich geregelt?

§ 60 und § 133 SGB V

Fenster schliessen

Zwischenfrage

Rechtliche Wertigkeiten:

Empfehlung

Leitlinie

Richtlinie

Empfehlung: daran kann sich orientiert werden

Leitlinie: Abweichen ist zu begründen

Richtlinie: Abweichen wird sanktioniert

Fenster schliessen

LEK 3

Was ist die Grundlage der internationalen Empfehlungen zur Wiederbelebung? Welche Dachorganisation erarbeitet die internationalen Empfehlungen zur Wiederbelebung und veröffentlicht diese?

  • Grundlage sind evidenzbasierte Ausarbeitungen die im Rahmen von Fragesammlugen der ILCOR (International Liasion Comitee On Resuscitation) alle 5 Jahre herausgegeben werden
  • ILCOR gibt ihre Ergebnisse an AHA (Amerikan Heart Association) und ERC (European Resusciation Concil) weiter
    • dies sind die untergeordneten Dachverbände die aus dem Ergebnis der ILCOR Handlungsabläufe bilden
  • Die Studien werden nach ihrem LoE klassifiziert!
Fenster schliessen

LEK 3

Nennen Sie das wissenschaftliche Grundprinzip, das den internationalen Empfehlungen zur Wiederbelebung zu Grunde liegt und die Quellen für diese Empfehlungen auf internationaler und nationaler Ebene.

  • Grundprinzip ist die wissenschaftliche Beweisbarkeit und die darauf resultierende Klassifizierung (Level of Evidenz)
  • Quellen:
    • Internat.: ILCOR
    • National: AHA, ERC, GRC (German Resusciation Concil)