gram-
Mibi
Mibi
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Flashcards
Campylobacter
Charakteristika:
- schlanke, spiralig gekrümmte, bewegliche gramnegative nicht sporenbildende Stäbchen
Pathogenese:
- meist lebensmitte- und trinkwasserbedingte Infektionen und direkte Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen, die von Erkrankten ausgehen
- Ërreger produziert hitzestabiles Enterotoxin.
- Es kann zum Guillain-Barré-Syndrom kommen. Antigenes Mimikry, wodurch dann Ganglioside der peripheren Nerven angegriffen werden. Das GBS ist eine aktue Entzündung peripherer Nerven und Nervenwurzeln mit progredienten, distal beginnenden Lähmungen der Arme und Beine.
Klinik
- zahlreiche wässrige, breiige Darmentleerungen und Fieber. Teilweise Blutbeimengungen im Kot
Diagnostik:
- auf Blutagar in eine rmikroaerophilen Atmosphäre
Therapie:
- AB-Therapie erübrigt sich meinsten, da die Infektion spontan ausheilt. In schweren Fällen ist Erythromycin das Mittel der Wahl.
sontiges:
- meldepflichtig
Erreger der Gattung Bordetella
Bordetella pertusssis
Bordetella parapertussis
Bordatella bronchisepticum
Bordatella avium
Bartonella henselae
Charakteristika: gramnegatives, aerobes Stäbchen
Reservoir: Katzen und erkrankte Menschen
Klinik
- Katzenkratzkrankheit: Fieber und Lymphadenopathie
- Kratz- oder Bisswunde einer Katze --> Papel. Regionale Lymphknotenschwellung. Fieber, Arthralgien, Spelnomegalie
- Spontanheilung nach 2-4 Monaten
Therapie:
- Spontanheilung
- Tetrazykline und Makrolide (Clarithromycin, Azithromycin) verschnellern Heilungsprozess
Helicobacter
- Charakteristika
Charakteristika
- schwierig zu isolierendes, gram-, mikroaerophiles Stäbchenbakterium mit S- und U-Formen.
- Hohe Ureaseaktivtiät
Pathogenese:
- 4-5 unipolare Geisseln, dadruch haben die Bakterien eine heftige Motilität und es kann sich durch die Schleimhaut der Mucosa annähern
- Proteasen und Lipasen helfen die Schleimschicht zu überwinden. MIthilfe von einem Adhäsin kann das Bakterium an den Magenzellen andocken und über Jahre die Schleimhaut kolonisieren.
- massive Produktion von Urease, wodurch das basische Ammoniumion gebildet wird und im unmittelbaren Umkreis des Bakteriums die Magensäure neutralisiert wird.
Klinik:
- Hauptursache für chronische aktive Gastritis vom Typ B und Wegbereiter für Ulcus duodeni und ventriculi.
- Bei chronischen Besiedlungen evtl MagenCA
Diagnostik:
- Gewebebiopsien
- Kultur auf Spezialnährböden: Kolonien sind glatt begrenzt, durchsichtig und zeigen Betahämolyse. Grampräparat, das den positiven Ausfall von Oxidase, Katalase und Urease zeigt. Für normale Patienten-Routineuntersuchung nicht ideal, da max 4h später im Labor.
- Ureaseschnelltest
- Atemtest
- Serologie
Therapie:
- PPI, um Hyperazidität zu bekämpfen
- Triple-AB-Therapie: Amoxicillin, Metronidazol und Makrolid für sieben Tage zur Eradikation.
Bordetella pertussis
Charakteristika
- aerober, gramnegatives kokkoides, bekapseltes Stäbchen
Pathogenese
- Infektion erfolgt durch Tröpfchen aus dem Respirationstrakt Kranker.
- Pertussistoxin -> hemmt die Zilienbewegung der Trachealschleimhaut und führt zu Hustenattacken
Klinik:
- Inkubationszeit von 7-14d, drei Stadien:
- Stadium catarrhale: Erkältungskrankheit mit mässigem Fieber. 1-2Wo
- Stadium convulsivum: typische krampfartige Hustenanfälle. Nach tiefer Inspiration erfolgt ein Hustestakkato mit Heraustrecken der Zunge und Hervorwürgen von zähem Schleim. Gefolgt von Stimmritzenkrampf, der zur Apnoe führen kann. Danach weiterer leichterer Anfall (Reprise). 4-6Wo
- Stadium decrementi: Abklingen der Krankheit unter den Symptomen einer Bronchitis. 2-4Wo
- Komplikationen: Superinfektionen wie Pneumonien, Otitiden durch Hib oder Pneumokokken. Selten Enzephalitiden. leichtwiegend: Zungenbandverletzungen, Hyposphagma (Unterblutung der Konjunktiva)
Diagnostik:
- Klinik. BB zeigt eine relative und absolute Lymphozytose
Therapie:
- AB nur im Stadium catarrhale und convulsivum --> Erythromycin
- Passive Immunisierung im Stadium cattarhale
- Prophylaxe: dreimalige Impfung + zweimalige Auffrischung
Brucellose
- Pathogenese
- Klinik
- Diagnostik
- Therapie
Pathogenese
- Übertragung:
- unpasteurisierte Milchprodukte
- erregerhaltiger STaub
- intrazelluläre Vermehrung in Makrophagen / Monozyten
- IKZ: 1.3 Wo
Klinik:
- Prodromalstadium: grippaler Infekt / Gastritis
- remittierendes Fieber
- Leber-, Milz-, Lymphknotenschwellung
- Leukopenie
- spontane Ausheilung oder Organmanifestation mit chronischem Verlauf --> Rezidive
- Kompl: Osteomyelitis, ARthritis, Menigoencephalitis, Fehlgeburten, lange rekonvaleszenzphase
Diagnostik
- Anamnese, Erregerisolierung aus Blut, Liquor, KM
Therapie
- Doxycyclin plus Rifampicin für 6 Wo
- Meldepflicht
Legionella pneumophila
Charakteristika
- aerobe, polar begeisselte, unbekpaselte Erreger. fakultativ intrazellulär in Makrophagen.
- mögen warmes, stehendes Wasser -> Klimaanlagen, Kalt- und Warmwasseranlagen, lange Wasserletitungen
- Übertragung über Aerosole.
Klinik
- Legionärskrankheit: atypische Pneumonie
- Inkubationszeit 2-10d
- Fieber, trockener Husten, Luftnot
- Rö: ein- oder beidseitige Lungenfiltrate
- weitere Symptome: Kopfschemrezn, Diarrhöe, Transaminasenanstieg
- Pontiac-Fieber:
- grippeartige Symptome
- meist komplikationslos und selbstlimitierend
Nachweis:
- Antigennachweis im Urin
Therapie:
- Makrolide (Betalaktame sind unwirksam)
Familie Pasteurellaceae
Haemophilus
- H. influenzea, H. aegypticus, H. ducreyi
- H. parainfluenzae, H. aphrophilus, H. paraphrophilus
Pasteurella
- P.multocida
Actinobacillus
- A. Actinomycetemocomitans
Haemophilus influenza
Charakteristika
- gram- Stäbchen, Ammenphänomen mit Staph. aureus. Normale Flora des oberen Respirationstraktes. Zum Wachstum Faktoren V und X aus dem Blut benötigend -> hämophilus
- unbekapselt --> nichtinvasive Infektionen (Sinusitis, Bronchitis, Otitis, Pneumonie)
- bekapselt --> invasive Infektionen (Meningitis, Sepsis, Epiglottitis) -> heute Regelimpfung
Klinik:
- eitrige Bronchitiden
- bei Kindern zwischen 2 Monaten und 2 Jahren -> Meningitis und Sepsis -> heute selten wg. Impfung
- Epiglottitis -> heute selten, aber lebensbedrohlicher Notfall
- OPSI
Diagnose:
- schwieriger kultureller Nachweis aus Sputum, Abstrich, Blut oder Liquor
Therapie:
- schwere Infektion: 3. Gen. Cephalosporin (Cefotaxim, Ceftriaxon), Fluorchinolone oder Carbapeneme i.v.
- Prophylaxe: dreimalige Impfung gegen Hib + 1 Auffrischimpfung
Neisseriaceae meningitids (Meningokokken)
- Erreger
- Pathogenese
- Klinik
- Therapie und Prophylaxe
Charakteristika:
- gram- Diplokokken, Semmelform, aerob
Pathogenese
- Kapselpolysaccharide:
- Kapseltyp A + C: Meningokokken-Gürtel (Nigeria, Tschad, Äthiopien), Epidemien in Trockenzeit
- Kapseltyp B: 80% der Meiningitiden in Deutschland. kreuzreagierende Epitope mit Polyneuroaminsäure
Klinik: Meningitis: durch hämatogene Streuung (vom Rachenraum in die Blutbahn, von dort ins ZNS), Inkubationszeit 2-4 Tage.
- Symptome: Symptomen eines Atemweginfekts und nur in 50% der Fälle zu den klassiscchen Symptomen einer Meningitis.
- Meningokokken-Sepsis: nicht wegdrücbares Exanthem am ganzen Körper, Lungenversagen, Verbrauchskoagulopathie, neurologische Ausfälle, NN-Nekrose
- --> Waterhous-Feriderichsen-Syndrom >85% verstorben innerhalb Stunden
Therapie
- Cephalosporin der 3. Generation
- hochdosiertes Penicillin G
- Prophylaxe: Kontaktpersonen 2 Tage lange Rifampicin, Schwangere: Einmaldosis Ceftriaxon
Pseudomonas aeruginosa
Charakteristika: aerobe, gram- Bakterien
Vorkommen: z.T. Darmflora, vorzugsweise in Kaltwasserleitungen, typischer Hospitalkeim
Klinik: Wundinfektionien, Infektionen der Lunge bei zystischer Fibrose, nosokomiale Infektionen (Pneumonie, Wundinfektionen, Sepsis) -> künstliche Beatmung (kommen aus dem Darm, nicht Maschine!!), Augeninfektionen
Therapie i.v.: Chinolone, Pneeme, Cephalosporine der 3. Generation, Tazobac
Coxiella burnetii - Q-Fieber
Charakteristika:
- Reservoir: Schafe, Rinder, Zecken
- gram- kokkoides Stäbchen
Pathogenese:
- Übertragung: gram- Bakterien in Aerosol mit erregerhaltigem Kotstaub, Zeckenstickverletung. Vermehrung intrazellulär im Phagolysosom von Makrophagen, Persistenz
- Inkubationszeti: 2-3 Wochen
Klinik:
- Q-Fieber mit grippalen Symptomen:
- Prodormalstadium mit Müdigkeit, Frösteln Appetitlosigkeit, Reissen in den Extremitäten, Kopf/Rückenschmerzen
- Aktustadium: plötzlicher Fieberbeginn, heftige Schweissausbrüche, Fieber über Tage, dann schnelle Entfieberung. Häufig kombiniert mit interstiiteller (atypsicher) Pneumonie
Diagnose:
- Serologie, PCR
Therapie: Doxycyclin
Chronifizierung: selten nach Monaten, Jahren: Myokarditits, Endokarditis
Prophylaxe: Pasteurisieren der Milch
Fam. Neisericeae
gram- Diplokokken, intrazellulär in Granulozyten, strikt aerob. Anspruchsvolles Wachstum auf nährstoffreichem Nährboden.
pathogene:
- N. gonorrhoeae (Gonokokken)
- N. meningitidis
Pathogenese:
- Übertragung: Sexualeverkehr, Schmierinfektion im Geburtskanal
- Anheftung an Zielzellen:
- m: Saulenepithelzellen in Urethra
- w: Epithelzellen in der Endozervix
- Neug: Konjunktivalzellen
N. gonorrhoeae
Charakteristik:
- gramnegative Diplokokken
Pathogenese:
- Inkubationszeti: 2-5d
Klinik:
- Erreger der Gonorrhö = Tripper
- Symptome:
- m: Jucken in Urethra, Sz beim Wasserlassen, eitriger Ausfluss --> Bonjour Tröpfchen.
- w: 40% subklinisch, schmerzhafte Miktion, vermehrter Harndrang, vaginaler Fluor
- m: Urethritis: Harnröhrenstriktur, Epididymitis: Infertilität, Prostatitis, Proktitis, Pharyngitis, Konjunktiviits,
- DIG: disseminierte Gonokokkeninfektion (1-3% C6-C9 Defekt) durch serumresisitente Stämme --> eitrige Gonarthritis/Dermatitis/Endokarditis/ Meningitis --> selten
- w: Zervizitis, Endometritis, Salpingitis
- PID - pelvic inflammatory disease: Fibrosierung der Tuben ~20% Sterilität
- SS: erhöhtes Risiko zu DIG
Diagnostik:
- Abstrich, Gelenkpunktat (schneller Transport)
Therapie:
- zunehmende Resistenz
- Ceftriaxon mit Azithromycin
sonstiges
- immer Syphilis ausschliessen
- ohne Namen meldepflichtig
- behandlungspflichtig